Mittwoch, 31. Mai 2017

"Diabolic – Vom Zorn geküsst"

Galaktische Dystopie: "Diabolic – Vom Zorn geküsst"!

S.J. Kincaid, übersetzt von Ulrich Thiele
Diabolic – Vom Zorn geküsst
978-3-401-60259-2
Arena Verlag
Alter: 14+

Sie sehen aus wie Menschen, aber sie haben keine Seele. Sie wurden erschaffen, um zu dienen, zu beschützen und zu töten. Sie sind stark, schnell und brutal. Man nennt diese Wesen Diabolics. Nemesis ist eine Diabolic. Sie wuchs im Käfig auf, bis sie auf Sidonia, die Tochter einer Matriarchin und eines Senators geprägt wurde. Um Sidonia zu schützen, würde Nemesis alles tun. Sidonia behandelt sie nicht wie ein seelenloses Ding, sondern wie eine Freundin, wenn nicht sogar wie eine Schwester. Viele Menschen sehen in den Diabolics eine Gefahr, und eines Tages werden sie vom Kaiser verboten. Sidonias Eltern täuschen Nemesis Tod vor. Der Kaiser des intergalaktischen Imperiums gibt nichts auf Wissenschaft und Forschung. Für ihn sind alle, die sich damit beschäftigen, Ketzer, die die wahre Religion in Frage stellen. Sidonias Vater stellt sich offen gegen den Kaiser und handelt sich damit große Probleme ein. Der Kaiser verlangt, dass Sidonia als Gast/Geisel an den kaiserlichen Hof kommt. Sidonias Mutter will das nicht zulassen. Sie will Nemesis an Sidonias Stelle schicken. Nemesis Äußeres wird modifiziert und sie lernt alles, was sie benötigt, um am Hof die zarte, schwache und unschuldige Sidonia verkörpern zu können. Sidonia ist entsetzt, als sie von dem Plan hört und lässt Nemesis nur widerwillig gehen. Am Hof lernt Nemesis den grausamen Kaiser und seinen geisteskranken Neffen Tyrus kennen. Der Kaiser hat seine eigenen Diabolics behalten, und Nemesis muss sich anstrengen, um ihnen nicht aufzufallen. Kaum auszudenken, was geschehen würde, sollten sie sie als eine der ihren erkennen. Die meisten Adligen am Hof sind „Sidonia“ nicht wohlgesonnen. Neveni, eine niedere Adlige, deren Mutter als Ketzerin gilt, sucht jedoch ihre Freundschaft. Eines Tages ruft der Kaiser alle zu einer großen Versammlung. Er hat alle aufsässigen Familien im Reich töten lassen und erklärt nun die jungen Geiseln zu deren Erben. Da Sidonia nun tot ist, gibt es für Nemesis nur noch eins: Rache! Sie will den Kaiser töten. Überraschenderweise steht Tyrus ihr dabei zur Seite, denn er will den Thron seines Onkels. Er ist nicht so irre, wie alle denken, sondern will eine bessere Zukunft für alle. Da er erkannt hat, was Nemesis in Wahrheit ist, kann sie ihm dabei von großem Nutzen sein, als seine persönliche Diabolic und als seine Ehefrau. Als die beiden offiziell als verliebtes Paar auftreten, kündigt Neveni Nemesis die Freundschaft, denn sie ahnt nichts von ihren wahren Absichten. Der Kaiser will Neveni hinrichten wegen einer Rebellion auf ihrer Welt, die sich vom Imperium abspalten will. Tyrus bietet seinem Onkel an, die Rebellion niederzuschlagen. Doch er verhandelt mit den Rebellen, statt sie mit einer Biowaffe zu eliminieren, wie der Kaiser es wollte. Der Kaiser ist nicht glücklich über dieses eigenmächtige Handeln. Ihm fällt auf, wie sehr sein Neffe sich verändert hat, doch der erklärt dies mit seiner Liebe zu „Sidonia“ und ihrem positiven Einfluss. Tyrus fährt damit fort, die Macht des Kaisers zu untergraben, sein verändertes Verhalten bringt ihm Sympathien und er kann seine Machtposition weiter ausbauen. Nemesis ist verwirrt, da sie tatsächlich Gefühle für Tyrus entwickelt. Tyrus Kuss bringt sie völlig aus der Fassung. Sie hat Angst vor diesen Gefühlen, die eine Diabolic überhaupt nicht besitzen sollte. Dann taucht, getarnt als Gouvernante, Sidonia am Hof auf, die das Massaker an ihrer Familie überlebt hat. Nemesis ist hin und her gerissen zwischen ihrer Treue zu Sidonia und ihrer Liebe zu Tyrus. Tyrus intrigante Großmutter schmiedet derweil ihre eigenen Pläne … .
Eine geniale Dystopie-Story voller überraschender Wendungen! Ich war völlig gefesselt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen"

Was wäre wenn: "Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen"!

Fabio Geda und Marco Magnone, übersetzt von Christiane Burkhardt
Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen
978-3-7641-7067-7
Ueberreuter Verlag
Alter: 12+

Westberlin im Jahr 1978: Vor etwa zwei Jahren hat ein Virus die gesamte erwachsene Bevölkerung ausgelöscht. Die Kinder und Jugendlichen haben sich in Gruppen zusammengetan, um zu überleben. Es gibt die Zoo-Gruppe, die Tegel-Gruppe, die Gropiusstadt-Gruppe, die Havel-Gruppe und die Reichstags-Gruppe. Die Vorräte in den Häusern und Supermärkten sind längst aufgebraucht oder verdorben, Strom gibt es schon lange nicht mehr. Es ist hart, genügend zu Essen zu finden, besonders im Winter. Eines Tages wird der zweijährige Theo aus der Havel-Gruppe von der radikalen Tegel-Gruppe entführt. Die Tegel-Gruppe verehrt den Tod, und Theo ist ein sogenanntes „Kind des Todes“, da sich seine Mutter während der Schwangerschaft mit dem Virus infizierte. Die Tegel-Gruppe „besitzt“ bereits ein solches Kind, die kleine Anneke. Nora aus der Havel-Gruppe, Theos Tante, macht sich mit ihren Freundinnen Christa und Britta auf den Weg, um die Gropiusstadt-Gruppe um Hilfe zu bitten. Deren Anführer Sven lehnt jedoch ab. Er hat bisher keine guten Erfahrungen mit der Tegel-Gruppe gemacht. Doch sein Freund Jakob will den Mädchen helfen und folgt ihnen. Dabei kommt er dummerweise dem fiesen Timo aus Reichstags-Gruppe in die Quere, und es kommt zu einer Prügelei, als Jakob zwei Zoo-Kindern zu Hilfe kommt, die von Timo bestohlen wurden. Jakob wird gefangen genommen. Im Reichstag gibt es unterdessen Grund zum Feiern. Im Parlamentssaal wurde das erste Kind nach der Katastrophe geboren, der kleine Abel, Sohn der Anführers Michael und seiner Freundin Lisbeth. Jakob wird von seinen Freunden Sven und Bernd befreit. Die Flucht verläuft nicht ohne Probleme, doch sie bekommen Hilfe von den Zoo-Kindern. Sven ändert seine Meinung, und gemeinsam mit den Havel-Mädchen Nora, Christa und Britta auf machen sich die drei Gropiusstadt-Jungs schließlich auf, um den kleinen Theo aus den Fängen der Tegel-Gruppe zu befreien. Theo ist in großer Gefahr, denn am Flughafen finden schon bald die Todesspiele statt. Gemeinsam gelingt es den Rettern, zu Theo zu gelangen, doch sie laufen in eine Falle. Jetzt sind sie alle Gefangene und unfreiwillige Teilnehmer der Todesspiele. Bei den Todesspielen handelt es sich um fünf lebensgefährliche Mutproben. Die Gefangenen müssen gegen die Tegel-Gruppe antreten. Gewinnen sie, sind sie und Theo frei und können gehen, aber wenn sie verlieren, müssen sie alle ihre Territorien an die Tegel-Gruppe abtreten. Ihnen bleibt keine andere Wahl als zu kämpfen. Christa gewinnt überraschend die erste Runde gegen Jörg von der Tegel-Gruppe. Es gelingt ihr, barfuß über glühende Kohlen zu laufen. Ihr Vater hatte ihr einmal erklärt, wie das geht, ganz ohne Magie, nur mit Wissenschaft. Dann muss Jakob gegen Wolfrun antreten. Wer als erster zwei von drei Ringen aus einem schlammigen Wasserbecken holt, gewinnt. Durch einen miesen Trick der gegnerischen Mannschaft verliert Jakob. Auch Nora unterliegt, als es darum geht, an einem Seil bis zum Kontrollturm zu klettern. Das ist nicht so leicht, wenn man dabei mit Steinen beschossen wird. Beinahe stürzt sie ab. Britta und Bernd jedoch haben Glück. Da Bernd Erfahrung mit Tieren hat, ist es ein Leichtes für ihn, ein Huhn einzufangen, was den Gegnern nicht gelingt, da sie nur hirnlos hinter dem Tier herjagen. Nun herrscht Gleichstand. Alles hängt jetzt von Sven ab, der in einem brutalen Rollschuh-Duell gegen Tegel-Anführerin Chloe antreten muss, und Sven geht es gesundheitlich gar nicht gut. Hat er eine Chance?
„Panem light“ in einem neuen, alten Westberlin! Coole Idee und recht spannend gemacht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Concentr8"

Unter Kontrolle: "Concentr8"!

