Mittwoch, 30. September 2015

"Die schwarzen Musketiere - Das Buch der Nacht"

Einer für alle und alle für einen: "Die schwarzen Musketiere - Das Buch der Nacht"!

Oliver Pötzsch
Die schwarzen Musketiere – Das Buch der Nacht
978-3-8458-0503-0
Bloomoon Verlag
Alter: 10+

Der dreizehnjährige Grafensohn Lukas von Lohenstein lebt im Jahr 1631. Er hat sich daran gewöhnt, dass um ihn herum immer und überall Krieg herrscht. Die Katholiken kämpfen gegen die Protestanten, die Kurfürsten gegen den Kaiser, und ab und an fallen ausländische Armeen ein. Er hat längst den Überblick verloren, wer hier die Guten und wer die Bösen sind. Als der Inquisitor Schönborn seine Mutter Sophia, eine Heilerin, als Hexe verhaften lässt, seine neunjährige Schwester Elsa entführt und seinen Vater von einem spanischen Söldner ermorden lässt, muss Lukas fliehen. Er kann seine Mutter nicht retten, sie wird in Heidelberg auf dem Scheiterhaufen verbrannt, doch er will nicht eher ruhen, bis er Elsa gefunden hat. So schließt er sich einer Gaukler- und Schaufechtertruppe an und gewinnt neue Freunde, Jerome, Giovanni und Paulus, denen er jedoch seine wahre Herkunft verschweigt. Gemeinsam trainieren sie bei Meister Dietmar von Scherendingen, der wie Lukas Vater ein Schwarzer Musketier war, bevor er dem Alkohol verfiel. Lukas hat Alpträume von seiner Mutter und einem unheimlichen Wolf, der ihn verfolgt. War seine Mutter wirklich eine weiße Hexe? Und was haben Schönborn und seine Söldnertruppen auf der Burg gesucht? Bei einem Auftritt in Augsburg sieht Lukas den Wolf aus seinen Träumen, doch niemand sonst kann ihn sehen. Nachdem die Jungen die Gegend nach den feindlichen Schweden ausgekundschaftet haben, ist nach ihrer Rückkehr der Wagen abgebrannt und der Meister und ein Großteil der anderen sind tot. Lukas weiht seine Freunde schließlich in die ganze Geschichte ein, sie wollen ihm bei der Suche nach Elsa helfen und beschließen, sich in die Höhle des Löwen zu wagen. Da sie wissen, dass Schönborn neuerdings Wallensteins Beichtvater ist, schließen sie sich in seinem Lager als Trossjungen den Schwarzen Musketieren an. Als Lukas einen Brief überbringen muss, belauscht er ein Gespräch: Schönborn ist noch nicht im Lager. Dabei trifft Lukas auf Senno, den Astrologen Wallensteins, der ihm verdächtige Fragen stellt. Kann Lukas ihm trauen? Es gibt ein Gemetzel mit den Schweden. Die Freunde werden verletzt, doch sie sind am Leben, und die Schlacht ist gewonnen. Schönborn trifft ein und sucht im Lager nach Ketzern. Senno, der Schönborn hasst, schmiedet gemeinsam mit Lukas einen Plan. Lukas soll im Kloster nach belastenden Beweisen suchen, um Schönborn zu erpressen. Daniel, ein Junge, der ständig um die Freunde herumschleicht, bietet seine Hilfe an. Er kenne das Kloster wie seine Westentasche. Lukas und Daniel ziehen allein los, während die anderen weiter als Trossjungen ihre Pflicht erfüllen, und suchen in der Bibliothek. Sie werden nicht fündig, werden jedoch von Schönborn ertappt. Bei der Gelegenheit erfährt Lukas endlich, was Schönborn eigentlich sucht. Es ist ein mächtiges, magisches Buch, mit dem er den Krieg verlängern will, um seine Macht über die geschwächte und verängstigte Bevölkerung zu vergrößern. Er hat auch den schwedischen König ermorden lassen und plant, Wallenstein zu beseitigen, um den Hass auf beiden Seiten weiter zu schüren. Sophia war es, die das Buch einst versteckte. Es gelingt ihnen, mit Hilfe ihrer Freunde, aus dem Kerker zu entkommen. Nun müssen sie das Buch unbedingt vor Schönborn finden. Sie machen sich auf auf eine gefährliche Mission, doch um das Versteck zu finden, müssen sie erst ein Rätsel lösen … .
Ein super-spannender historischer Roman mit einem Hauch Fantasy für alle Mantel-und-Degen-Fans! Ich habe dieses Abenteuer geradezu verschlungen! Bitte mehr davon!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Schwertkämpferin"

Marguerite hat ihren eigenen Kopf: "Schwertkämpferin"!

Jean-Claude van Rijckeghem und Patrick van Beirs, übersetzt von Mirjam Pressler
Schwertkämpferin
978-3-8369-5869-1
Gerstenberg Verlag
Alter: 14+

Der Graf von Flandern wünscht sich nichts sehnlicher als einen Sohn, doch seine Frau ist nicht im Stande, ihm einen Erben zu schenken. Alle Söhne sterben bei der Geburt oder kurz darauf. Dann wird im eiskalten Winter des Jahres 1347 die kleine Marguerite geboren, eine Enttäuschung für ihren Vater. Die verzweifelte Gräfin verfällt dem Wahnsinn und wird ins Kloster geschickt. Wenig später beginnt der Hundertjährige Krieg und auch Marguerites Vater zieht in den Kampf. Von den Franzosen gezwungen, bekämpft er die Engländer, die jedoch schließlich die Oberhand gewinnen und den französischen König gefangen nehmen. Marguerite wächst heran und lernt Sticken, Harfe spielen und Französisch, doch eigentlich kann sie diesen Dingen nichts abgewinnen. Viel lieber verbringt sie Zeit mit dem ausgedienten Schlachtross ihres Vaters, das sie vor dem Schlachter gerettet hat und reitet im Herrensitz. Sie hasst es, ein Korsett zu tragen. Regelmäßig entwischt sie ihrer Gouvernante, um mit den Jungs Abenteuer zu erleben, zu raufen und Streiche zu spielen, später auch, um mit Knappe Willem herumzuknutschen, bis dieser fortgeht, um ein Ritter zu werden. Außerdem interessiert sie sich für Sternenkunde. Doch am glücklichsten ist sie, wenn ihr der alte Knappe Jan heimlich Fechtunterricht gibt, obwohl sie anfangs nicht einmal ein richtiges Schwert heben kann und mit einem aus Walknochen übt. Später geht sie, ebenso heimlich, bei dem italienischen Fechtmeister Andrea in die Lehre, der ihr den Umgang mit einem Rapier beibringt, und ihr zeigt, dass Linkshändigkeit im Kampf durchaus ein Vorteil sein kann. Ihr aus dem Krieg heimgekehrter Vater hat keinerlei Zuneigung für sie übrig. Sie ist sein Unglück. Niemals wird sie Graf von Flandern, Krieger oder Ritter sein. Das Einzige, was er mit ihr anfangen kann, ist, sie zu gegebener Zeit mit einem geeigneten Edelmann zu verheiraten. Als sie 14 ist, ist es dann soweit. Sie soll aus taktischen Gründen Prinz Edmund von England ehelichen. Natürlich sträubt sie sich, doch schließlich gibt sie nach, denn Edmunds Briefe und Geschenke gefallen ihr. Ihre Großmutter ist entsetzt, dass Marguerite mit dem „Feind“ verheiratet werden soll und schleppt einen alternativen Kandidaten an, Herzog Filips von Burgund. Der verliebt sich total in Marguerite, doch sie kann diese Gefühle nicht erwidern, obwohl sie viel Spaß mit ihm hat, sei es beim gemeinsamen Ausritt oder bei einem heimlichen Besuch im Badehaus. Dann taucht Edmund auf, und Marguerite ist durch und durch enttäuscht. Der picklige Jüngling ist ihr so unsympathisch wie es nur geht. Er gibt zu, dass er die Briefe von seinem Hofnarren hat schreiben lassen. Dass er beim großen Turnier betrügt und Filips mit dem Dolch verletzt und außerdem Marguerite noch vor der Hochzeitsnacht an die Wäsche will, macht ihr endgültig klar, dass sie diesen Mann niemals heiraten wird. Alles Flehen und Bitten ist jedoch vergeblich. Ihr Vater bleibt knallhart. Er ist es leid, sich von seiner Tochter auf der Nase herumtanzen zu lassen. Da kommt Marguerite die rettende Idee. In ihrer Verzweiflung schreibt sie einen Brief an den Papst und bittet ihn um Hilfe. Doch der Bote, der die Antwort bringt, hat noch etwas anderes im Gepäck: Die Pest! Innerhalb kürzester Zeit breitet sie sich in ganz Flandern aus … .
Ein super spannender historischer Roman für selbstbewusste junge Leserinnen! Das Buch erschien schon einmal vor einigen Jahren unter dem Titel „Die Erbin von Flandern“, allerdings mit einem sterbenslangweiligen Cover. Das neue Cover ist viel besser!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Maggie und die Stadt der Diebe"

