Mittwoch, 28. Dezember 2016

"Flawed - Wie perfekt willst du sein?"

Gibt es eine perfekte Welt?: "Flawed - Wie perfekt willst du sein?"!

Cecelia Ahern, übersetzt von Christine Strüh und Anna Julia Strüh
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
978-3-8414-2235-4
Fischer FJB Verlag
Alter: 12+

Die siebzehnjährige Celestine lebt in einer perfekten Gesellschaft, die aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Menschen mit fehlerhaftem Charakter wie die, die einst die Wirtschaft in den Ruin getrieben und in der Politik Schaden angerichtet haben, werden nicht mehr toleriert. Wer moralisch und ethisch verwerfliche Handlungen begeht, schadet sich und der Gesellschaft und wird als fehlerhaft gebrandmarkt, muss eine rote Armbinde tragen, verliert in der Regel seinen Job und muss sich an Sperrstunden und Reisebeschränkungen halten. In Bussen und Supermärkten gibt es extra Bereiche für Fehlerhafte, es gibt sogar extra Friedhöfe. Celestine sieht die Welt in Schwarz und Weiß, ist brav und angepasst, gut in der Schule und seit drei Monaten mit Art, dem Sohn von Bosco Crevan, dem Obersten Richter der Gilde, zusammen. Eigentlich ist ihre Schwester Juniper die Rebellin in der Familie, doch nachdem Celestines Nachbarin und Klavierlehrerin Mrs Tinder am „Tag der Erde“ als Fehlerhafte verhaftet und gebrandmarkt wird, weil sie ihrer Mutter im Ausland Sterbehilfe leistete, wird Celestine nachdenklich. Als ein alter Mann, der die Zeichen der Fehlerhaften trägt, im Bus zu husten beginnt und beinahe erstickt, hilft sie ihm spontan und wird verhaftet. Richter Crevan tut alles, um sie heil aus der Sache heraus zu bekommen und verdreht die Geschichte. Er meint, sie wollte gar nicht helfen, sondern lediglich erreichen, dass das „ekelhafte Subjekt“ aus dem Bus geworfen wird bevor er andere noch ansteckt. Der Fall ist ein gefundenes Fressen für die Medien. In der Zelle neben Celestine sitzt Carrick, der „Bad Boy“ in Person. Sie nennt ihn „den Krieger“, bevor sie seinen Namen kennt. Der Prozess beginnt, und Celestine wird zum Spielball von Crevans Feinden. Ihr Großvater, der wegen seiner Verschwörungstheorien zuhause nicht mehr willkommen ist, führt ein langes Gespräch mit ihr. Celestine beschließt, sich selbst treu zu bleiben und sagt im Gericht die Wahrheit. Sie wird als Fehlerhafte verurteilt, zu gleich 5 Brandmalen, ein Urteil, das es so noch nie gab. Die Menge ist außer sich, Crevan ist wütend, sie wird Art nie wiedersehen dürfen. In den Augen ihres Mitgefangenen Carrick sieht sie jedoch erstmals so was wie Respekt. Sie wird gebrandmarkt, 5 mal, und dann noch einmal, weil sie sich noch immer weigert, ihre Aussage zu widerrufen. Crevan tobt vor Wut und greift höchstpersönlich zum Brandeisen. Celestine darf nachhause, steht unter Schmerzmitteln und ab sofort auch unter der ständigen Beobachtung ihrer Whistleblowerin Mary May, die strengstens darauf achtet, dass sie sich an die Ernährungs- und Verhaltensregeln für Fehlerhafte hält. Außerdem durchsucht sie Celestines Zimmer und liest ihr Tagebuch. In der Schule wird Celestine geraten, Hausunterricht zu nehmen, ihre Freunde wenden sich von ihr ab, und ihr kleiner Bruder Ewan hat Angst vor ihr. Ihr Leben ist ein einziger Trümmerhaufen, und ihr Elend wird von der Presse gnadenlos ausgeschlachtet. Da kommt Celestine die Idee, das 6. Zeichen zu nutzen, um Crevan zu Fall zu bringen und zeigt es einer Reporterin. Die forscht nach, doch sämtliche Zeugen der zusätzlichen Brandmarkung, die das ganze System in Frage stellt, haben sich in Luft aufgelöst. Celestine braucht Hilfe, und sie beschließt, sich auf die Suche nach Carrick, der von Geburt an fehlerhaft ist, zu machen. Sie erkennt, dass Fehlerhaft zu sein ein Zeichen von Stärke ist und gewinnt Verbündete in ihrem Kampf für die Menschenrechte der Fehlerhaften. Doch kann sie ihnen trauen?
Eine spannende Dystopie zum Nachdenken von Bestsellerautorin Cecelia Ahern!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Girl in Black"

Mafia, Mode und Magie: "Girl in Black"!

Mara Lang
Girl in Black
978-3-7641-7063-9
Ueberreuter Verlag
Alter: 14+

Die neunzehnjährige Lia Kranz ist ein Seelenauge und kann Gedanken und Gefühle lesen. Die Emotionen der Menschen werden zu ihren und manifestieren sich als dunkle Ranken auf ihrer Haut. Sie muss sich ständig abschotten. Die Gabe hat sie von ihrer jüngst verstorbener Mutter geerbt. Lia soll Daniele, Ekelpaket und Neffe ihres Stiefvaters Enzo Musetti, einem Mafiaboss, heiraten. Sie will sich dieser Pflicht entziehen und fliehen. Die Flucht gelingt, doch nicht wie geplant. Enzo liegt nach einer Schießerei im Koma. Lia fährt mit dem Zug nach Berlin, wo sie als Kind lebte. Im Zug beklaut, bestiehlt sie daher aus der Not heraus selbst den Fotografen Nevio. Sie sucht den Anwalt Max Täubner auf, einen Freund ihrer Mutter, doch der kann und will sich nicht mit der Mafia anlegen. Lia wird verfolgt. Die „Familie“ weiß längst, dass sie in Berlin ist. Sie verkleidet sich und schläft in einem Wohnwagen auf dem Schrottplatz, den sie sich mit einer Mäuse-Großfamilie teilen muss, und freundet sich mit dem dortigen Kettenhund an. Dann lernt sie das Model Mavie kennen. Die ahnt sofort, dass Lia die getürmte Mafia-Prinzessin ist und hilft ihr, einen Job bei dem Designer Gabriel zu bekommen, wo Lia hauptsächlich putzen muss, obwohl sie doch seit ihrer Kindheit davon träumt, Modedesignerin zu werden. Nevio erfährt von seinem Vater, der Polizist ist, von Lias Geschichte. Als sie ihn jedoch als Fotograf für ein Shooting bucht, weil Gabriel einer abspringt, erkennt er sie in ihrer Verkleidung zunächst nicht. Es gibt Ärger auf dem Schrottplatz. Als der Besitzer Lia belästigt, manipuliert sie seine Gefühle, schleudert ihm den Ekel entgegen, den sie selbst in dem Moment empfindet und baut ihren Schutzpanzer schnell wieder auf. Ihre Mutter konnte auch Gefühle manipulieren, daher war sie Enzos wertvollster Besitz, wirksamer als jede Drohung und billiger als Schmiergeld. Lia setzt die Gabe auch ein, als beim Fotoshooting die Stimmung ins Negative kippt, und alle entspannen sich. Nevio verliebt sich unsterblich in sie. Lia beeindruckt ihn, als sie kurzfristig ein Kleid ändert. Auch Gabriel ist von ihrem Talent angetan, zeigt es aber nicht. Als Lia zum Schrottplatz zurückgeht, wird sie wegen unbefugten Eindringens verhaftet, dabei wird der Hund, den sie Lagerfeld genannt hat, schwer verletzt. Sie landet bei Kommissar Weikert, Nevios Vater, der in ihr sofort die Gesuchte erkennt. Er will sie jedoch nicht ausliefern, sondern ihr helfen. Dank Anwalt Täubner darf sie das Revier verlassen, und sie schlüpft im Gartenhaus von Mavies Eltern unter. Enzos Leute suchen Gabriel auf und Daniele lässt ein Kleid für Lia da. Im Gespräch mit Gabriel meint sie, sie kann ein besseres Kleid designen. Gabriel will wetten und sie nimmt die Herausforderung an. Nevio gesteht Lia seine Liebe, doch sie liebt ihn nicht. Sie wünschte sie könnte es, doch sie ist innerlich leer. Er ist enttäuscht, gibt aber nicht auf. Mavie, die Lias Kleid bei der Fashion Week tragen soll, wurde übel von ihrem neuen Freund verprügelt und kann so entstellt nicht auf den Laufsteg, also springt Lia ein, und Gabriel hat nichts dagegen. Doch Daniele ist im Publikum und bedroht Nevio. Lia präsentiert ihre eigene Kreation zum Schluss und die Menge ist begeistert. Sie gibt sich den Gefühlen hin. Alle sehen die Ranken auf ihrer Haut. Sie flieht vor Daniele, doch sie will sich nicht länger verstecken und beschließt, zum Angriff überzugehen, Daniele will alle töten, die sie liebt. Dann gerät die Situation außer Kontrolle. Lia wird entführt und auf eine Weise von ihrer Vergangenheit eingeholt, wie sie es nie für möglich gehalten hätte … .
Mafia, Mode und Magie - dieser ungewöhnliche Mix hat mich bis zum Schluss begeistert!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Gefangen zwischen den Welten"