William Sutcliffe, übersetzt von Moritz Seibert und Katharina Kastner
Concentr8
978-3-499-21739-5
Rowohlt (Rotfuchs) Verlag
Alter: 13+

London in nicht allzu ferner Zukunft: Jugendliche mit ADHS erhalten das neue Medikament Concentr8. Dadurch werden genervte Lehrer und Eltern entlastet und gleichzeitig wird Unruhen und Krawallen durch die Störenfriede vorgebeugt. Längst kam die Frage auf, ob es hier noch um mentale Gesundheit oder um soziale Kontrolle geht. Concentr8 wirkt schneller und besser als Ritalin, und es ist günstig in der Produktion. Als es dennoch einmal zu einem Engpass kommt, sind die Auswirkungen verheerend. Es kommt zu Randale auf den Straßen, Prügeleien, Plünderungen … . Blaze und seine Freunde nehmen vor dem Rathaus einen Mann als Geisel und verschleppen ihn in ein Lagerhaus. Obwohl den anderen klar ist, was für einen Scheiß sie da bauen, folgen alle Blaze. Keiner wagt es, zu widersprechen. Troy frisst Blaze aus der Hand, ist ihm treu ergeben, Femi versucht halbherzig auszusteigen, erkennt dann aber, dass es für ihn gesünder ist zu bleiben, Lee ist einfach dumm wie Brot, und Karen ist irgendwie so etwas wie Blazes feste Freundin. Die Gruppe hebt mit der Karte der Geisel 200 Pfund ab und investiert diese in Alcopops und Knapperzeug. Sie machen die ganze Nacht Party, während die Geisel im Nebenraum an die Heizung gefesselt ist und Todesängste aussteht. Der Mann versucht, Troy auf seine Seite zu ziehen, doch der bleibt standhaft. Die Polizei umstellt das Gebäude und geht auf die Forderungen der jungen Geiselnehmer nach Concentr8 ein. Sind Concentr8 oder besser der Entzug von Concentr8 schuld an der ganzen Misere? Der Bürgermeister redet sich aus allem heraus, und selbst Professor Pyle, der Erfinder von Concentr8, äußerst sich in einem Interview mit einer Journalistin namens Amanda nur sehr wage über die Abhängigkeit und die möglichen Entzugserscheinungen bei Concentr8, verplappert sich aber doch noch, nachdem das Interview eigentlich schon vorbei ist und sie ihn geschickt in einen lockeren Plausch verwickelt. Der Bürgermeister ist darüber „not amused“. Die Geiselnahme dauert an, und Blaze droht, der Geisel Finger oder Zehen abzuschneiden. Die Medien berichten intensiv über das Geschehen, obwohl die Geisel ein „Niemand“ ist, und die Stimmung in der Gruppe der Geiselnehmer wird immer schlechter. Alle haben Angst vor Blaze und seinem unberechenbaren Verhalten. Nur Troy hält noch fest zu ihm, da Blaze immer sein Schutzengel war. Beide hatten eine miese Kindheit. Troy liest auf seinem Handy den Enthüllungsbericht der Journalistin Amanda und ihm wird klar, dass er und die anderen aus den falschen Gründen wütend waren. Er erkennt, dass er seit frühester Kindheit mit Drogen ruhiggestellt wurde und nun endlich aufgewacht ist. Das erkennt auch Blaze, der den gesamten Vorrat an Concentr8 verbrennt. Femi kann es nicht fassen, dass das hart erkämpfte Medikament, das er so dringend „braucht“, nun weg ist. Blaze schleicht sich ohne das Wissen der anderen aus dem Lagerhaus und trifft sich mit Amanda. Die hatte in seinem Viertel recherchiert und über seine Mutter Kontakt mit ihm aufgenommen. Blaze dreht beim Interview den Spieß um und löchert Amanda über Concentr8. Sie bemerkt, dass er nicht dumm ist und fragt, was er und die anderen wollen. Blaze will den Bürgermeister sprechen. Tatsächlich erscheint der wenig später beim Lagerhaus. Doch er denkt dabei nur an sein Image. Selbst seine Frisur ist ihm wichtiger als die Gesundheit der Geisel. Die Situation eskaliert … .
Von der Grundidee ist diese Dystopie sehr interessant, leider ist die Story trotz des ständigen (teils auch etwas nervigen) Perspektivenwechsels etwas zäh.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 24. Mai 2017

"Kicker im Kleid"

Dennis in der Zwickmühle: "Kicker im Kleid"!

David Walliams, übersetzt von Dorothee Haentjes-Holländer
Kicker im Kleid
978-3-499-21784-5
Rowohlt (Rotfuchs) Verlag
Alter: 10+

Der zwölfjährige Dennis lebt mit seinem Vater und seinem älteren Bruder John allein, seit seine Mutter die Familie verlassen hat. Seitdem gilt in dem Männerhaushalt die strenge Regel: kein Mädchenkram! Das bedeutet: nicht Jammern, nicht Heulen und keine Umarmungen, es sei denn, es geht um Fußball. Und Fußball lieben alle drei. Dennis ist der Torschützenkönig seiner Schule, John spielt auch nicht übel, und der Vater ist aufgrund seiner Masse ein prima Torwart. Seit die Mutter aus dem Haus ist, hat der, ohnehin schon übergewichtige, Fernfahrer noch etliche Pfunde zugelegt. Außer Fußball hat Dennis noch eine andere Leidenschaft: Mode. Heimlich kauft er sich die „Vogue“. Als sein Vater sie unter der Matratze entdeckt, landet sie im Müll. John meint, solche Zeitschriften lesen nur Mädchen und Schwuchteln. Eines Tages muss Dennis nachsitzen, weil er einen Ball ins Fenster des Schuldirektor-Büros geschossen hat. Dabei lernt er Lisa kennen, die die ganze Zeit Mode-Skizzen zeichnet. Die beiden freunden sich an. Dennis besucht Lisa nun oft, denn sie hat einen ganzen Stapel Vogue-Hefte, sogar welche aus Italien, eine Nähmaschine und einen Schrank voller wunderbarer Kleider. Zum Spaß probiert er welche davon an und lässt sich von Lisa schminken. Lisa überredet ihn, im orangefarbenen Pailletten-Kleid, mit Stöckelschuhen und Perücke auf die Straße zu gehen. Sie stellt ihn dem Kiosk-Besitzer Raj, der Dennis gut kennt, als Austauschschülerin Denise aus Frankreich vor. Raj fällt darauf rein. Lisa und Dennis lachen sich kaputt. Nun soll Dennis auch in der Schule für einen Tag die Rolle der Denise spielen. Das wird sicher ein Riesenspaß, meint sie. Am Anfang ist es das auch. Nicht einmal Dennis bester Kumpel erkennt ihn. Dennis amüsiert sich köstlich, bis zur Doppelstunde Französisch. Obgleich er bisher erfolgreich die Französin gespielt hat, reichen seine Sprachkenntnisse bei weitem nicht aus, um Französischlehrerin Miss Windsor zu täuschen. Ihm bleibt nur eine Wahl. Er behauptet, ihre Aussprache wäre derart miserabel, dass er kein Wort verstünde. Miss Windsor ist am Boden zerstört und bricht in Tränen aus. Sie tut Dennis leid. In der Pause spielen die anderen auf dem Hof Fußball. Da juckt es Dennis richtig in den Füßen. Als der Ball in seiner Nähe landet, kann er einfach nicht anders. Er nimmt Anlauf und kickt. Der Ball fliegt los, der Stöckelschuh hinterher, und Dennis haut es die Perücke vom Kopf. Alle lachen. Nur der Direktor lacht nicht. Er ist fuchsteufelswild. Dennis wird von der Schule geworfen, wegen eines groben Verstoßes gegen die Kleiderordnung. Schon wenn der Rock der Schuluniform zu kurz ist (wie bei Lisa), gibt es Nachsitzen. Außerdem verbietet der Direktor für alle Zeit das Ballspielen auf dem Hof. Was Dennis jedoch am meisten mitnimmt, ist dass er nun nicht beim Finale spielen darf. Nur durch seine Tore hat es die Schule ins Viertel- und ins Halbfinale geschafft. Ohne ihn haben sie keine Chance. Doch sein Flehen stößt beim Direktor auf taube Ohren. Dennis will sich das große Fußballspiel wenigstens ansehen und seine Kameraden anfeuern. Leider läuft es gar nicht gut. Seine Mannschaft liegt weit zurück, und die Gegner spielen nicht fair. In der Halbzeitpause hat Lisa eine Idee. Die gegnerische Mannschaft und die Zuschauer staunen nicht schlecht, als das Team mit Dennis aufs Spielfeld zurückkehrt. Alle tragen Kleider! Der Direktor kann schließlich nicht das ganze Team von der Schule werfen. Werden sie nun doch noch den Sieg davontragen? Und was sagt Dennis Vater zu dem Auftritt seines Sohnes?
David Walliams, Autor der „Gansta Oma“, schreibt echt genial! Ich hab mich schief gelacht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Brüllbande"

