Mittwoch, 30. Juli 2014

"Die Nacht, in der ich supercool wurde"

Heute gibt es lustiges Lesefutter für supercoole Jungs!

Den Anfang machen die "Rockstars" Martin und Karli: "Die Nacht, in der ich supercool wurde"!

Juma Kliebenstein
Die Nacht, in der ich supercool wurde
978-3-7891-4060-0
Oetinger Verlag
Alter: 10+

Die Freunde Martin und Karli arbeiten noch immer an ihrer Coolness und sind im Sommer auf dem Campingplatz ja schon weit gekommen, doch jetzt sind die Ferien vorbei und die 7. Klasse fängt an. Was dann passiert, erzählt uns Martin, der mal wieder wo feststeckt. Diesmal ist es jedoch keine Kinderrutsche im Freibad, die ihm zum Verhängnis wird, sondern eine Kabine im unteren Schulklo, und das nur, weil er nicht neben seinem Physiklehrer an der Pinkelrinne stehen wollte. Aber beginnen wir von vorne: Die Ferien sind vorbei und Martin und Karli haben einen Deal mit Lucas von den FabFive, dass er sie in Ruhe lässt, nur davon ahnen die anderen FabFive nichts und nerven die beiden weiterhin. Tim und Finn sägen Martins Stuhl an und der wiederkäuende Yannik, der wie eine Kuh aussieht, findet das irre lustig. Da die FabFive allesamt Kühen ähneln, nennen Martin und Karli sie „die Elsas“, weil alle Kühe für sie Elsa heißen. Die Jungs treffen Stella und Luna, die sie in den Ferien kennengelernt haben (auch bekannt aus „Tausche Schwester gegen Zimmer“) im Eiscafé. Vorher läuft Martin jedoch vor lauter Aufregung gegen einen Laternenpfahl. Beim Warten schmieden die Jungs Zukunftspläne. Sie wollen unbedingt Rockmusiker werden. Sie lieben Musik, vor allem AC/DC und hören gerne Papas alte Platten. Opa steht mehr auf „Hoch auf dem gelben Wagen“ und dergleichen. Julius und Benedikt, die älteren Brüder der Mädchen mit der Riesen-Patchwork-Familie, machen auch Musik und Martin und Karli dürfen bei einer Probe zuschauen. Martin will unbedingt Schlagzeug spielen lernen und Karli, der richtig gut singen kann, will neben dem Singen auch noch E-Gitarre lernen. Sie bekommen Musikunterricht bei Kaffeejunkie Markus und Altrocker Herbert in der Musikschule. Martin bekommt ein lautloses Übungsschlagzeug, alles andere ist seinen Eltern zu laut. Seine Mutter ist sowieso gerade schlecht gelaunt, sein Vater, der sich endlich beim Hautarzt das berühmte „Rosi-Tattoo“ entfernen lässt, ist nur am jammern und sein Opa findet, dass Rockmusik einfach nur Krach ist. Auf dem Schulfest winkt den beiden Jungmusikern eine große Chance. Die alte Schulband „Hellboys“ macht ihren Abschluss und es soll eine neue Band gewählt werden. Martin und Karli treten als „Die Freaks“ an, aber sind zwei Leute schon eine richtige Band? Auch die FabFive treten an und wollen rappen, obwohl der Einzige, der das richtig kann, Lucas ist. Auch andere Bands nehmen am Wettstreit teil. Da sind Shirin und „Elfenzauber“, eine Gruppe Flötenspielerinnen, die Musik wie aus „Herr der Ringe“ machen und die „Shuffles“, die trommeln und dazu schreien. Martin und Karli haben wenig Zeit zum Üben. Können sie gewinnen? Ihre Musiklehrer sind optimistisch. Martin träumt schon vom Ruhm als Rockstar und sieht sich in TV-Shows Interviews geben. Doch „Die Freaks“ sind sich einig, dass sie noch mehr Bandmitglieder