Mittwoch, 29. Juni 2016

"Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen"

Wahrheit oder Pflicht: "Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen"!

Cilla Jackert, übersetzt von Maike Dörries
Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen
978-3-7373-4036-6
Fischer KJB Verlag
Alter: 10+

Gerade haben die Sommerferien angefangen. Die zwölfjährige Annika aus Stockholm, deren liebstes Hobby es ist, Lügengeschichten zu erzählen, weil die Wahrheit oft so langweilig ist, freut sich darauf, mit ihren Eltern aufs Land zu fahren. Doch dann kommt alles anders. Obwohl ihre Mama erst in der 27. Woche schwanger ist, kommt Annikas Bruder überraschend auf dem Küchenfußboden zur Welt. Es ist viel zu früh, und das Baby ist viel zu klein und muss in den Brutkasten. Die Urlaubsreise kann Annika jetzt natürlich vergessen. Stattdessen soll Opa auf sie aufpassen solange ihre Eltern im Krankenhaus bei dem Baby sind. Opa ist ihr jedoch etwas peinlich. Er nennt Annika in der Öffentlichkeit „Hummelchen“ obwohl sie dafür viel zu groß ist und denkt, Essen löst alle Probleme der Welt. Annika langweilt sich fast zu Tode, bis sie im Stadtpark die coole Kaja und deren Freunde Tobbe, Finne, Keks und Blatt kennenlernt. Zusammen spielen sie „Wahrheit oder Pflicht“. Sonst nimmt Annika immer „Wahrheit“, weil man da so herrlich lügen kann, doch diesmal nimmt sie „Pflicht“ und wird prompt zum Nackt-Joggen verdonnert. Es gelingt ihr jedoch, sich raus zu reden, und sie singt stattdessen in einem Café für Geld. Als sie mit Papa und Opa Mama und den kleinen Bruder im Krankenhaus besuchen soll, wird ihr vom Krankenhausgeruch schlecht. Sie muss an Mamas Blut auf dem Küchenfußboden denken, und sie kneift. Papa reagiert verständnisvoll und meint, es wäre nicht schlimm, wenn sie noch nicht bereit wäre das Baby zu sehen. Annika trifft Kaja und die anderen zum „Wahrheit oder Pflicht“ spielen wieder und verlangt bei „Pflicht“, dass Kaja ihr Ohrlöcher sticht. Kaja betäubt notdürftig mit Wassereis und benutzt eine stumpfe Sicherheitsnadel. Es tut verdammt weh, aber Annika bekommt Kajas goldene Ohrstecker. Leider entzünden sich Annikas Ohrläppchen. Kaja nimmt sie mit zu ihrem Vater, der Arzt ist und ihr hilft. Bei der Gelegenheit erzählt sie Annika von ihrer neuen Stiefmutter, die sie hasst. Beim nächsten Mal „Pflicht“ muss Annika im Laden etwas stehlen. Sie überredet den Verkäufer, sie wie eine Diebin zu jagen, bezahlt aber heimlich. Der Verkäufer tut ihr den Gefallen. Er glaubt ohnehin, sie sei todkrank, wegen einer ihrer früheren Lügengeschichten. Endlich gelingt es Papa, Annika zu einem Besuch im Krankenhaus zu überreden. Sie ist so nervös, dass sie dort erst einmal in Ohnmacht fällt. Baby Rasmus sieht gar nicht wie ein Baby aus, eher wie ein kleiner Affe in einer riesigen Windel, die ihm bis unter die Achseln reicht. Eine Maschine muss ihm beim Atmen helfen, und da sein Herz noch nicht fertig ist, muss er demnächst operiert werden. Annika spürt, dass ihre Eltern ihr verschweigen, wie schlecht es wirklich um ihren Bruder steht. Sie flieht vor ihren Problemen zu ihren neuen Freunden, die auch allesamt Probleme haben: Kaja hasst die neue Stiefmutter. Tobbe belügt seinen Vater indem er sagt, er sei im Fußballcamp, doch Fußball ist nicht sein Traum. Keks weiß gar nicht, wer ihr Vater ist. Ihre Mutter ist eine Schauspielerin. Finnes Eltern sind streng religiös und traurig, dass er Jesus nicht so sehr liebt wie sie es tun. Blatt hat ständig Hunger, weil er zuhause nicht genug zu essen bekommt. Sie alle rebellieren. Man ist ja nur einmal jung! Annika organisiert Wein von ihrer Oma, und Keks kotzt nach der gemeinsamen Sauf-Orgie Kajas Stiefmutter auf die Füße. Als Baby Rasmus notgetauft wird, können die Eltern den Ernst der Lage nicht länger verbergen. Auch Annika beschließt, es von nun an mit der Wahrheit zu versuchen, doch wer einmal lügt … .
Eine tolle Geschichte mit überraschend viel Tiefgang und einer sympathischen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Wie das Licht von einem erloschenen Stern"

Wenn die Worte fehlen: "Wie das Licht von einem erloschenen Stern"!

Nicole Boyle Rødtnes, übersetzt von Gabriele Haefs
Wie das Licht von einem erloschenen Stern
978-3-407-82104-1
Beltz & Gelberg Verlag
Alter: 14+

Vega hat nach einem Unfall (Sie schlug mit dem Kopf auf den Grund eines Swimmingpools auf, ertrank und wurde wiederbelebt) einen Hirnschaden. Ihr Sprachzentrum wurde beschädigt, sie leidet unter Aphasie. Zwar versteht sie, was andere sagen und kann auch klar denken, aber sie kann beim Sprechen nicht die richtigen Worte finden, nur mit Mühe lesen und gar nicht mehr schreiben. Sie trainiert hart, um wieder zur Schule gehen zu können, doch sie macht nur winzige Fortschritte und ist frustriert. Ihre Mutter vernachlässigt ihren Job, um sich um sie zu kümmern, während ihr Vater weit weg in der Wüste mit dem größten Teleskop der Welt Sterne beobachtet. Ihre jüngere Schwester Alma nervt, ihre beste Freundin Ida redet mehr denn je, um peinliches Schweigen zu vermeiden, und Vegas Freund Johan kompensiert den Mangel an Kommunikation einfach mit Sex. Vega hat Alpträume, in denen sie in den Pool gestoßen wird. War es etwa kein Unfall? Ihre Mutter schleift sie zu einem Workshop mit anderen Betroffenen. Dort lernt sie Theo kennen, der nach einem Tauchunfall ebenfalls an Aphasie leidet, und mag ihn auf Anhieb, obwohl sie ein schlechtes Gewissen wegen Johan hat. Vegas Mutter will eine Selbsthilfegruppe gründen und schreibt ein Buch, einen Erfahrungsbericht über Vegas Aphasie, was Vega nicht gerade erfreut. Vega freundet sich auf Facebook mit Theo an und merkt, dass ihre Facebookseiten beide Friedhöfen gleichen. Auf Idas Geburtstagsparty sind die meisten freundlich zu Vega, aber auch distanziert. Sie gehört nicht mehr dazu. Alle freuen sich auf die Klassenfahrt nach Berlin, aber sie wird nicht mitfahren. Eines Abends schaut sie mit Theo Sternschnuppen an. Er versteht sie, auch ohne Worte. Er glaubt ihr auch ihre Theorie, dass jemand sie gestoßen hat. Vega sieht sich Fotos von der Party auf den Facebookseiten ihrer Freunde an, um ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Immer mehr Erinnerungsfetzen tauchen auf. Vega verfolgt außerdem über Facebook, was die anderen auf der Klassenfahrt erleben. Dabei sieht sie auf einem Foto wie Johan eine andere küsst, und bei genauerer Betrachtung erkennt sie, dass es sich dabei um Ida handelt. Sie ist enttäuscht und wütend. Als ihre Freunde aus Berlin zurück sind, versuchen sie ihr zu erklären, dass es einfach so passiert ist. Sie waren füreinander da, als Vega im Krankenhaus war und haben sich verliebt ohne es zu wollen. Vega redet trotzdem kein Wort mehr mit ihnen. Theo lenkt sie mit einem Zoobesuch ab, und sie entdeckt ein weiteres Puzzleteil. Durch einen Pfau wird sie an das Kleid ihrer Angreiferin erinnert, doch auf keinem Foto von der Party ist dieses Kleid zu sehen. Theo und Vega kommen zusammen und werden offiziell ein Paar. Kurz nachdem sie ihren Beziehungsstatus auf Facebook kundgetan haben, ziehen Johan und Ida nach. Theo ist noch Jungfrau, und Vega übernimmt im Bett das Kommando. Mit Theo ist alles anders. Sie hat wieder Spaß am Sex. Mit Johan war es zuletzt nur noch eine lästige Pflichtübung. Ihre Suche nach der Wahrheit bleibt jedoch erfolglos, und Theo rät ihr, es zu vergessen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Dann gerät Vegas Schwester Alma mehr und mehr außer Kontrolle. Sie betrinkt sich, nimmt Drogen und will die Schule schmeißen, um Schauspielerin zu werden. Als wäre das nicht genug, erfährt Vega, dass Theo für ein Jahr nach Australien geht. Wird ihre junge Liebe das überstehen?
Eine tolle Story zu einem interessanten Thema, über das ich bisher kaum etwas wusste!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Jane & Miss Tennyson"