Eine Parallelwelt voller Geheimnisse: "Gefangen zwischen den Welten"!

Sara Oliver
Gefangen zwischen den Welten
978-3-473-40144-4
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Ve (Veronika) lebt mit ihrer Mutter in L.A., soll jedoch den Sommer bei ihrem Vater verbringen, der in einem Kaff in der Nähe von München wohnt. Der zerstreute Physiker haust dort in einem maroden Schloss ohne Telefon. Ve ist sauer, weil er sie nicht wie besprochen am Flughafen abholt. Mit ihrem schweren Gepäck kämpft sie sich mit S-Bahn und Bus in Richtung Ziel. Dann schnappt ihr auch noch so ein Schnösel das letzte Taxi weg. Als sie endlich ankommt, ist ihr Vater nicht da, nur seine Kollegin Marcella. Die sagt, er hätte ihr einen merkwürdigen Brief geschrieben, in dem steht, dass er sich verfolgt fühlt, und sie sei auch erst gestern hier eingetroffen. Am nächsten Morgen steht ausgerechnet der Schnösel vor der Tür. Sein Name ist Finn Werfel, ein Popstar. Ve hat am Flughafen aus Versehen seinen Koffer genommen. Ves Vater ist und bleibt verschwunden. Sie erforscht die Ruine und entdeckt einen eigenartigen Fahrstuhl im Keller. Plötzlich wird sie niedergeschlagen und landet mithilfe dieses Fahrstuhles in einer Parallelwelt. Dort trifft sie Nicky, ihr anderes Ich. Nicky ist ein Physik-Nerd, ist mit Nervensäge Benny zusammen, besucht in den Ferien Mathe-Kurse und gibt Nachhilfe, und sie hat ihre Katze „Schrödinger“ getauft. Ve versteht kein Wort von dem, was sie über Quantentheorie und Co von sich gibt. Aus der Ruine ist ein Palast geworden, aus dem Kaff eine blühende Stadt, alles dank TRADE, dem Konzern, für den Nickys Vater arbeitet. TRADE will die Welt beherrschen, hat sich bereits die Deutsche Bank und die Trinkwasserversorgung in Somalia etc. unter den Nagel gerissen. Die radikalen Aktivisten von Fair World gehen gegen TRADE vor. Zu denen gehört auch der hiesige Finn, der kein Superstar ist, sondern in einem Coffeeshop arbeitet. Ve bemerkt in dieser Welt einige Unterschiede zu ihrer: Starbucks heißt hier Miles, statt Facebook gibt es PeopleNet … . Nickys Eltern sind nicht getrennt, doch ihre Mutter ist fettes, depressives Wrack mit Alkoholproblemen. Aber es gibt eine wichtige Gemeinsamkeit. Auch Nickys Vater ist verschwunden, genau wie Ves! Nicky passt es gar nicht, dass ihre Doppelgängern draußen frei herumläuft, wo sie alle für Nicky halten müssen und sich dann auch noch ausgerechnet mit Finn trifft. Sie erzählt Ve, dass ihr Vater Drohmails von Fair World bekam. In einem romantischen Moment am See erzählt Ve Finn schließlich ihre Geschichte, doch er glaubt ihr natürlich kein Wort. Nicky verschwindet plötzlich spurlos, dafür taucht die hiesige Marcella auf. Sie ist paranoid, fürchtet sich vor Lauschangriffen und meint, TRADE hätte ihr Leben zerstört. Auf einer Party trifft Ve Finn wieder. Der glaubt ihr nun doch, dass sie nicht Nicky ist, denn Ve hat ein Tattoo, Nicky nicht. Doch dann muss Ve vor Finns radikalen Kumpels fliehen und versteckt sich bei Benny, der inzwischen TRADE gehackt hat, weil Nicky ihn darum bat. Ve tischt ihm Lügen über eine Wette auf. Sie kann ihm nicht die Wahrheit sagen, aber sie erzählt Marcella alles. Dann bekommt sie einen Video-Link geschickt. Jemand hat Nicky entführt! TRADE oder Fair World? Dank Benny kennt sie den Code zum Labor von Nickys Vater und entdeckt dort eine Mail von einem seiner Kollegen. Der war begeistert von dem Parallelwelt-Projekt, will die Rohstoffe der anderen Welt ausbeuten und dafür Atommüll und Co rüber schaffen. Marcella und Ve werden im Labor erwischt, doch Ve kann in ihre eigene Welt fliehen. Nun muss sie hier die Unterlagen ihres Vaters finden und dann zurück in die Parallelwelt gehen, um dort Marcella zu retten und Nicky zu befreien … !
WOW! Eine genial Parallelwelt-Story! Ich bin schon so gespannt auf die Fortsetzungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. Dezember 2016

"Wolf Moon River"

Verloren in der Wildnis: "Wolf Moon River"!