brauchen und veranstalten ein Casting in der Musikschule. Stella und Luna gestalten ein cooles Plakat, dass sie in der Schule aushängen. Als die Mädchen dazu jedoch zu Martin nachhause kommen, muss der erst mal sein chaotisches Zimmer aufräumen. Außerdem ist Opa mal wieder peinlich. Beim Casting finden „Die Freaks“ tatsächlich zwei weitere Bandmitglieder, die auch Außenseiter sind. Liam, der der eine Brille trägt und dessen rote Haare wie die Mähne eines schottischen Hochlandrinds aussehen, spielt Bass und Oli, ein Emo mit langen schwarzen Haaren und passendem Mantel, spielt Keyboard. Zusammen sind sie als Band richtig gut. Jetzt brauchen sie nur noch einen eigenen Song. Sie lassen Fan-Shirts drucken und kaufen sich coole Klamotten für ihren Auftritt. Martin ist froh, diesmal nicht etwas Buntes und Schickes mit Mama kaufen zu müssen, trotzdem bleibt ihm ein peinliches Erlebnis in der Umkleidekabine mit einer zu engen Jeans nicht erspart. Auch die Mädchen kommen mit auf Shopping-Tour und am Ende sind die Outfits der Band perfekt. Dann belauschen sie heimlich die Probe der Fabs. Lucas klingt super, doch die anderen sagen nur hin und wieder mal „Yo, bitch!“. Total bescheuert! Dann steht Martins Geburtstag an und er lädt Luna ein, weil er sie mag und Stella für Karli. Doch bei der Party nervt Opa mal wieder und die Mädchen sind nicht begeistert, dass Shirin und ihre „Elfen“ auch da sind. Wenig später erfahren die Jungs, dass Lucas aus seiner Band geflogen ist. Geld und Äußerlichkeiten sind den Fabs wichtig, und da das Autohaus der Eltern Berger pleite ist und die Eltern außerdem kurz vor der Scheidung stehen, ist Lucas für die Fabs nicht mehr tragbar. Sie sind jetzt wieder die FabFour und Lucas wird zum Außenseiter wie Martin und Karli. „Die Freaks“ haben ein ganz anderes Problem. Karlis Erkältung entpuppt sich als Stimmbruch und er quietscht mal hoch, mal tief. Die Lösung: Lucas springt als zweiter Sänger der „Freaks“ ein, wovon die Fabs natürlich nichts wissen dürfen. Karli und Lucas schreiben zusammen den Text und singen/rappen im Duett. Die Bands sollen in der Schule für sich Werbung machen. „Die Freaks“ verkleiden sich dafür als echte Rockstars und lassen Konfetti regnen. Mit Mamas Faschingsperücke sieht Martin aus wie Ozzy Osborne. Doch wird der Auftritt der „Freaks“ überhaupt stattfinden? Immerhin steckt Martin ja immer noch im Klo fest und als er versucht, sich unter der Tür durch zu quetschen, wird es noch schlimmer. Jetzt sitzt er wirklich fest und Hilfe ist nicht in Sicht. Gibt es noch Rettung in letzter Sekunde? Und welche Band macht das Rennen?
Endlich ist die heiß ersehnte Fortsetzung da und sie ist mindestens so cool wie die erste Geschichte! Ich habe wieder Tränen gelacht! Da ich in der Schule auch so ein Freak war (genaugenommen bin ich es noch immer), konnte ich mich gut in die Helden hineinversetzen. Leider wurde ich nie zum Rockstar ;-). Und der Songtext von den „Freaks“ war einfach echt cool. Auch der Opa, der eine meiner Lieblingsfiguren ist, hatte wieder seine Momente. Ich liebe dieses Buch! Ich kann nur sagen: Bitte noch einen Band!!!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Wilder Wurm entlaufen"