Das Leben ist kein Jane-Austen-Roman, oder?: "Jane & Miss Tennyson"!

Emma Mills, übersetzt von Katharina Dieselmeier
Jane & Miss Tennyson
978-3-551-56025-4
Königskinder Verlag
Alter: 14+

Jane Austen Fan Devon Tennyson müht sich mit den Bewerbungen fürs College ab. Sie weiß noch nicht wirklich, was sie nach der Schule mit ihrem Leben machen will, aber ihre Eltern erwarten, dass sie aufs College geht. Schon ewig ist Devon verknallt in ihren besten Freund Cas, und sie wird eifersüchtig, wenn er eine andere küsst. Devons jüngerer Cousin Foster zieht bei ihrer Familie ein, da Fosters Vater tot und seine Mutter drogenabhängig ist. Dann ist da noch Footballstar Ezra, der ein ziemliches Ekel sein kann. Cas kann Ezra nicht leiden. Devon nimmt Foster mit zu einem Footballspiel, bei dem Ezra und Cas mitspielen, allerdings nicht zu der anschließenden Party, denn Foster ist ja erst 14. Dort wünscht sie sich zurück in die Zeit von Jane Austen, als man mit einer Kutsche abgeholt wurde, zu richtiger Musik getanzt hat, und die jungen Männer einen gewissen Anstand hatten. Das heißt, damals kotzte niemand hinter die Büsche. Um den Abschluss machen zu können, muss Devon notgedrungen nachträglich das Fach Sport belegen. Sie und ausgerechnet Ezra sind sie einzigen Zwölftklässler unter lauter Neuntklässlern (und aufgedonnerten Neuntklässlerinnen). Foster ist auch mit von der Partie und zeigt erstaunliches Talent beim Kicken. Ezra will sein Mentor werden, damit er in die Football-Mannschaft kommt. Zu Foster ist Ekel Ezra nichtig nett. Foster verguckt sich indes ein wenig in Ezras fünfzehnjährige Stiefschwester Marabelle. Es ist nur so, dass Marabelle zwar ziemlich hübsch, aber auch ziemlich schwanger ist. Foster trainiert eifrig mit Ezra. Devon ist besorgt, weil Foster so klein und schwach ist. Sie befürchtet, er könnte verletzt werden. Foster bekommt auch probt Nasenbluten, als Ezra sich probehalber auf ihn wirft. Devon vergisst eines Tages ihr Buch auf der Tribüne. Ezra bringt es ihr und sie kommen ins Gespräch. Noch immer ist Devon auf der Jagd nach passenden außerschulischen Aktivitäten für ihre College-Bewerbung und kommt bei der Schülerzeitung als Fotoassistentin unter. Das heißt, sie darf die Tasche des Fotografen tragen. Außerdem bittet Redakteurin Rachel sie, ein Vorab-Interview mit Ezra für einen ihrer Artikel zu führen. Ezra hat nichts dagegen. Foster wird tatsächlich als jüngster Spieler in die Auswahlmannschaft aufgenommen und überlebt das erste große Spiel ohne plattgemacht zu werden. Er macht sogar Bonus-Punkte für sein Team und alle jubeln. Hinterher darf er dann auch erstmals mit auf die Party. Die Mädchen finden Foster süß, vor allem mit seiner neuen Frisur. Devons Familie beschließt, Foster mit Zustimmung seiner Mutter zu adoptieren. Damit wird er zu Devons Bruder. Ezra ist in dieser nicht ganz leichten Situation für die beiden da, und Devon mag ihn immer mehr. Ein Ausflug zur Reeding Universität macht ihr klar, dass sie genau dort studieren will. Doch sie wird sich ins Zeug legen müssen, um aufgenommen zu werden. Sie spielt sogar den Hiwi für ihre Englischlehrerin, um weitere Pluspunkte für ihre Bewerbung zu sammeln. Cas hängt unterdessen ständig mit Lindsay herum, was Devon wahnsinnig macht. Dann bittet Lindsay Devon auch noch, ein Date für sie für den Schulball zu organisieren, doch es kommt zu einem Missverständnis. Cas will eigentlich, wie immer, mit Devon hin, doch die hat schon Ezra zugesagt. Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen Devon und Ezra. Dann tanzt Ezra auf dem Ball mit Lindsay, und Devon explodiert fast vor Eifersucht … .
Das Leben ist voller wichtiger Entscheidungen, nicht nur, was die Liebe angeht. Wenn Dir etwas wirklich wichtig ist, strenge Dich an, um Dein Ziel zu erreichen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 22. Juni 2016

"Schöne Mädchen brennen nicht"

War es Mord?: "Schöne Mädchen brennen nicht"!

Lynn Weingarten, übersetzt von Leo H. Strohm
Schöne Mädchen brennen nicht
978-3-7373-5383-0
Fischer Sauerländer Verlag
Alter: 14+