Die coolste Band aller Zeiten: "Die Brüllbande"!

Jörg Isermeyer
Die Brüllbande
978-3-407-82212-3
Beltz Verlag
Alter: 8+

Das coole Spielzeug-Raumschiff im Schaufenster hat es Bastian angetan. Leider reicht sein Taschengeld nicht mal annähernd dafür. Seine sturen Eltern wollen einfach nicht mehr rausrücken. Zum Zeitung austragen oder Babysitten ist er zu jung. Eine Bank überfallen oder seine nervige, kleine Schwester verkaufen geht auch nicht. Also versucht er es mit Einkaufen für die alte Nachbarin Frau Brommelbacher, doch da er noch nie zuvor allein eingekauft hat, wird das ein Desaster. Tomaten und Eier landen ganz unten in der Tüte, alles ist Matsch, und seinen Lohn kann er sich abschminken. Ein Straßenmusiker bringt ihn auf eine Idee. Er wird eine Band gründen und reich werden. Dumm nur, dass er kein Instrument spielt und auch seine Freunde alle unmusikalisch sind. Die erste Gesangsprobe mit Tammo, Claudia und Yüksel auf dem Schulhof treibt alle anderen Schüler in die Flucht. Die Band ist eine Katastrophe! Doch nicht nur Bastian hat Sorgen. Sein Vater hat Probleme im Job. Sein Windkraftanlagen-Projekt, in das er viel Zeit und Energie gesteckt hat, wird verworfen. Er bekommt Depressionen und liegt nur noch auf dem Sofa. Bastians Mutter meint, er sei krank. Bastian und seine kleine Schwester Sophie verstehen die Krankheit ihres Vaters nicht. Wenn sie kein Fieber haben, müssen sie immer zur Schule oder in den Kindergarten. Warum darf ihr Vater einfach zuhause bleiben? Bastians Mutter findet es nicht gut, wenn Bastian und sein Freunde im Haus proben, solange es dem Vater nicht gut geht. Bastian lügt ihr etwas von einem Schulprojekt vor und sagt ihr außerdem, dass Straßenmusiker David, den er als Manager für die Band engagiert hat, Claudias Onkel sei. David plant, mit den Kindern eine tolle Show auf die Beine zu stellen, und sie basteln sich Instrumente aus Kartons, Holzresten und Blechbüchsen. Von Frau Brommelbacher, die früher viel gemalt hat, schnorren sie sich Farbe, und die Instrumente werden richtig cool. Nur über den Musikstil können sie sich zunächst nicht einig werden. Schließlich entscheiden sie sich für ein paar Songs von den Beatles. Zu den bekannten Melodien wollen sie sich eigene Texte ausdenken. Bastian sorgt sich immer mehr um seinen Vater, nachdem er zufällig einen Arbeitskollegen von ihm getroffen hat. Obwohl er versprochen hat, wieder zur Arbeit zu gehen, hat sein Vater heimlich geschwänzt und noch dazu seine Familie belogen. Bastians Mutter erklärt ihm, was Depressionen sind, und plötzlich ist das Raumschiff für Bastian gar nicht mehr so wichtig. Sein Vater geht vor! Er muss es irgendwie schaffen, dass es ihm wieder besser geht. Vor lauter Grübeln wird Bastian selber ganz trübsinnig, sagt die Bandprobe ab, geht seinen Freunden aus dem Weg und würde die Band am liebsten gleich auflösen. Mit David mag er auch nicht reden. Seine Mutter hat sowieso gesagt, er soll es nicht überall herumerzählen. Bastians Freunde merken jedoch, dass ihn etwas bedrückt und wollen helfen. Als sie dann plötzlich unangemeldet vor der Tür stehen, erzählt Bastian ihnen alles. Die Bandprobe findet nun doch noch statt, und Bastian gelingt es, seinen Vater zum Lachen zu bringen, wenn auch nur kurz. Zum ersten offiziellen Auftritt muss sein Vater natürlich dann auch mit. Die Band tritt in schrillen Kostümen auf, das Publikum tobt, und zum Schluss zerschmettern sie wie echte Rockstars ihre Instrumente. Die „Brüllbande“ ist geboren! Doch wird jetzt aus Bastians Vater und seinen Depressionen? Da hat David eine Idee und steht kurz darauf vor Bastians Tür – mit Frau Brommelbacher im Schlepptau… .
Achtung, jetzt wird’s laut! Eine tolle, witzige Geschichte mit unerwartet viel Tiefgang!
Viel Spaß beim Lesen!!!
 

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"Hilfe! Meine Lehrerin ist ein Alien"

Mein Bruder ist ein Superheld, aber ich muss die Welt retten: "Hilfe! Meine Lehrerin ist ein Alien"!

David Solomons, übersetzt von Ebi Naumann 

Hilfe! Meine Lehrerin ist ein Alien 
978-3-8489-2090-7 
Aladin Verlag 
Alter: 10+

Schon blöd, wenn man keine Superkräfte hat. Lukes Bruder Zack ist Star Typ, ein cooler, fliegender Superheld, und seine beste Freundin Lara kann als Flattergirl (Klein-)Tiere kontrollieren. Luke und sein Kumpel Serge würden sich, ihre Ideen und ihr Engagement gern dem Club der Helden, von Luke S.C.H.A.L. genannt, zur Verfügung stellen, doch ihre Dienste sind nicht erwünscht. Es ist genau wie in der Schule, wo sie im Sport keine Mannschaft haben will. Luke hat den Verdacht, dass seine Sportlehrerin Miss Gram eine Superschurkin ist, doch niemand nimmt ihn ernst. Auch als er eine Idee hat, was es wirklich mit den drei abstürzenden Jets auf sich hatte, die Zack in letzter Sekunde retten konnte, hört ihm niemand zu. Nur mit seinem neuerdings arbeitslosen Vater kann Luke reden. Seit dem Meteoriten in Band 1, dessen Bruchstücke eine Menge Schäden anrichteten, muss die Versicherungsgesellschaft, bei der er arbeitete, sparen. Die beiden spielen ein neues Spiel auf der Xbox, das in Lukes Heimatstadt spielt und in dem viele vertraute Personen verkommen. In diesem Spiel, „Irdische Schwachmaten“ muss der Spieler gegen Star Typ und Flattergirl antreten. Luke ist besessen davon, seinen ach-so-tollen Bruder zu besiegen, auch wenn es nur in einem Computerspiel ist. Als seine Eltern die Xbox bei eBay verkaufen, nimmt Luke einen Job im Comicladen an, um dort weiter zu spielen. Im Comicladen trifft Luke auf Christopher Talbot, den besiegten Schurken aus Band 1, der so tut, als sei er plötzlich die Harmlosigkeit in Person bzw. ein missverstandener Held. Als es Luke tatsächlich gelingt, das Spiel zu gewinnen, geschieht etwas Unglaubliches. Es wird von Außerirdischen auf ihr Schiff gebeamt. Sie haben das Spiel auf die Erde gebracht, um herauszufinden, wie man Star Typ besiegen kann, und Luke hat es ihnen dummerweise gezeigt. Alle Aliens sehen genau aus wie Miss Gram. Sie planen eine Invasion der Erde als Teil einer intergalaktischen Realilty-Show, denn ihr Volk ist süchtig nach Unterhaltung. Sie schicken einen Cyborg zur Erde, der genau wie Zacks Schwarm Cara aussieht und ihn mit einem explosiven Kuss ausschalten soll. Die echte Cara wird von den Aliens gefangen gehalten. Luke schafft es, aus dem Raumschiff zu entkommen und zurück zur Erde zu beamen. Er tut alles, um seinen Bruder zu warnen, doch der hört ihm gar nicht zu. Lara glaubt ihm auch nicht, nicht einmal Serge ist auf seiner Seite. Der einzige, der ein offenes Ohr für ihn hat, ist ausgerechnet Ex-Superschurke Talbot. Notgedrungen verbündet sich Luke mit ihm. Sie müssen unbedingt vermeiden, dass Zack den Cara-Borg küsst. Leider bleiben die Aliens nicht untätig. Mit einer Fernbedienung nehmen sie Luke die Stimme, so dass er Zack nicht sagen kann, was Sache ist. So kommt es zu dem verhängnisvollen Kuss. Zack explodiert zwar nicht, aber er wird mit einem schleimigen, außerirdischen Virus infiziert. Genau das haben die Aliens bezweckt. Wer mit Grippe im Bett liegt, kann nicht die Welt retten. Doch wer soll die Aliens dann stoppen? Luke ist klar, dass er die Invasion niemals aufhalten kann, aber vielleicht die Fernsehübertragung? Wenn die Aliens nicht senden können, ist die Invasion für sie nicht mehr länger sinnvoll. Plötzlich wird Luke klar, dass es auch Superhelden ohne Superkräfte geben kann. Gemeinsam mit Serge schmiedet er einen Plan, und es gelingt ihnen, auch Lara mit an Bord zu holen. Sie wollen einen Maulwurf bei den Aliens einschleusen. Auch Talbot mischt bei dem Plan mit, aber können sie ihm trauen? 