Ein tierisches Vergnügen: "Wilder Wurm entlaufen"!

Veronica Cossanteli, übersetzt von Ilse Rothfuss
Wilder Wurm entlaufen
978-3-551-52059-3
Chicken House Verlag
Alter: 9+

Georges Fahrrad wurde geklaut und jetzt braucht er dringend Geld für ein neues. Leider schwimmen er und seine Familie nicht gerade in Geld. Es reicht nicht mal für eine neue Waschmaschine. Seine Mutter betreibt einen Esoterik-Laden namens „Mermaids Cave“, der mehr schlecht als recht läuft. Ein Job muss her! Da sieht er ein Schild im Fenster des Süßkramladens, auf den in merkwürdiger Schrift eine Arbeit auf der Wormestall Farm angeboten wird. Das könnte man sich ja mal ansehen. Die Farm liegt außerhalb von Squermington und es dauert eine Weile, bis George endlich da ist, weil er Sir Crispin im Schlepptau hat. Sir Crispin ist der fette Mops von Mrs. Peagrim. Das kommt davon, wenn man für die große Schwester das Hunde-ausführen übernehmen muss. Auf der Farm trifft er Mrs. Lind, die ihm den Job geben will, wenn es ihm gelingt, Mingus einzufangen. Mingus entpuppt sich als Urzeitsäuger und das ist nicht das einzig Merkwürdige hier. Warum will Mrs. Lind wissen, ob er Angst vor Schuppen hat? Und was hat sie eigentlich gegen seinen Namensvetter, den heiligen Georg? Und wer oder was ist Grissel, der/die /das in der Scheune ist und nicht gestört werden sollte? Was für ein komischer Job soll das hier denn sein? Spätestens, als George mal muss und von einem, in der Kloschüssel lebenden, Kraken begrapscht wird, wird ihm klar, dass das hier kein normaler Bauernhof ist. Er trifft den Jungen Lo, der auch hier arbeitet und lernt Dido, den Dodo, kennen, der immer irgendwelche Eier ausbrütet. Zuhause erzählt er natürlich nichts von alldem. In der Schule kommt ein neues Mädchen in seine Klasse: Prudence. Ihre Stiefmutter ist Taxidermistin (nicht zu verwechseln mit Taxifahrerin), das heißt, dass sie Tiere ausstopft. Sie hört auf den Namen Diamond, genannt Di, und lutscht immer Lollis, die zu ihrer aktuellen Haarfarbe und dem darauf abgestimmten Outfit passen. Di ist sehr interessiert an den Gerüchten über einen Riesenwurm, der angeblich in der Stadt gesehen wurde. Keiner ahnt, dass es sich dabei um Mortifer, handelt, der aus der Wormestall Farm ausgebüxt ist. Er ist auch kein Wurm, sondern ein Basilisk, der Menschen und Tiere in Stein verwandeln kann. Als George die Zusammenhänge klar werden, begreift er, dass das Steinkaninchen auf der Farm kein Türstopper ist, sondern echt. Plötzlich taucht Prudence auf der Farm auf nachdem sie auf der Weide ein Einhorn gesehen hat. Auch sie bekommt einen Job angeboten und so arbeitet sie mit George gemeinsam für Mrs. Lind. Beim Füttern der „Enten“, die sich als fleischfressende Donnervögel entpuppen, erwischt George den falschen Futtereimer und muss in den Teich flüchten. Da macht er Bekanntschaft mit einem echten Ichthyosaurier, den er in der nächsten Zeit wie einen Delfin trainiert und ihm Kunststücke beibringt. Prudence erzählt, dass ihre Stiefmutter Mortifer fangen und ausstopfen will. Das können sie natürlich nicht zulassen und müssen ihn unbedingt zuerst finden. Außerdem schnüffeln die Spione von Di, Mintzer und Mump, ständig auf der Farm herum. Eines Tage ist ist Prudence verschwunden. Ihre Stiefmutter hält sie gefangen, doch sie kann flüchten. Leider gelingt es Di, sie erneut zu entführen und sie bekommt auch Mortifer in die Hände. Jetzt ist sie hinter dem Drachen Grissel her und hetzt die Meute auf die Wormestall Farm, indem sie ihnen weismacht, dass der Drache die kleine Lily, die seit kurzem vermisst wird, entführt hat. Alle schreien: „Tötet den Wurm!“. Können Grissel und Mortifer noch gerettet werden? Und was wird aus Prudence? Was ist wirklich mit der kleinen Lily passiert? Welches Geheimnis verbirgt Lo? Und können die versteinerten Menschen und Tiere wieder zum Leben erweckt werden?
Eine richtig lustige und spannende Geschichte! Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert, vor allem über den Kraken im Klo ;-). Ich hoffe, das war nicht das letzte Abenteuer von George und Prudence. Bitte mehr davon!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!"

Winzig und witzig: "Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!"

Fleur Hitchcock, übersetzt von Susanne Evans
Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!
978-3-570-15647-6
cbj Verlag
Alter: 10+