Abenteuer eines mutigen Waisenmädchens: "Maggie und die Stadt der Diebe"!

Patrick Hertweck
Maggie und die Stadt der Diebe
978-3-522-18403-8
Thienemann Verlag
Alter: 11+

1870: Waisenmädchen Maggie wird aus dem Waisenhaus entführt, doch es gelingt ihr, ihren Entführern zu entkommen. Nun irrt sie allein durch die Slums von New York, bis sie sich einer Bande von Straßenkindern anschließt. Unter der Leitung des zwergenhaften Goblin betätigen sich die Kinder als Diebe und nennen sich die „40 Little Thieves“. Maggie tauscht ihr geblümtes Kleid gegen praktische Sachen und schneidet sich die Haare ab. Von ihren neuen Freunden Tom, Bismarck, Coffee und Silence versucht sie, mehr über ihren Entführer, einen Gangster namens Dandy Dolan, zu erfahren. Dolan entführt gewöhnlich die Kinder reicher Eltern, um Lösegeld zu erpressen, doch bei Maggie wäre ja in dem Fall nichts zu holen, oder? Nachdem Bismarck ihr eine gruselige Gutenachtgeschichte von der Schreckgestalt Bowery Boy, erzählt hat, bekommt Maggie Alpträume. Darin spielt auch eine Hand mit einem Ring, auf dem ein fünfzackiger Stern ist, eine Rolle. Mithilfe einer Schaufensterpuppe erlernt Maggie den Taschendiebstahl und erweist sich bald auch als begabte Bettlerin, die die Leute mit ihren fantasievollen Geschichten rührt. Goblin jedoch ist ihr unheimlich, und sie vermeidet jeden unnötigen Kontakt. Er scheint sie, bzw. ihr Gesicht von irgendwo zu kennen und murmelt ständig etwas von der Vergangenheit, die ihn heimsucht. Eines Tages sieht Maggie einen Kirchturm, der ihr bekannt vorkommt. Es ist der aus ihren Alpträumen, oder sind es doch eher Erinnerungen? Auch der Ring aus ihren Träumen taucht im wirklichen Leben auf, an der Hand von Mother Mandelbaum, einer Hehlerin, die des öfteren mit Goblin Geschäfte macht. Nun erscheint sie bei ihm und fragt nach Maggie, da Dolan sie immer noch sucht und den Finderlohn erhöht hat, doch Goblin verrät Maggie nicht. Unterdessen versetzt das Phantom Chung Ling die Unterwelt in Angst und Schrecken. Goblin kannte jemanden namens Chung Ling, doch der wurde schon vor langer Zeit hingerichtet. Also wer handelt da unter seinem Namen? Als Silence krank wird, übernimmt Maggie mit deren Hund Shylock den Job, fette Hafen-Ratten für illegale Kämpe zu fangen. Dabei begegnet sie Dolan. Sie sieht dessen Tattoo, einen fünfzackigen Stern. Zwar kann sie vor ihm fliehen, doch die anderen raten ihr, sich in nächster Zeit etwas bedeckt zu halten. Bei einer Diebestour am Hafen, als ihr Boot kentert und Maggie und Tom ein unfreiwilliges Bad im Hudson nehmen, versteckt sie ein Seemann vor der Polizei. In ihrem Versteck, das einem Kuriositätenkabinett ähnelt, entdecken sie alte Fotos von einem Zirkus, und auf einem davon ist Goblin zu sehen. Als Maggie danach krank wird, erkennt sie in einem Fiebertraum mögliche Zusammenhänge. Sie muss das Rätsel um ihre Vergangenheit lüften. Zusammen mit Tom verlässt sie die Bande. Doch bei ihren Ermittlungen geraten sie in eine Falle und sind plötzlich in Dolans Hand. Doch Maggie wird gerettet und landet schließlich wieder bei Goblin, der sie einsperrt, damit sie sich nicht mehr in Gefahr begibt. Die anderen Kinder befreien Maggie und sie macht sich auf zum Hafen, um Tom zu befreien. Plötzlich steht sie dem König der Unterwelt persönlich gegenüber, einem furchteinflößenden Riesen. Ist das der leibhaftige Bowery Boy? Sie erfährt, wer im Hintergrund wirklich die Fäden zieht und was damals mit ihren Eltern geschah. Als Maggie die ganze Geschichte kennt, soll sie sterben! Wer wird kommen, um sie zu retten? Was wird aus Tom? Und wer verbirgt sich nun hinter der Maske des Chung Ling?
Ein spannendes Abenteuer mit einer mutigen Heldin, das mich total begeistert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 23. September 2015

"The Perfectionists - Lügen haben lange Beine"

Neue Serie mit Suchtpotential: "The Perfectionists - Lügen haben lange Beine"!

Sara Shepard, übersetzt von Violeta Topalova
The Perfectionists – Lügen haben lange Beine (Band 1)
978-3-570-30998-8
cbt Verlag
Alter: 14+