Rainer M. Schröder
Wolf Moon River
978-3-570-17239-1
cbj Verlag
Alter: 12+

Eigentlich wollte Jack nur ein entspanntes Kanu- und Campingwochenende mit seiner Freundin Marjorie und seinen Kumpels in der kanadischen Wildnis verbringen, doch nun ist er ein Mörder auf der Flucht. Wenn Marjorie nicht mit Jennifers Freund Kenneth durchgebrannt wäre, wenn Jennifer ihn und seine Freunde Frank und Scott beim Strip Poker nicht so scharf gemacht hätte, wenn sie nicht alle so betrunken gewesen wären … . Doch jetzt ist alles zu spät. Jennifer ist tot! Frank und Scott haben Jack zwar in einen Schuppen gesperrt, doch er konnte entkommen und mit seinem Kanu und Jennifers Leiche fliehen, die er auf einer kleinen Insel begräbt. Frank und Scott haben mit einem „geliehenen“ Motorboot die Verfolgung aufgenommen. Und sie sind bewaffnet. Verzweifelt wagt sich Jack mit seinem kleinen Kanu in die gefährlichen Stromschnellen des Wolf Moon River. Zum Glück ist er ein guter Kanu-Fahrer, doch als er von Frank angeschossen wird, kentert er. Er schafft es ans Ufer, doch seine Vorräte hat er fast alle verloren. Zur selben Zeit sind Patrick und seine Mutter in der selben Gegend unterwegs. Sie wollen sich mit Mutters neuem Freund Henry treffen. Gemeinsam mit Henrys Tochter Olivia fliegen sie zu Henrys Hütte. Patrick kann mit der „molligen Provinznudel“ nichts anfangen, und Olivia hält Patrick für einen Kotzbrocken. Das kleine Flugzeug stürzt mitten im Nirgendwo ab, der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle, und der Fuß von Patricks Mutter ist gebrochen. Patrick und Olivia hingegen haben den Absturz heil überstanden. Suchen wird sie hier niemand, denn der Pilot ist in letzter Minute vom Flugplan abgewichen. Beim Begräbnis des Piloten kriegen sich Patrick und Olivia in die Wolle. Patrick ist nicht gerade scharf darauf, mit Olivia 80 km am Fluss entlang zu wandern, bis zum nächsten bewohnten Platz, während seine Mutter beim Wrack auf Hilfe wartet. Mit dem Nötigsten an Gepäck machen sich die beiden dann doch auf den Weg. Patrick verausgabt sich total, weil er Olivia beweisen will, was für ein toller Kerl er ist. Widerwillig muss er zugeben, dass sie in der Wildnis sehr viel besser klarkommt als er. Die beiden kommen langsamer voran als gedacht. Dann werden sie auch noch von einem Gewitter überrascht. Gut, dass Olivia weiß, wie man einen Unterstand baut (Äste und Zahnseide) und trotz der Nässe ein Feuer in Gang bringt (Wattepads und Vaseline). Als plötzlich ein übel gelaunter Grizzly auftaucht, sind jedoch Patricks Heldenqualitäten gefragt. Mit einer Magnesiumfackel schlägt er ihn in die Flucht. Die anfänglichen Feinseligkeiten sind vergessen. Patrick und Olivia respektieren nun einander, mögen sich sogar beinahe. Patrick wundert sich nur, dass die sonst so toughe Olivia plötzlich zum weinenden Elendshäufchen wird. Da erzählt sie ihm ihre Geschichte. Sie hatte vor einiger Zeit eine Nierentransplantation und nur genügend Tabletten für ein Wochenende dabei. Wenn sie noch länger durch die Wildnis irren, ist Olivias Niere, wenn nicht sogar ihr Leben, in Gefahr. Dann treffen die beiden auf Jack, der ihnen eine fantasievolle Lügengeschichte erzählt. Doch Olivia ist misstrauisch. Sie spürt, dass Jack etwas verbirgt. Auch seine entzündete Schusswunde, die zeitlich nicht in seine Geschichte passt, beunruhigt sie. Trotzdem geben sie Jack von ihren knappen Vorräten etwas ab und lassen ihn in ihrem Lager schlafen. Als dann plötzlich ein Flugzeug auftaucht und ihre Rettung in greifbare Nähe rückt, zeigt Jack sein wahres Gesicht … .
100% Abenteuer, 0% Fantasy! Endlich mal eine spannende und realistische Abenteuergeschichte (nicht nur) für Jungs! Und am Ende wartet eine dicke Überraschung!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Nicolas Calva - Das magische Amulett"

Abenteuer im Alten Rom: "Nicolas Calva - Das magische Amulett"!

Jennifer A. Nielsen, übersetzt von Petra Knese
Nicolas Calva – Das magische Amulett
978-3-407-74720-4
Gulliver/Beltz Verlag
Alter: 11+

Der Junge Nicolas „Nic“ Calva lebt im Alten Rom und schuftet als Sklave im Bergwerk. Durch Zufall wird er Zeuge einer Verschwörung, und man zwingt ihn, in einer verfluchten Höhle nach Cäsars Schatz, insbesondere nach einem speziellen Amulett, einer Bulla, zu suchen. Der verräterische Radulf, ein ehemaliger Gladiator, der sich beim Militär bis zum General hochgedient hat, will damit die Macht über das Reich erlangen. In der Höhle wird Nic von einem Greif angegriffen und an der Schulter verletzt. Der Greif, dem Nic den Namen Fortis gibt, hat ihm damit ein magisches Mal gegeben. Als die Höhle einstürzt, flieht Nic auf Fortis Rücken durch einen verborgenen Gang. Er will seine Schwester Livia, auch eine Sklavin, retten, doch er wird gefangen genommen und mitsamt dem Greifen, der nur auf Nic hört, an Felix verkauft, der ihn nach Rom bringen lässt. Nic ist begeistert von der riesigen Stadt, den vielen Menschen, dem Aquädukt etc. Aurelia, die für Felix arbeitet, bewacht ihn und ist nicht gerade nett zu ihm. Felix soll bei den Spielen den Greif dem Kaiser zum Geschenk machen. Er weiß einiges über Nics Mal, Magie im Allgemeinen und die Bulla, die die Göttin Venus Cäsar, der vor 300 Jahren starb, zum Geschenk machte. Doch kann Nic ihm trauen? Wenn Felix die Bulla hält, passiert nichts, doch Nic kann die Macht spüren und nutzen, wenn er auch noch nicht so recht weiß wie. Er erfährt, dass der Greif nicht nur zur Schau gestellt, sondern in der Arena verheizt werden soll. Das kann er nicht zulassen und plant die Flucht. Nic und Fortis werden zusammen in Arena geschickt. Nics Magie eskaliert und verursacht ein schweres Erdbeben. Er und der Greif können verletzt entkommen. Nic versteckt sich in der Kanalisation, wo er Aurelia und andere Kinder, die dort leben, trifft. Er ist völlig erschöpft und wird verfolgt von Radulf, der auch Magie beherrscht und hört dessen Stimme in seinem Kopf. Nic will das Amulett und die Last seiner Macht nicht, doch wem soll er es sonst geben, ohne dem Reich zu schaden? Der Kaiser will es, Felix will es für den Kaiser, Radulf will es für sich selbst, Senator Valerius will es, Senator Horatio will es, Aurelia will es für Horatio, der den höchsten Finderlohn bietet. Ein paar tausend Römer suchen aus diesem Grund ebenfalls nach Nic. Unschuldig gefangen in einem Netz von Intrigen, Verrat und Verschwörung will Nic nur seine Freiheit und seine Schwester, doch Livia ist Radulf in die Hände gefallen. Nic und Aurelia fliehen vor Radulf in den Tempel, wo sie von Crispus, Valerius Sohn, gerettet werden, der sie als alte Frauen verkleidet zu seinem Vater bringt. Valerius scheint in Ordnung. Er verrät Nic, dass er nur das erste von drei Amuletten besitzt. Um Radulf aus dem Weg zu schaffen, braucht er die anderen und muss lernen, seine Magie zu beherrschen. Nic nimmt sein erstes Bad und bekommt neue Kleider. Er trainiert mit Aurelia und Crispus. Die Magie in ihm ist stärker als gedacht. Er kann sich selbst heilen. Als er erfährt, dass der verletzte Greif sich in den Thermen verschanzt hat, geht er hin um seinen gebrochenen Flügel zu heilen. Radulf ködert ihn dort mit einem Trugbild von Livia, und droht, ganz Rom niederzubrennen. Nic löst eine Flutwelle aus, um die Stadt zu retten. Dann erfährt er, dass Aurelia ihn angelogen hat und ist gar nicht begeistert, als er erfährt, wer ihr Vater ist. Doch auch in Bezug auf seine eigene Herkunft und Familie werden ihm einige unangenehme Dinge klar. Um sich, seine Schwester und Rom zu retten, muss Nic in der Arena gegen Radulf antreten. Der entscheidende Kampf hat begonnen … .
Hochspannung und Magie im Alten Rom! Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Käferkumpel"

Ein ganz besonderer Freund: "Käferkumpel"!