Jules und Delia waren einmal beste Freundinnen. Die Betonung liegt auf „waren“. Seit der 6. Klasse waren sie unzertrennlich, verstanden sich blind und ohne Worte, doch in letzter Zeit kam Jules mit Delias Verhalten (übermäßig viel Alkohol, Drogen, ständig wechselnde Kerle …) nicht mehr so recht klar, und die Freundinnen gingen getrennte Wege. Delia war schon immer ziemlich verrückt und Jules die brave und unauffällige. Als nach den Weihnachtsferien in der Schule verkündet wird, dass Delia tot ist, angeblich Selbstmord, können Jules und ihr Freund Ryan es nicht fassen. Delia hat vor ein paar Tagen eine Nachricht auf Jules Handy hinterlassen, die erste seit langer Zeit. Darin ist mit keinem Wort von Selbstmord die Rede, nur dass sie ihr was erzählen muss. Bei einer improvisierten Gedenkfeier von Delias Freunden trifft Jules Delias letzten Freund Jeremiah. Der glaubt nicht an Selbstmord und führt Jules zum „Tatort“, dem Schuppen von Delias Stiefvater, in dem sie sich in Brand gesteckt haben soll. Delia hatte vor nichts Angst, außer vor Feuer. So hätte sie sich nie umgebracht! Jules glaubt, jemand habe Delia ermordet, weil sie sich mal wieder in Schwierigkeiten gebracht hat. Der eifersüchtige Jeremiah erzählt, er ist einmal an Delias Handy gegangen und daran war ein Typ namens „Tigger“, der Delia bedrohte, weil sie ihn beklaut hat. Jules folgt der Spur zu einem Drogendealer dieses Namens, doch die Spur führt ins Leere. Dann trifft Jules Ashling, die nach ihr Delias beste Freundin war und die von Mord nichts wissen will. Sie ist überzeugt, dass Delia sich selbst umgebracht hat und hat sogar einen Abschiedsbrief von ihr. War Ashling mehr als nur eine Freundin für Delia? Immerhin war Jeremiah fest davon überzeugt, dass Delia ihn betrogen hat, und Ashling ist durch und durch lesbisch. Immer wieder hört Jules Delias Nachricht ab und bemerkt dabei ein Streitgespräch im Hintergrund nachdem Delias Botschaft bereits beendet war, ein Streit mit einem Jungen. Ist das Ryans Stimme? Sie stellt ihn zur Rede, und er streitet alles ab, doch etwas hat er zu verbergen. Was lief damals zwischen ihm und Delia, als Jules nach einem Trinkspiel kotzend im Bad lag? Warum hat er Delia ständig angerufen? Als dann auch noch Ryans Mutter Jules gegenüber erwähnt, wie nett es doch von Ryan gewesen sei, dass er früher aus dem Urlaub heimgefahren sei, um mit ihr Silvester zu feiern, wird sie erst richtig misstrauisch. Ryan war an Silvester nicht bei ihr! War er bei Delia? An Neujahr ist sie dann gestorben. Sie bricht bei Delia zuhause ein, als deren Mutter und Stiefvater weg sind, und findet auf dem Dachboden einen Brief an sich, den Delia nie abgeschickt hat und in dem sie schildert, was an dem Abend des Trinkspiels lief und was Ryan für ein Idiot ist. Delias Zimmer ist schon ausgeräumt, obwohl sie erst 4 Tage tot ist, und alles ist in Müllsäcken. Im dem Müll findet Jules auch einen positiven Schwangerschaftstest. War Delia schwanger? Etwa von Ryan? Jeremiah meint jedenfalls, sie hätten immer aufgepasst, von ihm sei es nicht. Vor Jahren hatte Delia schon einmal eine Abtreibung. Jules erinnert sich plötzlich an so viele Dinge von früher, doch nichts bringt sie Delias Mörder näher. Sowohl Ryan als auch Jeremiah scheinen etwas vor Jules zu verbergen, und sie weiß nicht, wem sie noch trauen soll. Und wie kommt es, dass Ashling von der Nachricht auf Jules Handy weiß, wo sie ihr doch nichts davon erzählt hat. Dann wird Jules entführt und findet sich in einem Lieferwagen wieder. Ist sie nun auch Delias Mörder/Mördern in die Hände gefallen?
Genial! Nach knapp der Hälfte des Buches nimmt die Story eine überraschende Wende!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Holmes & Ich - Die Morde von Sherringford"

Wie einst Watson und Sherlock ... : "Holmes & Ich - Die Morde von Sherringford"!

Brittany Cavallaro, übersetzt von Anja Galić
Holmes & Ich – Die Morde von Sherringford
978-3-423-76136-9
dtv Verlag
Alter: 14+

Jamie Watson, der bisher bei seiner Mutter in London lebte, bekommt ein Rugby-Stipendium für das Internat Sherringford in Connecticut/USA. Dort lebt auch sein Vater, doch mit dem hat er seit Jahren keinen Kontakt. Eigentlich mag Watson Rugby nicht sonderlich. Sein Traum ist es, Schriftsteller zu werden, wie sein berühmter Vorfahre Dr. Watson. Im Internat lernt er Charlotte Holmes kennen, Nachfahrin des berühmten Sherlock, nicht ahnend, dass diese schicksalhafte Begegnung von seinem Vater und Charlottes Onkel geschickt inszeniert wurde. Über Charlotte kursieren die wildesten Gerüchte. Sie sei „seltsam“ und würde harte Drogen nehmen. Watson prügelt sich ihretwegen mit Fiesling Lee Dobson. Dobson hatte sie beleidigt, aber noch ahnt Watson nicht im Geringsten, was er ihr sonst noch angetan hat. Wenig später ist Dobson tot, und Watson und Charlotte sind die Hauptverdächtigen. Dobson wurde über einen längeren Zeitraum mit Arsen vergiftet, und außerdem postmortem von einer Klapperschlange gebissen. Charlotte und Watson untersuchen Dobsons Zimmer. Der Mörder hat dort gezielt Gegenstände drapiert, die an den Holmes-Fall „Das gefleckte Band“ erinnern. Charlotte untersucht die Beweise in ihrem Labor. Sie ähnelt ihrem Vorfahr Sherlock, nur dass ihre Droge Oxy und nicht Koks ist. Ihre Familie schob sie wegen ihres Drogenkonsums in die USA ab. Ihr Lebenswandel war ihren Studien im Weg. Von klein an wurde sie gedrillt, Gefühle waren unerwünscht. Watson will gleich eine Liste mit Verdächtigen im Mordfall Dobson erstellen, doch sie haben noch keine. Sie müssen erst einmal das „Wie“ und „Warum“ herausfinden, um das „Wer“ zu ermitteln. Beim Schulball gibt es ein neues Opfer. Neuntklässlerin Elizabeth wird niedergeschlagen und mit einem „Blauen Karfunkel“ aus Plastik in der Kehle gefunden. Sie überlebt, hat aber ein Schädel-Hirn-Trauma und ist nicht ansprechbar. Watson und Holmes holen Hilfe und verfolgen dann einen Verdächtigen in die Tunnel unter der Schule, während sie ihrerseits von der Polizei verfolgt werden. Sie stoßen auf einen Raum, der wie das Versteck eines Serienkillers aussieht. Durch geschicktes Platzieren von Charlottes Fingerabdrücken und Notizen in ihrer Handschrift wird der Anschein erweckt, dies sei ihr Unterschlupf. Die Polizei verhört sie, und sogar Watson beginnt, an Holmes Unschuld zu zweifeln. Detective Shepard bekommt während des Verhörs einen Anruf. Es gab einen Anschlag auf Lena, Charlottes Mitbewohnerin. Dieses „Verbrechen“ wurde jedoch von Charlotte inszeniert, damit Shepard sie von Haken lässt und an den Ermittlungen beteiligt. Der Verdächtige John Smith, der in den Tunnel floh, wird gefasst, doch er erhängt sich. Ein Tattoo an der Leiche weist auf die Familie Moriarty hin, die Erzfeinde der Holmes. Charlotte hat eine Vorgeschichte mit einem Moriarty, schweigt aber gegenüber Watson darüber. Weitere Verdächtige sind die Schulkrankenschwester, die Dobson sein Proteinpulver aus Europa besorgt hat, und Lehrer Wheatley, dessen Bruder Schlangen züchtet. Doch Recherchen über sie liefern kein Ergebnis. Die Ermittlung steckt fest und Charlotte ist frustriert. Doch dann findet Watson eine Kamera und Wanzen in seinem Zimmer, und Charlottes Labor wird von einer Bombe in die Luft gejagt. Zum Glück war sie gerade auf dem Klo. Als sie eine schriftliche Morddrohung erhält, fügen sich die Puzzleteile zusammen und der Fall scheint so gut wie gelöst, doch dann nimmt das Ganze eine dramatische Wendung … .
Eine genialer Krimi! Für Sherlock-Holmes-Fans (wie mich) ein echter Leckerbissen ;-)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Lily Frost - Fluch aus dem Jenseits"

Gruselig: "Lily Frost - Fluch aus dem Jenseits"!