Ein neues, spannendes, intergalaktisches Abenteuer für alle Superhelden-Fans! 
Viel Spaß beim Lesen!!! 

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Mittwoch, 17. Mai 2017

"Feuer und Feder"

Verbotene Liebe und Göttliche Zeichen: "Feuer und Feder"!

Kathy MacMillan, übersetzt von Julian Haefs
Feuer und Feder
978-3-407-74796-9
Gulliver/ Beltz Verlag
Alter: 14+

Die vierzehnjährige Sklavin Raisa träumt davon, die Hohe Schrift lesen zu können, um endlich das „Herzgedicht“ zu verstehen, das ihr ermordeter Vater ihr hinterließ. Diese Schrift ist jedoch allein der königlichen Familie vorbehalten, und dient ausschließlich zur Kommunikation mit den Göttern. Als Raisa einmal „versehentlich“ einer heiligen Schriftrolle in der Bibliothek zu nahe kommt, ist sie kurz davor, wegen Hochverrats angeklagt zu werden, doch dann wird sie stattdessen zur Jungtutorin des Prinzen Mati ernannt. Später soll sie als Tutorin dann dessen Nachfolger unterrichten. Nach einem Jahr beherrscht Raisa die Zeichen der Niederen Schrift (immerhin über 4000) schon ganz passabel, aber die Hohe Schrift durfte sie bislang noch nicht erlernen. Mati bietet ihr an, sie ihr heimlich beizubringen, wenn sie eine Rolle in einem Theaterstück übernimmt, in dem auch er mitspielt. Raisa spielt die Rolle einer verräterischen Göttin, die bestraft wurde, weil sie die Schrift den Sterblichen zugänglich machen wollte. Nach der Aufführung wird Raisa von Jonis, einem Rebellen, angesprochen und dazu gedrängt, genau dies zu tun, ihr Wissen an die anderen Sklaven weiterzugeben. Er meint, sie lebe zwar im Palast, aber sie sei immer noch eine Sklavin, denn auch ein goldener Käfig sei ein Käfig. Obwohl sie Verständnis für die Situation der anderen Sklaven hat, die ausgebeutet und misshandelt werden, hat Raisa Angst davor, als Verräterin hingerichtet zu werden und weigert sich zu helfen. Die Beziehung zwischen ihr und dem Prinzen entwickelt sich unterdessen in eine problematische Richtung. Die beiden sind sich viel näher als sie sollten, tauschen im Unterricht verbotene Küsse, Mati schleicht sich nachts in Raisas Kammer und sie haben Sex in der heiligen Bibliothek. Mati ist so anders als sein Vater, der die Plünderer mit den Sklavenschiffen zu den Inseln schickte, die Raisas Familie ermordeten und sie selbst verschleppten. Mati vertritt andere politische Ansichten, gefährliche Ansichten, ist jedoch nicht so dumm, sich öffentlich zu Raisa zu bekennen, obwohl er eigentlich nichts lieber täte. Raisa fällt aus allen Wolken, als sie von der Ankunft von Matis Verlobter Soraya erfährt. Sie will ihren Geliebten nicht teilen. Erst als sie mit ihm Schluss macht, wird ihr klar, dass ihre Affäre im Palast kein allzu großes Geheimnis mehr ist bzw. war. Der Tod einer guten Freundin bringt sie wieder in Kontakt mit den Rebellen, und diesmal sagt sie zu, ihnen zu helfen. Sie manipuliert auf Jonis Befehl Sklaven-Listen und vernichtet Dokumente. Mati wird indes zum König gekrönt nachdem sein Vater bei einem Jagdunfall stirbt. Es stellt sich jedoch heraus, dass es kein Unfall sondern Mord war und dass Matis Cousin tief in der Sache drin steckt. Raisa schafft es unterdessen, Jonis erst fünfjährige Schwester Jera als ihre zukünftige Nachfolgerin in den Palast zu holen, wo sie relativ sicher ist. Sie nimmt außerdem ihre heimliche Beziehung mit Mati wieder auf. Matis politische Gegner nutzen das für ihre Zwecke. Sie lassen sie wegen Hochverrats auspeitschen, um Mati zum Handeln zu zwingen. Sie gesteht ihm, dass sie mit den Rebellen paktiert. Er weiß zwar nicht, ob er Raisa je wieder trauen oder ihre Lügen vergeben kann, aber ein Teil von ihm liebt sie noch immer. Dann wird Matis Verlobte Soraya entführt. Die Zahl von Matis Feinden wächst, und seine Verbündeten werden immer weniger, die Staatskasse ist leer, und sein Thron steht auf wackligen Füßen. Raisa macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag. Er soll sich mit den Rebellen verbünden … .
Ein geniales Fantasy-Abenteuer, das gelungen Drama, Action und Romantik kombiniert!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Sternensturm – Das Herz der Quelle"

Hass, Liebe und Magie: "Sternensturm – Das Herz der Quelle"!

Alana Falk
Sternensturm – Das Herz der Quelle
978-3-401-60290-5
Arena Verlag
Alter: 14+