M.G. Leonard, übersetzt von Britt Somann-Jung
Käferkumpel
978-3-551-52084-5
Chicken House/ Carlsen Verlag
Alter: 10+

Die Mutter des dreizehnjährigen Darkus ist seit sechs Jahren tot, und sein Vater wird seit einiger Zeit vermisst. Daher lebt Darkus bei seinem Onkel Max, einem chaotischen Archäologen. In der Schule ist Darkus ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde sind Nerd Bertold und Bohnenstange Virginia. Eines Tages läuft Darkus vor dem Nachbarhaus ein ungewöhnlich großer Nashornkäfer zu, den er Baxter nennt. Baxter ist mehr als ein Haustier. Er ist ein Freund. Darkus und sein Onkel versuchen herauszufinden, was mit Darkus Vater passiert ist, da die Polizei die Suche längst aufgegeben hat. Darkus weiß, er hätte ihn nie freiwillig verlassen. Sie recherchieren im Museum, wo der Vater gearbeitet hat, in einem Kellerraum voller Käfer, in dem er verschwand. Warum hat sein Vater Darkus gegenüber eigentlich niemals erwähnt, dass er Käfer mag? Was hat es mit dem Projekt Fabre auf sich? Und wie passen seine Lesebrille im Lüftungsschacht und die unheimliche Lucretia Cutter ins Bild? Darkus baut ein Terrarium für Baxter, der wirklich kein normaler Käfer ist. Er kommt, wenn Darkus ihn ruft, so als würde er ihn verstehen aber das kann doch nicht sein, oder? Darkus erkundet den Hinterhof seiner seltsamen, immer streitenden Nachbarn Pickering und Humpfrey. Die können sich nicht einigen, ob sie lieber einen Laden für Pasteten oder Antiquitäten hätten und sind überhaupt recht schräg. Alles steht voller alter Möbel und Krimskrams, und in der Wohnung der beiden sieht es noch viel schlimmer aus. Sie halten Darkus für einen Dieb und Spion, entführen, fesseln und knebeln ihn. Baxter und ein Haufen anderer Käfer befreien Darkus. Sie arbeiten zusammen, was für Käfer untypisch ist. Baxters Käferfreunde sind genauso ungewöhnlich wie Baxter. Plötzlich taucht Lucretia auf, die unheimliche Frau aus dem Museum. Sie hat gehört, dass es hier seltene Käfer gibt und will sie kaufen. Was hat sie vor? Die Käfer wohnen in einer Pyramide ungespülter Teetassen mitten im Chaos und fühlen sich dort sehr wohl. Der befreite Darkus weiht seine Freunde Bertolt und Virginia in die seltsamen Vorkommnisse ein. Bertolt kennt Lucretia aus den Modemagazinen seiner Mutter, doch was will eine Modedesignerin mit Käfern? An Superkäfer glauben die beiden nicht, bis Darkus zeigt, was Baxter kann. Darkus sucht Novak auf, Lucretias Tochter, und es gelingt ihm, sie auf seine Seite zu ziehen. Sie müssen die Käfer in der Nachbarwohnung retten, bevor Lucretia sie in die Finger bekommt und tötet. Nicht nur die Käfer brauchen Hilfe, auch Darkus Vater, der im Haus der Cutters gefangen gehalten wird. Als Lucretia Darkus entdeckt, kommt er nur knapp mit dem Leben davon. Dabei sieht er ihre Beine, die wie Käfer-Beine aussehen. Was ist sie? Später erklärt ihm Max, sie sei früher Genetikerin gewesen und habe mit Darkus Dad zusammen an einem Projekt mit genetisch veränderten Käfern gearbeitet, die die Umwelt retten sollten. Dann hat sie sich verändert und zwar nicht zu ihrem Vorteil. Onkel Max und die Kinder treffen sich in deren neuem Basislager im Möbelwald der Nachbarn und schmieden einen Plan, wie sie die Käfer in Sicherheit bringen und Darkus Vater retten können. Dafür müssen sie erst einmal die verrückten Nachbarn mit Schlaftabletten und Champagner aus dem Weg räumen und mit Hilfe der Käfer-Armee das Haus für Lucretias Schergen präparieren. Auch Novak muss bei der Befreiung von Darkus Vater mithelfen. So weit zur Planung, aber werden unsere Helden und ihre Käferkumpel die Mission auch erfolgreich durchführen können?
Eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte voller Spannung, nicht nur für Käfer-Fans!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 14. Dezember 2016

"Wie ich Fräulein Luise entführte ..."

Ein Roadtrip mit der coolsten Oma: "Wie ich Fräulein Luise entführte ..."!

Sabine Bohlmann
Wie ich Fräulein Luise entführte ...
978-3-522-50526-0
Planet! Verlag
Alter: 10+

Die Freizeit der zehnjährigen Greta ist von ihren Eltern total verplant. Durch einen Trick schafft sie sich wenigstens für Donnerstags einen freien Nachmittag. An einem dieser Donnerstage lernt sie ihre Nachbarin Fräulein Luise kennen. Auf das „Fräulein“ legt diese viel wert. Sie ist zwar schon 79, aber „noch“ unverheiratet. Die beiden backen Kuchen, stöbern in alten Fotos und werden schnell die besten Freundinnen. Doch dann stürzt Fräulein Luise und ihr Cousin Ludwig, der eine Vollmacht hat, lässt sie in ein Pflegeheim einweisen, weil er meint, sie käme allein nicht mehr zurecht. Greta weiß es besser, und das Heim findet sie ganz furchtbar. Da geht es zu wie im Kindergarten, zu essen gibt es ekligen Grießbrei, es riecht seltsam, und die Zimmer sind auch nicht schön. Die meisten der Bewohner sind dement. Da gehört Fräulein Luise auf keinen Fall hin. Ludwig lässt Luises Wohnung auflösen, weil so ein Heim nun mal eine Menge kostet und sie die ganzen Sachen da nicht mehr braucht. Greta kann immerhin ein Kästchen voller Erinnerungen und einige Schlüssel retten. So erfährt sie, dass Luise ein Auto besitzt, ein altes, rotes Cabrio und ein Häuschen an der Cote d'Azur. Sie war nämlich mal in einen Franzosen namens Artur verliebt, doch sie hat ewig nichts von ihm gehört und nimmt an, dass er im Krieg gefallen ist. Greta schmiedet einen Plan. In den Ferien will sie ihre Freundin Ava an ihrer Stelle ins Ferienlager schicken und Fräulein Luise aus dem Heim entführen. Der Plan geht auf. Es ist leichter als Greta dachte, Fräulein Luise zu entführen. Leider hat die vergessen, einen Koffer zu packen und sich vernünftig anzuziehen. Da sie schlecht im Bademantel bleiben kann, borgen sich die beiden Kleider von der nächstbesten Wäscheleine. Obwohl Luise behauptet, Autofahren könne man nicht verlernen, dauert es eine ganze Weile, bis sie und das Auto sich wieder aneinander gewöhnt haben. Im Schneckentempo kriechen sie die Autobahn entlang in Richtung Frankreich. Unterwegs lesen sie den Straßenmusiker Sam auf, der zu einem Rockfestival will. Er übernimmt das Steuer, und sie kommen wesentlich schneller voran. Greta und Luise ahnen nicht, dass er erst 16 ist und noch gar keinen Führerschein hat. Greta und Sam fällt bald auf, dass Luise blind wie ein Maulwurf ist. Sie braucht dringend eine neue Brille. Da es zu lange dauert, eine machen zu lassen, erzählt Greta eine rührselige Story, und bringt so die Optikerin dazu, ihnen ihre eigene Brille zu verkaufen, die Luise erstaunlich gut passt. Luise ist begeistert und liest auf der Fahrt laut mit, was auf sämtlichen Straßenschildern steht. Nachts kampieren sie im Maisfeld, schlafen in der Scheune eines Bauernhofes oder übernachten in der Jugendherberge. Auf einem Rastplatz finden sie einen Hund, der ausgesetzt wurde. Sie nennen ihn Moses und nehmen ihn mit. Leider macht das Auto irgendwann schlapp, und die Reparatur ist teuer. Sam singt auf der Straße und auch Luise gibt ein paar Lieder zum besten. Dann kommt sie auf die Idee, ihre Ohrringe zu verkaufen, echte Diamanten! Nun schwimmen sie im Geld und können sich ein schickes Hotel leisten. Als sie Sam beim Festival absetzen, will Luise unbedingt auch bleiben, da sie noch nie auf einem Rockfestival war. Sie hat einen Riesenspaß, und alle lieben die Rock-Oma. Dann geht die Fahrt weiter, und plötzlich sind sie in Frankreich, doch in dem Dorf Menton sieht es ganz anders aus als früher. Dann sieht Luise einen kleinen Jungen, und der sieht genau so aus wie ihr Artur … .
Ein herrlicher Roadtrip mit einer coolen Oma und einem zum Heulen schönen Happy End!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Polly Schlottermotz"

Ein Zahn sorgt für Wirbel: "Polly Schlottermotz"!

