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Mittwoch, 21. Oktober 2015

"Solange wir lügen"

Hinter dem schönen Schein: "Solange wir lügen"!

E. Lockhart, übersetzt von Alexandra Rak
Solange wir lügen
978-3-473-40130-7
Ravensburger Verlag
Alter: 12+

Familie Sinclair ist perfekt. Alle sind groß, hellhäutig und blond, selbst die Hunde (Golden Retriever). Ihre Vorfahren kamen mit der Mayflower ins Land. Sie zählen zum alten Geldadel, haben eine eigene Insel und sehen sich als etwas „Besseres“ an. Cadence, die älteste der Enkelinnen von Familienoberhaupt Sinclair denkt jedoch nicht so. Statt Symbole des Wohlstands anzuhäufen, verschenkt sie lieber ihren Besitz an die Bedürftigen. Das blonde Haar hat sie schwarz gefärbt. Ihr ganzes Leben verbrachte sie die Ferien auf der Insel. Im Sommer, als sie acht Jahre alt war, kam zu ihrem gleichaltrigen Cousin Johnny und Cousine Mirren noch Gat als neuer Spielgefährte dazu, der Neffe des neuen Freundes ihrer Tante. Gat ist anders, hat dunkle Haut und gefällt Cady, weil er kein egoistischer Idiot ist. Mit vierzehn verliebt sie sich unsterblich in ihn. Als er im Jahr darauf eine Freundin hat, zerbricht ihr Herz fast, doch die Freundin ist weit weg, und die beiden kommen sich näher und tauschen Küsse auf dem Dachboden. Gat versteht Cady und ihrem Schmerz, als ihr Vater sie verlässt und ihre Großmutter stirbt. Er schweigt nicht alles tot, wie die anderen, sondern redet auch über Probleme. Großvater ist nicht begeistert. Er toleriert den indischstämmigen jungen Mann, den er nie beim Namen nennt, zwar, doch er würde ihn nie als Teil der Familie akzeptieren. Im Sommer, als sie fünfzehn ist, wird Cady halbtot aus der Bucht gefischt, mit einem Schädel-Hirn-Trauma. Noch zwei Jahre später machen ihr die Folgen zu schaffen. Sie leidet unter heftigen Migräne-Attacken, und nicht nur das. Sie kann sich nur noch an Bruchstücke aus diesem Sommer erinnern, vor allem weiß sie nicht mehr, wie es zu diesem „Unfall“ kam. Ihr Zustand macht es ihr unmöglich, den Führerschein zu machen, und sie muss das Schuljahr wiederholen. Im Sommer nach dem Vorfall tourt sie mit ihrem Vater durch Europa. Es ist ihr erster Sommer ohne die Insel. Doch im nächsten Sommer kehrt sie auf die Insel zurück. Die Insel hat sich verändert. Großvater, der seit Großmutters Tod etwas eigenartig ist, hat ein neues Haus bauen lassen, und der Kletterbaum mit der Reifenschaukel ist fort. Mutter verlangt, dass sie sich vor dem Großvater normal und anständig benimmt, immerhin ist sie eine Sinclair und muss immer den schönen Schein wahren. Trotzdem schafft sie es manchmal nicht zum gemeinsamen Abendessen, die Kopfschmerzen und die Medikamente machen sie fertig. Es kursieren Gerüchte in der Familie, sie sei drogensüchtig. Johnny und Mirren haben nie auf ihre Briefe geantwortet. Bei Gat weiß sie auch nicht, woran sie ist. Wird es einen Neuanfang mit ihm geben? Sie versucht herauszufinden, was eigentlich damals geschehen ist. Nach und nach kommen Erinnerungsfetzen zurück. Die perfekte Fassade der Familie bekommt Risse, doch noch sieht Cady nicht das große Ganze. Es gab wohl Streit in der Familie, um Omas Erbe, um dumme Gegenstände und Geld. Immer ging es um Geld. Die Tanten gingen sich gegenseitig an die Gurgel und schickten ihre Kinder vor, um sich beim Großvater einzuschleimen. Alle leben von seinem Geld und sind abhängig von ihm, und er wusste das genau. Er überlegte/drohte, sein Vermögen an Harvard zu stiften. Die Jugendlichen rebellierten. Sie wollten den Palast des Patriarchen zerstören. Cady erinnert sich an ein Feuer. Als das Puzzle in ihrem Kopf endlich vollständig ist, muss sie sich den Geistern der Vergangenheit stellen … .
Ein geniales Buch mit einem echt krassen Ende! Leider leidet es etwas unter der Übersetzung (habe es auch noch im Original gelesen) und unter dem altbackenen Cover.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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1 Kommentar:

  1. Es leidet "ETWAS" darunter? Es erstickt und winselt um Gnade, dieses arme Buch. :D
    :*

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