Nolan Hotchkiss ist tot. Nach einer fetten Party, deren Gastgeber er war, wird er leblos aufgefunden. War es eine versehentliche Überdosis Oxy? Selbstmord? Oder gar Mord? Immerhin gibt es genug Leute an der Highschool der Vorzeige-Vorstadt Beacon Heights, die dem reichen und attraktiven, aber auch durch und durch fiesen Nolan den Tod gewünscht haben. Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen stehen 5 Mädchen: Als erstes wäre da Parker Duvall. Sie war früher das „It-Girl“ der Schule, trotz ihrer schwierigen Familiensituation. Ihr Vater, der nun im Gefängnis sitzt, hat sie misshandelt. Eines Tages setzte Nolan sie unter Drogen. Sie wurde high und ihr Vater richtig sauer. Seitdem ist ihr Gesicht von Narben entstellt, und sie trägt nur noch Kapuzenpullis. Außerdem leidet sie an Migräneanfällen und Panikattacken. Für all das gibt sie Nolan die Schuld. Sie hat keine Freunde mehr, außer Julie, und da wären wir gleich bei der nächsten Verdächtigen. Julie Redding, Parkers beste und einzige Freundin ist das „neue It-Girl“. Sie ist bei allen beliebt, doch sie spielt in der Schule nur eine Rolle. Keiner kennt sie, ihr Leben und ihre Geheimnisse wirklich, außer Parker. Julies Mutter ist ein Messie und hat außerdem unzählige Katzen. Sie kann niemanden mit in die verwahrloste Wohnung nehmen. Da sie nicht so reich ist wie die anderen, kauft sie heimlich im Second Hand Shop ein. Dann ist da noch Mackenzie Wright, ein Musik-Nerd mit Hornbrille. Mac ist eine begabte Cellistin und will auf die Juilliard, genau wie beste Freundin Claire Coldwell. Mac ist verliebt in Blake Stustek, doch der ist mit Claire zusammen. Mac ging früher mal mit Nolan aus und beging den Fehler, ihm Nacktfotos zu schicken, doch sie war nur eine Wette für ihn. Die Vierte im Bunde ist Ava Jalali. Ava flirtet gern und sieht aus wie ein Topmodel. Sie ist auch eine fleißige Schülerin, aber das war sie nicht immer. Sie ist mit Alex zusammen, war allerdings vorher eine Zeit lang Nolans Freundin. Sie verließ Nolan, weil er noch zig andere am Start hatte. Da brachte er üble Gerüchte über sie in Umlauf, dass sie für gute Noten mit ihren Lehrern schlafen würde. Und zu guter Letzt wäre da noch Caitlin Martell-Lewis. Caitlin ist Sportlerin und hofft auf ein Fußball-Stipendium. Sie hat zwei Mütter und wurde aus Korea adoptiert, wie auch ihr jüngere Bruder Taylor, der von Nolan in den Tod gemobbt wurde. Seit dem Sandkasten ist Caitlin mit Josh Friday zusammen, steht aber in letzter Zeit mehr auf dessen jüngeren Bruder Jeremy. Doch was ist nun wirklich geschehen am Abend der Party? Ja, die 5 Mädchen nahmen „Rache“, doch sind sie auch schuld an Nolans Tod? Alle 5 hassen Nolan für das, was er ihnen angetan hat. Sie planten im Filmkurs scherzhaft seinen Tod, doch niemand dachte daran, ihn wirklich zu ermorden. Dann gaben sie ihm auf der Party einen Drink mit einer einzigen Oxy, die ihn ja wohl kaum umgebracht haben wird, und beschmierten, als er schlief, sein Gesicht mit buntem Edding. Doch wer brachte Nolan um? Ist alles ein Zufall, oder will ihnen jemand was anhängen? Wer hat ihr Gespräch im Filmkurs belauscht? Die Polizei geht aufgrund der Autopsie-Ergebnisse (Zyanid) von Mord aus, ermittelt und befragt alle Schüler. Die Mädchen müssen dringend den wahren Mörder finden. Ihr Hauptverdächtiger ist der Lehrer Granger. Er verführt Schülerinnen und versucht das auch bei Ava. Nolan wusste anscheinend von seinem Treiben und erpresste ihn. Die Freundinnen spionieren Granger nach und durchsuchen sein Haus. Doch ist er wirklich der Mörder?
Der Auftakt zu einer neuen Serie! Wer „Lying Game“ mochte, wird „Perfectionists“ lieben!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Schmetterlingsschrei"

Im freien Fall: "Schmetterlingsschrei"!

Bettina Brömme
Schmetterlingsschrei (Ein „Arena-Thriller“)
978-3-401-60121-2
Arena Verlag
Alter: 12+

Alice wird gemobbt. Seit ihr (Ex-)Freund Hendrik sie beschuldigt hat, ihn betrogen zu haben, ist sie bei allen untendurch, obwohl sie ihm gar nicht untreu war. Zum Glück sind jetzt Sommerferien und sie kann der Schule und all diesen Idioten für eine Weile den Rücken kehren. Doch leider bekommt sie auch zuhause Drohbriefe, unheimlich verfremdete Fotos, seltsame Anrufe … , und sie könnte schwören, dass jemand in ihrem Zimmer war. Doch wer hat dort diesen gruseligen Teddy hinterlassen? Ihr abenteuerlustiger Vater Hardy schenkt Alice zum siebzehnten Geburtstag einen Fallschirmsprung. Sie heuchelt Begeisterung, hat aber ganz schön Bammel. Doch dann ist es einfach nur geil, nicht zuletzt, weil sie in der Sprungschule den attraktiven Sky kennenlernt und sich Hals über Kopf verliebt. Um in seiner Nähe zu sein und um weitere Sprünge machen können, nimmt sie einen Ferienjob in der Sprungschule an. Ihr Vater ist mit Jürgen, dem Chef der Schule, befreundet und ist einverstanden, während sich Mutter Dagmar große Sorgen um Alices Sicherheit macht. Alice und Sky kommen sich näher, nachdem sie zu ihrer großen Freude festgestellt hat, dass er doch nicht mit der hübschen Luna zusammen ist. Luna erweist sich auch als sehr nett, genau wie Neil, Jürgens Sohn. Alice macht der Job total Spaß. Nach einigen Tandem-Sprüngen, darf sie es schließlich auch allein versuchen. Leider kann sie das Erlebnis gar nicht so richtig genießen, denn sie grübelt immer noch darüber nach, wer ihr unheimlicher Stalker ist. Steckt wirklich Hendrik dahinter? Nachdem sie Sky alles erzählt hat, äußert der den Verdacht, ihr Vater könnte etwas damit zu tun haben. Ganz so abwegig ist es nicht. Hardy ist niemand gut genug für seine Prinzessin. Er konnte Hendrik und alle ihre früheren Freunde nie leiden, und scheint übrigens auch Sky nicht sonderlich zu mögen. Doch würde er wirklich seine eigene Tochter terrorisieren, um sie von den „falschen Typen“ fernzuhalten? Und warum hat er so seltsam auf den Teddy in Alices Zimmer reagiert? Richtig schockiert war er. Eines Tages stolpert Alice und fällt voll auf die Nase. Autsch. Da sie so nicht springen kann, springt Neil im wahrsten Sinne des Wortes für sie ein. Es gibt beinahe eine Katastrophe, weil sich sein Fallschirm nicht öffnet, der Fallschirm, den Alice gepackt hat. Ihr sonst so cooler Vater verbietet ihr weitere Sprünge und die Arbeit in der Sprungschule. Er engt sie immer mehr ein, verhält sich ganz anders als früher. Und warum telefoniert er heimlich mit Luna? Luna ist sowieso in letzter Zeit so seltsam. In was für eine Verschwörung ist Alice da nur herein geraten? Dann verunglückt Luna beim Fallschirmspringen tödlich. Akice ist geschockt. Eigentlich hatte sie den Fallschirm nehmen wollen, mit dem Luna sprang. Die Polizei ermittelt, denn der Unfall war kein Unfall. Jemand hat den Fallschirm manipuliert. Alice hat einen schrecklichen Verdacht. Sie vermutet, dass ihr Vater seine Finger im Spiel hatte. Hatte er wirklich eine Affäre mit Luna, wie Alice vermutet? Gut, dass Sky in dieser schweren Zeit für sie da ist und außerdem ihren Verdacht mit einem Überwachungsvideo bestätigt. Und noch jemand tritt in Alices Leben, Remus, Lunas Bruder. Die Polizei hat sich auf Alice als mögliche Mörderin eingeschossen, und Alice flieht aus dem Fenster des Polizeireviers. Sie muss endlich Licht in das Dunkel bringen. Ihr Vater, Luna, Sky …, wie hängt das alles zusammen? Als sie die Wahrheit erkennt, ist es beinahe zu spät … .
Ein typischer Arena-Thriller! Zwar ein bisschen vorhersehbar (das „wer“ war mir von vornherein klar), aber trotzdem spannend (es gibt ja noch das „warum“ ;-) )!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Denn morgen sind wir tot"

Liebe, Tod und Eifersucht: "Denn Morgen sind wir tot"!