Alles beginnt mit einem Meteoriten, der vom Himmel fällt und den Tom dann im Garten seiner Oma findet. Es handelt sich nämlich nicht um einen gewöhnlichen Meteoriten. Tom stellt fest, dass er damit Dinge schrumpfen lassen kann. Ein Schaf, ein Boot, die riesige Hotdog-Reklame und als Krönung der Planet Jupiter, dies alles befindet sich nun geschrumpft in Toms Hosentasche. Dass sich der Jupiter nicht mehr an seinem Platz befindet, hat allerdings katastrophale Folgen. Früher oder später wird die Erde in die Sonne stürzen. Wie soll Tom nun den Jupiter wieder an seinen alten Platz, vor allem in seiner alten Größe, bekommen? Zunächst einmal muss er ihn wiederfinden, er ist nämlich plötzlich weg. Tom ahnt nicht, dass sich seine nervige, kleine Schwester Tilly den „schönen Ball“ unter den Nagel gerissen und in ihrem Zimmer versteckt hat. Daher weiß Tom auch nicht, dass er langsam aber sicher wieder anfängt zu wachsen. Doch dass ist nicht Toms einziges Problem. Er hat Ärger mit Jacob, der in der Schule der Mobbing-König ist. Vor allem Tom und sein Freund Erik sind seine liebsten Opfer. Tom ist an der Schule nur der „Minidorf-Junge“, weil seine etwas seltsame Oma das Minidorf, die Hauptattraktion im Städtchen, aufgebaut hat. Touristen von überall sind ganz fasziniert von den winzigen Nachbildungen, die dort ausgestellt sind. Tom hasst es, deswegen von den anderen ausgelacht zu werden. Sein Kumpel Erik hat es noch schwerer. Sein Vater gilt als totaler Spinner, weil er behauptet, von außerirdischen Riesen entführt und gefangen gehalten worden zu sein. Zumal ist Erik ein Mathe-Genie und ein richtiger Nerd. An Halloween laufen diese beiden Lieblingsopfer prompt in die Arme ihres Peinigers Jacob, der passenderweise ein Teufelskostüm trägt. Tom bleibt gar nichts anderes übrig, als Jacob zu schrumpfen und in seine Hosentasche zu stecken. Natürlich wird Jacob irgendwann vermisst und die Polizei beginnt, Fragen zu stellen. Jacobs Eltern halten ihren Sohn trotz Teufelskostüm für einen kleinen Engel und machen sich große Sorgen. Tom wird inzwischen so einiges klar. Er vermutet, dass auch seine Oma irgendwie Sachen schrumpfen kann. Ist das Minidorf deshalb so realistisch? Gibt es da einen Zusammenhang? Da gibt es eine „Nachbildung“ der Scheune, die früher im echten Dorf stand, bevor sie eines Tages verschwand. Eriks Vater behauptet, die Außerirdischen hätten die Scheune gestohlen. Doch das Scheunen-Rätsel hat für Tom erst einmal geringe Priorität. Als erstes muss der das Jupiter-Problem lösen. Mittlerweile ist der Planet wieder deutlich gewachsen, wie auch das Schaf und die restlichen geschrumpften Dinge, aber er befindet sich noch immer in Tillys Kinderzimmer. Tilly bekommt einfach den geschrumpften Jacob als Ersatz-Spielzeug angeboten und Tom und Erik tüfteln einen Plan aus, wie sie Jupiter wieder an seinen Platz zurückschleudern wollen. Leider geht das Dach des Hauses dabei drauf. Schaffen sie es noch rechtzeitig, die Welt vor dem Untergang zu retten?
Der Titel ist ein wenig irreführend, denn nicht das Schaf ist hier das Hauptproblem, sondern der Jupiter. Eigentlich müsste es heißen „Verflixt, ich hab den Jupiter geschrumpft!“. Im englischen Original heißt es ganz einfach „Shrunk“. Trotzdem ist es ein sehr lustiges Buch mit herrlich schrägen Figuren, das einen beim Lesen zum Lachen bringt. Wer witzige Geschichten mag, ist hier auf jeden Fall richtig. Ein tolles Lesevergnügen, nicht nur für Fans von Greg und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 23. Juli 2014

"Stirb leise, mein Engel!"

Heute gibt es jede Menge Lesefutter für alle, die nie ohne Krimi ins Bett gehen! Aber ob Ihr danach noch schlafen könnt ... .

Rätselhafte Selbstmorde: "Stirb leise, mein Engel!"!

Andreas Götz
Stirb leise, mein Engel!
978-3-7891-3615-3
Oetinger Verlag
Alter: 16+

