Mittwoch, 23. Dezember 2015

Fröhliche Weihnachten!!!

Liebe Leser, 
ich wünsche Euch allen ein wunderbares Weihnachtsfest und ganz viele tolle Bücher unter dem Weihnachtsbaum! Über Weihnachten lege ich eine kleine Pause ein und bin dann im neuen Jahr wieder mit jeder Menge neuer Buchtipps für Euch da. 

Liebe Grüße
Eure Very

Mittwoch, 16. Dezember 2015

"Das Blaubeerhaus"

Ein Sommer voller Geheimnisse: "Das Blaubeerhaus"!

Antonia Michaelis
Das Blaubeerhaus
978-3-7891-4300-7
Oetinger Verlag
Alter: 10+

Die alte und wunderliche Tante Lene ist gestorben. Ihr Haus, das sogenannte Blaubeerhaus, das mitten im Wald liegt, gehört jetzt der Familie von Leo und Imke. Der zehnjährige Leo, seine Eltern, sein älterer Bruder Luke und sein Baby-Bruder Matti, Leos ebenfalls zehnjährige Cousine Imke, ihre Eltern, ihre kleinen Schwestern Juni und Juli sowie die esoterisch angehauchte Tante Fee machen sich in den Ferien in einem knallgelben VW-Bus auf den Weg zum Blaubeerhaus. Sie wollen drei Wochen dort wohnen, das Haus begutachten und soweit wieder herrichten, dass sie es verkaufen können. Es gibt keinen Strom im Haus und kein fließendes Wasser, dafür ein Plumpsklo, in dem sich ein Dachs häuslich eingerichtet hat, der Leo in der ersten Nacht fast zu Tode erschreckt. Überall im Haus leben diverse Nagetiere, morgens grölen die Vögel laut, das ist Wildnis pur. Doch was hat es mit dem geheimnisvollen Schatten auf sich, der immer wieder auftaucht? Wer hat die Spiegelscherben und das Mädchenkleid in den Baum gehängt? Juni und Juli behaupten, das waren die Elfen und bauen ihnen sogleich ein Haus, aber das ist doch nur das Gerede von kleinen Kindern, oder? Smartphone-Junkie Luke ist verzweifelt, weil sein Handyakku leer ist. Das gilt leider auch für die Batterien von Akkuschrauber, Laptop und Co. Selbst die Autobatterie des gelben VW-Busses hat den Geist aufgegeben, nachdem ein Marder ein Kabel durch genagt hat. Kurz gesagt, alle sitzen nun hier fest. Leo entdeckt Lenes Tagebuch aus dem Jahr 1940, als sie so alt war wie er jetzt, doch er versteht nicht alles was sie schreibt. Lenes Familie versteckte nämlich damals Juden im Haus, auch den zehnjährigen Avi, Lenes besten Freund. Leo und Imke entdecken den Dachsbau, von dem im Tagebuch die Rede ist und das Himbeerlabyrinth. Auch Lenes altes Baumhaus steht noch. Als Leo und Imke sich verlaufen und die Nacht im Wald verbringen müssen, hören sie Stimmen und fühlen sich verfolgt. Zum Glück finden die Eltern sie. Im Haus gibt es eine Ameisen-Plage, und irgendjemand hat das frischgebackene Brot gestohlen. Die Erwachsenen drehen langsam am Rad. Die Kinder pflegen einen verletzten Fuchs und lesen weiter in Lenes Tagebuch. Langsam werden ihnen die historischen Zusammenhänge bewusst. Lenes Vater musste in den Krieg, wo er dann fiel. Immer mehr Leute aus der Stadt kamen zum Tauschen aufs Land und boten Tischdecken für Kartoffeln. Lene und ihre Mutter konnten eigentlich nichts entbehren, aber offiziell waren sie ja nur zu zweit und durften nicht auffallen. In Wirklichkeit lebten neun Menschen im Haus, später sogar zehn, als Avis Mutter die kleine Rebecca zur Welt brachte. Es kam ein eiskalter Winter, Avi wurde krank, und sie hatten nur noch Steckrüben und Ziegenmilch zu essen. Zwischendurch sind die Einträge unleserlich. Leo und Imke entdecken hinter dem Spiegel einen geheimen Zugang zum Dachboden, wo die Juden untergetaucht sind. Spukt hier etwa Tante Lene? Nein, aber da versteckt sich der Junge Ference. Sein Vater ist im Knast, und zu Mutter oder Oma will er nicht. Die Eltern beschließen, das Haus doch nicht zu verkaufen und im nächsten Sommer kommen Imke, Leo und auch Ference wieder her. Sie wollen herausfinden, was damals geschah und was aus Avi und den anderen wurde. Im nahen Dorf gibt es Gerüchte über einen verborgenen Schatz. Sie entdecken einen versteckten Keller und schmökern weiter im Tagebuch auf der Suche nach einer Schatzkarte, doch dann ist Ference plötzlich verschwunden … .
Eine wundervolle Geschichte, die voller Freundschaft und Abenteuer steckt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Londons geheimster Zirkel"

Spannende Schnitzeljagd: "Londons geheimster Zirkel"!

Barbara Laban
Londons geheimster Zirkel
978-3-551-52078-4
Chicken House Verlag
Alter: 10+

Tabby geht auf die St. Claudia Schule in London. Sie ist keine besonders herausragende Schülerin, im Gegenteil. Sie besucht dort die blaue Gruppe, was nur ein schmeichelhafter Ausdruck für Förderschulgruppe ist. Vor allem mit dem Lesen tut sie sich schwer. Daher ist sie natürlich überrascht, dass ausgerechnet sie für einen ganz besonderen Wettbewerb ausgewählt wird, Londons Zirkel. Seit über 100 Jahren treten dort Schüler aus altehrwürdigen Eliteschulen gegeneinander an. St. Claudia ist zum ersten Mal dabei, doch sogenannte Außenseiterschulen gewinnen praktisch nie. Als Teampartnerin bekommt Tabby Lina aufs Auge gedrückt, die bisher noch nie ein Wort gesprochen hat. Bisher! Nun quasselt sie Tabby die Ohren voll und ist Feuer und Flamme für Londons Zirkel. Die Teilnehmer dürfen niemanden, auch nicht Eltern oder Lehrern, verraten, dass sie dabei sind. Alles läuft streng geheim ab. Obwohl ihre Chancen schlecht stehen und die anderen Teilnehmer sie nicht ernst nehmen, schaffen sie beiden die erste Runde. Das Preisgeld könnten die Mädchen beide gut gebrauchen. Tabbys Familie kommt seit dem Tod des Vaters kaum über die Runden, die Mutter hat zwei Jobs, der Kühlschrank ist immer leer, und ihre älteren Brüder Gregg und Jimmie sind auch keine Hilfe. Linas Familie hat keine Geldprobleme, doch sie könnte sich mit dem Geld einen Traum verwirklichen. Sie möchte gern Graupapageien züchten und erforschen, doch ihre Eltern wollen, dass sie sich voll auf die Schule konzentriert und dann studiert, damit mal was aus ihr wird und sie sie im Alter versorgen kann. Die beiden ungleichen Mädchen freunden sich an und verbringen die Nachmittage im Mandarin Café, dem Restaurant von Linas Eltern. Sie lesen gemeinsam „David Copperfield“, ein Buch, dass Schwester Greta Tabby ans Herz gelegt hat, obwohl es eigentlich viel zu dick für sie ist. Dann erhalten sie einen Hinweis der sie zum nächsten Treffpunkt von Londons Zirkel führt. Eine neue Aufgabe erwartet sie. Dank scharfer Beobachtungsgabe und etwas Detektivarbeit sind sie eigentlich ganz gut vorbereitet, doch beim anschließenden Test schneiden sie nicht gut ab. Sie können jedoch die alles entscheidende Quizfrage beantworten, denn die bezieht sich ausgerechnet auf „David Copperfield“. Die anderen werfen ihnen Betrug vor, und sie sind so geknickt, dass sie am liebsten aussteigen würden. Doch dann erfährt Tabby, dass ihr Bruder Jimmie bei einem Einbruch erwischt wurde. Der Ladenbesitzer ist bereit, alles unter den Tisch fallen zu lassen, wenn ihm der Schaden ersetzt wird. Jetzt muss Tabby unbedingt gewinnen, um das Preisgeld zu bekommen. Leider gibt es einen Zwischenfall, als Lina bei Tabby ist. Dabei beißt Lina Tabbys Bruder Gregg, und sowohl ihre Mutter als auch Linas Eltern verbieten den Mädchen den Umgang miteinander. Trotzdem treten sie zur dritten Runde an. Wieder verfügen sie scheinbar aus purem Zufall über genau die Information, die sie zum Beantworten der entscheidenden Frage brauchen. Erneut wirft man ihnen Betrug vor. Ein Mädchen aus einem konkurrierenden Team schiebt Lina sogar ein Smartphone unter, um einen Beweis zu haben. Doch der Plan geht nicht auf. Dafür sind die Eltern stocksauer, dass sich die Mädchen heimlich getroffen haben. Jetzt, wo sie das Finale erreicht haben, dürfen sie endlich ihr Schweigen brechen und ihren Familien von dem Wettbewerb erzählen. Leider hält sich deren Verständnis stark in Grenzen. Es ist fraglich, ob die Freundinnen überhaupt am Finale teilnehmen dürfen … .
Eine spannende Schnitzeljagd quer durch London, mit einem überraschenden Ende!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Sophie auf den Dächern"