Andreas Götz
Denn morgen sind wir tot
978-3-7891-3617-7
Oetinger Verlag
Alter: 16+

Die sechzehnjährige Siri ist mit dem Schönling Niklas zusammen, aber so richtig verliebt ist sie nicht. Niklas ist einfach ziemlich langweilig. Außerdem geht das Gerücht um, dass er schwul und sie nur seine Alibi-Freundin ist. Ihr strenger Vater würde ihr trotzdem am liebsten einen Keuschheitsgürtel verpassen. Da lernt sie über Facebook den aufregenden Adrian kennen. Sie tauschen Fotos, telefonieren, und treffen sich schließlich persönlich. Zunächst ist Siri enttäuscht. Adrian ist schon 23 und raucht. Doch als sie wieder bei Niklas ist, kann sie nur noch an Adrian denken. Sie macht Schluss mit Niklas und stürzt sich in ein Abenteuer mit Adrian. Niklas, der wohl doch nicht schwul ist, ist stocksauer, verfolgt sie, stalkt sie regelrecht, bedroht sie und Adrian. Ihre Beziehung zu Adran hält Siri vor ihren Eltern und Freunden, Ausnahme ist ihre allerbeste Freundin Anna-Lena, geheim. Mit einer List entkommt sie aus dem christlichen Ferienlager am Gardasee, um sich mit Adrian im Haus seines Onkels zu treffen. Niklas bleibt ihr jedoch auf den Fersen. Siri verliert ihre Jungfräulichkeit, und sie und Adrian haben tagelang Sex. Adrian schert sich nicht um Regeln und Grenzen, genießt sein Leben in vollen Zügen, und findet es lustig, seine spießigen Mitbürger zu schockieren. Er liebt den Rausch. Auf einer wilden Techno-Party lässt er sich völlig gehen. Auch Siri, die er in einen recht nuttigen Fummel gesteckt hat, macht mit. Sie nimmt Drogen, ist total besoffen, und Stalker Niklas, der natürlich nicht weit ist, macht Fotos und droht, sie auf Facebook zu veröffentlichen. Siri und Adrian spinnen herum, und planen, wie sie den Störenfried am besten um die Ecke bringen könnten, nur ein Gedankenspiel natürlich. Die Schule geht wieder los, und Siri trifft Adrian weiterhin heimlich, obwohl sie Niklas gesagt hat, es wäre vorbei. Bei einem Bummel durch München, erwischen die beiden Siris Mutter beim Fremdgehen. Siri kann nicht glauben, dass ihre Mutter ihren depressiven Vater tatsächlich betrügt. Die Mutter ist ihrerseits nicht sehr begeistert von Adrian. Dann offenbart sie Siri auch noch, dass sie sie mit ihrem Vater, seiner Bügelwäsche und Siris dreijähriger Schwester Svea allein lassen wird, um mit ihrem neuen Typen nach China zu gehen. Siri hat Angst, wie Adrian auf die Situation reagieren wird. Männer mögen keine Probleme. Dann wird Niklas immer aufdringlicher. Angeblich will er nur das Beste für Siri. Siri und Adrian wollen in einschüchtern, damit er endlich Ruhe gibt, doch die Aktion geht nach hinten los. Sie müssen zu extremeren Mitteln greifen. Niklas muss verschwinden, bevor er ihre ganze Zukunft zerstört. Adrian schlägt vor, einen Raubüberfall vorzutäuschen. Siri klingelt als Lockvogel bei Niklas und Adrian taucht wenig später auf und geht auf Niklas los. Blutend liegt er am Boden. Siri und Adrian fliehen. Später erfahren sie, dass Niklas gar nicht tot ist, sondern „nur“ im Koma liegt. Viele Freunde und Mitschüler von Niklas legen Blumen vor seinem Haus nieder und können die grausame Tat nicht fassen. Die Polizei ermittelt und befragt auch Siri und Adrian. Einen konkreten Verdacht haben sie jedoch nicht. Siris Mutter hat ihre Ankündigung wahr gemacht und ist abgehauen. Ihr Vater ist am Boden zerstört. Siri hat große Schuldgefühle wegen Niklas. Ein Teil von ihr wünscht sich, erwischt und bestraft zu werden. Sie denkt sogar an Selbstmord. Doch was wird dann aus Adrian? Der hat ganz andere Pläne … .
Obwohl man von Anfang an weiß, was geschehen ist, ist es doch ganz interessant, zu sehen, wie es dazu gekommen ist. Leider wurde ich beim Lesen mit Siri nicht so richtig warm. Wie kann man auch nur so naiv sein?
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 16. September 2015

"Shadow Falls: After Dark - Im Sternenlicht"

Endlich! Neues aus dem Shadow Falls Camp: "Shadow Falls: After Dark - Im Sternenlicht!"

C.C. Hunter, übersetzt von Tanja Hamer
Shadow Falls: After Dark – Im Sternenlicht (Band 1)
978-3-8414-2233-0
FJB Verlag
Alter: 14+

Während sich in der klassischen Shadow-Falls-Reihe alles um Kylie dreht, steht in „After Dark“ ihre Freundin und Mitbewohnerin, die Vampirin Della im Mittelpunkt. Della ist todunglücklich, weil sie sich vor ihrer Familie verstellen und ihr Vampirsein verbergen muss. Sie leidet sehr darunter, dass ihre Eltern sie für gestört und drogensüchtig halten. Dann erfährt sie durch Zufall, dass ihr angeblich vor Jahren verstorbener Onkel auch ein Vampir sein könnte. Die Vorstellung, jemanden in der Familie zu haben, der sie versteht, bringt sie dazu, Nachforschungen anzustellen und den Onkel zu suchen. Als sie nach einem ätzenden Wochenende bei den Eltern ins Camp/Internat zurück kehrt, trifft sie auf den Vampir Chase, der dort neu ist, ihr aber dennoch seltsam vertraut erscheint, und den sie nicht ausstehen kann, er sie dafür aber umso mehr. Gestaltwandler Steve, mit dem Della eine Beinahe-Beziehung hat, wird eifersüchtig. Della traut sich nicht, sich selbst und dem Rest der Welt ihre Gefühle für Steve einzugestehen und reagiert genervt auf die vielen glücklichen Pärchen um sich herum. Kylie schmust mit Werwolf Lucas, Miranda knutscht mit ihrem Perry, Burnett und Holiday freuen sich auf ihr Baby und Derek bandelt mit Chamäleon Jenny an. Della hat seit kurzem das Gefühl, krank zu sein. Sie hat seltsame Träume, ihre Körpertemperatur ist für einen Vampir ungewöhnlich hoch und ihr Gehör und Geruchssinn lassen sie des öfteren im Stich. Sie verschweigt das jedoch vor Campleiter Burnett, damit er sich nicht für schwächlich hält. Immerhin will sie durch ihn zur FRU-Agentin werden. Ein rätselhafter Doppelmord durch einen Vampir in der Umgebung sorgt für Aufregung, außerdem hat Kylie mal wieder einen Geist am Hals, obwohl sie das Gefühl hat, dass der eigentlich zu Della will. Dann wird Della am Wasserfall niedergeschlagen. Obwohl Holiday ihr Ruhe verordnet, recherchiert sie weiter über ihren Onkel. Derek hilft ihr, indem er ihr seine Todesanzeige besorgt. So erfährt Della, dass sie nicht nur einen ihr bislang unbekannten Onkel, sondern auch noch eine Tante hat, von der sie noch nie etwas gehört hat. Kylie äußert zudem den Verdacht, dass der ruhelose Geist, der Dellas Nähe sucht, eventuell ein Vampir sein könnte. Ihr Onkel? Der Einzige, der Licht ins Dunkel bringen könnte, Dellas Cousin Chan, ist spurlos verschwunden und ruft auch nicht zurück. Della erfährt, dass er sich einer Gang angeschlossen haben soll. Als sie die Todesanzeige noch einmal genauer studiert, stutzt sie. Onkel Feng und Chan wurden vom gleichen Beerdigungsunternehmen unter die Erde gebracht, oder zumindest wurde so getan als ob. Hat sich die Firma vielleicht darauf spezialisiert, Vampiren zu helfen, ihren Tod vorzutäuschen? Zusammen mit ihren Freundinnen Kylie und Miranda, sucht sie das Bestattungsinstitut auf. Dort hat man sich tatsächlich auf Vampire spezialisiert, allerdings indem man frisch verwandelte Vampire in die Zwangsarbeit vermittelt, als Bezahlung für die „Beerdigung“. Nun muss Della doch Burnett und die FRU informieren, was sie eigentlich vermeiden wollte. Dann erfährt sie niederschmetternde Neuigkeiten über Chan, und ausgerechnet Chase ist für sie da, was wiederum zu Verwicklungen mit Steve führt. Zudem wird ihr Chase auch noch von Burnett als Partner bei den Mordermittlungen zugeteilt. Kann sie ihm trauen? Im Laufe der Ermittlungen kommt es zu einem heißen Kuss. Es gibt einen Verdächtigen in dem Mordfall, doch irgendwas sagt Della, dass er unschuldig ist. Sie verfolgt eine andere Spur. Dann verlässt Chase plötzlich das Camp … .
Als würde man nachhause kommen ;-)! Fans der Reihe werden diese Fortsetzung lieben!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Das Juwel - Die Gabe"

Grausames Spiel in düsterer Zukunft: "Das Juwel - Die Gabe"!