Lucy Astner
Polly Schlottermotz
978-3-522-50520-8
Planet/Thienemann Verlag
Alter: 8+

Polly ist ein ganz normales Mädchen, das ihre Zeit am liebsten mit ihrer besten Freundin Leni im Stall bei den beiden Ponys „Gulasch“ und „Suppe“ verbringt. Doch dann wächst Polly ein gigantischer Eckzahn, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Ihre Eltern erzählen ihr, dass sie ein Vampir ist, wie Großtante Winnie. Plötzlich ist Polly super stark, zumindest wenn sie wütend ist, doch das Vampirdasein hat auch seinen Schattenseiten. Zum Glück muss Polly nicht auf einem Friedhof im Sarg schlafen und Blut trinken, das ist nämlich alles Quatsch, aber wenn sie nicht regelmäßig Blutorangensaft trinkt (und sie hasst Orangensaft, ganz besonders Blutorangensaft!) dann wird ihr schwindelig, auch in der Zunge, so dass sie nur noch Unsinn redet. Außerdem darf sie nie wieder Fleisch essen, Vampire sind wegen eines alten Fluchs Vegetarier. Doch das Schlimmste ist, dass sie ihre Familie verlassen und zu Tante Winnie ziehen muss, um sich auf die Prüfung durch den Siebenschläferrat, der aus den 7 ältesten Vampiren besteht, vorzubereiten. Ihre Klasse macht einen Klassenausflug zu Pollys Bauernhof, und der fiese Marvin bedroht die Ponys mit der Mistgabel. Polly schleudert ihn auf den Baum. Die Feuerwehr muss ihn runter holen. Abends kommt Brief vom Siebenschläferrat, und Papa bringt Polly gleich am nächsten Tag nach Hamburg, wo Tante Winnie auf einem verrückten Hausboot wohnt. Die Tante hat gleich 4 spitze Zähne und kann zaubern. In Pollys neuem, verzauberten Zimmer setzen sich zerbrochene Gegenstände wie von selbst wieder zusammen, doch was hat es mit dem seltsamen Bilderrahmen auf sich? Erst ist er leer, dann taucht ein Mädchen darin auf. Ist sie ein Gespenst? Polly freundet sich mit der kurzsichtigen Fledermaus Adlerauge an und befreit den Jungen Paul aus der Mülltonne, in die ihn die fiese Greta gesperrt hat. Sich mit ihm anfreunden mag Polly jedoch nicht. Sie trifft Paul und Greta in der Schule wieder, denn leider muss sie zusätzlich zu Tante Winnies Vampirlektionen auch noch ganz normal zur Schule gehen. Da sie noch länger hier bleiben muss, sollte sie weitere Fähigkeiten entwickeln, verschweigt sie lieber, dass sie mit Fledermäusen sprechen kann. Adlerauge kommt heimlich mit zur Schule und landet prompt im Eimer mit dem Tafelwaschwasser. Doch nicht nur mit Lehrerin Frau Hammelheim, die keine Fledermäuse mag und noch dazu doofe Lügengeschichten über Vampire vorliest, die Ponyblut trinken, bekommt Polly Ärger, auch mit der gemeinen Greta, die den armen Paul permanent ärgert und sogar mit ihrem bissigen Hund Hacki bedroht. Paul nimmt das hin, denn Greta kennt sein großes Geheimnis. Er hat zwei Mamas. Um nicht noch mehr zum Außenseiter zu werden, hält er das in der Schule geheim. Polly schafft es, sich nicht von Greta provozieren zu lassen und schließt nun doch Freundschaft mit Paul, indem sie ihm ihr eigenes großes Geheimnis verrät. Paul findet es cool, dass sie ein Vampir ist und will alles über Vampire wissen. Dadurch lernt Polly gleichzeitig für die Prüfung, denn die rückt immer näher. Schließlich ist es soweit. Zur Feier des Tages kommt Pollys ganze Familie nach Hamburg. Sogar Leni und die Ponys haben sie dabei. Ihre Eltern begleiten Polly und Winnie zum Wolkenzahn (unter den „Zahnlosen“/Menschen auch als Fernsehturm bekannt), wo der Rat der Vampire tagt. Polly schlägt sich bei der Prüfung wacker, bis Adlerauge hereingeschneit kommt und Polly mitteilt, dass ihr Freund Paul in großer Gefahr ist. Polly zögert keinen Augenblick. Sie bricht die Prüfung ab und eilt zur Rettung!
Eine super witzige, „vegetarische“ Vampirgeschichte, die mich herrlich amüsiert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Little Miss Florida"

Freundschaft geht über alles: "Little Miss Florida"!

Kate DiCamillo, übersetzt von Sabine Ludwig
Little Miss Florida
978-3-423-76157-4
dtv junior Verlag
Alter: 8+

Sommer 1975: Raymies Vater ist mit einer Zahnhygienikerin durchgebrannt. Nun will Raymie unbedingt „Little Miss Florida“ werden, denn wenn sie berühmt ist und in der Zeitung steht, kommt ihr Vater bestimmt zurück. Für den Wettbewerb muss sie Twirling (Stöckchen schwingen) lernen. So lernt sie Louisiana und Beverly kennen. Louisiana will den Wettbewerb wegen des Preisgeldes gewinnen, damit sie ihren Kater aus dem Tierheim zurückholen kann, der dort gelandet ist, weil nicht genug Geld für Futter da war. Beverlys Ziel hingegen ist es, den Wettbewerb zu sabotieren. Ihre Mutter schleppte sie von klein auf zu Miss-Wahlen, und sie hat die Rosa-Glitzer-Scheinwelt satt. Twirling kann sie perfekt und Louisianas hat wahrscheinlich das Show-Talent von ihren Eltern, den „Flying Elefantes“, geerbt, so dass Raymies Chancen zu gewinnen sinken. Als Raymie den Anmeldebogen ausfüllt, sieht sie, dass bei dem Wettbewerb auch gute Taten gefragt sind, also macht sie sich mit einem Buch über Florence Nightingale auf ins Seniorenheim, um den alten Leuten vorzulesen. Die fast blinde Isabelle, der sie zugeteilt wird, hat daran aber kein Interesse, sondern bittet Raymie stattdessen, für sie einen Beschwerdebrief an das Heim zu schreiben. Leider wird Raymie durch den markerschütternden Schrei einer anderen Heimbewohnerin so erschreckt, dass sie panisch ihr Buch fallen lässt und flieht. Um es wieder zu bekommen, denn es ist ein Bücherei-Buch, braucht sie jemanden, der so furchtlos ist wie Beverly. In der nächsten Twirlingstunde spricht sie sie darauf an. Beverly will ihr helfen und auch Louisiana lässt es sich nicht nehmen mitzukommen. Beverly kann die schreiende, alte Dame beruhigen, Louisiana befreit einen Vogel, und Raymie kriegt das Buch wieder. So werden die drei die besten Freundinnen. Der Twirlingunterricht ist mittlerweile nebensächlich geworden, die Lehrerin ist sowieso doof, und richtiger Unterricht kam bisher auch noch gar nicht zustande. Louisiana bittet ihre Freundinnen, ihr bei der Rettung ihres Katers Archie zu helfen. Raymie und Beverly besuchen sie zuhause. Sie wohnt mit ihrer Großmutter in einem heruntergekommenen Haus ohne Möbel und Strom, und die beiden ernähren sich hauptsächlich von gestohlenen Thunfisch-Konserven. Louisiana befürchtet, ins Heim zu müssen, wenn sich daran nicht bald etwas ändert. Im Tierheim erwartet die drei eine schlechte Nachricht. Die Frau am Empfang lässt durchblicken, dass sie zu viele Katzen hätten und Neuzugänge gleich „hin gemacht“ würden. Doch Louisiana gibt nicht auf. Raymie sieht Louisiana und ihre Großmutter bald darauf bei der Trauerfeier ihrer Nachbarin Mrs Borkowski wieder. Raymie mochte die alte Dame sehr, Louisiana und ihre Großmutter sind jedoch nur gekommen, um vom Buffet alles mitzunehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Als bei der nächsten Twirlingstunde die Lehrerin nicht erscheint, bricht Beverly in deren Wohnung ein und klaut ihren Stab, während sie auf dem Sofa schnarcht. Beverly kann jedes Schloss knacken. Das hat sie von ihrem Vater, der Polizist in New York ist, gelernt. Ihr Talent soll sie nun auch anwenden, um ins Tierheim einzubrechen, da Louisiana keine Ruhe gibt. Bei Nacht und Nebel schleichen sich die Mädchen davon. Archie ist nicht da, überhaupt keine Katze, nur leere Käfige und ein verwahrloster Hund, der schrecklich heult. Sie taufen ihn Bunny und nehmen ihn mit. Beverly und Raymie setzen ihn und Louisiana in einen Einkaufswagen, doch der rollt davon, direkt in den See, und Louisiana kann nicht schwimmen … .
Eine außergewöhnliche Freundschaftsgeschichte für freche und mutige Mädchen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 7. Dezember 2016