Hoch über Paris: "Sophie auf den Dächern"!

Katherine Rundell, übersetzt von Henning Ahrens
Sophie auf den Dächern
978-3-551-58319-2
Carlsen Verlag
Alter: 11+

Sophie ist noch ein Baby, als sie nach einem heftigen Sturm, in einem Cello-Kasten liegend, aus dem Ärmelkanal gefischt wird. Ihr Retter, Charles Maxim, wird ihr Vormund, was Miss Eliot vom Jugendamt gar nicht erfreut. Sie ist nämlich der Meinung, dass der etwas seltsame Bücherwurm unmöglich für ein kleines Mädchen sorgen kann. Charles gibt sich alle Mühe, doch Miss Eliot nörgelt bei ihren regelmäßigen Besuchen nur an ihm und Sophie herum. Wie kann er ein Mädchen nur Hosen tragen lassen? Außerdem ist das Mädchen vorlaut, klettert gern auf Bäume, geht nicht zur Schule und ernährt sich nicht vernünftig. Zu alldem kommt hinzu, dass Sophie von der Idee besessen ist, dass ihre Mutter das Schiffsunglück überlebt hat und sie irgendwann holen kommt. Als Sophie zwölf Jahre alt wird, entscheidet das Jugendamt, dass es unschicklich ist, wenn eine junge Dame wie sie bei einem alleinstehenden Mann lebt, der nicht mit ihr verwandt ist. Sie beschließen, Sophie stattdessen in ein Waisenhaus zu stecken. In einem Wutanfall zertritt Sophie ihren Cello-Kasten und findet in den Trümmern eine Pariser Adresse. Überzeugt, in Paris ihre Mutter zu finden, ergreift sie zusammen mit Charles die Flucht, und bald darauf sitzen die beiden im Zug nach Paris. Die Adresse führt sie in ein Geschäft, wo man sich tatsächlich an eine Frau, die ein Cello gekauft hat, erinnert. Nun haben sie einen Namen: Vivienne Vert, sowie die Information, dass diese Dame das „Requiem“ auf dem Cello unangemessen schnell gespielt habe. Die Polizei kann oder will ihnen jedoch nicht helfen. Sie sagen, es sei ein hoffnungsloses Unterfangen, nach einer Frau zu suchen, die vor Jahren verschwand, und von der sie noch nicht einmal wissen, wie sie aussieht. Sophie erkundet das Dach ihres Hotels und lernt den rätselhaften Matteo kennen. Der behauptet nicht nur, dass er auf dem Dach wohnt, sondern auch, dass alle Dächer in diesem Bezirk ihm gehören. Da er Sophie für ein schwächliches Mädchen hält, trainiert sie, um ihm das Gegenteil zu beweisen und ihm zu zeigen, dass sie sehr wohl auch von Dach zu Dach springen kann. Er zeigt ihr seine Welt, sein Zuhause, sein Leben. Jede Nacht besucht sie ihn, und einmal hört sie plötzlich in der Ferne das „Requiem“, und zwar das „Requiem, wie ihre Mutter es spielte. Sie bittet Matteo um Hilfe bei der Suche nach ihr, da die Polizei sie bei ihrem letzten Besuch regelrecht rausgeworfen hat und ihnen riet, schleunigst das Land zu verlassen und nie mehr wieder zu kommen. Matteo ist nicht der einzige Dachläufer in Paris. Er stellt Sophie seinen Freunden vor, den beiden Mädchen Safi und Anastasia, die auf den Bäumen im Park leben, und Gérard, der ein unglaubliches Gehör hat. Gérard kann vielleicht helfen, herauszufinden, von woher die Cello-Musik kam. Charles weiß nichts von Sophies nächtlichen Ausflügen auf den Dächern, ahnt jedoch etwas. Nachdem er sieht, wie Sophie heimlich Essen hortet, gibt er ihr ein Paket voller Leckereien, die sie Matteo mitbringt. Der ernährt sich in der Regel von Tauben und Ratten und ist begeistert von diesem Geschenk. Die Spur zu Sophies Mutter führt sie und ihre Freunde in das Reich der Gariers, der Jungen, die auf den Bahnhofsdächern leben. Mit denen legt man sich in der Regel nicht an, denn sie zücken schnell mal ein Messer. Auf der Flucht vor ihnen landen Sophie und die anderen auf dem Dach des Polizeireviers, und Sophie hat eine Idee. Warum nicht ins Archiv einbrechen und dort nach Hinweisen suchen? Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht … .
Der Anfang ist wirklich spannend, doch leider wird die Story gegen Ende etwas schwach!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. Dezember 2015

"Die Macht der Seelen - Misty Falls"

Wahrheitsgabe und Seelenspiegel: "Die Macht der Seelen - Misty Falls"! 

Joss Stirling, übersetzt von Michaela Kolodziejcok
Die Macht der Seelen - Misty Falls
978-3-423-76123-9
dtv Junior Verlag
Alter: 12+