Nova Weetman, übersetzt von Friederike Levin
Lily Frost – Fluch aus dem Jenseits
978-3-407-74654-2
Gulliver (Beltz Verlag)
Alter: 14+

Die fünfzehnjährige Lily ist entsetzt, als ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie ihr Haus in Melbourne verkaufen und aufs Land ziehen wollen, weil ihr Vater seinen Job verloren hat. Sie fühlt sich wie damals mit fünf, als sie im Pool der Nachbarn ertrunken ist. Ihr Vater konnte sie gerade noch rechtzeitig wiederbeleben. Lily will nicht 196 km von ihrer besten Freundin Ruby getrennt sein. Lilys Bruder Max findet den Umzug nicht so tragisch. Gideon ist ein Nest mit weniger als 1500 Einwohnern (so viele Schüler hat ja schon Lilys Schule in Melbourne) und weniger als 15 Geschäften. Lily sieht Fotos von dem neuen Haus am Computer und findet es extrem unheimlich. Das Haus stand schon 9 Monate zum Verkauf und ist überraschend billig. Sie fährt mit ihrer Familie und Ruby hin, und das seltsame Gefühl verstärkt sich noch. Lily sieht eine Gestalt am Fenster und hat immer wieder das Gefühl, dass da jemand ist. Auf dem Dachboden ist am schlimmsten. Ein süßer Typ auf einem Fahrrad ist der einzige Lichtblick. Lily erkundet mit Ruby die Gegend und sie kommen an eine seltsame Brücke mit bunten Bändern daran. Nachts hat Lily Alpträume von einem Mädchen unter Wasser. Das Mädchen sieht ihr ähnlich. Dann kommt der Tag des Umzugs. Striche an der Küchenwand im neuen Haus zeigen, wie ein gewisse Matilda groß wurde, doch mit Vierzehn hören die Striche auf. Was geschah mit ihr? Lily sucht sich ausgerechnet den gruseligen Dachboden als neues Zimmer aus. Dort sind Buchstaben auf den Holzboden geschnitzt, ein Anagramm, das ihren Namen „Lily Frost“ ergibt. Lily schläft schlecht in der ersten Nacht. Sie spürt einen feuchten Griff um ihren Knöchel, und morgens ist eine Wasserpfütze auf dem Boden. Der erste Tag in der neuen Schule steht an. Lily trifft Danny, den Jungen auf dem Fahrrad, wieder und lernt seine zickige Zwillingsschwester Julia kennen. Beide sind völlig entsetzt von der roten Kapuzenjacke, die Lily trägt. Lily dachte, Ruby hätte die bei ihr vergessen, doch die beiden erkennen den Anstecker daran. Die Jacke gehörte ihrer besten Freundin Matilda Rose, die seit längerer Zeit schon vermisst wird. Danny meinte, sie sei abgehauen, doch Julia glaubt das nicht. Matilda trug an dem Tag ihres Verschwindens diese Jacke und tauchte nie wieder auf. Ein Vermisstenplakat hängt immer noch im Laden. Lily forscht nach, doch der lahme Familien-PC lässt sie im Stich. Der Bildschirm wird immer wieder dunkel. Immerhin weiß sie jetzt, dass Matilda ihren Namen hasste und sich lieber Tilly Rose nannte. Bei genauer Betrachtung sieht Lily, dass die Buchstaben auf dem Boden in ihrem Zimmer diesen Namen bilden. Ruby kündigt ihren Besuch an, doch Lily will nicht so recht. Ruby würde ihr nur erzählen, wie das Leben in der Stadt ohne sie weitergeht und von ihrem neuen Freund Tom. Danny zeigt Lily die Gegend und sie küssen sich am Fluss. Plötzlich ist das unheimliche Gefühl wieder da, und Danny zeigt ihr plötzlich die kalte Schulter. Die Dielen in ihrem Zimmer sind bei ihrer Rückkehr nass, und da liegt ein Band von der Brücke, also geht Lily zurück zum Fluss, wo sie stürzt und Tillys Geist sieht. Sie nimmt Kontakt mit Tillys Mutter auf, die weggezogen ist. Die glaubt, Tilly sei auf der Suche nach ihrem Vater, zumindest hat ihr Danny das damals gesagt, aber sie fürchtet auch dass ihre Tochter tot ist. Lily fragt sich, was Danny zu verbergen hat. Ruby will ihr helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Die beiden gehen zur Polizei, doch die wollen nicht wegen einer Geistergeschichte im Fluss nach einer Leiche suchen … .
Spannend und schön schaurig, nur das Ende fand ich etwas unbefriedigend!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 15. Juni 2016

"Liquidator"

Die ganze Wahrheit über ein gefährliches Trend-Getränk: "Liquidator"!

Andy Mulligan, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
Liquidator
978-3-499-21724-1
Rowohlt Rotfuchs Verlag
Alter: 13+

Vicky hat bei der Verteilung der Schülerpraktika ganz klar die Arschkarte gezogen. Weil sie am entscheidenden Tag zu spät zur Schule kam, landete die dreizehnjährige, angehende Enthüllungsjournalistin statt bei der örtlichen Zeitung in der Anwaltskanzlei Lockson & Lockson, wo sie in der Küche Sandwichs schmieren darf. Ihre Freunde haben mehr Glück: Edgar ist im Fitness-Studio, Michael bei der Notrufzentrale, die Zwillinge Molly und Polly bei Vickys geliebter Zeitung, Leela im Krankenhaus, Katkat sogar bei einem Rockstar ... nur Computerfreak Ben ist mit seiner Stelle im Blumenladen vielleicht noch unglücklicher als Vicky. Die muss bei einem Meeting Getränke servieren. Überall stehen Flaschen und Dosen mit Liquidator, dem angesagtesten Energy-Drink überhaupt. Ihre gestresste Chefin, Helen Lockson, befördert sie kurzerhand, und sagt, sie soll ans Telefon gehen. Lockson & Lockson hat nur einem Klienten, den Getränkehersteller, der Liquidator produziert. Ständig die Dosen vor Augen, bekommt Vicky Durst, öffnet eine und verschüttet versehentlich das klebrige Zeug über den Laptop der Chefin. Hilfe! Gemeinsam mit Kumpel Stagger sucht sie Technikgenie Ben auf, der auf dem Laptop brisante Dateien entdeckt und herunterlädt. Vicky und Stagger bekommen bald darauf Besuch und werden bedroht. Später will Ben ihnen und Edgar die Dateien zeigen, doch alles, was er online gespeichert hat, ist weg! Zum Glück hat er noch Daten auf einem USB-Stick. Der Konzern testet Liquidator in Kenia an Kindern. Auf ersten Blick ist alles o.k., die Kinder sind fröhlich, sportlich und fit, wie die in den Liquidator-Werbespots. Doch dann sehen die Freunde Erschreckendes. Jamie Song, ein achtjähriger Diabetiker, liegt im Sterben! Er musste hunderte Dosen des Getränks testen, dessen Hauptbestandteil Zucker ist! Der Rest besteht aus bedenklichen und süchtig machenden Zusatzstoffen. Alle in Vickys Schule sind süchtig nach dem Zeug. Niemand liest die winzig gedruckte Inhaltsliste. Die skrupellose Helen Lockson will Jamies Tod. Kein Opfer, kein Beweis! Für sie sind die ausgebeuteten Kinder ohnehin wertlos, und die Wahrheit wird mit Jamie sterben. Doch Jamie ist bereits in England, illegal. Ben, Vicky und Edgar trampen nach Manchester. Dort soll Jamie in einem Krankenhaus liegen. Allerdings kann oder will ihm dort niemand helfen. Die Patientenakten auf Bens Laptop wollen sie nicht mal sehen, der Papierkram scheint wichtiger als ein Menschenleben. Jamie ist erblindet, seine Nieren versagen, und er ist nur noch Haut und Knochen. Vicky und die anderen entführen ihn kurzerhand aus dem Krankenhaus. Doch ihr LKW steckt im Stau, und Jamie geht es immer schlechter. Michael aus der Notrufzentrale schickt einen Hubschrauber. Stagger informiert indes die Zwillinge bei der Zeitung über den Fall. Leider legt ihr Chef legt keinen Wert auf Nachrichten. Anzeigen bringen mehr Geld. Polly und Molly wollen eine eigene Zeitung mithilfe einer alter Druckerpresse im Keller der „Gazette“ drucken. Mit ihr wurden im Krieg Flugblätter des Widerstand gedruckt. Es ist Zeit, dass sie wieder für einen guten Zweck zum Einsatz kommt. Leela darf bei ihrem Praktikum im Krankenhaus dem netten Arzt Dr. Ahsan assistieren. Es ist sein letzter Tag vor dem Ruhestand, doch er spürt, dass er noch etwas Großes zu tun hat. Jamie helfen? Katkat springt derweil für die erkrankte Backgroundsängerin ein und singt mit dem berühmten Snowy auf dem Wohltätigkeits-Konzert für Afrika. Das ist die Gelegenheit, den Fall Jamie öffentlich zu machen … .
Erschreckend realistisch, dabei spannend bis zum Ende und regt zum Nachdenken an!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Exit Sugartown"

Auf der Suche nach einem besseren Leben: "Exit Sugartown"!