Amy Ewing, übersetzt von Andrea Fischer
Das Juwel – Die Gabe
978-3-8414-2104-3
Fischer FJB Verlag
Alter: 14+

Violet ist ein Surrogat (Lat.: „Ersatz“). Die Surrogate unterscheiden sich genetisch von der restlichen Bevölkerung der einzigen verbliebenen Stadt, die durch hohe Mauern vor den Wassermassen außerhalb geschützt ist. Violet, die aus einem der ärmsten Gebiete stammt, muss ihre Familie verlassen und durchläuft eine Ausbildung, in der sie lernt, ihre besonderen Gaben einzusetzen. Sie kann die Farbe und Form von Dingen verändern und sie wachsen lassen, was jedoch mit großen Schmerzen verbunden ist. Diese Fähigkeiten braucht sie, um ihre zukünftige Aufgabe als Leihmutter zu erfüllen. Sie, ihre beste Freundin Raven und viele weitere Surrogate werden auf einer Auktion an die Adligen im sogenannten Juwel, dem Zentrum der Stadt, verkauft. Violet landet bei der Herzogin vom See, der sie eine Tochter gebären soll. Einen Sohn hat sie schon, den neunzehnjährigen Garnet, der seiner Familie nicht gerade eine Zierde ist. Die Adligen können keine eigenen (zumindest keine lebensfähigen) Kinder bekommen, und es gibt ein Gesetz, dass jeder von ihnen nur einen Sohn und eine Tochter haben darf, Designerbabys, die von Surrogaten ausgetragen und nach Wunsch gestaltet werden. Obwohl die Herzogin sie relativ gut behandelt und Violet im Luxus lebt, ist sie nicht glücklich. Sie ist nur hier, weil sie keine andere Wahl hat. Die Herzogin führt sie verschleiert an einer Leine herum, wie einen Hund. Demütigend! Auch die anderen Adligen sehen in ihren Surrogaten etwas, das mit einem neuen Haustier oder ein paar neuen Schuhen gleichgestellt ist. Mit ihrer stummen Kammerzofe Annabelle freundet sich Violet zumindest etwas an, ebenso mit Lucien, dem Eunuchen der Fürstin. Violet ist entsetzt, als sie erfährt, dass die Herzogin nicht einmal vor Mord zurückschreckt, um ihr Ziel zu erreichen: Ihre zukünftige Tochter soll den Sohn der Fürstin heiraten! Damit das Baby vor den Kindern der Damen der anderen Adelshäusern das Licht der Welt erblickt, soll Violet nicht nur dessen Geschlecht und Aussehen, Augenfarbe, Nasenform etc., mit ihrer Gabe beeinflussen, sondern auch sein Wachstum beschleunigen. Nur 3 Monate soll die Schwangerschaft dauern. Bei regelmäßigen Arztbesuchen muss sie Untersuchungen und schmerzhafte Tests mit ihrer Gabe über sich ergehen zu lassen. Doch zunächst muss die Herzogin ihren rebellischen Sohn und ihre unansehnliche Nichte Carnelian unter die Haube bringen. Carnelian bekommt den gut aussehenden, gebildeten und sehr sympathischen Ash als „Gefährten“ zur Seite gestellt, der sie für ihren zukünftigen Partner in Verführungskunst und Co. unterrichten soll. Durch eine Verwechslung hält Ash zunächst Violet für Carnelian und ist besonders angetan von ihrer Liebe zur Musik, denn Violet ist eine begnadete Cellistin. Auch Violet hat sich total in Ash verliebt, doch diese Liebe hat keine Zukunft. Beide sind das Eigentum von anderen, sind Menschen zweiter Klasse, die keine Rechte haben, die gekauft und wieder verkauft werden. Violet sieht Raven bei einem Ball wieder, und sie fürchtet um das Leben der Freundin, da sie begriffen hat, wie schnell die Surrogate der „Konkurrenz“ hier bedauerliche Unfälle haben können. Doch eine noch größere Gefahr geht von der Fürstin aus, die eine schreckliche Gesetzesänderung, die Surrogate betreffend, plant. Lucien, mit dem Violet heimlich kommuniziert, bietet ihr eine Möglichkeit zur Flucht aus dem Juwel an, doch die ist nicht ohne Risiko. Mithilfe eines Serums müsste Violet ihren eigenen Tod vortäuschen. Doch was wird dann aus ihrer großen Liebe Ash?
Eine spannende Dystopie mit einem echt fiesen Ende, hoffentlich kommt bald Band 2!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"So kalt wie Eis, so klar wie Glas"

Das Geheimnis der Schneekugelmacher: "So kalt wie Eis, so klar wie Glas"!

Oliver Schlick
So kalt wie Eis, so klar wie Glas
978-3-7641-7043-1
Ueberreuter Verlag
Alter: 12+

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter erfährt Cora von der Existenz ihres bis dahin totgeglaubten Großvaters Jacob, der als Schneekugelmacher in dem kleinen Dorf Rockenfeld lebt. Spontan beschließt sie, zu ihm, bzw. zu seiner etwas schrägen Freundin Elsa, zu ziehen und auf dem nahegelegenen Internat als externe Schülerin ihr Abi zu machen. Dort bekommt sie gleich Ärger mit ein paar reichen, ziemlich gestörten Schnöseln, freundet sich aber auch mit dem schwulen Moritz an. Die Schneekugeln ihres Großvaters faszinieren sie derart, dass sie beschließt, in seine Fußstapfen zu treten und ebenfalls Schneekugelmacherin zu werden. Das freut den Opa sehr, doch der Rest der Gilde, der schon hoffte, sich seine Werkstatt unter den Nagel reißen zu können, wenn er keinen Nachfolger findet, ist enttäuscht. Nachts sieht Cora seltsame Lichter im Wald. Und was hat es mit dem schmuddeligen Fremden Niklas auf sich, der plötzlich in Opas Werkstatt auftaucht? Cora und Moritz finden heraus, dass die Lichtsignale Botschaften zwischen einigen Schülern und ihrem Dealer sind, doch da gibt es auch noch seltsame, blaue Lichter, für die Cora keine Erklärung hat. Elsa erzählt ihr von Katharina, einer Freundin von Coras Mutter Simone, die 1991 spurlos verschwand. Opa Jacob stand damals unter Verdacht. Kurz darauf erlitt er einen Unfall und ist seither an den Rollstuhl gefesselt. Opa Jacob nimmt Cora offiziell als Lehrling auf, und sie stellt schon bald ihre erste Schneekugel fertig. Sie fragt sich, was es mit der „Unzerstörbaren“ auf sich hat, von der Opa und Niklas in einem, von ihr belauschten, Gespräch geredet haben. Es gibt da Gerüchte über die legendäre erste Schneekugel im Dorf, die Opas Vorfahr angeblich vom Teufel persönlich überreicht bekam und die unzerbrechlich sei. Schon bald muss Cora erkennen, dass das alte Märchen von der Wilden Jagd kein Märchen ist. Die böse Holle greift nach der Macht, doch dazu braucht sie die Kugel. Die brachte Niklas vor langer Zeit bei einem von Jacobs Vorfahren in Sicherheit. Inzwischen lernt Cora die Kugelmacherin Marlene kennen, die genau so bizarr ist wie ihre Kugeln. Außerdem bringt Moritz ihr das Eislaufen bei oder versucht es zumindest, denn sie hat keinerlei Talent, und Elsa verbreitet eine Überdosis Vorweihnachtsfreude. Dann trifft Cora der nächste Schicksalsschlag. Opa Jacob stirbt an einem Herzinfarkt. Cora fühlt sich schuldig, denn sie hatte ihn kurz vorher mit der Geschichte von Katharinas Verschwinden konfrontiert. Was das zu viel für sein Herz? Die anderen Kugelmacher wollen das Geschäft aufkaufen, doch Cora weigert sich. Dann erfährt von sie Niklas die ganze Geschichte, auch wer er wirklich ist. Er ist über 700 Jahre alt und gehörte einst zur Wilden Jagd, doch durch die Erinnerung an seine geliebte Schwester bewahrte er seine Menschlichkeit und hinterging Holle. Cora hat sich in Niklas verliebt und stiehlt ihm einen eiskalten Kuss. Nach dem Schneekugelfest tauchen überall blaue Lichter auf. Die Menschen sind verwirrt. Die Rauhnacht hat begonnen. Sie finden die Leiche der Schülerin Laura auf dem gefrorenen See, mit durchgeschnittener Kehle. Die Polizei ermittelt. Eine zweite Leiche stiftet Verwirrung. Es ist Katharina, die noch genauso aussieht wie damals, als sie verschwand. Dann bekommt die Holle Moritz in die Hände. Sie verlangt von Cora, dass sie ihr die Kugel und den Verräter Niklas ausliefert. Doch Cora hat ja nicht einmal eine Ahnung, wo diese verdammte Kugel ist … .
Was noch recht realistisch beginnt, wird bald zur spannenden Fantasy-Story! Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, und besonders gefiel mir das schöne Ende.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. September 2015