Misty hat eine besondere Gabe, die manche wohl eher als Fluch bezeichnen würden. Sie kann nicht lügen, und wenn sie die Kontrolle verliert, sind auch alle anderen Menschen in der Nähe zuweilen gezwungen, die Wahrheit zu sagen. Die Lügen anderer tun ihr förmlich in den Zähnen weh. Alle in ihrer Familie sind Savants, also Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. (Wenn Euch einige der Namen bekannt vorkommen, so liegt das daran, dass diese Personen bereits in der „Finding Sky“-Reihe auftauchten.) Irgendwann wird Misty ihren Partner fürs Leben, ihren sogenannten Seelenspiegel, finden, doch das hat noch Zeit. Nun soll aus ihrer Familie erst einmal Uriel (er ist der Bruder des Seelenspiegels von einer von Mistys Tanten) seinen Seelenspiegel finden. Misty begleitet ihn in den Ferien nach Kapstadt. Dort findet er tatsächlich in Tarryn die Frau fürs Leben. Tarryn ist Lehrerin und macht Misty mit einigen ihrer Schüler bekannt. Darunter ist auch Alex, der vor Charme nur so sprüht. Er ist eindeutig ein Savant, und alle lieben ihn. Auch Misty fühlt sich zu ihm hingezogen, doch dummerweise kollidieren ihre Gaben, bzw. hebt ihre seine auf, und er wird schroff und unhöflich. Misty stolpert von einer peinlichen Situation in die nächste. Nicht nur, dass ihre Haare gerade heute aussehen wie ein Wischmop, sie besiegt Alex, der keine Niederlagen kennt, auch noch im Tischtennis, und er zieht beleidigt ab. Zurück in England fährt Misty noch für eine Woche in ein Savant-Ferienlager mit ihren Freundinnen Angel und Summer. Dort tauchen plötzlich Uriel, der als Forensiker arbeitet, und dessen Bruder Victor, der beim FBI ist, auf. Sie warnen die Jugendlichen vor einem Serienmörder, der es auf junge Savants abgesehen hat und höchstwahrscheinlich auch selbst einer ist. Misty fragt sich die ganze Zeit, ob Alex vielleicht ihr Seelenspiegel ist, doch sein Geburtsdatum liegt näher an Summers, also könnte er auch ihrer sein. Bald darauf kommt Alex mit seinem Debattierclub zu Besuch nach Cambridge, wo Misty auf ein Internat geht, da sie dank ihrer Gabe schon von vielen Schulen geflogen ist. Sie bringt Alex und Summer zusammen, doch die beiden sind nicht füreinander bestimmt. Dann versucht sie selbst ihr Glück, mit Erfolg. Es zeigt sich, dass die beiden tatsächlich Seelenspiegel sind. Misty ist glücklich und ein bisschen verwirrt. Sie liebt Alex, und er liebt sie auch, sogar ihre chaotischen Haare. Er ist nur ein wenig neidisch auf ihre große Familie. Er selbst wurde von seinen Eltern, die keine Savants sind, verlassen, als er gerade mal drei Jahre alt war. Das erste Kennenlernen mit Mistys Eltern läuft nicht so geschickt. Dank Mistys Anwesenheit sind alle hundertprozentig ehrlich. Ihr Vater (Nicht-Savant!) ist nicht begeistert von Alex, hauptsächlich weil er Angst um Misty und ihre Zukunft hat. Alex ist enttäuscht. Beim Wettstreit der Debattierclubs interessiert sich der Reporter Eli Davis auffallend für Alex. Da sich Davis auch sonst sehr suspekt verhält, rückt er schon bald in den Verdacht, der Mörder zu sein. Dann taucht Alex bislang unbekannter Onkel Johan auf der Bildfläche auf. Misty fühlt sich vernachlässigt. Dann lauert ihr auch noch Davis in der Bibliothek auf und bedroht sie. Er hat die abstruse Verschwörungstheorie, dass die Savants ein manipulativer Geheimbund sind. Außerdem hat jemand ihr Zimmer im Wohnheim durchwühlt. Als sie dann auch noch einen Streit mit Alex hat, bietet Johan an, sie zurück zur Schule zu fahren, doch dort kommt sie nie an … .
Spannend, romanisch, fantastisch! Ich war, wie auch schon bei „Finding Sky“ und Co., von der ersten Seite an gefesselt. Hoffentlich schreibt Joss Stirling fleißig weiter ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Töchter der Elfe - Schicksalstanz"

Geheimnisvoll, schön und tödlich: "Die Töchter der Elfe - Schicksalstanz"!

Nicole Boyle Rathers, übersetzt von Christel Hildebrandt
Die Töchter der Elfe – Schicksalstanz
978-3-407-74595-8
Beltz Verlag
Alter: 14+

Die fünfzehnjährigen Drillinge Birke, Rose und Azalea sind besonders. Ihre verstorbene Mutter Viola war eine Elfe. Elfen werden immer im Wurf geboren, doch da Drillinge zu viel Aufmerksamkeit erregen, tun die drei so, als wären sie je ein Jahr auseinander und besuchen verschiedene Klassen. Sie leben von der Energie der Menschen, die ihnen beim Tanzen zusehen. Damit seine Töchter diese auch erhalten, organisiert der Vater monatliche Tanz-Vorführungen. Je mehr Menschen kommen, desto besser, denn so nehmen die einzelnen nicht allzu viel Schaden. Doch die Mädchen brauchen immer mehr Energie, brauchen also auch mehr Publikum. Also mieten sie ein ehemaliges Kino im Nachbarort für ihre Events. Die Menschen lieben sie und kommen immer wieder zu den Aufführungen. Eine weitere Besonderheit der Halbelfen ist ein Loch im Rücken, durch dass man durchsehen kann. Sie dürfen sich also nicht ausziehen, wenn jemand dabei ist. Rose ist verliebt in den älteren Benjamin, doch Birke hat kein Interesse an Jungs, bis der mysteriöse Malte neu an ihre Schule kommt. Bei einem gemeinsamen Fotoprojekt im Kunstunterricht kommen sich die beiden näher. Eigentlich zeichnet Birke lieber, doch die Projekte wurden zugeteilt. Sie verliebt sich in Malte, und es kommt zu einem ersten Kuss. Er lädt sie zu einer Party ein, und sie belügt ihren Vater, um hingehen zu können. Oberzicke Emma aus ihrer Klasse ist auch da und baggert Malte an, jedoch ohne Erfolg. Malte und Birke tanzen, doch Birke bewegt die Beine nicht, schaukelt nur hin und her, damit Malte nichts passiert. Ein paar Tage später kauft sie sich einen scheußlichen Badeanzug, der den Rücken bedeckt, um mit Malte schwimmen gegen zu können. Dann finden sie und ihre Schwestern eine Leiche, die Leiche einer Elfe! Ihr Vater hat einen Deal mit dem Flussgeist Nöck. Er bringt alle Elfen um, die den Fluss überqueren. Der Vater sagt, dass sie deshalb keinen Kontakt mit anderen Elfen haben, weil die sie hassen. Sie heißen die Verbindung bzw. Vermischung mit Menschen nicht gut. Der Nöck verrät, dass die Tote Viola suchte. Azalea hat einen Anfall und Visionen aus der Zukunft. Sie sieht, wie sie selbst stirbt und murmelt etwas von Schatten, die kommen. Birke träumt davon, für Malte zu tanzen. In Wirklichkeit schlafwandelt sie und erwacht dann im Wald, inmitten toter Tiere, die sie tanzen gesehen haben. Malte kommt zur nächsten Aufführung. Dort taucht auch eine seltsam unheimliche Frau auf, die nicht so verzaubert zu sein scheint, wie die übrigen Zuschauer. Bei einem Date mit Malte schenkt der Birke eine Kette mit einem Herz, und sie schauen sich tief in die Augen. Dann wird er seltsam, bedrängt sie total. Sie hat unwissentlich den Elfenblick eingesetzt, und er ist in ihrem Bann, regelrecht von ihr besessen. Er wartet vor ihrem Haus und ruft, bis Birkes Vater die Polizei holt. Maltes Mutter denkt, er sei auf Drogen, denn er hatte früher ein Drogenproblem. Der Effekt lässt wieder nach, und Malte kann sich sein Verhalten nicht erklären. Die neue Sportlehrerin Darla erscheint auf der Bildfläche. Sie ist die gruselige Frau von der Aufführung. Darla will ein Tanzprojekt auf die Beine stellen und will dazu Birkes Hilfe. Sie scheint mehr zu wissen, als sie sagt. Birke versucht, höflich abzulehnen. Azalea hat immer mehr Visionen und wird krank, und Rose wendet den Elfenblick bei Benjamin an, mit schwerwiegenden Folgen. Dann zeigt Darla ihr wahres Ich und verrät den Mädchen, was ihnen ihr Vater all die Jahre verschwieg … .
Das ist mal ein cooles Elfenbuch! Das offene Ende ist jedoch fies. Her mit Band 2!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Zwischen Licht und Finsternis"

Die Welt ist nicht wie sie scheint: "Zwischen Licht und Finsternis"!