"Paris, du & ich"

Liebeskummer in der Stadt der Liebe: "Paris, du & ich"!

Adriana Popescu
Paris, du & ich
978-3-570-17232-2
cbj Verlag
Alter: 14+

Die sechzehnjährige Emma ist bis über beide Ohren verliebt in den französischen Austauschschüler Alain. Als der nach Paris zurück muss, leidet die zierliche Rothaarige Höllenqualen. Sie beschließt, Alain überraschend in den Herbstferien zu besuchen. Sie träumt von einer romantischen Zeit mit ihm in der Stadt der Liebe – und wird bitter enttäuscht. Alain ist nämlich schon seit zwei Jahren mit der bildhübschen Chloé zusammen. Emma war für ihn nur ein Flirt. Nun weiß Emma nicht wohin. Sie verkriecht sich in einem Hostel, hört Adeles traurigste Songs in Endlosschleife und futtert ein Snickers nach dem anderen. Das geht so lange, bis die besorgte Herbergsmutter Romy sie aus ihrer Lethargie reißt und sie dazu bringt, sich die Haare zu waschen und sich ins Getümmel von Paris zu stürzen. In einem kleinen, charmanten Café der Prä-Starbucks-Ära trifft sie Vincent, einen schrägen Typen mit bunten Socken, der in grauenhaftem Französisch versucht, sich ein Baguette ohne Käse zu bestellen. Sie wird seine Retterin in der Not, die beiden kommen ins Gespräch und erkennen, wie viel sie verbindet. Vincent wurde von seiner langjährigen Freundin Saskia sitzen gelassen, die lieber mit mit einer Freundin nach Spanien fährt, statt mit Vincent in die Stadt der Künstler und „Langeweiler“. Dabei hatte Vincent schon alles gebucht. Sein Vater hält ihn für einen Loser, unter anderem, weil er als Kind gestottert hat. Vincent bringt Emma dazu, die unzähligen Fotos von Alain auf ihrem Handy zu löschen und sich statt der romantischen Tagträume, die sie auf dem Weg hierher im Zug hatte, neue Erinnerungen zu schaffen. Die beiden schließen einen Pakt. Sie werden Herzschmerzfreunde und erkunden gemeinsam Paris. Es gibt nur eine Regel: Verlieben verboten! Statt mit den anderen Touristen durch den Louvre zu hetzen, beobachten sie lieber die echten Künstler in freier Wildbahn. Sie setzen sich extra auf eine Bank, um mit auf das Bild eines Malers zu kommen, konserviert für die Ewigkeit. Vielleicht landet das Bild ja eines Tages im Louvre. Beide interessieren sich für Kunst. Zudem ist Emma eine Leseratte, die sämtliche Werke von Hemingway, Fitzgerald und Co verschlungen hat. Als Emma kalt wird, gibt Vincent ihr seine Jacke. Die beiden drehen Runden auf einem uralten Karussell und essen gemeinsam in einem guten und dennoch bezahlbaren Restaurant zu Abend. Am nächsten Tag treffen sie sich wieder und erkunden Paris im Regen unter Emmas pinkfarbenem Regenschirm. Um ihre durchnässten Sachen los zu werden, suchen sie das Appartement auf, das Vincent gemietet hat und Emma lernt den alten, weisen Concierge Jean-Luc kennen, der sechsundsechzig Jahre lang verheiratet war und eine Menge über die Liebe weiß. Er meint Emmas Herz sei nicht gebrochen, sondern nur angeknackst und würde heilen. Er meint auch, dass man der großen Liebe immer dann begegnet, wenn man es am wenigsten erwartet. Emma schaut sich mit Vincent den Sonnenuntergang an und es fällt ihr immer schwerer, sich an die „Nur Freunde“-Vereinbarung zu halten. Vincent kauft für sie beide die scheußlichsten Freundschaftsarmbänder der Welt und gibt zu, dass er in den letzten Tagen mehr Spaß hatte als im ganzen letzten Jahr. Dann kommt die Party von Stéphanie, die Emma vom Schüleraustausch kennt und zufällig in der Buchhandlung getroffen hat. Auf der Party ist auch Alain, der sich unmöglich benimmt, bis Vincent ihm eins auf die Nase gibt. Damit wird Vincent Emmas Held. Und was passiert mit Helden? Richtig, man verliebt sich in sie … .
Eine wundervolle (Nicht?-)Liebesgeschichte aus der romantischsten Stadt der Welt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Sieben Nächte in Tokio"

Countdown für die Liebe: "Sieben Nächte in Tokio"!