"Dreckstück"

Aus Langeweile grausam: "Dreckstück"!

Clémentine Beauvais, übersetzt von Annette von der Weppen
Dreckstück
978-3-551-58337-6
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Ein ganz gewöhnlicher Tag in Paris: Die Freunde David (der die Geschichte erzählt), Anne- Laure, Élise, Florian und Gonzague haben mal wieder keinen Bock auf Schule und beschließen kurzerhand, zu schwänzen. Sie holen sich erst mal was zu Essen beim Chinesen und machen sich dann auf den Weg zu Gonzague, um bei ihm abzuhängen. Gonzague hat nämlich eine eigene, kleine Wohnung, da seine Eltern irgendwo in der Dordogne leben, aber unbedingt wollen, dass er hier aufs Gymnasium geht. Als Gonzague etwas unachtsam die Straße überquert, wird er beinahe von einem Schwarzen auf einem Roller angefahren. Er schimpft auf den „dreckigen Neger, der nicht fahren kann“. Erinnerungen und Wut kommen hoch, auch bei den anderen, Wut auf den farbigen Gebrauchtwagenhändler, der ihrer Meinung nach die Schuld am Tod ihres Freundes Mathieu trägt, der bei einem Unfall ums Leben kam. Das Gespräch kommt auf Florians Bruder, der keinen Studienplatz bekommt, der „Abschaum aus der Vorstadt“ jedoch schon. All diese Gedanken sind in ihren Köpfen, als sie das kleine, schwarze Mädchen sehen. Sie ist mit ihrer Klasse auf dem Weg zum Schwimmbad, und die Freunde können deutlich die Läuse erkennen, die durch ihre krausen Haare krabbeln. Wie eklig! Dieses Dreckstück! Sie beschimpfen sie und nehmen sie, auf Anregung von Élise, kurzerhand mit, um sie zu entlausen. Das Mädchen weint. Sie ist kein Dreckstück. Alle in ihrer Klasse haben die Läuse. Sie sagt etwas in einer fremden Sprache, und sie blaffen sie an, dass sie in Frankreich gefälligst Französisch sprechen soll. In Gonzaques Wohnung machen sie das Radio an. Die Nachrichten drehen sich wieder einmal um ein Flüchtlingsdrama vor der Küste Korsikas. Dann folgt eine Meldung über die mögliche Entführung der sechsjährigen Elikya. Alle legen ihre Handys in eine Schublade, damit keiner die Bullen ruft. So ganz vertrauen sich die „Freunde“ wohl doch nicht. Elikyas Haare lassen sich nicht kämmen, also machen sie ihre Zöpfe auf und zupfen die Läuse heraus. Die Tierchen landen in einer Schale mit Essig, die sie später über den gebratenen Reis vom Chinesen gießen und den dann Elikya zu essen geben. Das Mädchen sträubt sich und weint. Sie will keine Läuse essen. Da immer noch Läuse auf ihrem Kopf übrig ist, schneiden sie ihr die Haare mit einer Nagelschere ab. Immer noch Läuse! Die Haare müssen ganz ab. Bevor jedoch die Haarschneidemaschine zum Einsatz kommt, halten sie inne. Die Nachbarn könnten das Geräusch hören. Élise und David gehen nach unten, um nachzusehen, ob überhaupt jemand da ist. Ein altes Ehepaar, er so gut wie blind und sie fast taub, hält sie für die bestellten Pfleger und bittet sie herein. Um keinen Verdacht zu erregen, helfen sie, die alte Frau zu baden. Als sie in Gonzagues Wohnung zurückkommen, ist das kleine Mädchen weg. Die anderen wollen ihnen nicht sagen, wo sie ist. Sie denken, sie hätten sie verraten, weil sie so lange weg waren. Was ist passiert? Und wo ist Elikya?
Ein wirklich verstörendes, kleines Buch! Es geht um ein paar gelangweilte Jugendliche, die völlig überreagieren und etwas Dummes und Grausames tun. Sie entführen ein Kind und foltern es. Dabei war es keine geplante Tat. Es ist einfach so passiert. Der Erzähler David wirkt von allem noch am harmlosesten, doch sonderlich sympathisch war mir keine der Figuren, mal abgesehen von der armen Elikya.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Train Kids"

Unterwegs in ein besseres Leben: "Train Kids"!