Die meisten Menschen ahnen nichts von Existenz der Gemeinschaft der Magier, und dass diese sie Tag für Tag vor Naturkatastrophen wie Stürmen und Erdbeben bewahren. Die Gemeinschaft führt keinerlei Aufzeichnungen, alles wird mündlich in Form von Geschichten weitergegeben. Doch nicht in allen Dingen sind die Magier altmodisch. An Stelle von magischen Steinen verwenden viele jüngere Magier beispielsweise eine spezielle App. Um überhaupt Magie wirken zu können, braucht jeder Magier jedoch eine menschliche Energiequelle. Die Studentin Liliana, die aus einer Magierfamilie stammt, ist gerade achtzehn geworden und wird nun offiziell in die Gemeinschaft aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden. Doch diese Quelle, Chris, hasst die Gemeinschaft, seit sein vorheriger Magier den Tod fand. Angeblich war Chris daran schuld. Liliana ist alles andere als begeistert. Sie hätte lieber die nette Sara als Quelle gehabt, als diesen jungen Mann, in dessen kalten, türkisblauen Augen nichts als Hass ist. Obwohl Chris und Liliana in magischem Sinne perfekt harmonieren, kommt während der feierlichen Zeremonie keine Verbindung zustande. Der Rat und Lilianas Familie sind enttäuscht. Erst später schafft es Liliana, die Haut seiner Hand mit ihrer Magie zu zeichnen und die Verbindung offiziell zu machen. Es läuft jedoch nicht gut zwischen den beiden. Niemals wird sie eine solch enge Freundschaft verbinden wie Lilianas Bruder Nao und seine Quelle Daniel. Lilianas Mutter fesselt Chris mit einem Zauber an Liliana. Nun kann er sich nicht mehr weiter als drei Meter von ihr entfernen und nur dann reden, wenn sie es befiehlt. Eine peinliche Situation, die noch dazu an der Uni für unerwünschte Aufmerksamkeit sorgt. Magier und Quellen sind dort als freakige Sektenmitglieder verschrien. Als beide jedoch auf Befehl des Rates eine gefährliche Prüfung ablegen müssen, ändert sich alles. Chris und Liliana finden zueinander, sogar intensiver als gewünscht, denn sie verlieben sich. Chris macht Liliana die wahren Absichten des Rates deutlich, und wie die Quellen von den Magiern ausgenutzt und missbraucht werden. Liliana hat Zweifel, doch dann wird sie zu einem Einsatz gerufen. Ein Vulkanausbruch muss verhindert werden …. . Magierin Adara hat ihre Quelle verloren. Er (es schmerzt sie zu sehr, seinen Namen auszusprechen) war ein Verräter, der sie ausgenutzt, die Gemeinschaft betrog und daher hingerichtet wurde, aber sie hat ihn geliebt und will nun alles tun, um ihn von den Toten zurückzuholen. Sie trifft Tauru, die Quelle des legendären, verstorbenen Magiers Sargas, die zugleich auch die Mutter seines Sohnes Matteo ist. Das ist ein Skandal, denn romantische Beziehungen zwischen Magier und Quelle sind streng verboten. Tauru weiß vielleicht einen Weg, ihr zu helfen. Ausgerechnet Seth, den sie zutiefst verabscheut, bekommt Adara als neue Quelle zugeteilt. Widerwillig stimmt sie zu, denn eine Verbindung mit einer neuen Quelle wird alle Spuren ihrer ersten Quelle löschen. Tauru meint, sie könne Seth nicht trauen. Adara hilft der entlaufenen Quelle Bethany, die von ihrem Magier auf das schändlichste missbraucht wurde, doch Seth bekommt Wind davon. Adara fragt sich, welches Spiel Seth spielt. Ist er wirklich ihr Feind? Warum kann sie sich seiner Anziehungskraft kaum noch entziehen? Und was ist mit ihrer ersten Quelle? Wird sie es schaffen, ihre große Liebe wieder zum Leben zu erwecken, oder ist er für immer verloren?
Eine geniale Geschichte voller Magie, Liebe und Verrat mit einem überraschenden Ende, denn was Adara und Liliana wirklich verbindet, wird erst kurz vor Schluss enthüllt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Harry Potter und das verwunschene Kind"

19 Jahre später: "Harry Potter und das verwunschene Kind"!

J.K.Rowling, J.Tiffany & J.Thorne, übersetzt von K. Fritz und A. Hansen-Schmidt
Harry Potter und das verwunschene Kind (Teil 1+2, Special Rehearsal Edtion Script)
978-3-551-55900-5
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Seit dem 7. Band sind 19 Jahre vergangen: Harry Potter ist erwachsen geworden, arbeitet unter Hermine im Zauberei-Ministerium und hat drei Kinder. Für seinen Sohn Albus ist es nun an der Zeit, nach Hogwarts zu gehen, zusammen mit Rose, der Tochter von Hermine und Ron. Im Zug freundet sich Albus mit Malfoys Sohn Scorpius an, was Rose missbilligt. Der sprechende Hut schickt Albus nach Slytherin. Ein Potter in Slytherin! Da ist das Getuschel groß. Seine Geschwister James und Lily sind natürlich in Gryffindor. Albus ist ein mittelmäßiger Schüler, interessiert sich nicht die Bohne für Quidditch, und Scorpius bleibt sein einziger Freund. Es gibt üble Gerüchte über Scorpius, dass er eigentlich Voldemorts Sohn sei. Albus wünscht sich oft, Harry wäre nicht sein Vater. Er wird nie die Erwartungen erfüllen, die an einen Potter gestellt werden. Zu Beginn des vierten Schuljahres sieht er jedoch eine Chance, sich zu beweisen. Er hat ein Gespräch mitangehört und weiß nun, dass es noch einen Zeitumkehrer gibt, obwohl das Ministerium dies bestreitet. Harry hat es abgelehnt, Amos Diggory zu helfen, damit seinen Sohn Cedric, der beim Trimagischen Turnier durch Voldemort zu Tode kam, zu retten. Voldemort hat Cedric getötet, weil er „überflüssig“ war. Dieses Gefühl kennt Albus nur zu gut. Albus und Scorpius türmen aus dem Hogwarts-Express, suchen Amos und Delphi Diggory auf und bieten ihre Hilfe an. Gemeinsam mit Delphi dringen sie mittels Vielsafttrank in der Gestalt von Harry, Ron und Hermine ins Ministerium ein und entwenden den Zeitumkehrer. Harry und Draco sind zutiefst besorgt über das Verschwinden ihrer Söhne. Harry bereut, Albus im Streit gesagt zu haben, er wünschte, er wäre nicht sein Sohn. Doch noch etwas bereitet Harry Sorgen. Seine Narbe tut weh, zum ersten Mal seit 22 Jahren! Und er hat Alpträume. Albus und Scorpius reisen in die Vergangenheit und nehmen Cedric bei der ersten Prüfung seinen Zauberstab weg, bevor sie wieder in die Gegenwart geschleudert werden. Und die hat sich verändert: Der todernste Ron ist jetzt mit Padma verheiratet, Rose existiert nicht mehr, Hermine ist Lehrerin in Verteidigung gegen die Dunklen Künste, und Albus ist dem Haus Gryffindor zugeteilt. Albus versteht die Welt nicht mehr. Sein Vater verbietet ihm den Umgang mit Scorpius. Dennoch unternehmen die beiden eine weitere Zeitreise. Nur Scorpius kehrt zurück, direkt in die Hölle. Durch ihre Einmischung wurde Cedric zum Todesser und tötete Neville. Der wurde jedoch noch gebraucht, um Voldemorts Schlange unschädlich zu machen. Nun hat Voldemort die Macht, die Welt ist zu einem finstern Ort geworden, die böse Umbridge ist Schuldirektorin, Harry ist tot, Albus hat nie existiert, Scorpio hingegen ist der Skorpion-König, besitzt Macht und Einfluss, und die Schlammblüter leiden in Todeslagern. Durch die Hilfe der letzten Rebellen, Hermine, Ron und Snape, gelingt es Scorpius, in seine Zeitlinie zurückzukehren und wieder mit seinem Freund Albus vereint zu werden. Doch die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Harry wird weiterhin von Alpträumen geplagt, die Unheil verheißen. Bevor Albus und Scorpius den Zeitumkehrer vernichten können, reißt ihn sich Delphi unter den Nagel und zeigt ihr wahres Gesicht. Können Albus und Scorpius sie aufhalten, bevor sie eine Katastrophe auslöst?
Die Grundidee (die Bürde, ein Potter zu sein) ist durchaus gut, dennoch kam bei mir beim Lesen nicht das ersehnte „Hogwarts-Feeling“ auf. Vieles fand ich doch recht unglaubwürdig, wie die Sache mit Voldemorts Kind. Bildet Euch selbst eine Meinung!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 10. Mai 2017

"Die Anhänger der Liebe"

Liebe? Lieber nicht!: "Die Anhänger der Liebe"!

Dominik Ruder
Die Anhänger der Liebe
978-3-945858-32-5
DerFuchs Verlag
Alter: 12+