Lucy Inglis, übersetzt von Ilse Rothfuss
Zwischen Licht und Finsternis
978-3-551-52080-7
Chicken House Verlag
Alter: 14+

Die sechzehnjährige Lily lebt mit ihrem Vater, einem Anwalt, in London. Ihre Mutter verschwand kurz nach ihrer Geburt spurlos. Von ihr hat Lily ihre extrem seltene Blutgruppe geerbt. Regelmäßig muss sie sich Blut abnehmen lassen, damit es im Notfall verfügbar ist. Sie ist ein durch und durch modernes Mädchen und eine begabte Hackerin. Oft setzt sie ihr Talent ein, um ihrem Vater bei seiner Arbeit zu helfen. Gerade versucht sie, einen Passfälscher aufzuspüren, der für einen Menschenhändlerring arbeitet. Ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie Regan trifft. Er rettet ihr das Leben, als sie von einer Bandogge, einem zweiköpfigen Hund, attackiert wird. Lily muss erkennen, dass es Dinge und Wesen auf der Welt gibt, die sie bisher nur aus Fantasy-Geschichten kannte. Regan, übrigens auch kein Mensch, zumindest nicht vollständig, hat die Aufgabe, die Grenzen zu bewachen und das Böse in Schach zu halten, doch in letzter Zeit wird er seiner Aufgabe kaum noch Herr. Überall in der Stadt tauchen gefährliche Kreaturen wie Banshees auf. Sogar die Drachen sind erwacht. Die unwissenden Menschen bemerken von alldem nichts. Dazu kommt, dass überall in London Mädchen verschwinden. Manche sind normale Menschen, manche Eldritche wie Regan. Unter den Entführten sind Mona, die Tochter des Schlangenkönigs, eine Meerjungfrau namens Rachel und Menschenmädchen Vicky. Es stellt sich heraus, dass eine Abteilung der Regierung dafür verantwortlich ist. Sie sind auch hinter Lily her, denn ihr Blut ist unentbehrlich für ihre Forschungen. Es wirkt wie ein Katalysator und kann die Fähigkeiten der Eldritche auf normale Menschen übertragen. Zum „Wohle der Menschheit“ führen sie schreckliche Experimente durch. Sie arbeiten mit der Arztpraxis zusammen, in die Lily immer geht, und zweigen bereits seit Jahren ihr Blut ab. Regans finsterer Zwillingsbruder Ellis steht auf der Seite der Agentur und versucht, Lily in eine Falle zu locken. Sie entkommt nur knapp und nimmt ein unfreiwilliges Bad in der eiskalten Themse. Außerdem stößt Ellis einen Sanitäter vor die U-Bahn, den Lily und Regan verfolgen, in der Hoffnung, dass er sie zu den Entführern führt. In ihren Beschützer Regan verliebt sich Lily alsbald, doch ihr Vater ist skeptisch, was diesen seltsamen, tätowierten, jungen Mann betrifft. Zum Glück ahnt er nicht, was um ihn herum vorgeht und in welcher Gefahr Lily wirklich ist. Regan hat ebenfalls Gefühle für Lily. Er schenkt ihr ein Armband, das sie beschützen soll. Lily trifft Regans Freunde Lucas und Elijah, die Geister sind und eine Buchhandlung betreiben. Sie lernt, dass manche Straßenkehrer nicht nur normalen Müll beseitigen und dass sich hinter einem Taxifahrer auch mal ein Troll verbergen kann. Regan und Lily stoßen auf eine alte Prophezeiung. Darin geht es um den Chaos-Krieg und um Lily. Sie ist es, die das Gleichgewicht zurückbringen wird. Regan ist es, der sein Leben für sie opfern wird, damit sie dieses Ziel erreichen kann. Das wird Lily jedoch keinesfalls zulassen. Mithilfe der modernen Technik versucht Lily, der Agentur auf die Spur zu kommen, sucht nach Hinweisen im Netz, in Verschwörungsforen, auf Vickys Facebook-Seite … . Regan kann mit alldem nichts anfangen. Er ist total altmodisch, was vielleicht daran liegt, dass er bei Lucas und Elijah aufwuchs, die ja irgendwie im 18. Jahrhundert hängengeblieben sind. Regan hat keinen Computer und kein Handy, nicht einmal Strom in der Wohnung. Dann geschieht etwas, womit Lily nie im Leben gerechnet hätte. Sie erhält eine Nachricht von ihrer Mutter. Sie lebt!
Eine fesselnde Fantasy-Story, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. Dezember 2015

"Eve sieht es anders"

Die Highschool ist kein Ponyhof: "Eve sieht es anders"!

J.J. Johnson, übersetzt von Maren Illinger
Eve sieht es anders
978-3-86873-819-3
Knesebeck Verlag
Alter: 12+

Eve lebt mit ihrer antiautoritären Hippie-Mutter Martha in einer geodätischen Kuppel, sie halten Bienen, Hühner und eine Kuh, haben keinen Fernseher, und Eve war noch nie auf einer öffentlichen Schule. Das soll sich nun ändern. Statt weiterhin von Martha zuhause unterrichtet zu werden, möchte Eve ihr letztes Schuljahr vor dem Abschluss auf einer echten Highschool absolvieren. Der Kulturschock ist groß, und Eves Erwartungen werden schwer enttäuscht. Willkommen in der harten Realität! Schon in der ersten Stunde schafft sie es, dass alle sie für seltsam halten. Zum Glück hat sie kurz vorher Jacinda und deren Cousin Rajas kennengelernt und muss den Highschool-Wahnsinn nicht allein durchstehen. Außerdem hat sie sich in Rajas verknallt. Schon bald knutschen die beiden regelmäßig in der Pause im Werkraum. Mit ihren ethischen, politischen und ökologischen Ansichten und ihrem rebellischen Verhalten eckt Eve überall an. Die Lehrer halten sie für widerspenstig. Sie will einfach nicht mit dem Strom schwimmen, wie die anderen, die sich schon längst an die Zustände gewöhnt haben. An der Schule gibt es keine Demokratie, die (Schüler-)Toiletten sind völlig verdreckt, das Mittagessen ungenießbar und ungesund, die Schüler bekommen zu wenig Luft und Sonne, und die Schlange im Terrarium im Biologieraum sehnt sich genauso nach Freiheit, weswegen Eve ihr dazu verhilft. Und warum darf man in der Mittagspause nicht telefonieren, aber im Internet surfen schon? So werden die Schüler ohne Smartphone benachteiligt. Viele Regeln erscheinen Eve unlogisch und sie verfasst einen Leserbrief an die Schülerzeitung mit Vorschlägen, wie eine faire, gesunde und nachhaltige Schule funktionieren könnte. Da die Schülerzeitung sich weigert, den Brief abzudrucken, greift Eve zu anderen Mitteln. Gemeinsam mit Jacinda ruft sie im Internet PLUTOS ins Leben, eine Seite gegen die soziale Ungerechtigkeit und vor allem gegen den Machtmissbrauch der Lehrer. Als erstes bekommt die Sportlehrerin ihr Fett weg. Die diskriminiert nämlich alle Mädchen, die ihrer Meinung nach zu dick sind und redet die ganze Zeit nur von Kalorien und BMI. Besonders die Cheerleader haben unter ihr zu leiden. Also klebt nun ein roter Blitz mit der Blogadresse an ihrer Tür. Alle können lesen, was im Blog über sie steht. Die Schule leitet eine Untersuchung ein. Der Direktor vermutet ganz richtig, dass Eve hinter dieser Aktion steckt und macht deutlich, dass solche Handlungen Konsequenzen haben. Durch Zufall erfährt Eve, dass ihre Freundin Jacinda etwas mit einem Lehrer hat. Eve und Rajas wollen etwas dagegen unternehmen. Als am nächsten Tag auch an Mr. Brookners Tür ein Blitz klebt, gerät sofort Eve unter Verdacht, doch die war es nicht. Wer steckt dahinter? Brookner wird suspendiert, Jacinda redet kein Wort mehr mit Eve und bald darauf ist nach einem heftigen Streit auch Schluss mit Rajas. Am nächsten Tag hat Eve selbst einen Blitz am Spind. Heuchlerin!, steht da. Verzweifelt löscht sie den Blog, doch das kann die Kaskade an Blitzen an der Schule nicht stoppen. Eves Revolution ist gewaltig nach hinten los gegangen. Sie wollte den Schülern eine Plattform für Wahrheit, Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung bieten, aber doch keine Mobbing-Lawine auslösen … .
An sich sind Eves Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit und ihr Plan, die Welt zu verbessern nicht verkehrt, allerdings wirkt sie, was den Alltag an einer Schule angeht, erschreckend naiv. Das Ende der Geschichte fand ich nicht so toll, weil es einfach unrealistisch war, und das Cover kann leider auch keinen Blumentopf gewinnen :-(.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Nichts als überleben"

Allein auf dem Ozean: "Nichts als überleben"!