Dirk Reinhardt
Train Kids
978-3-8369-5800-4
Gerstenberg Verlag
Alter: 13+

Sie kommen aus Ländern wie Guatemala und El Salvador und hoffen auf ein besseres Leben in den USA: die Train Kids. Auf Güterzügen durchqueren sie Mexiko, und nur wenige erreichen ihr Ziel. Auch Miguel begibt sich auf diese gefährliche Reise. Er will zu seiner Mutter, die in Los Angeles lebt. Zusammen mit Fernando, Emilio, Angel und Jaz überquert er den Fluss nach Mexiko. Jaz ist das einzige Mädchen in der Gruppe. Sie hat sich jedoch aus Sicherheitsgründen als Junge verkleidet. Fernando kennt einen Mara, der sich „El Negro“ nennt. Der verspricht, ihn und seine Freunde heil durch den Süden Mexikos zu bringen. Vor den Maras haben alle Angst, selbst die gefährlichsten Banditen und die korrupte Polizei. Wer sich mit den Maras anlegt, lebt nicht lange. Viele der anderen, die auf den Zug nach Norden aufspringen, schaffen die erste Etappe nicht, die fünf Freunde jedoch haben Glück. Das nächste Stück müssen sie jedoch allein bewältigen, ohne „El Negro“ an ihrer Seite. Der Zug wird gestoppt, und sie werden von der Polizei aufgegriffen. Statt sie der Einwanderungsbehörde zu übergeben, nehmen ihnen die korrupten Polizisten ihr ganzes Geld ab. Miguel opfert das Ersparte seiner Schwester, das er in seinem Schuh versteckt hatte, damit er und die anderen sich etwas zu essen kaufen können. Sie übernachten in einer Bauruine, wo ihnen eine alter, besoffener Penner Gesellschaft leistet. Er versucht ihnen klarzumachen, dass sie die Reise nie lebend überstehen würden, und wenn doch, dass man sie in den USA nicht haben will. Doch Miguel und die anderen verlieren ihren Mut nicht. Am nächsten Tag springen sie auf den nächsten Zug. Weiter geht es, durch glühende Hitze. Fernando unterhält sie mit Gruselgeschichten, die angeblich alle wahr sind. Er erzählt von Leuten, die auf dem Zug vom Blitz getroffen wurden, im Schlaf vom Zug fielen, und von ganzen Zügen, die entgleisten und von Brücken stürzten. In einer Kleinstadt, wo sie einen Zwischenstopp einlegen, werden sie von der Polizei verfolgt und suchen in einer Kirche Zuflucht. Der Pater gehört zu den wenigen Menschen, die den Train Kids wohlgesonnen sind. Er gewährt ihnen Obdach und gibt ihnen Kleidung und Essen. Mit dem nächsten Zug geht es über die Berg Richtung Norden. Auf dem Dach ist es kalt, doch Klebstoff-Schnüffeln hält warm. Der alte Alberto gesellt sich zu den Freunden, doch er ist ein Bandit und linkt sie. Sie verlieren alles, sogar die Schuhe, und Emilio wird von Alberto und seinen Kumpanen vom Zug geworfen. Sie springen ab und suchen verzweifelt nach ihm. Ist er tot? Bald sind sie wieder unterwegs, doch nur noch zu viert. Der Güterzug wird von einer Bande gefährlicher Drogenhändler gestoppt und die vier werden von ihnen gefangen genommen. Sie wollen Lösegeld erpressen, und die Freunde sollen Adressen und Telefonnummern ihrer Familien rausrücken. Dank dem mutigen Angel können sie sich befreien und fliehen, doch Angel beschließt, nicht weiter mitzukommen, sondern umzukehren und nachhause zurückzukehren. In einer Herberge verabschieden sie sich. Die verbliebenen drei Freunde schaffen es tatsächlich bis zur Grenze. Doch wie soll es nun weitergehen? Sie haben kein Geld, um einen Coyote, einen Schlepper, zu bezahlen. Fernando hat einen Plan. Er hat in der Stadt noch eine Rechnung mit jemandem offen. Das restliche Geld werden sie schon irgendwie zusammen bekommen. Werden die drei ihr Ziel jemals erreichen?
Eine spannende Story, die auf Tatsachen beruht! Die Train Kids gibt es wirklich. Im Anhang des Buches findet ihr eine Menge interessante Sachinformationen zu dem Thema.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Tiger in meinem Herzen"

Eine Geschichte aus Kambodscha: "Der Tiger in meinem Herzen"!

Patricia McCormick, übersetzt von Maren Illinger
Der Tiger in meinem Herzen
978-3-596-85580-3
Fischer KJB Verlag
Alter: 14+

Früher, als Arns Vater noch lebte, war seine Familie reich. Jetzt reicht das Geld nicht einmal mehr für den Besuch einer guten Schule, und Arn muss in die Tempelschule gehen. Er verdient sich etwas Geld, indem er Eis und andere Dinge verkauft, geht gern ins Kino und spielt mit seinen Freunden Krieg. Als der echte Krieg vorbei ist, ist Arn froh. Noch ahnt er nicht, dass er keinen Grund zur Freude hat. Arn ist elf Jahre alt, als 1975 die Roten Khmer in seinem Heimatland Kambodscha die Macht übernehmen. Arn, seine Tante und seine Geschwister müssen ihr Zuhause verlassen und auf dem Feld Zwangsarbeit leisten. Angeblich können sie nach drei Tagen wieder zurück, doch es vergehen Wochen. Alle müssen schwarze Kleidung tragen. Alle sind gleich. Die, die früher zur Elite gehörten, werden weggebracht und kommen nicht zurück. Alle Wertgegenstände müssen abgegeben werden. Das gehört jetzt alles der Angka. „Die Angka wird für Euch sorgen.“, heißt es. Arn hat keine Ahnung, wer oder was diese Angka sein soll. Die Familie hungert. Jede Familie bekommt nur eine halbe Dose Reis am Tag, und Arns Tante streckt die Suppe mit Dreck. Arn wird von seiner Familie getrennt und kommt in ein anderes Lager, wo nur Kinder seines Alters sind. Wieder muss er auf dem Feld arbeiten. Sie bauen Reis an, aber der wird fort gebracht. Sie selbst bekommen nur wässrige Suppe zu essen. Die Kinder hungern und werden krank. Viele haben Malaria oder starken Durchfall. Einige fallen einfach bei der Arbeit tot um. Als Arn sich vor der Arbeit drückt, wird er von einem anderen Jungen verraten und muss die Nacht auf dem Leichenberg verbringen. Hier ist sich jeder selbst der Nächste. Hinter dem Lager, in einem alten Stall, befindet sich ein Gefängnis. Täglich werden Leute hingerichtet. Der Tod ist allgegenwärtig. Eines Nachts sieht Arn einen Jungen am Leichenberg, der am Arm eines Toten nagt. Die Anführer verspeisen die Lebern der Getöteten. Arn und einige andere Kinder werden auserwählt, Musik zu machen, wenn die neuen Anführer zur großen Versammlung kommen. Arn ist musikalisch, immerhin war sein Vater einst Operndirektor, doch die anderen tun sich schwer. Auch nach der Versammlung müssen sie nun jeden Tag musizieren. Laute, schnelle Propaganda-Lieder. So laut, dass man die Hinrichtungen nicht mehr hört. Die Jahre, vergehen, die Anführer wechseln, das Leben und Sterben geht weiter. Dank der Musik gelingt es Arn zu überleben. Doch dann kommen die Vietnamesen! Arn und viele der anderen Kinder werden als Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Die Vietnamesen kommen mit Panzern, Kanonen und ausgebildeten Soldaten. Arn und die anderen sind nur kleine Jungs mit großen Gewehren. Um zu überleben, muss Arn töten. Die Menschen in den Dörfern sehen ihn an wie einen Mörder, wie einen der Roten Khmer, doch er hat keine Wahl. Er sieht schreckliche Dinge. Die einzige Chance, dem Krieg zu entkommen, ist die Flucht nach Thailand. Thailand ist ein Land, wo die Menschen nicht hungern und bunte Kleider tragen. Arn gelingt es tatsächlich, über die Grenze zu kommen, und er landet in einem Flüchtlingslager. Er und viele andere dort sind krank und halb verhungert. Ins Lager kommt oft ein Mann, den Arn den „weißen Jesus-Mönch“ nennt. Sein wirklicher Name ist Peter Pond, und er nimmt Arn mit nach Amerika, wo ein neues Leben auf ihn wartet … .
Dies ist eine wahre Geschichte! Heute kämpft Arn Chorn-Pond für die Menschenrechte! Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht wirklich etwas über den Völkermord in Kambodscha wusste, und fand Arns Geschichte sehr interessant und bewegend.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. September 2015

"Mein Bruder ist ein Superheld"

Superkräfte wider Willen: "Mein Bruder ist ein Superheld"!