Martin Petersen, übersetzt von Friederike Buchinger
Exit Sugartown
978-3-7915-0007-2
Dressler Verlag
Alter: 14+

Ein Flüchtlingsmädchen erzählt ihre Geschichte. Namen der Orte und Personen hat sie jedoch aus Sicherheitsgründen geändert. Sie nennt sich Dawn, ist siebzehn Jahre alt und lebte einst mit ihrem jüngeren Bruder Charlie und ihren Eltern in Sugartown. Sie und Charlie gehen gern zur Schule, auch wenn sie nur eine Plastiktüte als Schultasche haben. Die Familie ist arm und der Hunger ist ihr ständiger Begleiter. Der Vater verdient als Schuhmacher so gut wie nichts und ertränkt seinen Frust in Alkohol. Die Mutter hält die Familie mit Näharbeiten über Wasser, doch eines Tages stirbt sie überraschend. Leider ist Dawn lange nicht so geschickt wie sie an der Nähmaschine. Zur Schule kann sie nun nicht mehr gehen, und sogar der kleine Charlie muss arbeiten, in der Ziegelfabrik. Doch der Vater versäuft und verspielt das wenige Geld. Dawn beschließt, Sugartown zu verlassen und in der „Weißen Welt“ Arbeit zu suchen. Lucky und seine Freunde wollen ihr helfen, der Preis: 12000$, die sie zurückzahlen kann, sobald sie in der Fremde Geld verdient. Ihre Freundin Didi will Dawn begleiten. Dawn klaut ihrem Vater Geld für die Anzahlung und unterschreibt einen Schuldschein für den Rest. Eine Plastiktüte reicht aus für ihre wenigen Sachen. Papiere nimmt sie, auf Anweisung von Lucky, keine mit. Der LKW, auf dem außer Dawn und Didi fast nur Männer sind, fährt ohne Pause Richtung Hafenstadt. Wenn die Mädchen auf die Toilette müssen, gibt es nur einen Eimer. Die Männer pinkeln einfach hinten aus dem fahrenden Laster. Statt am Hafen landen sie erst einmal ein einer Zeltstadt, aus der ohne Papiere niemand raus darf. Wo bleibt das versprochene Schiff? Es gibt Unruhen in der Gruppe, und erste Betrugsvorwürfe werden laut. Doch dann ist es soweit. Sie schleichen sich an den Strand. Das Schiff ist nicht da. Erst viel später taucht ein Schlauchboot auf, auf dem alle 38 Menschen Platz finden müssen. Das Essen geht schnell aus, das Wasser ist knapp und das Benzin reicht auch nicht. Sie treiben auf dem Meer, der Verzweiflung nahe. Hitze und Durst sind unerträglich. Eine stillende Mutter gibt Didi etwas Milch. Kurz vor der Küste werden sie von einem Schiff aufgelesen und in ein Lager gebracht. Ein herzliches Willkommen gibt es nicht. Dawn und die anderen wollen ihre richtigen Namen nicht nennen. Da Dawn Englisch kann, soll sie bei der Registrierung helfen. Sie überlegt, ob sie ihrem Vater wegen ihrer Geburtsurkunde schreiben und sich einfach registrieren lassen soll, auch auf die Gefahr hin, nach Sugartown zurückgeschickt zu werden. Wenn Patrick, der das Boot gesteuert hat und den Dawn sehr mag, eine Aufenthaltserlaubnis bekommt und am Hafen Arbeit findet, will auch sie einen legalen Antrag stellen. Doch Patrick hat kein Glück und nimmt sich kurz darauf das Leben. Lucky bietet ihr gefälschte Papiere, eine Wohnung und einen Job an. Sie muss handeln, denn sie hat erfahren, dass ihr Bruder in der Heimat krank ist und teure Medikamente braucht. Sie und Didi kommen mit vielen anderen in einem Hochhaus unter, getarnt als „Gaststudenten“ und arbeiten den ganzen Tag auf dem Feld als Salatpflücker. Fast die Hälfte des Lohns geht für die Miete drauf, dazu die Abzahlung der Schulden. Nachhause schicken kann Dawn kaum etwas. DVDs auf der Straße zu verkaufen bringt mehr Geld, Sex bringt noch mehr. Doch Dawn kann das nicht, läuft weg und sucht sich eigenmächtig einen Job im Restaurant „Seezunge“. Dort trifft sie John wieder, den sie von der Zeit auf dem LKW kennt, und er überredet sie, ihm bei Einbrüchen zur Hand zu gehen … .
Eine Geschichte zu einem aktuellen Thema, die Spannung bis zur letzten Seite bietet!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Welt von Max und mir"

Von der Vergangenheit eingeholt: "Die Welt von Max und mir"!

Isolde Sammer
Die Welt von Max und mir
978-3-423-71676-5
dtv
Alter: 14+

Die neunzehnjährige Jana, Tochter eines berühmten Schauspielers, ist im Abschlussjahrgang eines Berliner Gymnasiums. Jana sollte sich eigentlich aufs Abi konzentrieren, doch sie verliebt sich in Max, den geheimnisvollen Neuen. Leider scheint er nicht interessiert zu sein, und sie haben keine gemeinsamen Kurse, um sich näher kennenzulernen. Er ist schon Einundzwanzig, und macht jetzt erst Abi, weil er wegen einer schweren Krankheit lange nicht zur Schule gehen konnte. Max spielt Klavier. Bei der Weihnachtsfeier der Schule gibt er ein schwieriges, klassisches Stück zum Besten. Jana stürmt spontan auf die Bühne und küsst ihn. Nach monatelangem gegenseitigen Taxieren und An-schmachten (denn auch Max hat sich in Jana verliebt) kommen die beiden endlich zusammen. Sie landen auch sofort im Bett. Es ist die große Liebe. Jana stellt Max ihrer Familie vor, und alle lieben ihn, selbst ihr sonst so kritischer Vater. Spätestens nachdem Max der dreijährigen Lisa, Janas kleiner Schwester, die noch nie ein Wort gesprochen hat, das Wort „Fahrrad“ entlockt, gehört er zur Familie. Er verlässt seine kleine Wohnung und zieht bei Janas Eltern ein. Alles läuft bestens. Jana und Max legen beide ein Einser-Abi hin und freuen sich auf die Reise zu den Seychellen mit Janas Eltern und Lisa. Doch dann bekommt Max einen Anruf und bricht überstürzt auf. Er sagt, seine Mutter wäre krank. Dass Jana mitkommt, will er nicht. Statt mit den Eltern in den Urlaub zu fliegen, zieht Jana los, um ihn zu suchen, da er sich tagelang nicht bei ihr meldet. Sie findet die Adresse seiner Mutter und ihres Lebensgefährten in Hannover raus und fährt hin. Die Mutter erfreut sich bester Gesundheit und hat keine Ahnung wo ihr Sohn ist, aber einen schrecklichen Verdacht. Zum ersten Mal erfährt Jana etwas über Max Vergangenheit. Max war ein glücklicher Junge und ein guter Schüler, bis sein Vater die Familie verließ. Er brannte mit einer anderen Frau nach Neuseeland durch, nahm alles mit was nicht niet- und nagelfest war und ließ Frau und Sohn mit Schulden zurück. Max wurde depressiv, vernachlässigte die Schule, fing an zu kiffen und rutschte in die Drogenszene ab. Er verlor die Kontrolle und landete schließlich bei Heroin. Max dealte auch und wurde verhaftet. Nach dem Totalabsturz fing er sich, machte einen Entzug, fand in Berlin eine Schule, die ihn aufnahm
und begann dort ein neues Leben. Jana trifft Sara, ihre beste Freundin seit der 5. Klasse, in Hamburg, wo Max damals lebte, und sie suchen ihn. In seiner alten WG treffen sie den Transvestiten Mona, der ihnen den Tipp gibt, nach Max ehemaliger Freundin Amelie zu suchen. Jana und Sara reden mit Junkies und Dealern, und Jana verspürt den Drang, selbst mal Heroin zu versuchen, um zu sehen was Max daran fand. Als sie dann welches kauft, wird sie beinahe von der Polizei geschnappt. Sara entsorgt den Stoff im Waschbecken, bevor Jana eine Dummheit begehen kann. Da sie in Hamburg nicht weiter kommen, kehren die beiden Freundinnen nach Berlin zurück. Vielleicht finden sie ja in Max Sachen einen Hinweis. Als Jana nachhause kommt, ist Max in der Wohnung, und Jana macht ihm eine Riesen-Szene, vor allem da er Amelie im Schlepptau hat, die an schweren Entzugserscheinungen leidet. Doch das ist noch nicht alles. Die Krönung ist der knapp zwei Jahre alte Gabriel, der höchstwahrscheinlich Max Sohn ist. Die völlig fertige Amelie verlangt allen Ernstes, dass der bei Max und Jana bleiben soll. Das kann doch nicht ihr Ernst sein! Was werden Janas Eltern bei ihrer Rückkehr dazu sagen?
Ein gelungener und sehr spannender Mix aus Lovestory und Problemgeschichte!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 8. Juni 2016