Jenny fällt aus allen Wolken, als ihr Vater plötzlich ohne Vorwarnung die Familie verlässt, um mit einer anderen Frau zusammenzuleben. Sie beschließt, sich niemals zu verlieben, da die Liebe offensichtlich nur Kummer und Leid bringt. Wer nicht liebt, der kann auch nicht verlassen werden. Jennys beste Freundin Alina meint jedoch, dass man seine Gefühle nicht kontrollieren kann. Irgendwann wird sich Jenny verlieben. Jenny sucht Rat bei ihrer Oma Hilde, die ihr erzählt, warum sie und Jennys Mutter nicht mehr miteinander reden. Jenny kann Oma Hilde immer nur heimlich sehen. Ihre Mutter ahnt nicht, dass die beiden Kontakt haben. Ein Neuer kommt an Jennys Schule, der gut aussehende Australier Jet Wilder, für den sofort alle Mädchen schwärmen. Auch Alina hat er es angetan, doch die arrogante Oberzicke Abby meldet sofort Besitzansprüche an, und sie duldet keine Konkurrenz. Doch Jet will gar nichts von Abby wissen. Er zeigt ausgerechnet an Jenny Interesse, die ihm als Einzige nicht hinterherläuft, weil sie ja der Liebe für immer abgeschworen hat. Es kommt, wie es kommen muss, Jenny verliebt sich in Jet. Alina freut sich für sie und hilft ihr beim Stylen für das erste Date. Dafür gibt Jenny Alina die Handynummer des netten Schweden Teddy, den sie im Bus kennengelernt hat. Es zeigt sich, dass Teddy und Alina super zusammenpassen, genau wie Jet und Jenny. Jennys Schmetterlinge im Bauch bekommen jedoch einen Dämpfer verpasst, als sie erfährt, dass ihre Oma im Krankenhaus liegt. Oma Hilde beteuert zwar, es sei nichts, doch der Arzt sagt Jenny die Wahrheit. Ihre Oma hat Krebs und nur noch Wochen zu leben. Jenny kann sich ein Leben ohne Oma Hilde nicht vorstellen. Sie wünscht sich, ihre Mutter und ihre Oma würden sich versöhnen, bevor es zu spät ist. Als sie ihrer Mutter jedoch von ihrem Besuch im Krankenhaus erzählt, kommt es zu einem heftigen Streit. Jenny versucht, ihren Schmerz mit Schnaps zu betäuben, muss aber feststellen, dass das kein bisschen hilft. In dieser ganzen schwierigen Situation ist Jet immer für Jenny da. Er gibt ihr Halt, tröstet sie, hört ihr zu. So muss sie sein, die Liebe. Jenny redet nicht mit ihrer Mutter und ignoriert ihre Anrufe, verkriecht sich bei Alina. Dann erhält sie die Nachricht, dass nun auch ihre Mutter im Krankenhaus liegt. Sie hatte einen Autounfall mit einem Reh, als sie auf der Suche nach Jenny in der Gegend herumfuhr. Jetzt hat sie zwei gebrochene Beine. Was für ein Schlamassel! Obwohl Jennys Mutter und ihre Oma im selben Krankenhaus liegen, nur wenige Zimmer von einander entfernt, ist es unwahrscheinlicher denn je, dass die beiden sich endlich aussprechen. Obwohl das Jenny belastet, genießt sie die Zeit mit Jet auf Wolke Sieben. Sie bekommt ihren ersten Kuss und schläft am Abend, an Jet gekuschelt, ein. Die beiden gönnen sich einen Tag Auszeit von der Schule. Jet will, dass Jenny mal abschaltet und ihre Probleme für eine Weile vergisst. Jenny ist etwas mulmig zumute, wenn sie an die Schule, Abby und ihre Zickenclique denkt. Wie werden sie reagieren, wenn sich Jenny und Jet öffentlich als Paar zeigen? Sollen sie diesen Schritt überhaupt wagen? Liebe sollte man nicht verstecken, also trauen sie sich, und Abby rastet aus. Erst schleudert sie nur hasserfüllte Blicke auf Jenny, doch nach dem Unterricht lauert sie Jenny auf und schlägt sie übel zusammen. Jenny kann Jet gerade noch davon abhalten, es Abby mit gleicher Münze heimzuzahlen. Dann gibt es schlechte Nachrichten für Jenny: Oma Hilde liegt im Sterben. Sie muss sie und ihre Mutter zusammen bringen. Jetzt!
Eine tolle (Liebes-)Geschichte mit Tiefgang, die ich in einem Rutsch verschlungen habe!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Don't kiss Ray"

Verbotene Liebe: "Don't kiss Ray"!

Susanne Mischke
Don't kiss Ray
978-3-423-74026-5
dtv junior Verlag
Alter: 12+

Die sechzehnjährige Jill fährt mit ihren Freunden zum Musikfestival „Mixtape“. An einem Waffel-Stand trifft sie den attraktiven Ray. Er lädt sie auf einen Kaffee und eine Waffel ein. Jill benimmt sich wie ein Tollpatsch, plappert dummes Zeug und hustet Ray ihre halbe Waffel ins Gesicht, dennoch will er sie unbedingt wiedersehen. Sie verabreden sich für den Abend. Jill schwebt auf Wolke Sieben. Leider fällt ihr Date buchstäblich ins Wasser, denn ein gigantisches Gewitter tobt über den Platz. Später am Abend gehen Jill und ihre Freunde zum Konzert der „Broken Biscuits“, und Jill staunt nicht schlecht: Ray ist der Sänger der Band! Und er grüßt sie, das „Mädchen mit der Puderzuckernase“, vor allen Leuten. Er ahnt nicht, was er damit auslöst. Sein Manager ist alles andere als begeistert, denn laut Vertrag muss Ray Single sein, zumindest für die Öffentlichkeit. Am liebsten wäre es ihm, wenn Ray schwul wäre, weil das gerade so „trendy“ ist. Ray würde Jill so gern wiedersehen, doch er ist an den Vertrag gebunden. Als Jill einen Link anklickt, den ihr ihre Freundin Fabienne geschickt hat, traut sie ihren Augen kaum. Da sind Fotos von ihr und Ray am Waffel-Stand, mit richtig fiesen Kommentaren. Sie sei eine „Bitch“ und solle Ray in Ruhe lassen, sie wird als fett und hässlich bezeichnet, auf Facebook und Instagram ist ein regelrechter Shitstorm gegen sie losgebrochen. Auch Ray liest die Kommentare und will seine „Fans“ sofort zurechtweisen, doch sein Manager verbietet es ihm, genau wie jeden weiteren Kontakt zu Jill. Über den Party-Service ihrer Mutter nimmt er dennoch Kontakt mit ihr auf, und sie verabreden sich in einem altmodischen Oma-Café, wo seine Fans nie auftauchen würden. Er erklärt ihr die Lage und beteuert, wie leid ihm das alles tut. Jill wird klar, dass sie beide keine Zukunft haben. Ihr bleibt jedoch keine Zeit für Liebeskummer. Irgendjemand hat herausgefunden, dass sie das Puderzucker-Mädchen auf den Fotos ist. Nun überschwemmen die Hasskommentare auch Jills Facebook-Seite. Sie bekommt sogar Todesdrohungen. Die durchgeknallten „Fans“ wissen, wo sie wohnt, belagern die Wohnung, bis die Polizei kommt. Auch in der Schule wird Jill beschimpft und bedroht. Sie flüchtet zu ihrem Vater, der bei seiner neuen Freundin wohnt. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. Halten ihre Freundinnen Linda, Katja und Fabienne wirklich zu ihr? Ray verfolgt alles online und fleht seinen Manager an, endlich einschreiten zu dürfen. Er darf dann ein vorformuliertes Statement posten, in dem steht, man solle Jill in Ruhe lassen, denn sie sei nur eine Zufallsbekanntschaft und würde ihm nichts bedeuten. Das ist eine glatte Lüge, denn er hat sich längst in Jill verliebt, genau wie sie sich ihn ihn. Als Jill den Kommentar liest, bricht es ihr das Herz, auch als er sich später per SMS entschuldigt. Die ganzen Ferien sehen sich die beiden nicht, doch dann laufen sie sich durch Zufall wieder über den Weg. Jill hilft ihrer Mutter beim Catering für eine Party, und Rays Band hat dort einen Gig. So ganz zufällig ist ihre Begegnung nicht, Ray hat etwas nachgeholfen. Nach der Party gehen die beiden noch Tango tanzen, und Jill bekommt endlich ihren ersten, richtigen Kuss von Ray. Wegen der Vertragsklausel muss ihre Beziehung geheim bleiben. Nicht mal Jills Freundinnen dürfen davon wissen. Sie hasst es, sie anzulügen. Als Jill irgendwann aus Verzweiflung die Beziehung beendet, tauchen plötzlich die Paparazzi auf, und sie wird in der Presse als Stalkerin bezeichnet. Jills Leben ist ein Trümmerhaufen. Kann es für sie und Ray jemals ein Happy End geben?
Romantisch und tragisch! Verbotene Liebe in Zeiten von Facebook, Instagram und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Wir fliegen, wenn wir fallen"

Liebe auf Umwegen: "Wir fliegen, wenn wir fallen"!