S.A. Bodeen, übersetzt von Friederike Levin
Nichts als überleben
978-3-407-74581-1
Beltz Verlag
Alter: 13+

Die fünfzehnjährige Robie lebt auf den Midway Inseln, doch sie findet das paradiesische Korallenatoll ziemlich langweilig, zumal sie die einzige Jugendliche dort ist. Ihre Eltern sind Meeres-Biologen, doch Robie hat es nicht so mit dem Meer. Sie zieht Swimmingpools vor. Als sie eines Tages von Honolulu, wo sie ihre Tante Jilian besucht hat, zurück fliegt, gerät die Frachtmaschine, deren einzige Passagierin Robie ist, in eine Gewitterfront und ein Triebwerk fällt aus. Sie stürzen über dem Pazifik ab. Der junge Co-Pilot Max rettet ihr das Leben. Nun sind die beiden auf einem Rettungsfloß, haben jedoch weder Essen noch Wasser an Bord. Max hat eine Kopfwunde und ist bewusstlos. Robie findet in seiner Tasche eine Ladeliste, doch dort ist sie nicht als Passagier verzeichnet. Niemand wird sie suchen! Außer seinem Tagebuch, findet Robie in Max Tasche noch eine Packung Skittles. Sie kann nicht widerstehen, auch wenn das Info-Blatt für Schiffbrüchige sagt, man soll nichts essen, wenn kein Wasser vorhanden ist. Das Floß hat ein Leck. Um das Wasser leichter hinaus schöpfen zu können, quartiert Robie Max in seiner Schwimmweste zeitweilig ins Meer aus. Plötzlich ist er weg. Sie redet sich ein, dass er es schon schaffen wird, und plötzlich taucht er wieder auf. Sie reparieren gemeinsam das Leck und führen außerdem ein paar lange Gespräche über ihn und sein bisheriges Leben, doch meistens schläft er. Der Durst wird unerträglich. Robie hat bereits stehende Hautfalten, ein Zeichen für Dehydration. Dazu kommt, dass sich ihr neues Nasenpiercing entzündet hat. Tau und Regenwasser lindern den Durst, doch der Hunger bleibt. Schließlich gelingt es Robie unter Mühe mithilfe eines kleinen Fisches als Köder, einen Thunfisch zu fangen. Leider taucht ein Hai auf und schnappt sich den Großteil der Beute. Der Fisch schmeckt schleimig und Robie redet sich ein, dass es ja im Grunde genommen das selbe wie Sashimi ist. Ein Flugzeug nähert sich, doch sie sehen sie nicht, bringen keine Rettung. Endlich ist Land in Sicht, eine Insel, aber auch ein tückisches Riff. Robie wacht im Sand liegend mit einem zugeschwollenen Auge, und auch ansonsten ziemlich lädiert, auf. Das Floß ist total zerfetzt, aber Max ist wohlauf. Sonst gibt es auf der Insel nur Schildkröten, Vögel, und eine verletzte Hawaii-Mönchsrobbe. Der Robbe wurde der Bauch von einem Hai aufgerissen und eine Flosse fehlt. Robie erlöst das leidende Tier, doch dann entdeckt sie das dazugehörige Robbenbaby, welchem sie den Namen Starbuck gibt. Sie hofft, dass das Kleine irgendwie überlebt. Es regnet, und sie baut sich einen Unterschlupf. Es gibt eine heftige Diskussion mit Max, und Robie muss sich schließlich die Wahrheit eingestehen: Max ist gar nicht da! Sie war die ganze Zeit allein. Max starb in der ersten Nacht. Er war schon tot, als sie ihn aus dem Floß schob, seine Leiche über Bord kippte, um das Floß leichter zu machen, um sich zu retten. Sie hat Schuldgefühle, weil er sie zuvor gerettet hat. Sie hat ihn dann „zurückgeholt“, um nicht allein zu sein, benutzte die Erinnerung an ihn zum Überleben. Eigentlich redet sie seit dem zweiten Tag im Floß nur mit sich selbst. Das Eingeständnis ist zu viel für sie. Sie bricht zusammen, fast verrückt vor Einsamkeit. Obwohl sie Max braucht, entscheidet sie, ihn gehen zu lassen und redet stattdessen mit Starbuck, doch die kleine Robbe stirbt, und Robie ist so hungrig. Sie ist allein, hat keine Kraft mehr und betet, dass jemand ihr Signalfeuer entdeckt … .
Sehr spannend, doch leider weiß der Leser von Anfang an durch den Klappentext, dass Max tot ist. So bleibt der Überraschungseffekt am Ende auf der Strecke. Schade.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783407745811

"Nur dieser eine Sommer"

Ein Mädchen, ein Pferd, ein Krimifall: "Nur dieser eine Sommer"!

Becky Citra, übersetzt von Fiona Weisz
Nur dieser eine Sommer
978-3-440-14633-0
Kosmos Verlag
Alter: 12+

Seit dem Tod ihrer Mutter vor vier Jahren ziehen Thea und ihr Vater rastlos von Ort zu Ort. Er nimmt Gelegenheitsarbeiten an, und sie muss jedes mal auf eine neue Schule. Immer ist sie die Neue, und sie hat kaum Zeit und Gelegenheit, richtige Freunde zu finden. Überraschend bekommt der Vater eines Tages ein Angebot von Mr. Tully, der gerade eine Ranch gekauft hat. Er soll dort die Hütten für die Feriengäste renovieren, und er und Thea können dafür dort wohnen. Thea ist skeptisch, ob ihr Vater den Job annimmt, denn es ist eine Pferderanch, wenn auch ohne Pferde, die kommen erst im nächsten Sommer. Theas Eltern waren Pferdetrainer, doch nachdem ihre Mutter bei einem Reitunfall umkam, verkaufte der Vater den Reitstall und die Pferde. Als sie sich auf der Ranch einrichten bemerkt Thea, dass sie doch nicht so pferdefrei ist, denn da gibt es Storm, einen scheuen Hengst von acht Jahren, der noch nie geritten wurde und sozusagen zum Equipment gehört. Sie versucht, sein Vertrauen zu gewinnen, scheitert jedoch kläglich. Beim Durchstöbern alter Gästebücher stößt sie auf ein mysteriöses Ereignis aus dem Jahr 1954. Die vierjährige Livia verschwand damals spurlos und tauchte nie wieder auf. Thea freundet sich im Schulbus mit Van an, der ihr anbietet, mit ihm und seinen Freunden mit in eine christliche Jugendgruppe zu kommen, doch das ist nicht so Theas Ding. Trotzdem werden die beiden gute Freunde. Bei einem Besuch bei seiner Familie macht Vans dementer Großvater seltsame Bemerkungen über die Ranch und verbietet Van, weiter dort hin zu gehen. Als sie gemeinsam über den Fall Livia recherchieren, finden sie heraus, dass damals ausgerechnet Vans Großvater als Hauptverdächtiger galt. Beide Großeltern arbeiten auf der Ranch und Livia wurde angeblich in Großvaters Pickup gesehen. Doch Van und Thea glauben nicht, dass er sie entführt hat. Obwohl die Ranch noch nicht völlig wiederhergerichtet ist, kündigt sich der erste Gast an, die alte Dame Marion aus England. Sie behauptet, Freunde von ihr seien vor zehn Jahren hier gewesen. Doch aus den alten Gästebüchern weiß Thea, dass die Ranch zu dieser Zeit geschlossen war. Hat die alte Frau sich einfach nur in der Zeit geirrt oder lügt sie? Auf jeden Fall hat sie Ahnung von Pferden. Sie beobachtet Theas vergebliche Versuche, mit Storm zu arbeiten und gibt ihr hilfreiche Tipps, die auch tatsächlich fruchten. Nach einer Weile lässt sich Storm sogar von Thea berühren, ein gewaltiger Fortschritt. Doch was tut Marion bei der alten verfallenen Hütte, die etwas abgelegen wirkt? Hat sie etwas zu verbergen, und hat es vielleicht mit Livias Verschwinden zu tun? Mit Storm macht Thea weiter Fortschritte. Sie schafft es sogar, ihn zu satteln. Doch wird sie ihn je reiten können? Als sie im Internet Informationen über das Training mit Pferden sucht, findet sie einen Zettel im Drucker. Wer hat da etwas über Wespenstiche und anaphylaktischen Schock ausgedruckt? Vans Oma erinnert sich, dass vor Jahren ein Wespennest bei der verfallenen Hütte war. Und hatte die kleine Livia nicht Asthma, was die Gefahr einer gefährlichen Wespenallergie erhöht? Als Thea Marion frische Handtücher in ihre Hütte bringt, entdeckt sie im Badezimmer einen goldenen Herzanhänger, in den der Name Livia eingraviert ist. Die Sache wird immer mysteriöser. Wer ist Marion wirklich, und in welcher Beziehung steht oder stand sie zu Livia?
Ein Pferdebuch? Ein Krimi? Eine Sommer-Freundschaftsgeschichte? Das alles und noch mehr steckt in diesem spannenden Buch. Obwohl ich kein Pferdefan bin, habe ich es regelrecht verschlungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 25. November 2015