"Im Labyrinth der Lügen"

Geheimnisse (nicht nur) im Museum: "Im Labyrinth der Lügen"!

Ute Krause
Im Labyrinth der Lügen
978-3-570-17292-6
cbj Verlag
Alter: 10+

Ostberlin: Der zwölfjährige Paul lebt bei seiner Oma und seinem Onkel Henri, seit seine Eltern im Westen ein neues Leben angefangen haben. Nach einer missglückten Flucht waren sie im Gefängnis gelandet und sind nun freigekauft worden. Paul fühlt sich verraten und verlassen. In der Schule freundet er sich mit Millie an, die ihn gut verstehen kann, denn ihre Mutter hat sie ebenfalls im Stich gelassen, um wieder in ihre Heimat Kuba zurückzukehren. Pauls Onkel arbeitet als Nachtwächter im Pergamon-Museum, und manchmal darf Paul ihn da besuchen. Einmal nimmt er auch Millie mit. Die beiden hören seltsame Geräusche aus den oberen Stockwerken. Ist da etwa ein Einbrecher oder gar ein Gespenst am Werk? Onkel Henri scheint es gar nicht zu passen, dass die Kinder so neugierig sind. Nachdem sie ihn mit einem alten Herrn im Park haben reden sehen, rückt Henri endlich mit der Wahrheit heraus. Der alte Herr ist ein Professor, der im Museum heimlich Nachforschungen betreibt, da sie ihm vom Staat nicht genehmigt wurden. Es geht um einen Hieroglyphenstein, der das Geheimnis der ewigen Jugend enthalten soll. Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Kinder niemandem davon erzählen. Doch dann wird Onkel Henri verhaftet, und die Stasi durchwühlt die ganze Wohnung. Angeblich soll Henri im Museum gestohlen haben und in staatsfeindliche Aktivitäten verwickelt sein. Oma ist so fertig, dass Paul sie in dem Hotel-Restaurant, in dem sie als Klofrau arbeitet, krankmelden muss. Dort trifft er zufällig den Professor, doch der tut so, als würde er ihn nicht kennen. Als Paul ihn später wieder trifft und sie ungestört reden können, entschuldigt er sich. Im Restaurant sei es zu gefährlich gewesen. Paul bittet ihn, seinem Onkel zu helfen, doch der Professor kann oder will nicht. Henri kommt schließlich wieder frei, verliert jedoch seine Arbeit. In der Wohnung findet er Abhörwanzen, und Tag und Nacht parkt ein Trabi mit zwei Stasi-Männern vor dem Haus. Onkel Henri fragt sich, wer ihn verraten hat und hat Millie unter Verdacht. Die hat tatsächlich ihrem Vater von dem Besuch im Museum und den verdächtigen Geräuschen erzählt, nicht ahnend, dass er ein Stasi-Spitzel ist. Kann Paul Millie noch trauen? Er setzt sich in der Schule auf einen anderen Platz und spricht nicht mehr mit ihr. Paul fragt sich, was sein Onkel und der Professor wirklich im Museum treiben. Henri versichert ihm, es sei nichts Kriminelles. Es stellt sich heraus, dass Onkel Henri noch mehr Geheimnisse hat, eines ist eine Freundin namens Clara, von der nicht mal die Oma weiß. Da Clara sich sicher Sorgen macht und Henri beschattet wird, bringt Paul ihr einen Brief. Sie gibt ihm ein Päckchen mit, das für den Professor bestimmt ist. Paul bringt es zum Hotel, doch der Professor wird überwacht. Seine Oma, die ja dort als Klofrau arbeitet, teilt ihm den neuen Treffpunkt mit, das Theater. Wie viel weiß sie eigentlich von der ganzen Sache? Als der Professor im Theater verhaftet wird, taucht ausgerechnet Millie auf und hilft Paul aus der Patsche. Sie werden wieder Freunde. Aus heiterem Himmel offenbart Henri Paul, dass er schon bald in den Westen zu seinen Eltern kann. Er habe das mithilfe eines Anwalts eingefädelt. Doch dann wird Paul Onkel Henri und Millie nicht wieder sehen, und Oma erst in einigen Jahren, wenn sie in Rente ist und ihn im Westen besuchen darf. Das bringt ihn auf die Idee, sich schon mal mit Millie für das Jahr 2037 zu verabreden. Doch wir Leser wissen ja, dass sie nicht so lange werden warten müssen. Bevor Paul geht, beichtet Henri ihm endlich die ganze Wahrheit … .
Eine spannende Geschichte aus der Zeit, in der es noch ein Land namens DDR gab!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Grünen Piraten - Jagd auf die Müllmafia"

Sie retten unsere Umwelt: "Die Grünen Piraten - Jagd auf die Müllmafia"!

Andrea Poßberg & Corinna Böckmann
Die Grünen Piraten – Jagd auf die Müllmafia (Band 1)
978-3-943086-00-3
Südpol Verlag
Alter: 8+