Ava Reed
Wir fliegen, wenn wir fallen
978-3-7641-7072-1
Ueberreuter Verlag
Alter: 12+

Noel besucht seinen Großvater Phil nicht allzu oft im Pflegeheim. Seit er von seiner Mutter verlassen wurde versucht er, niemanden an sich heran zu lassen, und in der Regel gelingt es ihm, seine Mitmenschen auf Abstand zu halten. Er lebt in einem winzigen Apartment und arbeitet bei McDonalds, da er keinen Ausbildungsplatz bekommen konnte. Yara lebt bei ihrer Tante Em. Sie plagen seit dem Autounfall, der ihren Eltern das Leben kostete und für den sie sich die Schuld gibt, schreckliche Alpträume. Die Vergangenheit lässt sie einfach nicht los. Em arbeitet als Altenpflegerin, und Yara begleitet sie beinahe täglich ins Heim. Wenn sie Phil vorliest, kann sie ihre Probleme für einige Zeit vergessen. Als Phil eines Tages stirbt, trifft es Yara heftig, wohingegen Noel seine Gefühle zu verdrängen versucht. Er hat ein schlechtes Gewissen, weil er und Phil nach seinem letzten Besuch im Streit auseinander gingen. Ein alter Freund von Phil spricht Noel und Yara auf der Beerdigung an. Die beiden sollen gemeinsam Phils letzten Willen erfüllen. Er wollte, dass sie seine unerfüllten Wünsche wahr werden lassen. Unter den Sternen schlafen, Nordlichter beobachten, alle Bilder im Louvre anschauen, einen Wolf streicheln …, die Liste ist lang. Eder widerwillig entschließen sich die beiden, diese Reise gemeinsam anzutreten, denn sie können einander überhaupt nicht leiden. Die Wunschliste führt sie um die halbe Welt, finanziell kein Problem, denn Phil hat mit zwei üppigen Sparbüchern vorgesorgt. Da Noel sich nicht unbegrenzt frei nehmen kann und Yaras Ferien nicht ewig dauern, muss alles sorgfältig geplant werden, damit sie die Liste in kürzester Zeit abarbeiten können. Noel versucht, nett zu Yara zu sein, doch da ist irgendwas an ihr, dass ihn permanent reizt. Die Nacht unter den Sternen ist noch die einfachste Aufgabe. Sie übernachten in Yaras Garten. Dann fahren sie mit dem alten VW Käfer von Yaras Tante nach Bremen ins Wolf-Center. Dummerweise hat Noel eine angebissene BiFi in der Hosentasche, die ihm beinahe zum Verhängnis wird. Nach einem Fallschirmsprung, der Yara ganz schön Überwindung kosten, fliegen die beiden wegen der großen Bibliothek nach Dublin, wo sie durch einen Fehler des Hotel in einem Doppelzimmer landen. Ganz schön peinlich! Erst in Schweden bei den Nordlichtern kommen sie sich langsam näher. Als Yara nachts einen Alptraum hat und schreit, tritt Noel die Tür ein. Obwohl beide Angst vor Nähe haben, kommt es nun zu einem ersten, zarten Kuss. Sie fliegen weiter nach Brasilien, wo sie durch den Regenwald spazieren und einen Baum (eigentlich eher eine Palme) pflanzen wollen. Yara wird von einer Schlange gebissen, und es geht ihr richtig dreckig. Noel ist verrückt vor Sorge um sie. Als es Yara besser geht, erzählen sie sich gegenseitig ihre Geschichten. Yara erzählt, wie ihre Eltern starben und sie selbst überlebte. Noel erzählt von seiner Mutter, und dass er Phil die Schuld für deren Verschwinden gab. Yara und Noel haben beide einen Panzer um sich errichtet, der nun Risse bekommt. Sie erkennen, dass das Schicksal sie zusammengeführt hat, machen ihren Spaziergang, pflanzen ihre Palme und fliegen dann weiter nach Paris. Die Stimmung ist viel entspannter als zu Beginn der Reise. Nach sechs Stunden im Louvre sind beide total erledigt. Dann geht es auch schon weiter nach Venedig zu den Gondeln. Sie machen sich Gedanken, weil ihre Reise bald zu Ende sein wird. Wie wird es danach mit ihnen weitergehen? Nur noch ein Punkt auf der Liste ist übrig: Leben!
Reisen, Verlieben und Ankommen im Leben! Eine beeindruckende (Liebes-)Geschichte!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 3. Mai 2017

"Der verschwundene Unsichtbarkeitsanzug"

Ein Fall für Alice: "Der verschwundene Unsichtbarkeitsanzug"!

Sarah Rubin, übersetzt von Sophie Zeitz
Der verschwundene Unsichtbarkeitsanzug
978-3-551-52088-3
Chicken House Verlag
Alter: 11+

Die zwölfjährige Alice Jones ist ein Mathe-Genie, liebt Primzahlen und Sudoku und ist äußerst begabt im Lösen von Rätseln. In den Sommerferien gerät sie wider Willen in ein verrücktes Abenteuer. Nervensäge Sammy Delgado, ein Loser ohne Freunde, der in Alices Klasse geht und ihr immer hinterher dackelt, braucht ihre Hilfe, genauer gesagt Sammys Vater, der Chef einer großen Firma. Ihm ist nämlich sein brillantester Wissenschaftler abhanden gekommen. Kurz vor seinem Verschwinden hat dieser Dr. Learner eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Hat er tatsächlich einen Unsichtbarkeitsanzug erfunden? Alices Vater, ein Reporter, wittert eine heiße Story. Mr. Delgado beauftragt Alice mit der Lösung des Rätsels, doch es geht ihm mehr um die Publicity, als dass er ihr wirklich einen Erfolg in der Sache zutraut. Alice sieht sich im Labor um, und lernt Graham, Learners Assistenten kennen. Sie erfährt, dass das Konkurrenzunternehmen „Chronos“ Learner abwerben wollte und dass der in letzter Zeit ein Nervenbündel war. Zudem fällt ihr auf, dass etwas mit der Überwachungskamera nicht stimmt. Zusammen mit Ekelpaket Kevin Jordan, der in der Schule immer Papierkügelchen durch die Gegend spuckt, und der plötzlich auch an dem Fall interessiert ist, befragt Alice Learners Nachbarn. Es gelingt ihnen, in seine total versiffte Wohnung zu gelangen, doch dort gibt es nichts Verdächtiges. Dann erwischen sie Graham beim Einbruch. Der sucht auch nach Learners Unterlagen. Er will nämlich selber Karriere damit machen, bei „Chronos“. Alice fällt ein silberner Mercedes auf, der ihr und ihrem Vater folgt. Dann mischt sich auch noch das FBI ein. Zuhause hat Alice ganz andere Probleme. Ihre Zwillingsschwester Della, die sonst bei der Mutter lebt, ist zu Besuch. Die Eltern der Mädchen sind geschieden. Della hat nur das Showbusiness im Kopf und bemüht sich gerade um eine Hauptrolle in einem Theaterstück. Als Alice eines Tages nachhause kommt, bemerkt sie, dass eingebrochen wurde. Die Polizei kommt. Alice kann sich denken, was die Einbrecher gesucht haben, Learners Akte, die in ihrer Tasche war. Doch die Informationen darin sind sowieso wertlos, oder? Ihr Vater verbietet ihr, weiter zu ermitteln und konfisziert die Akte, doch Alice hat heimlich eine Kopie gemacht. Mit Kevin recherchiert sie in der Bibliothek, was Sammy gar nicht passt. Er fühlt sich außen vor. Dank Kevin hat Alice in der Bibliothek einen Lachanfall. Er ist es jedoch auch, der sie zufällig einer Lösung auf die Spur bringt. Er hat zwar keinen Schimmer von Mathe, ist aber auf seine Art ein Genie. Alice beginnt, den Fall mit ganz anderen Augen zu sehen. Sie hat sich so sehr auf das „Wie“ bei Learners Verschwinden konzentriert, dass sie das „Wohin“ völlig außer Acht gelassen hat. Kann es sein, dass er sich mit seiner Forschung an einen sicheren Ort zurückgezogen hat, der praktisch direkt vor ihrer Nase ist? Tatsächlich ergibt sich so eine heiße Spur auf ein mögliches Versteck von Dr. Learner. Zusammen mit Kevin legt sich Alice dort auf die Lauer. Sie informiert Mr. Delgado bzw. dessen Assistenten und ruft auch die Polizei an, denn der ominöse Mercedes ist wieder aufgetaucht. Plötzlich stehen sie Learner gegenüber. Als die Kinder schon denken, der Fall sei jetzt gelöst, taucht überraschend jemand auf, dem sie vertraut haben, der sich aber jetzt als Verräter entpuppt und für „Chronos“ arbeitet. Er nimmt Learner mit und lässt Alice und Kevin gefesselt zurück. Werden sie sich befreien können? Und wird es ihnen gelingen, die wahren Gründe für Learners Verschwinden herauszufinden?
Eine spannende und witzige Krimigeschichte voller überraschender Wendungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"100 funkelnde Zauberkleider"

Modisch und magisch: "100 funkelnde Zauberkleider"!