"Die Glückssucher"

Traumfrau trägt Kopftuch: "Die Glückssucher"!

Vera Kissel
Die Glückssucher
978-3-7915-1118-4
Dressler Verlag
Alter: 12+

Es sind Ferien, und der fünfzehnjährige Lukas hat sturmfreie Bude. Seine frisch verheiratete und schwangere Mutter ist mit ihrem neuen Mann Hannes in den Flitterwochen. Lukas findet das voll o.k. und freut sich, dass sie glücklich ist. Sein Vater hatte sie vor Jahren für einen Feuerwehrmann namens Kim verlassen und war dann bei dem Tsunami in Thailand ums Leben gekommen. (Nachzulesen in: „Was die Welle nahm“) Während der Ferien hängt Lukas viel mit seinem älteren Kumpel Birol ab, der stets neue Geschäftsideen hat, die nicht immer legal sind. Diesmal geht es um Pilze, nicht um Psycho-Pilze, sondern um ganz normale Speisepilze, die man auf dem Markt verkaufen kann. Er karrt jeden Morgen eine Gruppe Frauen in einen Wald nahe Berlin und lässt sie für sich pflücken. Darunter ist auch Gülbahar, das Mädchen mit dem gelben Kopftuch, in das sich Lukas unsterblich verliebt. Birol versucht sofort, ihm die Sache auszureden. Das seien super streng erzogene Kurden aus dem Irak. Doch so leicht gibt Lukas nicht auf. Ein Lächeln, ein paar Worte, meist auf Englisch, leider spricht Gül kaum Deutsch. Irgendwann trägt sie ein grünes Kopftuch und zeigt zur Erklärung auf Lukas Augen, die das gleiche Grün haben. Grün ist gut. Lukas fährt nun jeden Tag mit in den Wald und übt mit Birol Autofahren oder hängt am See ab, während die Frauen arbeiten. Einmal folgt er Gül heimlich nachhause, zu der Schneidere ihrer Tante und ihres Onkels, doch sie zu treffen wird schwierig. Immer ist ihr Cousin als Aufpasser in der Nähe. Lukas zerreißt seine gute Jacke, um einen Grund zu haben, die Schneiderei aufzusuchen. Einmal trifft er sie allein auf der Straße, und sie gehen ein Eis essen. Sie mag Vanille und Erdbeere. Er isst immer nur Nuss. Seine frühere Angebetete Annika ist auch in der Eisdiele, doch sie ist ihm jetzt völlig egal. Gül legt ihre Hand auf seine. Doch dann kommt ihr Aufpasser und schreit sie an. Zum Glück ist Lukas gerade dabei, Nachschub zu holen, und der Cousin sieht ihn nicht. Als Gül und ihre Schwester Dilsa ein paar Tage später Reklamezettel verteilen müssen, kommt Lukas mit und hilft. Dilsa merkt sofort, was los ist und deckt die beiden, damit sie ein bisschen Zeit zusammen verbringen können. Sie legen sich einfach nur auf den Rasen und schauen in den Himmel. Als die Mädchen Babysitten sollen, schickt Dilsa Gül und Lukas wieder weg. Diesmal gehen sie zu ihm nachhause. Es kommt zu einem ersten, zarten Kuss. Er erzählt von seinem Vater, und sie weint. Sie fühlt mit ihm und erzählt ihm, warum sie hier ist. Deutschland ist gut. No war. Safe. So „safe“ ist es hier aber doch nicht. Lukas findet heraus, dass der „Pilzwald“ ehemaliges Militärgelände ist. Hier liegen noch Sprengkörper! Lukas stellt Birol zur Rede, weil er die Frauen in Gefahr bringt. Gül sagt ihm, sie passt auf. Als die beiden bald darauf von Güls Aufpasser beim Küssen erwischt werden, scheint alles vorbei. Er beschließt, Gül eine Seidenrose zu schenken, denn ihr Name bedeutet Rose des Frühlings. Doch sie ignoriert ihn am nächsten Tag völlig. Dann geschieht ein furchtbares Unglück. Dilsa stürzt im Wald so unglücklich, dass sie sich das Genick bricht. Wahrend Gül unter Schock steht und sprachlos vor und zurück schaukelt, wirft Birol die Leiche einfach in einen alten Bunker. Lukas ist fassungslos. Er will die Polizei holen, doch Birol lacht nur und sagt, dass seine geliebte Gül dann auch Ärger bekommen wird, denn sie ist illegal hier. Was soll Lukas nun tun?
Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit Tiefgang aus Sicht eines Jungen, was es ja nicht so oft gibt! Leider schreckt das rosa Cover wohl sämtlich männlichen Leser ab :-(.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Wenn das Leben dich nervt, streu Glitzer drauf"

Finnen küssen besser: "Wenn das Leben dich nervt, streu Glitzer drauf"!

Mara Andeck
Wenn das Leben dich nervt, streu Glitzer drauf
978-3-414-82432-5
One Verlag
Alter: 12+