Die Klasse 4b säubert im Zuge eines Aktionstages den Stadtpark vom Müll. Da kommt einiges zusammen! Die Freunde Pauline, Ben, Jannik, Flora und Lennart lernen dabei Miranda Mühlberg kennen, eine etwas exzentrische aber total nette Dame, die Müll sammelt, um daraus nützliche Dinge zu basteln und zu bauen. Miranda war früher Wissenschaftlerin und lebt nun auf einem Hausboot mit Solaranlage auf dem Dach, einem Gewächshaus, in dem sie Obst und Gemüse anbaut (sogar Zitronen für selbstgemachte Limonade), einer Pumpe für das Flusswasser, das sie zum Duschen und für die Toilettenspülung nutzt und den zwei Katzen Ernie und Bert sowie dem Hund Campino. Nach der Sammelaktion werden die Schüler vom Bürgermeister hoch gelobt, doch der Müll soll einfach so auf der Deponie verschwinden. So lernen die Leute doch nie etwas daraus. Am besten wäre es, den Müll öffentlich auszustellen, damit alle sehen können, wie schlecht die Menschen die Umwelt behandeln. Die fünf Freunde treffen sich in ihrem Hauptquartier, einem Wohnwagen, und schmieden Pläne. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wollen sie den Müll auf den Marktplatz schaffen, wo ihn jeder sehen kann und dazu eine Nachricht hinterlassen, die die Leute nicht übersehen können. Da das alles streng geheim ablaufen soll, geben sie sich den Namen „Die Grünen Piraten“ und schreiben ihn auf ein Laken, mit einem grünen Totenkopf als Logo. Am nächsten Tag ist die Aktion in der Zeitung. Der Reporter lobt die unbekannten Umweltschützer, der Bürgermeister ist jedoch weniger angetan. Die „Grünen Piraten“ besuchen Miranda und verhindern gerade noch rechtzeitig, dass ihr Hausboot Feuer fängt. Die ahnte bereits, dass sie es sind, die sich hinter den „grünen Piraten“ verbergen, verspricht aber, dicht zu halten. Die „Grünen Piraten“ folgen bald darauf als Mülldetektive einer heißen Spur. Miranda hatte ihnen erzählt, dass viele ihren Müll einfach irgendwo hin kippen, z.B. in die alte Kiesgrube. Dort legen sich die Freunde auf die Lauer und beobachten, wie ein Typ aus einem Lieferwagen steigt und Kanister vergräbt. Sie schießen ein Foto, doch leider ist das Nummernschild des Lieferwagens zu verdreckt, um etwas erkennen zu können. Natürlich sind sie neugierig, was in den Kanistern ist, doch sie hüten sich, sie einfach so zu öffnen. Stattdessen informieren sie Miranda, die eine Probe nimmt und in ihrem kleinen Labor untersucht. Ergebnis: Das Zeug ist hochgiftig! Es besteht aus Resten von Pflanzen- und Holzschutzmittel, Fungiziden und Pestiziden. Die „Grünen Piraten“ schreiben einen Brief an den Bürgermeister und rechnen damit, dass es am nächsten Tag in der Kiesgrube von Polizei nur so wimmelt, doch es tut sich gar nichts. Also wollen sie an den Reporter von der Zeitung schreiben, der den Artikel über den Müll auf dem Marktplatz verfasst hat, keine E-Mail, sondern einen richtigen Brief. Sie drucken daher das Handy-Foto in der Drogerie aus, und dabei fällt ihnen an dem Lieferwagen auf dem Bild etwas auf. Genau so einer stand neulich in dem Werk, wo die Mutter von Lennart und Jannik als Sekretärin arbeitet. Sie statten ihr einen Besuch ab und beobachten dabei Mamas Chef und den Bürgermeister, die offenbar beide in die Sache verstrickt sind. Der Chef bittet die Kinder, einen Brief für ihn abzugeben. Sie öffnen heimlich den Brief über Wasserdampf und lesen die Nachricht. Sofort ist klar: Die „Grünen Piraten“ müssen handeln! Doch allein können sie es nicht schaffen. Also weihen sie Miranda ein, die sofort mit dabei ist … .
Der erste Band einer echt coolen und super spannenden Umweltkrimi-Reihe!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Krokodildieb"

Manchmal braucht man einfach ein Krokodil: "Der Krokodildieb"!

Taran Bjørnstad & Christoffer Grav, übersetzt von Maike Dörries
Der Krokodildieb
978-3-407-82109-6
Beltz & Gelberg Verlag
Alter: 8+

Odd wird in der Schule von den anderen Kindern gehänselt. Selbst sein Klassenlehrer Espen hackt dauernd auf ihm herum, und beim Völkerball wird er immer als Letzter ausgewählt. Auch zuhause hat er es nicht gerade leicht. Seine älteren Geschwister Kine und Petter nehmen ihn nicht für voll. Doch das Schlimmste ist, dass Odd sich selbst für ein kleines, dickes Weichei hält, einen feigen Schisser, der sogar vor dem harmlosen Nachbarhund Hector Todesangst hat. Odds Klasse macht eines Tages einen Ausflug ins Aquarium. Hier gibt es Fische, Schlangen und Reptilien zu bestaunen und den großen, starken und mutigen Tierpfleger Rolf mit seinen furchteinflößenden Tattoos. Der war bestimmt nie so klein und schwach wie Odd, und ganz sicher würde sich niemand trauen, auf ihm herum zu hacken. Rolf hantiert ohne Scheu mit riesigen Schlangen und gefährlichen Krokodilen. Odd weiß gar nicht, was in ihn gefahren ist, als er sich traut, Rolfs Baby-Kaiman Zack zu streicheln, was im Übrigen vor allem seine hübsche Klassenkameradin Mette schwer beeindruckt. Für Odd ist nun klar, er braucht ein Krokodil! Entweder das, oder eine Tätowierung, was seine Eltern jedoch nie im Leben erlauben würden. Mit einem Krokodil wäre er unbezwingbar. Es würde seine Feinde in Schach halten, ihn gegen riesige Nachbarhunde verteidigen und notfalls auch mal seinem Sportlehrer in den Hintern beißen. Odd schmiedet einen Plan, wie er den kleinen Zack „ausleihen“ kann. Als die Klasse am nächsten Tag wieder ins Aquarium geht, diesmal um Pinguine und Co. zu beobachten, setzt sich Odd von der Gruppe ab. Niemand bemerkt es. Mit einem doppelt belegten Schinkenbrot und Mamas Gartenhandschuhen bewaffnet, macht er sich auf den Weg in den Keller zu Zacks Terrarium. Als er dort erwischt wird, behauptet er, er hätte sein Federmäppchen da vergessen. Es ist schwieriger als Odd dachte, Zack in seinen Rucksack zu bekommen. Der kleine Kerl verfügt nämlich über eine Menge nadelspitzer Zähne. Doch schließlich ist es vollbracht, und auf der Heimfahrt im Bus verblüfft Odd alle mit seinem neugewonnenen Selbstbewusstsein. Natürlich ahnt keiner, was dahinter steckt. Auch Odds Eltern dürfen auf keinen Fall von seinem neuen Haustier erfahren. Das Leben mit Krokodil ist beschwerlicher, als Odd es sich vorgestellt hat. Das Tier ist sehr verfressen, und Odds Eltern wundern sich bald über den leeren Kühlschrank. Außerdem kann Odd in seinem Zimmer nicht mehr auf den Fußboden treten ohne dass Zack nach ihm schnappt und muss sich daher in bester „Pippi-Langstrumpf-Manier“ von Möbelstück zu Möbelstück hangeln. Damit kein Unbefugter sein Zimmer betritt, hängt Odd ein Schild an die Tür. Leider nimmt seine Mutter diese Warnung nicht ernst und öffnet die Tür. Als Odd aus der Schule kommt, ist Zack nicht mehr in seinem Zimmer. Dafür liegt ein übel riechendes Kackehäufchen im Flur und Schnuppi, der Hamster von Odds Schwester Kine ist spurlos verschwunden. Odd befürchtet das Schlimmste. Im Fernsehen kommt ein Bericht über den Krokodildiebstahl. Rolf ist in Sorge, appelliert an die Entführer und weist darauf hin, dass Zack Wärme, geeignetes Futter und immer ausreichend Wasser braucht. Als Zack wieder aus seinem Versteck auftaucht, bemerkt Odd, dass es ihm gar nicht gut geht, nicht zuletzt, weil er Odds Lieblingskuscheltier, das Eichhörnchen Nussi, und auch noch Kines Handy gefressen hat, das nun in seinem Bauch klingelt. Wird Odd das Richtige tun und Zack zurück bringen?
Eine herrliche Geschichte für alle, die auch ein Krokodil brauchen können!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 1. Juni 2016

"Warten auf Gonzo"

Mein derzeitiger Favorit in der Kategorie Das besondere Buch (nicht nur) für Jungs: "Warten auf Gonzo"!