David Solomons, übersetzt von Ebi Neumann
Mein Bruder ist ein Superheld
978-3-8489-2059-4
Aladin Verlag
Alter: 10+

Alles beginnt an einem ganz normalen Tag, als sich der elfjährige Luke und dessen älterer Bruder Zack in ihrem Baumhaus aufhalten. Es wäre wohl ganz anders gekommen, wäre Luke nicht mal eben kurz pinkeln gegangen. Denn genau da tauchen Aliens aus einem Paralleluniversum auf und verleihen seinem Bruder Superkräfte. Zack soll die Welt und sämtliche Universen retten, indem er die nahende „Nemesis“ besiegt. Luke ist sauer. Er ist doch hier der Comic- und Superhelden-Fan! Zack zeigt mehr Interesse an Mathe-Hausaufgaben und dem hübschen Nachbarmädchen Cara Lee. Luke muss seinem Bruder erst mal zeigen, wie man sich als Superheld benimmt. Man darf z.B. seine Kräfte nicht missbrauchen, um seiner Mutter in der Küche beim Kartoffelschälen zu helfen. Zack wählt den Superheldennamen „Star Typ“. Leider weigert er sich, ein Cape zu tragen und bevorzugt einen schwarzen Kapuzenpulli. Wenigstens trägt er die Sternen-Brosche, die Luke ihm aus alter Weihnachtsdekoration gebastelt hat, damit jeder sehen kann, dass er „Star Typ“ ist. Luke schleppt Zack mit in den Comicbuchladen, damit der sich da schlau machen kann. Als sie nach dem Besuch dort auf den Bus warten, geschieht beinahe eine Katastrophe. Der Bus nähert sich mit rasender Geschwindigkeit, da seine Bremsen versagen. Zack wird zum Retter. Er stoppt den Bus mit Telekinese und rettet nebenbei noch seine Angebetete Cara. Ein paar Leute an der Bushaltestelle filmen den Vorfall und stellen das ganze auf Youtube. Unzählige Klicks sind die Folge. Die Leute lieben „Star Typ“! Lukes bester Freund Serge, ein asthmatischer Franzose, wird „Star Typs“ größter Fan, und Luke fällt es schwer, das Geheimnis seiner Bruders zu bewahren. Luke erklärt den Spielplatz zum Testgelände und trainiert Zack/“Star Typ“. Die größte Bedrohung für „Star Typ“ ist jedoch zunächst nicht die geheimnisvolle „Nemesis“, sondern Caras kleine, und viel zu schlaue, Schwester Lara. Lara arbeitet für die Schülerzeitung und will „Star Typ“ demaskieren. Ausgerechnet Luke soll ihr dabei helfen. Er kann sie nicht stoppen, als sie im Comicbuchladen in den Mitarbeiterbereich einbricht und die Überwachungsvideos auf einen USB-Stick lädt. Glücklicherweise fehlt auf dem Video jedoch der Teil, auf dem Luke und Zack den Laden betreten und verlassen. Doch Lara gibt nicht auf. Sie will Talbot, den Comicladenbesitzer, interviewen und schleppt Luke kurzerhand als Fotograf mit. Unterdessen rettet Zack unermüdlich die Stadt, nur gehen aufgrund seiner neuesten Aktivitäten nicht nur seine Noten in den Keller, sondern auch seine Superkräfte scheinen zu schwinden. Wird er sie etwa ganz und für immer verlieren? Ausgerechnet jetzt, wo er schwach ist, wird Zack entführt, von einem Typen im Roboteranzug. Ist das „Nemesis“? Seine Eltern verständigen die Polizei, und die Suche nach dem vermissten Zack beginnt. Luke vermutet, dass Talbot hinter der Entführung steckt. Dann erhält er eine Nachricht von Zack, dass er in einem Vulkan gefangen gehalten wird. In einem Vulkan? In seiner Verzweiflung weiht Luke Lara in das Geheimnis seines Bruders ein. Die ahnte schon, dass Zack „Star Typ“ ist. Die beiden weihen auch Serge ein und machen sich zu dritt auf die Suche nach Zack. Bald wird ihnen klar, dass Talbot wohl doch nicht „Nemesis“ sein kann, denn ein riesiger Asteroid rast auf die Erde zu und wird sie in einigen Tagen zerstören! Die Welt braucht „Star Typ“! Luke und seine Freunde müssen Zack finden und befreien, damit der den Weltuntergang abwenden kann. Doch die Zeit wird knapp … .
Eine echt coole Story mit einen Lexikon der Comichelden und „Fachbegriffe“ im Anhang!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spackos in Space - Der doppelte Labrox"

Die Spackos rocken den Weltraum: "Spackos in Space - Der doppelte Labrox"!

Jochen Till und Zapf
Spackos in Space – Der doppelte Labrox (Band 3)
978-3-86429-257-6
Tulipan Verlag
Alter: 10+

Nach spannenden Abenteuern mit Riesenbäumen, Aliens und vegetarischen Zombies, ist auf der RS Rumpel Ruhe eingekehrt. Conny dreht vor lauter Langeweile fast durch. Da würde er lieber in die Schule gehen. Einzig sein Vater, der Kapitän, scheint keine Langeweile zu kennen. Unermüdlich spielt er eine Partie UNO nach der anderen, zur Not gegen sich selbst, denn der Rest der Mannschaft ist nicht wirklich motiviert. Da hat Conny eine Idee. Warum nicht eine Band gründen? Sie nennen sich „Die Miesen Meuterer“, rocken die RS Rumpel trotz des Protests des Kapitäns und erfinden einen neuen Musikstil namens „Plönk!“. Da taucht plötzlich ein riesiges Raumschiff vor ihnen auf, und Labrox Amy hat überhaupt kein gutes Gefühl bei diesem Anblick. An Bord des Schiffes befindet sich nämlich ihr Zwillingsbruder Tsching, mit den sie vor vielen Jahren einige Differenzen hatte. Sie warnt die Crew, dass Tsching durch und durch böse ist, doch niemand schenkt ihr Glauben. Der Kleine scheint zwar ein Möchtegern-Herrscher zu sein, der sich den ganzen Tag von seinen Untertanen, den Trallalas, anbeten lässt, aber sonst macht er einen niedlichen, harmlosen Eindruck. Außerdem bietet er an, den defekten Antrieb der RS Rumpel zu reparieren und die Stromversorgung wieder zum Laufen zu bringen. Aufgrund dieser rosigen Aussichten sind alle ganz happy und der Kapitän unterschreibt spontan einen Vertrag, der, wie der kleine König versichert, reine Formsache ist. Während die Crew den Luxus an Bord des riesigen Schiffes, das einer Stadt gleicht, geniest, ist Amy immer noch skeptisch. Sie glaubt nicht, dass ihr Bruder sich geändert hat und weigert sich, ihm zu vertrauen. Die ganze Zeit reizt sie ihn und macht sich darüber lustig, dass er nicht pfeifen kann. Conny ist indes im Siebten Himmel. Hier gibt es massenhaft zu futtern. Nach dem ganzen Gemüse, das er in letzter Zeit gezwungen war zu essen, ist das eine willkommene Abwechslung. Es gibt einen Apparat, der 5000 Gerichte aus dem Nichts erschaffen kann. Da ist für jeden was dabei. Außerdem gibt es Videospiele und eine ganze Ladung funkelnagelneuer Musikinstrumente. Herrscher Tsching liebt Musik und hätte gern, dass die Band ein Konzert für ihn und sein Volk gibt. Trotz einem Anflug von Lampenfieber und der Tatsache, dass sie bisher nur einen einzigen Song geprobt haben, sagt Conny zu. Bevor sie jedoch so richtig los rocken können, warten auf Conny und seine Freunde jedoch noch Höllenqualen. Tsching liebt nämlich nicht nur Musik, sondern auch Literatur, insbesondere die Abenteuer von „Kuschelsamt und Schnuckelhörnchen“. Die Crew muss eine zuckersüße, glitzer- glitzernde, rosarote Lesung aus seinem Lieblingsbuch über sich ergehen lassen. Das Konzert jedoch wird ein voller Erfolg, wenn es auch ein paar Nebenwirkungen, die Köpfe der Untertanen betreffend, hat. Zurück auf der RS Rumpel erleben die Freunde eine böse Überraschung. Ihnen ist etwas sehr Wichtiges abhanden gekommen und es sieht ganz so aus, als habe sich Tsching dieses Etwas unter den Nagel gerissen. Es sieht übel aus für unsere Freunde. Werden sie aus dem Schlamassel wieder heraus kommen?
Endlich gibt es ein neues Abenteuer von den Spackos! Ich habe mich wieder krumm und schief gelacht und hoffe, dass noch ein vierter Band folgen wird.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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