Die vierzehnjährige Tess Walter fragt sich oft, wie die anderen sie sehen. Allerdings hat sie etwas dagegen, in eine Schublade gesteckt zu werden, als „die Nette“, „das schrullige Einzelkind“ etc., sondern will einfach sie selbst sein. In diesem Sommer will sich richtig verlieben, in einen Jungen, bei dem sie auch einfach sie selbst sein kann, doch die Jungs aus der Schule kommen dafür nicht in Frage. Daher will sie in den Ferien mit ihrer besten Freundin Jojo nach Spanien. Doch ihre Eltern haben andere Pläne. Sie wollen umziehen und auf Großfamilie machen, mit Opa, Tante, Onkel, Cousins und Cousinen zusammen in ein Haus ziehen. Tess ist ganz und gar nicht begeistert, denn ihre Familie ist peinlich, chaotisch, und vor allem laut. Das geht auf Vorfahr Ignatz zurück, der als Trommler im Krieg die Kämpfer anfeuerte. Mit dieser Bande dauerhaft unter einem Dach leben? Never! Leider hat Tess da nichts zu melden, sie ziehen um. Opa kommt in die kleine Wohnung im Erdgeschoss, neben den Antiquitätenladen der netten Frau Wunderlich, der achtzehnjährige, angehende Philosophiestudent Basti, der aussieht wie Goofy, belegt das Dachgeschoss und der Rest der Familie quetscht sich irgendwo dazwischen. Nun muss es Tess auf engstem Raum mit der neunjährigen, sauertöpfischen Lilith, dem fünfjährigen Schimpfwörter-Fan Leo und den rosaroten, aber gar nicht süßen, siebenjährigen Zwillingen Lotte und Lucy aushalten. Als Frau Wunderlich sich das Bein bricht, schmeißen Tess und Opa den Laden, eine willkommenen Abwechslung zum Großfamilienstress. Doch dann hat Opas Freund Matti aus Finnland ein Problem und will ihm Enkelkind Mia für ein paar Wochen schicken. Opa sagt spontan ja, und alle freuen sich, außer Tess. Die soll jetzt nämlich ihr zweites Zimmer abtreten und das Bad teilen. Sie schreibt dieser Mia einen Brief, um sie schon im Vorfeld zu vergraulen, doch es hilft nichts. Mia kommt! Inspiriert von den kindischen Streichen der Zwillinge, manipuliert Tess Mias Zimmer. Sie tauscht die Sommer- gegen die Winterdecke aus, und das im Hochsommer, entfernt Latten aus dem Lattenrost und streut Knoblauchpulver auf die Glühbirne der Lampe. Mia soll es ja nicht zu gemütlich haben. Als dann die Familie zum Flughafen fährt, um Mia abzuholen, warten sie vergeblich. Keine Mia. Dafür steht plötzlich Mika vor ihnen, ein unverschämt gut aussehender, blonder Finne mit strahlend blauen Augen. Tess fasst es nicht. Panisch versucht sie, das Zimmer wieder in Ordnung zu bringen, bevor Mika was merkt, dabei stolpert sie gegen ihn, als er halbnackt unterwegs ins Bad ist. Wie peinlich! Später fragt er, warum sie immer so schlecht von ihrer Familie spricht. Sie sagt, sie meint es ja nicht so. Seit Mika da ist, sind die übrigens die reinsten Engel. Keine Spur mehr vom Chaos! Alle sind höflich und ordentlich, doch ab und zu bricht die waltersche Natur wieder durch, und Eltern, Tante und Onkel fetzen sich wegen der Gestaltung des neuen Gartens. Mika verteidigt Tess im Freibad gegen Blödmann Niklas, und Jojo meint, er würde eindeutig mit ihr flirten. Der Gartenstreit eskaliert. Da man sich in Bezug auf Terrasse oder Sandkasten nicht einig wird, baut Opa eigenmächtig einen Hasenstall, und die Familie bekommt mit den beiden riesigen Kaninchen Wu und Wei putzigen Zuwachs, von dem zumindest die Kleinen begeistert sind. Tess steht indes vor einem Rätsel. Warum schleicht sich Mika nachts heimlich in den Antiquitätenladen und behauptet dann, spazieren gewesen zu sein? Was hat er zu verbergen? Und wie geht es in Sachen Liebe mit den beiden weiter?
Eine witzige Chaos-Familie! Besonders cool fand ich Tess lustige (Beschwerde-)Briefe!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem"

Roadtrip ins Leben: "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem"!

Nina LaCour, übersetzt von Brigitte Jakobeit
Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem
978-3-551-58334-5
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Die Highschool-Zeit ist vorbei. Während all ihre Freunde demnächst aufs College gehen, haben Colby und seine beste Freundin Bev andere Pläne. Anstatt sich sofort ins Studium zu stürzen, wollen sie erst mal was erleben und deshalb ein Jahr lang quer durch Europa reisen. Sie wollen Colbys Mutter in Paris besuchen, aber auch in Amsterdam, Stockholm und Berlin Station machen. Bevor die große Reise losgeht, werden sie jedoch erst einmal eine Woche lang mit Bevs Band auf eine kleine Tournee gehen. „The Disenchantments“ sind weder berühmt noch wirklich gut, dafür sehr laut. Colby spielt den Fahrer und hat dafür „Melinda“, den alten VW-Bus seines Onkels Pete, organisiert. Mit Bev und ihren Freundinnen/Bandkolleginnen, den Schwestern Meg und Alexa, an Bord fährt Colby los, doch irgendwie verhält sich Bev seltsam. Wann immer er die Europareise anspricht, blockt sie ab. Schließlich gesteht sie ihm die Wahrheit. Sie wird nicht mitkommen! Ohne sein Wissen hat sie sich bei einem College beworben, wurde angenommen und wird nun nach dem Sommer dort erwartet. Colby ist todunglücklich. Seit Ewigkeiten ist er schon in Bev verliebt und hatte gehofft, dass sich auf ihrer gemeinsamen Reise etwas entwickeln wird. Sie scheint in ihm aber nur den guten Kumpel zu sehen. Die Band hat ihren ersten Auftritt in einem Keller in irgendeinem Kaff. Bev flirtet, nur leider nicht mit Colby. Meg lässt sich ein Tattoo stechen. In dem Tattoo-Laden entdecken sie durch Zufall ein Foto von einem Tattoo, das das Cover des Albums der früheren Band von Colbys Vater und Onkel zeigt. Colbys Mutter hatte es damals gezeichnet, und jetzt trägt es irgendwer als Tattoo. Der Tätowierer Jasper will sich erkundigen, zu wem es gehört. Nach dem nächsten Konzert unterhält sich Colby mit Meg im Wirlpool. Sie wollen sie am Ende der Tour auf dem College in Portland abliefern. Meg spricht offen mit ihm über ihre Geheimnisse und Ängste. Warum kann Bev nicht so offen zu ihm sein? Warum verschweigt sie so viel und lügt ihn an? Auf der Fahrt herrscht Schweigen zwischen Bev und Colby. Als die beiden später in einem Motel miteinander schlafen, also genau das, was Colby immer gewollt hat, weiß er gar nicht, was er davon halten soll und fürchtet, dass nun ihre Freundschaft endgültig kaputt ist. Doch dann öffnet Bev ihr Herz und erzählt ihm den Grund, warum sie immer weglaufen wollte. Er weiß gar nicht, ob er selbst noch weg will, was er überhaupt will. Eigentlich würde er auch gern aufs College gehen. Der nächste Auftritt naht, doch sie merken unterwegs, dass sie den Verstärker im Motel vergessen haben. Colby und Bev fahren zurück und nutzen die Zeit, um sich weiter auszusprechen. Da ruft Jasper an. Er hat den Typen mit dem Tattoo gefunden, und er wohnt ganz in der Nähe. So kommt es, dass sie Drew und dessen Frau Melanie kennenlernen. Drew erzählt ihnen die Geschichte des Tattoos, meint aber, dass sich noch jemand dieses Motiv hat stechen lassen, doch dieser Jemand lebt in Seattle. Schließlich erreichen sie Portland, wo sie Meg helfen, ihr Wohnheimzimmer einzurichten. Die Freundinnen wollen noch möglichst viel Zeit miteinander verbringen, bevor sich die Band auflöst und alles vorbei ist. Colby setzt sich ab und fährt nach Seattle. Er trifft dort den Graffiti-Künstler René, den er schon immer bewundert hat. René ist der Typ mit dem Tattoo. Er bittet Colby, seine Freundin Abbie, die ebenfalls Künstlerin ist, mit zurück nach Portland zu nehmen. Doch wie geht es dort weiter? Mal sehen, was die Zukunft bringt … .
Ein tolles Buch, speziell für die, die noch nicht wissen, was sie vom Leben wollen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 18. November 2015

"Shiverton Hall - Düstere Schatten"

Internat des Grauens: "Shiverton Hall - Düstere Schatten"!