Dave Cousins, übersetzt von Anne Brauner
Warten auf Gonzo
978-3-7725-2779-1
Verlag Freies Geistesleben
Alter: 12+

Marcus „Oz“ Osbourne zieht wieder Willen mit seiner Familie von London in das verschlafene Kaff Slowleigh. An seinem ersten Schultag bemüht er sich, einen guten Eindruck zu machen, doch der Plan geht nicht auf. Erst bemerkt er zu spät, dass er den falschen Rucksack dabei hat, aus dem die Unterwäsche seiner Schwester fällt, was ihm den peinlichen Namen „Slips“ einbringt, dann malt er auch noch aus einer Laune heraus einem Mädchen auf einer Fotopinnwand einen Schnurrbart. So macht er sich Isobel Skinner zum Feind. Ihre Familie ist so was wie die Mafia, und sie ist der totale Psycho. Er wird von ihr auf dem Heimweg verfolgt, von ihrem fiesen Köter gejagt, beinahe zerfleischt, fällt auf der Flucht von einem Baum, landet mitten auf der Straße und wird um ein Haar von seiner eigenen Mutter überfahren, die gerade des Weges kommt. Da Oz Mutter einen gebrochenen Arm hat, was für eine Bildhauerin fatal ist, stellt sie ausgerechnet Psycho-Isobel als Hilfe ein. Oz freundet sich derweil ein bisschen mit Nerd Ryan an, der bei seinem Opa „Gandalf“ wohnt, in seiner Freizeit selbstgemachte Hobbit-Socken trägt und alte Beatles-Platten hört. Dann ist da noch Oz siebzehnjährige Schwester Meg. Sie ist schwanger. Weder ihr Ex-Freund Kris, der Vater des Kindes, noch Megs Eltern wissen davon. Oz findet es heraus, als er heimlich die SMS auf Megs Handy liest und ein Schwangerschaftsbuch bei ihr findet. Eine Abbildung darin erinnert ihn an Gonzo aus der Sesamstraße, daher bekommt das Ungeborene den Spitznamen Gonzo. Kris taucht irgendwann überraschend auf und erfährt von dem Baby, doch er macht sich recht schnell wieder vom Acker, da er noch nicht bereit dafür ist, Vater zu werden. Oz vermisst nach einer Halloween-Party sein Handy. Eine Katastrophe, denn nicht nur seine Kontakte, Fotos und Nachrichten sind weg, sondern auch seine ganze Musik. Wenig später werden Fotos von Ryan als Hobbit, die Oz heimlich gemacht hat, an sämtliche Mitschüler gemailt. Der arme Ryan wird gemobbt und gibt natürlich Oz die Schuld. Der verdächtigt indes Fiesling Gareth. Dann kommt Psycho und gibt ihm wortlos sein Handy zurück, und Gareth sieht aus, als sei er in eine Schlägerei geraten. Sein Vater macht Oz darauf aufmerksam, dass Isobel ganz klar in ihn verknallt ist. Oz findet diese Vorstellung noch viel gruseliger, als wenn Psycho ihn umbringen wollte. Aber warum hängt sie ihn dann bei der Ausstellungseröffnung seiner Mutter mit der Hose an einem der Kunstwerke auf, statt ihn zu küssen? Als die Eltern von Gonzo erfahren, gibt es erst Geschrei, dann beschließen sie gemeinsam mit Meg, dass eine Abtreibung das Beste für alle wäre. In der Nacht träumt Oz von Gonzo als kleinem Jungen mit blauen Haaren. Ihm fällt ein Stein vom Herzen, als Meg es sich anders überlegt. Gonzo ist gerettet, und das nur, weil Oz ihm einen Namen gab. Einen Zellklumpen kann man abtreiben, aber einen Gonzo? Das bringt Meg nicht übers Herz. Wegen eines dummen Unfalls, der zu einer gebrochenen Nase führt, verkracht sich Oz nun endgültig mit Ryan. Kann da ein USB-Stick mit 8 Stunden seiner Lieblingssongs als Versöhnungsangebot helfen? Beatles-Fan Ryan findet die Songs schrecklich, doch sie reden wieder miteinander, und Ryan leiht Oz seine Lieblingsbücher, für Nichtleser Oz eine Qual, doch was tut man nicht alles für die Freundschaft. Meg, inzwischen schon recht rund, hat ständig Zoff mit den Eltern und will ausziehen. Doch dazu braucht sie noch das nötige Kleingeld. Warum also nicht den Dorfpub ausrauben … ?
Eine großartig erzählte und unheimliche witzige Geschichte, ohne dass es albern wird!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Bärentöter - Der Auserwählte"

Mein derzeitiger Favorit in der Kategorie Historischer Roman für Jungs: "Bärentöter - Der Auserwählte"!

Roland Pauler
Bärentöter – Der Auserwählte
978-3-944788-38-8
Fabulus Verlag
Alter: 14+

1348: Seit dem Tod des Vaters leidet die Familie des vierzehnjährigen Wilfried Not. Oft gibt es nur Suppe mit Gras und Wurzeln zu essen. Wilfried und seine jüngeren Geschwister sind immer hungrig. Die Mutter spinnt Garn, und sie verdienen ein wenig Geld, indem sie herumreisenden Viehhändlern und deren Herden Unterkunft bieten. Jedes Jahr kehrt der reiche Ungar Zoltán, ein ehemaliger Ritter, mit seiner Rinderherde bei ihnen ein. Diesmal ist er früher dran als gewöhnlich. Normalerweise treibt er um diese Jahreszeit Handel in Italien, doch dort ist die Pest ausgebrochen, und er musste seine Pläne ändern. Da Wilfrieds Vater, der immer für Zoltán als Treiber arbeitete, nicht mehr ist, bittet Wilfried seine Mutter darum, seine Stelle einzunehmen und Zoltán seine Dienste anbieten zu dürfen, um die Familie zu unterstützen. Seine Mutter ist zwar besorgt um ihn, stimmt aber schließlich zu. Der Viehtreck zieht an der Donau entlang Richtung Nürnberg. Wilfried wird von Viehtreiber Max unter seine Fittiche genommen. In seinen Tagträumen ist Wilfried ein mutiger Held, der Abenteuer besteht, in denen es meist darum geht, die holde Rosalinde, Tochter seines Grundherrn, zu retten. Als während Wilfrieds Nachtwache Wölfe das Lager angreifen, beweist der schmächtige Junge jedoch allen, dass er auch im wirklichen Leben ein ganzer Kerl ist. Als er dann auch noch einen Bären besiegt, hat er sich den Respekt aller und den Spitznamen „Bärentöter“ verdient. Doch nicht nur durch wilde Tiere droht dem Treck Gefahr. Beim Angriff einer Räuberbande verliert Zoltán fast die Hälfte seiner Männer. Auch Max wird schwer verwundet und überlebt nicht. Wilfried reitet nach Straubing, um den Grafen Gerald und seine Männer zu Hilfe zu holen. Der Graf erweist sich als die Jugendliebe von Wilfrieds Mutter. Wilfried ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten. Er ist eindeutig des Grafen Sohn. Graf Gerald schenkt dem mutigen Jungen ein eigenes Gut für sich und seine Familie. Gerald erkennt Wilfried offiziell als seinen Sohn an und will ihn als Erben einsetzen, trotz des Makels der unehelichen Geburt. Als die gefangenen Räuber gehängt werden, gibt es ein Riesenspektakel, doch Wilfried kann das grausame Schauspiel nicht genießen. Unter den Räubern ist auch der Mörder des Mannes, den er bis vor kurzem für seinen Vater hielt. Wilfried verspricht den Leuten, dass er in Zukunft für Gerechtigkeit und gegen die Armut eintreten will, und erobert alle Herzen im Sturm. Dem Grafen ist sein Sohn ein wenig zu volksnah. Alles, was Wilfried über Adel und Rittertum weiß, stammt aus Heldenliedern. Gerald bietet ihm an zu bleiben, doch Wilfried hält es für seine Pflicht und Schuldigkeit, Zoltán zunächst bis Nürnberg zu begleiten. Er holt seine Mutter und seine Geschwister auf den neuen Hof und verabschiedet sich dankbar, und mit großzügigen Geschenken, von seinen alten Freunden, den Leuten im Dorf, die der Familie in der Not halfen, nicht aber vom geizigen Grundherrn und seiner hochnäsigen Tochter, die er früher so anbetete. Er erfährt später, dass seine Mutter ebenfalls die Tochter eines Grafen ist, der jedoch in Ungnade fiel. Sie wuchs bei Geralds Familie auf, bis sie schwanger fortgeschickt wurde und von dem ungerechten Grundherrn wie eine bessere Magd behandelt wurde, obwohl dieser die Umstände kannte. Während Winfried sich an die neue Situation gewöhnen muss, schwören die Überlebenden der heidnischen Räuberbande grausame Rache. Der Bruder des erhängten Anführers will Wilfried um jeden Preis tot sehen … !
Mittelalter-Action vom Feinsten! Endlich mal ein historischer Roman ganz OHNE Fantasy!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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