Cecilia Vinesse, übersetzt von Stephanie Singh
Sieben Nächte in Tokio
978-3-423-76149-9
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Die siebzehnjährige Sophia führt ein sehr internationales Leben: Vater Franzose, Mutter Polin, geboren in Tokio, aufgewachsen in New Jersey … . Seit einigen Jahren lebt sie mit ihrer Mutter in Tokio, doch schon bald soll es zurück in die USA gehen. Sophia will nicht weg, hat noch nicht mal gepackt. Sie will ihre besten Freunde, Mika und David, nicht verlassen. Der Countdown läuft: Noch 6 Tage! Ausgerechnet jetzt kommt Jamie zurück. Vor Jahren war Sophia in den schnuckeligen Nerd verknallt, und er hat ihr das Herz gebrochen. Damals nahm er an, sie sei in David verliebt (Zugegeben, ein bisschen stimmte das auch. Sophia mochte beide.) und machte sich darüber lustig. Nun ist er aus seinem Internat geflogen und wieder da. Mika und David freuen sich darüber. Sie wissen nichts von dem Streit damals. Sie gehen alle zum Karaoke. David knutscht mit seiner Freundin Caroline, und Mika kichert und albert mit Jamie herum. Sophia fühlt sich als das fünfte Rad am Wagen. Sie will sich nicht eingestehen, wie sehr sie den attraktiven und plötzlich ganz netten Jamie mag, dabei ist sie doch eigentlich immer noch in David verknallt, oder? Sie frisst sich mit Jamie quer durch das japanische Fastfood-Angebot. Dabei reden sie über alles, was er vermisst hat und was sie vermissen wird. Abends mit den anderen ist sie dann wieder Luft für ihn, und er klebt an Mika. Sophia ist verwirrt. Caroline heult, weil Schluss ist mit David. Anscheinend hat David mit Mika geschlafen. David und Mika!?! Klar, David wechselt seine Freundinnen am laufenden Band, aber Sophia hatte immer Hoffnung, er würde eines Tages zu ihr finden. Sophia fühlt sich von ihren Freunden verraten und sucht Trost bei Jamie. Später trifft sie Jamie und David in einem Imbiss und sagt ihnen beiden gehörig die Meinung. Sophias ältere Schwester Alison, die in den USA studiert, ist gerade zu Besuch und hat selbst Liebeskummer. Ihre Freundin hat sie für ihre Ex verlassen. Autsch! Sie merkt sofort, dass Sophia etwas bedrückt. Sophia mistet nämlich radikal ihr Zimmer aus, wo sie doch sonst nichts wegwerfen kann. Gepackt hat sie allerdings immer noch nicht. Alison schleppt sie auf den Tokio Tower, um sie aufzuheitern, doch dann streiten die Schwestern sich. Es geht immer um das Gleiche. Alison hasst ihren Vater dafür, dass er sie verlassen hat, eine neue Familie in Paris hat und sich selten meldet. Sophia hat ihn dagegen immer noch lieb, trotz aller Fehler und trägt noch immer die alberne Kinderuhr, die er ihr einst geschenkt hat. Darauf hat sie einen Countdown eingestellt, der zeigt, wie viel Zeit ihr noch in Tokio bleibt. Sophia merkt, dass sie gerade dabei ist, sich in Jamie zu verlieben. Das passt jetzt gar nicht. Als sie sich küssen, scheint die Zeit stehen zu bleiben. Er hilft ihr beim Packen, die Umzugsleute kommen, die letzte Nacht wird sie mit Mutter und Schwester in einem Hotel wohnen. Überraschend eröffnet ihre Mutter ihr die Möglichkeit, demnächst bei ihrem Vater in Paris zu leben. Das ist, was sie immer wollte, aber will sie es noch? Ihr Vater klingt am Telefon wenig begeistert. Er ist mit der neuen Frau und den kleinen Zwillingen mehr als ausgelastet. Sophia hat wenig Lust, zu Mikas Geburtstagsparty, die zugleich ihre eigene Abschiedsparty ist, zu gehen. Ausgerechnet Caroline schleift sie doch noch hin. Jamie wundert sich, warum Sophia ihm plötzlich die kalte Schulter zeigt und fragt sich, was er falsch gemacht hat. Sophia trinkt zum ersten Mal Alkohol. Dass David sie dann küsst und Jamie es sieht, macht die Lage auch nicht besser. Was nun?
Herzschmerz in Tokio! Eine romantisch-tragische Story vor einer wunderbaren Kulisse!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"To all the boys i've loved before"

Liebesbrief mit Folgen: "To all the boys i've loved before"!

Jenny Han, übersetzt von Birgitt Kollmann
To all the boys i've loved before
978-3-446-25081-9
Hanser Verlag
Alter: 13+

Die brave, unscheinbare Lara Jean hatte noch nie einen Freund, aber sie war schon oft verliebt, zum Beispiel in Josh, den Freund ihrer älteren Schwester Margot. Bevor Margot zum Studieren nach Schottland geht, trennt sie sich von Josh. Bedeutet das, dass Josh nie wieder zu Besuch kommen wird? Er wohnt praktisch nebenan und die ganze Familie liebt ihn: Margot, Lara Jean und Kitty, die jüngste der Schwestern, sogar ihr Vater, der es genießt, einen männlichen Verbündeten zu haben. Als alleinerziehender Frauenarzt mit drei Töchtern hat man das manchmal bitter nötig. Die Mutter der Mädchen ist vor einigen Jahren gestorben. Lara Jean schreibt immer Liebesbriefe an die Jungs, in die sie verliebt ist oder war, doch sie schickt sie nie ab, sondern sammelt sie in einer alten Hutschachtel ihrer Mutter. Josh ist zum Glück nach Margots Abreise doch nicht ganz aus ihrem Leben verschwunden. Er hilft ihr nach einem Autounfall und geht mit ihr und Kitty ins Kino. Josh gesteht Lara Jean, dass er in sie verliebt war, als er zwölf war, und sie gesteht ihm, dass ihre erste Liebe dem Schönling Peter K. galt. Der ist übrigens gerade wieder zu haben, doch Lara Jean ist jetzt und hier bis über beide Ohren nur in Josh verliebt. Der erste Schultag nach den Ferien: Lara Jean erfährt von Peter, dass er gerade den Brief mit der Post bekommen hat, den sie ihm vor Jahren geschrieben hat. Wie kann das sein? Sie würde sich am liebsten in einem Erdloch vergraben. Was ist mit den anderen Briefen? Die Hutschachtel ist weg! Lucas, von dem Lara Jean mittlerweile weiß, dass er schwul ist, fühlt sich von dem Brief an ihn geschmeichelt, und der Brief an Kenny aus dem Ferienlager kommt zurück, doch Josh hat seinen definitiv bekommen. Da Lara Jean ihm nicht für den Rest ihres Lebens aus dem Weg gehen kann, behauptet sie, längst keine Gefühle mehr für ihn zu haben, dafür aber einen festen Freund. Demonstrativ fällt sie auf dem Flur über Peter her und küsst ihn. Peter versteht zunächst die Welt nicht mehr, sagt dann aber zu, ihren Freund zu spielen, und sie schließen einen Vertrag. Das ist die Gelegenheit für Peter, seine Ex-Freundin eifersüchtig zu machen, auch wenn Lara Jean befürchten muss, dass ihr eben diese Ex-Freundin, die gruselige Genevieve, den Kopf abreißt. Lara Jeans kleine Schwester Kitty, ihre beste Freundin Chris und der Rest der Schule können kaum glauben, dass sie jetzt einen Freund hat, noch dazu Frauenschwarm Peter. Josh scheint die Geschichte zu schlucken und bietet ihr an, einfach nur Freunde zu sein. Eigentlich ist Peter die meiste Zeit ganz nett. Zusammen fahren sie zu einem altem Haus wegen Antiquitäten für den Laden seiner Mutter, er hilft Lara Jean beim Cupcake-Backen für Kittys Schule, sie gehen zusammen auf Partys und zu Footballspielen … . Alles nur Show für Genevieve, Josh und den Rest der Welt? Oder haben sich da mittlerweile echte Gefühle eingeschlichen? Warum wird sie eifersüchtig als er sie versetzt als sie zusammen lernen wollen? Ist er bei Genevieve? Josh kommt vorbei und küsst sie überraschend, und sie weiß nicht, ob es noch das ist, was sie will. Als dann Margot in den Weihnachtsferien nachhause kommt, ist das Gefühlschaos perfekt, denn so ganz abgeschrieben hat sie Josh wohl doch noch nicht. Lara Jean, Peter, Chris, Genevieve und Co. fahren zur Skifreizeit, und Peter benimmt sich echt seltsam. Dann jedoch läuft alles gut, sogar mehr als nur gut. Gerade als Lara Jean sich beinahe über ihre Gefühle klar wird, macht ein Gerücht über sie und Peter die Runde, das droht, alles wieder zunichte zu machen … .
Eine tolle (Liebes-)Geschichte, doch das offene Ende geht gar nicht! Her mit Band 2!!! ;-)
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 30. November 2016

"Keep Me Safe"

Es gibt kein Entkommen, oder doch?: "Keep Me Safe"!