Susan Maupin Schmid, übersetzt von Eva Riekert
100 funkelnde Zauberkleider
978-3-7915-0038-6
Dressler Verlag
Alter: 9+

Die elfjährige Darling arbeitet schon ihr ganzes Leben als Dienstmädchen in einem riesigen Schloss. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, und ihr Vater ist auf hoher See verschollen. Beim Geschirrspülen im Keller des Schlosses träumt Darling von Abenteuern und denkt sich fantastische Geschichten aus, die sie ihren Freunden erzählt. Eines Tages wird sie in den oberen Teil des Schlosses versetzt, wo sie die Kleider der Prinzessin bügeln soll. Prinzessin Mariposa herrscht über das Schloss, das der Legende nach von Drachen erbaut wurde. Mariposa hat zahlreiche Verehrer, die sich um ihre Gunst bemühen, doch bisher war ihr keiner gut genug. An jedem der Prinzen, die ihr beinahe täglich bei rauschenden Festen ihre Aufwartung machen, hat sie etwas auszusetzen. Zu dick, zu doof, zu oberflächlich … . Sie wartet auf den Richtigen. Darling hofft, Mariposa bald einmal persönlich kennenzulernen. Vielleicht könnten sie sogar Freundinnen werden. Zunächst jedoch muss sie sich mit ihrer neuen Vorgesetzten Lindy und der fiesen Francesca herumschlagen. Francesca ist sauer, weil Darling ihrer Schwester den Job weggeschnappt hat und rächt sich, indem sie täglich Sand in Darlings Bett im gemeinsamen Schlafsaal streut und einmal sogar Kleister auf ihre Haarbürste schmiert. Eines Tages ist der Sand verschwunden, ohne dass Darling ihn, wie sonst immer, weg gekehrt hat. Unter Darlings Bett hat sich eine Mäuse-Familie einquartiert. Mäuserich Jago (seinen richtigen Namen kann kein Mensch aussprechen) hilft Darling. Dafür lässt sie immer mal wieder etwas Käse fallen. Darlings neuer Job ist hart. Mariposa besitzt sechs Kleiderkammern, plus einer, in der die ausrangierten Sachen landen, und die als Einzige nicht abgeschlossen ist. Bevor Darling jedoch überhaupt an die Kleider darf, muss sie an alten Lappen das Bügeln üben und darf sich dann an Handtüchern, Laken und Taschentüchern (wie kann eine einzelne Prinzessin nur so viele Taschentücher haben?) versuchen. Als Mariposas Kanarienvogel ausrastet, muss Darling das lärmende Tier in seinem Käfig irgendwo unterbringen und stellt ihn kurzerhand in die siebte Kleiderkammer, wo der Vogel, der angeblich schon Mariposas Mutter und noch früher ihrer Großmutter gehört haben soll, ihr das Geheimnis dieser Kammer offenbart. Die Kleider hier haben Zauberkräfte. Als Darling eines anprobiert, passt es sich ihrem Körper an, obwohl es eigentlich für eine erwachsene Frau geschneidert wurde, und es ist auch nicht mehr Darling, die ihr da aus dem Spiegel entgegen blickt. Als Darling ein weiteres Kleid anprobiert, verwandelt sie sich erneut. Plötzlich halten sie alle für Teresa, die Cousine von Mariposa. Sie speist mit der Prinzessin und diversen Prinzen, darunter der nette aber verarmte Prinz Sterling und Prinz Baltasar, der Mariposa einen besonders schönen Schmetterling für ihre Sammlung schenkt. Mariposa erzählt Teresa/Darling, dass die Geschichte mit den Drachen wahr ist. Die Drachen liegen noch immer auf dem Dach des Schlosses in magischem Schlaf. Später belauscht Darling zufällig ein Gespräch zwischen dem Prinzen Baltasar und Lindy, aus dem klar wird, warum sich Baltasar so sehr um die Prinzessin bemüht. Es geht ihm nicht um Liebe, er will das Schloss, und er will die Macht über die Drachen! Nun hat Darling das Abenteuer, von dem sie immer träumte. Kann sie mit Hilfe der Zauberkleider der Prinzessin helfen?
Den zweiten Band „Die Schmetterlingsprinzessin“ sollte man sich am besten schon bereit legen, denn der erste Band hört abrupt auf, gerade als es so richtig interessant wird.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Penelop und der funkenrote Zauber"

Haarpracht mit Zauberkraft: "Penelop und der funkenrote Zauber"!

Valija Zinck
Penelop und der funkenrote Zauber
978-3-7373-4078-6
Fischer KJB Verlag
Alter: 10+

Die zehnjährige Penelop lebt mit ihrer Mutter, ihrer Oma Erlinde und der Katze Cucuu in einem gemütlichen Häuschen am Dorfrand. Ihre Haare sind so grau wie die ihrer Oma, aber nicht nur dadurch unterscheidet sich Penelop von den anderen Kindern. Oft hört sie, was die Leute sagen, bevor sie es sagen. Als ihre Mutter von einem Traktor angefahren wird und einige Zeit im Krankenhaus verbringen muss, geschieht etwas merkwürdiges. Plötzlich wacht Penelop mit leuchtend roten Haaren auf. Ihre Oma ist entsetzt und will die feurige Mähne abschneiden. Auch Penelops Mutter ist nach ihrer Rückkehr nicht begeistert von der farbenfrohen Haarpracht ihrer Tochter. Schließlich erfährt Penelop, dass dies ihre natürliche Haarfarbe ist, die sie von ihrem Vater geerbt hat, der gar nicht tot ist, wie sie bisher glaubte. Er hat ihre Mutter verlassen, um bei seinesgleichen zu leben, schickt aber jeden Monat einen grauen Umschlag mit Geld. Um Penelop zu schützen, hat ihre Mutter ihr immer heimlich nachts die Haare grau gefärbt. Penelops magische Kräfte erwachen nun. Plötzlich unterhält sie sich lebhaft mit einer Straße, die gar nicht so starr und bewegungslos ist, wie die Leute denken. Außerdem merkt Penelop, dass sie schweben kann, aber viel höher als einen Meter schafft sie es anfangs nicht. In der Schule finden alle Penelops neue Haarfarbe toll, auch ihr Klassenkameraden Pietsch. Pietsch berichtet Penelop von einer Stimme, die er gehört hat: „Bring Cucuu nach Schwarzpfuhl.“ Woher kennt er den Namen von Penelops Katze und den Ort, wo ihr Vater herkommt? Penelop übt fleißig, um ihre neuen Fähigkeiten in den Griff zu bekommen. Ihre Oma gibt ihr das Zauberbuch ihres Vaters, das sie damals heimlich an sich genommen hatte. Daraus lernt Penelop, dass sie beim Schweben alle Elemente braucht. Erde unter und Luft über sich, Feuer in sich und Wasser an sich. Mit nassen Haaren ist das Fliegen ein Kinderspiel und Penelop hebt ab bis in die Wolken. In dem nächsten Brief ihres Vaters ist diesmal kein Geldschein, sondern Sand. Penelop nimmt sich vor, nach Schwarzpfuhl zu reisen, ihren Vater zu finden und zur Rede zu stellen. Als sie mit Tom und Pietsch in die Stadt fährt, um ins Kino zu gehen, macht sie einen Abstecher in die Drogerie, um sich ein Haarfärbemittel zu besorgen. So getarnt will sie den Briefkasten an der Post überwachen, nachdem sie alle anderen Briefkästen zugeklebt hat. Wenn ihr Vater dann wie jeden Monat den grauen Umschlag einwirft, wird sie ihn erkennen und ihm folgen. In der Drogerie trifft Penelop Gina. Gina ist genau wie sie und freut sich riesig, endlich jemanden von ihrer Art zu treffen. Gina schenkt Penelop ein „Anti-Eye“, das auf Knopfdruck unsichtbar macht. Das kann Penelop für ihre Mission gut gebrauchen. Leider hat das „Anti-Eye“ zwei Macken. Die Unsichtbarkeit hält nur 10 Sekunden an, und nach dem Gebrauch ist man heiser. Das Glück will es, dass Penelops Oma am Anfang des nächsten Monats in Kur fährt. Penelops Mutter bringt sie hin, und Penelop hat freie Bahn, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Ganz ohne Schwierigkeiten läuft sie Sache jedoch nicht. Penelops Geld reicht nicht für die ganze Zugfahrt und die benutzt das „Anti-Eye“ zum Schwarzfahren. Am Ziel beobachtet sie zwar einen Mann mit einem grauen Briefumschlag, doch das kann unmöglich ihr Vater sein. Dieser Mann ist böse. Er hat böse Augen. Penelop folgt ihm und muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass ihr Vater seit Jahren gefangen gehalten wird. Kann sie ihn befreien?
Eine spannende Geschichte voller Überraschungen mit einer mutigen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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