Emerald Fennel, übersetzt von Jann Kerntke
Shiverton Hall – Düstere Schatten (Band 1)
978-3-8458-0785-0
Bloomoon Verlag/ ars edition
Alter: 10+

In seiner früheren Schule wurde Arthur gemobbt und musste sie verlassen. Nun schneit eine unerwartete Einladung von einem Internat ins Haus, obwohl er sich dort nie um ein Stipendium beworben hat. Arthurs Eltern sind erfreut über diese Chance und bringen ihren Sohn höchstpersönlich nach Shiverton Hall. Die Schule ist ein ziemlich gruseliges Gemäuer. George, der Arthur herumführen und ihm alles zeigen soll, erzählt ihm eine Gruselgeschichte nach der anderen. Einst erbaute der grausame Lord Shiverton, ein Sklavenhändler, das Haus. Der Lord entführte und ermordete mehrere junge Frauen, auch Rose, deren Mutter eine Hexe war. Die Mutter übte grausame Rache (eine ganz eklige Geschichte mit jeder Menge Eingeweide) und verfluchte Shiverton Hall. Das wirkte sich auch noch auf die späteren Bewohner aus. Kinder ertranken im Brunnen, Personen aus Gemälden wurden lebendig und mordeten, eine Zeit war das Haus eine Irrenanstalt, als es dann eine Schule wurde, wurde einer der Lehrer zerfleischt aufgefunden … . Anfangs ist Arthur von diesen Gerüchten nicht sehr beeindruckt. Jedenfalls gibt er sich ganz cool. Aber irgendwas geht an dieser Schule nicht mit rechten Dingen zu. Es beginnt schon bei der Begrüßungsrede der Direktorin. Ein Junge im Schlafanzug stürmt in den Saal und schreit, dass etwas Schreckliches geschehen und die „Freunde“ zurückkommen werden. Die Direktorin beruhigt die Anwesenden. Tristan sei psychisch krank. Arthur freundet sich mit George, Penny und Jake an und verknallt sich außerdem in die hübsche Amber. Leider ist die schon mit dem Anführer der Terror-Drillinge zusammen, die in dem Zimmer neben Arthur wohnen und ihm fiese Streiche spielen. Dann geschehen seltsame Dinge. Arthurs neuen Freunden erscheinen die unsichtbaren Freunde aus ihrer Kindheit, doch sie sind verändert, böse und gefährlich. Zum Beispiel flüstern sie ihnen zu „Spring!“, damit sie aus dem Fenster springen. Sind diese Wesen echt oder nur ein Traum oder eine Halluzination? Bei einem Ausflug ins Dorf erkennt die Frau im Süßwarenladen Arthur von einem Zeitungsartikel wieder. Arthur hat seinen Freunden nie die ganze Wahrheit über das erzählt, was an seiner alten Schule vorgefallen ist. Penny ist neugierig und geht noch einmal zurück, um mit der Ladenbesitzerin zu reden. Als sie allein auf der Straße ist, taucht ihre unsichtbare Freundin Lola auf und drängt sie, sich selbst mit einem spitzen Stein auf den Kopf zu schlagen. Zum Glück kommt jemand vorbei und Lola ist weg. Jake hat nicht so viel Glück. Er verschwindet spurlos. Als man ihn findet, liegt er im Koma. Er war auf einen Baum geklettert und hatte sich heruntergestürzt. Sicher nicht freiwillig, doch die Lehrer glauben an einen Selbstmordversuch, immerhin ist seine Mutter auch psychisch krank. Arthur und die anderen trauen sich nicht, ihnen Wahrheit zu sagen. Sie haben Angst, auch für verrückt gehalten zu werden. Doch als George in einem Duschvorhang beinahe erstickt, gehen sie doch zur Direktorin. Die bezeichnet sie als dreiste Lügner. Vielleicht weil sie genau weiß, dass es doch wahr ist? Es gibt bald ein weiteres Opfer. Xanthe, die in Arthur verknallt ist und ihm immer nachläuft, stürzt aus dem Fenster. Georges Opa ist Experte für Übersinnliches und sagt, das mit den „Freunden“ sei schon mal vorgekommen, im 16. Jahrhundert, also vor dem Fluch! Bei einem Besuch in der Psychiatrie bei Tristan warnt der sie, dass Arthur großer in Gefahr sei. Sein „Freund“ sei der gefährlichste von allen, doch Arthur erinnert sich nicht, je einen gehabt zu haben … .
Spannend! Gruselig! Nichts für schwache Nerven! Ich freue mich schon auf Band 2.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Last Secrets - Das Rätsel von Loch Ness"

Spannende Zeitreise: "Last Secrets - Das Rätsel von Loch Ness"!

Richard Dübell
Last Secrets – Das Rätsel von Loch Ness
978-3-8339-3925-9
Baumhaus Verlag
Alter: 10+

Die Zwillinge Fynn und Franzi sind es gewohnt, mit ihren Eltern, die Dokumentarfilmer sind, um die ganze Welt zu reisen. In diesen Sommerferien jedoch sind sie gezwungen, im heimischen, und verregneten, München zu verweilen, da die Eltern dort einen Film über Antiquitäten und Antiquitätenhandel drehen. Zusammen mit ihren besten Freunden, der freakigen Lena und Smartphone-Junkie Cornelius, stoßen sie bei den Recherchen auf einen rätselhaften Apparat, der die Zwillinge regelrecht zu rufen scheint. Wenig später begegnet ihnen im Traum ihr Vorfahr, der legendäre Detektiv Vidocq. Er gibt den Kindern die Aufgabe, die letzten großen Rätsel der Menschheit zu lösen. Der seltsame Apparat entpuppt sich als Zeitmaschine. Antiquar Hanselmann erklärt den Freunden, dass Ort und Zeit aller Rätsel von Vidocq einprogrammiert wurden. Seine Familie hütet die Maschine seit Generationen. Ihr erster Auftrag führt die vier Kinder nach Schottland, in das Jahr 1934. Ihre Mission ist es, herauszufinden, ob es das legendäre Ungeheuer von Loch Ness wirklich gibt. Im Jahre 1934 ist Cornelius geliebtes Smartphone leider nur als Taschenlampe zu gebrauchen. Eine der positiven Nebenwirkungen der Zeitreise ist es jedoch, dass sie problemlos die fremde Sprache sprechen und verstehen. Leider sind die meisten Schotten nicht sehr gesprächig, wenn es um ihr Ungeheuer geht. Doch irgendwas scheint an der Sache dran zu sein. Eine ganze Menge „Spinner“ hat sich am Loch Ness versammelt, darunter auch ein total durchgeknallter Franzose. Dabei handelt es sich um die jüngere Version von Vidocq, die er ihnen zur Unterstützung aus dem Jahr 1802 geschickt hat. Leider ist dieser Vidocq keine große Hilfe, im Gegenteil. Er ist noch weit davon entfernt, der berühmte Detektiv zu sein und steht auf der anderen Seite des Gesetztes. Da sie die Hilfe eines Erwachsenen brauchen, geben sie ihn als ihren exzentrischen Onkel aus. Zunächst müssen sie ihn jedoch aus dem Krankenhaus befreien, in dem er festgehalten wird. Der dubiose Arzt Dr. Wilson scheint nicht zu wollen, dass er und die Kinder sich auf die Suche nach dem Ungeheuer machen. Umso seltsamer ist es, dass ausgerechnet Wilson das Foto schoss, das den aktuellen Nessie-Wahn auslöste. Sie verfolgen den Arzt auf gestohlenen Fahrrädern, die den Kindern klobig und altmodisch erscheinen, für Vidocq jedoch eine faszinierende neue Erfindung sind. Während die „Spinner“ in Scharen mit Booten auf den See hinaus fahren, geraten die Freunde in neue Schwierigkeiten. Sie und Vidocq werden verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Ihr stockbesoffener, einheimischer Zellengenosse erzählt ihnen unfreiwillig, dass es das Ungeheuer wirklich gibt und es so eine Art Glücksbringer für die Menschen ist. Doch wie es aussieht und was es genau ist, weiß er nicht. Cornelius glaubt, es könnte ein Dinosaurier sein. Plötzlich werden sie aus der Haft entlassen, unter der Bedingung, in den nächsten Zug zu steigen und nie mehr zurückzukehren, doch sie können am Bahnhof entwischen. Dummerweise lässt Vidocq sie plötzlich im Stich, dabei müssen sie dringend zurück zur Zeitmaschine. Die funktioniert nämlich nur bei Neumond, also nur noch heute Abend. Da entdecken sie Wilson und den zwielichtigen Großwildjäger Wetherell und verfolgen sie zum See. Dort entdecken sie das große Geheimnis der beiden. Nun, da sie zu viel wissen, sollen sie mit einem Boot auf dem See ausgesetzt werden, wo sie einen bedauerlichen „Unfall“ haben sollen. Was nun? Und wo steckt eigentlich Vidocq?
Der spannende Auftakt einer neuen Reihe voller faszinierender Zeitreise-Abenteuer!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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