Sarah Alderson, übersetzt von Franziska Jaekel
Keep Me Safe
978-3-473-58493-2
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Nach den grausamen Morden an ihrer Mutter und ihrer Stiefschwester vor drei Jahren, lebt die achtzehnjährige Nichola Preston in ständiger Angst. Sie ist von Los Angeles nach New York gezogen, ihre Wohnung gleicht einer Festung, sie vertraut niemandem, und ihre Bordeauxdogge Goz weicht ihr nicht von der Seite. Dennoch schafft es jemand, trotz des Alarmsystems in ihr Haus einzudringen. Nic findet ihren Nachbarn Hugo in einer Blutlache. Die Polizei hält es für das Beste, sie in einem sicheren Zeugenschutzhaus unterzubringen. Nic fühlt sich dort nicht sicher, und ihr Gefühl trügt nicht. Einer der FBI-Agenten, die sie bewachen, wird durchs Fenster erschossen. Agentin Maggie Corbell bringt Nic zu dem befreundeten Hacker Finn, da sie ihren eigenen Leuten nicht mehr traut. Nur ein Insider konnte wissen, wo Nic war. Nic und Finn kennen sich. Finn hat damals für die Verteidigung ausgesagt, weil er der Meinung war, die angeblichen Täter seien nur Sündenböcke gewesen. Er ist noch immer dieser Meinung. Nic kann ihn nicht ausstehen, muss sich aber eingestehen, dass sie ihn äußerst attraktiv findet. Finn findet heraus, dass ihr Alarmsystem manipuliert wurde, und zwar von dem selben Profi, der damals das im Haus ihrer Eltern in L.A. manipuliert hat. Nics Stiefvater Aiden, der sie noch vor wenigen Tagen besucht hat, ist spurlos verschwunden, ebenso die beiden freigesprochenen Verdächtigen von damals. Während Finn seine Nachforschungen anstellt, versucht er verzweifelt, sich nicht in Nic zu verlieben. Sie ist eine Zeugin und damit tabu. Dafür freundet er sich mit Goz an, füttert ihn mit Erdnussbutter und Hähnchen-Curry, und wundert sich, dass er ihm die ganze Bude vollscheißt. Um in Nics Wohnung nach Beweisen zu suchen, lenkt er den Polizisten an der Tür ab, doch die Aktion geht total in die Hose. Wieder bei ihm, müssen Nic und er feststellen, dass jemand in sein Appartement eingebrochen ist. Alles ist durchwühlt, die Ausrüstung zerstört, Goz schwer verletzt. Da die Täter noch da sind, müssen sie überstürzt fliehen. Finn klaut ein Auto und sie fahren nach Vermont zu Finns Oma. Auf der Fahrt beginnt er sich zu öffnen und erzählt Nic seine eigene, traurige Familiengeschichte. Auch er musste viele Verluste hinnehmen. Nic versteht ihn und bemerkt, dass sie beginnt, ihm zu vertrauen. Finn bittet die Oma gleich nach der Ankunft, sich mit den kleinen Nichten in Sicherheit zu bringen und die drei verlassen die Farm. Keinen Moment zu früh. Finn und Nic gelingt es gerade noch, vor ihren bewaffneten Verfolgern in den Wald zu fliehen, wo sie sich in einer alten Hütte verstecken und gegenseitig wärmen. Als sie sich wieder in den Schneesturm heraus wagen, wird Nic angeschossen, und Finn bricht mit ihr in ein Ferienhaus ein, um sie zu verarzten. Gegen alle Vernunft küsst er sie. Als er endlich wieder ins Internet kann, gelingt es ihm herauszufinden, worum es bei der ganzen Sache eigentlich geht. Nics Stiefvater hat sich mächtige Feinde gemacht, weil er an einer Technik zur Herstellung künstlicher Diamanten arbeitet, nicht nur als Schmucksteine, sondern auch wegen ihrer Wärmeleitfähigkeit als Bestandteile neuartiger Mikrochips. Diejenigen, die mit Blutdiamanten das große Geld machen, wollen eine solche Entwicklung natürlich verhindern. Das FBI hängt auch in der Sache mit drin. Es gibt mehr als nur einen Maulwurf. Finn spürt Aidens Versteck auf und fährt mit Nic dorthin, um Klartext mit ihm zu reden. Aiden gesteht, dass er die Pläne bei Nic versteckt und damit ihr Leben in Gefahr gebracht hat. Und die Gefahr ist noch lange nicht vorbei … .
Hochspannung und prickelnde Gefühle, dieser Thriller lässt einen nicht mehr los!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Mord ist nichts für junge Damen"

Gelungener Mix aus Hanni & Nanni und Sherlock Holmes: "Mord ist nichts für junge Damen"!

Robin Stevens, übersetzt von Nadine Mannchen
Mord ist nichts für junge Damen
978-3-86873-904-6
Knesebeck Verlag
Alter: 12+

1934: Die clevere und beliebte Daisy Wells und Hazel Wong, Außenseiterin aus Hongkong, beide dreizehn Jahre alt, besuchen die neunte Klasse eines englischen Internats für Junge Damen. Dabei wollen sie gar keine Junge Damen werden, sondern Detektive wie Sherlock Holmes und Watson. Daher gründen die beiden eine Detektei, die außer einem unbedeutenden Krawatten-Diebstahl bislang jedoch noch kein Verbrechen aufgeklärt hat. Das ändert sich, als Hazel auf der Suche nach ihrem vergessenen Pullover in der Turnhalle über die verkrümmte Leiche der Lehrerin Miss Bell stolpert. Da die Leiche jedoch wenig später spurlos verschwunden ist, glaubt ihr natürlich keiner. Daisy und sie beginnen zu recherchieren. Sie wissen zwar, wer ermordet wurde, auch die ungefähre Tatzeit und den Tatort, aber es gibt weder Spuren noch Zeugen. Die Liste der Verdächtigen ist dafür umso länger. Wer hat kein Alibi? Wer hat ein Motiv? Ist es Miss Hopkins, die sich so merkwürdig benimmt oder die eifersüchtige Miss Parker, die nervöse Miss Tennyson oder gar der „Traummann“, einzige männliche Lehrkraft und der Schwarm aller Lehrerinnen und Schülerinnen? Als Miss Bell nicht zur Morgenandacht erscheint, behauptet die Direktorin, sie hätte gekündigt, doch bald kursieren die wildesten Gerüchte. Miss Bell sei mit einem Mann durchgebrannt oder auf der Flucht vor der Mafia. Daisy schmiedet einen Plan, der den Mörder aus der Reserve locken soll, doch Hazel befürchtet, dadurch selbst ins Fadenkreuz zu geraten. Hat der Mörder sie gesehen, als sie Miss Bell entdeckte? Wo ist die Leiche? Was hat ein Einbruch am folgenden Tag, bei dem nichts gestohlen, sondern nur ein Fenster zerbrochen wurde, mit der Sache zu tun? Um ungestört zu ermitteln, schlucken die beiden Detektivinnen Brechwurz, kotzen wie die Reiher und werden auf die Krankenstation gebracht. Von dort brechen sie zu einer nächtlichen Mission auf, nehmen den Tatort noch einmal unter die Lupe, stellen das Verbrechen nach und entdecken in der Besenkammer eine blutige Turnhose und einen goldenen Ohrring. Unauffällig vermessen sie in den nächsten Tagen die Füße der Verdächtigen, um sie mit den gefundenen Schuhabdrücken zu vergleichen. Dabei geraten die Freundinnen in Streit, denn sie verfolgen unterschiedliche Theorien. Daisy hat sich auf Miss Tennyson eingeschossen und sucht nun nach schlagkräftigen Beweisen. Hazel ist skeptisch, doch Daisy hat das Kommando und würde nie zugeben, dass sie im Unrecht ist. Immerhin ist Daisy die Vorsitzende und Hazel nur die Schriftführerin, der „Watson“ der Detektei. Hazel ist es leid, immer nur die zweite Geige zu spielen. Erstaunlicherweise sieht Daisy ihren Fehler ein und entschuldigt sich. Dann geschieht ein weiterer Mord. Oder war es doch nur ein Unfall? Auf jeden Fall müssen die Mädchen ihre Theorien noch einmal überdenken und folgen einer neuen Spur. Dann taucht auch noch die Polizei auf, weil der Unfall wohl doch keiner war. Auf keinen Fall dürfen die den Mörder zuerst schnappen. Daisy fragt geschickt einen jungen, unbedarften Polizisten aus. Der Ohrring führt die Detektivinnen schließlich zu jemandem, den sie von vornherein als Verdächtigen ausgeschlossen hatten. Doch welches Motiv könnte dieser Jemand haben? Geld? Macht? Liebe? Angst? Rache? Daisy und Hazel stehen vor einem Rätsel. Eine neue Spur führt sie zu einem alten Geheimnis, das nicht nur den Mord an Miss Bell in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt … .
Ein Internatsabenteuer mit einem spannender Mordfall und zwei sympathische Heldinnen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783868739046