Eine Welle von Selbstmorden mit Zyankali erschüttert München. Der sechzehnjährige Sascha wird durch eine unglückliche Verkettung von Umständen in die Ereignisse verwickelt. Saschas Vater, ein Polizist, wurde im Dienst erschossen. Nun trauert Sascha nicht nur um seinen Vater, sondern befürchtet auch, dass seiner Mutter, die auch Polizistin ist, ebenfalls etwas zustoßen könnte. Außerdem trägt sie ihren Ehering nicht mehr und Sascha macht sich Sorgen, dass sie einen neuen „Vater“ anschleppen könnte. Daher macht er einen Therapie bei Dr. Androsch. In der Nachbarwohnung von Sascha ziehen Joy und ihre Mutter ein. Joy ist ein Jahr älter als Sascha, wiederholt aber das Schuljahr. Die beiden mögen sich, aber dummerweise sieht Joy in Sascha nur einen Kumpel, während er sich total in sie verknallt. Bei der Therapie lernt er Nathalie kennen, deren Freundin Alina sich umgebracht hatte. Alina hatte seit kurzem einen Freund und hatte sich von Nathalie, ihren anderen Freunden und ihrer Familie abgekapselt. Nathalie und Sascha fragen sich, ob ihr Tod wirklich Selbstmord war. Die beiden gehen gemeinsam ins Kino und werden dabei von einem Typen mit grüner Baseball-Kappe beobachtet. Plötzlich will Nathalie nichts mehr mit Sascha zu tun haben. Sie hat jetzt einen Freund, Tristan. Kurz darauf ist auch Nathalie tot. Aus den Kapiteln, die aus Tristans Sicht erzählt werden, erfahren wir, dass er die Mädchen hasst und leiden sehen will. Er überredet sie zum gemeinsamen Selbstmord aus Liebe, trinkt dann aber selbst nichts von der vergifteten Cola und entfernt seine Spuren und seinen Abschiedsbrief von Tatort. Gemeinsam mit Joy ermittelt Sascha weiter, doch dann trifft er auf Nathalies Beerdigung die rätselhafte, top-gestyle Mareike, die sich betont sexy gibt, auf Stöckelschuhen läuft wie ein Model, mehr als eine Kreditkarte hat und immer Taxi fährt. Alle Männer drehen sich nach ihr um und auch Sascha bleibt von ihr nicht völlig unbeeinflusst. Mit Joy entdeckt er in der Zeitung einen Hinweis auf einen weiteren Todesfall mit Zyankali. Diesmal spricht alles für Mord. Die Spur führt wieder zu dem mysteriösen Tristan, der das Mädchen Laila gestalkt haben soll. Hat er die Wasserflasche in ihrer Sporttasche ausgetauscht? Joy und Sascha suchen Nathalies Mutter auf, außerdem die Freundinnen des ersten Opfers Sarah und reden mit Alinas Bruder Bruno, der ihnen Teile von Alinas Tagebuch überlässt. Daraus geht hervor, dass Alina in Androsch verliebt war. Hatte er eine Beziehung mit ihr? Anscheinend hatte er was mit dieser Laila. Auch mit anderen minderjährigen Patientinnen? Alle toten Mädchen waren bei ihm in Therapie. Außerdem taucht Androschs Sohn Mirko in Saschas und Joys Ermittlungen auf, der ein schwieriger Charakter zu sein scheint. Sie sehen, wie er das Auto seines Vaters zerkratzt. Auch Saschas Mutter ermittelt in dem Fall, redet aber mit ihrem Sohn nicht darüber, bzw. darf gar nicht darüber reden. Während sich Bruno an Joy heranmacht, hat Sascha ein nächtliches Date mit Mareike in einer Galerie. Um Sascha zu beeindrucken, tut sie so, als würde sie dort einbrechen, dabei kennt sie den Besitzer. Dann kommt es wirklich noch zu einem Einbruch. Die beiden brechen in die Wohnung von Mirko ein und finden dort erdrückende Beweise, wie ein Video, das Nathalies Todeskampf zeigt. Alles deutet darauf hin, dass Mirko der mysteriöse Tristan ist, bis die Polizei seine Leiche findet. Wer ist dann Tristan? Außerdem ist Androsch verschwunden. Joy ist alles andere als begeistert, dass Sascha plötzlich mit Mareike zusammen ermittelt und Mareike verabscheut Joy. Dann wird Joy von „Tristan“ in eine tödliche Falle gelockt … .
Wer ist „Tristan“? Obwohl wir seine Gefühle, Gedanken und Absichten in „seinen“ Kapiteln kennenlernen, bleibt seine Identität bis kurz vor Schluss ein Geheimnis. Als dann die Wahrheit ans Licht kommt, kann man es kaum glauben. Ein wirklich genial gestrickter Krimi, der einen bis zur letzten Seite fesselt. Das Cover hat mich ein wenig an Simon Beckett erinnert. Wie ein Jugendbuch sieht es von außen wirklich nicht aus. Da es auch innen ziemlich heftig ist, empfehle ich es eher den älteren Jugendlichen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spurlos"

(Über-)Leben im Zeugenschutz: "Spurlos"!

Ashley Elston, übersetzt von Elisa Martins
Spurlos
978-3-944572-06-2
Mixtvision Verlag
Alter: 14+

Sie heißt jetzt Meg. Die Siebzehnjährige ist mit ihrer Familie im Zeugenschutzprogramm. Gerade sind sie zum 6. Mal umgezogen. Ihre elfjährige Schwester trägt jetzt den Namen Mary. Wenn sie unter sich sind, benutzen sie ihre Spitznamen, Sissy (von „Sister“) und Tiny. Meg hat immer eine Notfalltasche mit Kleidung, Make-up und I-Pod griffbereit, falls sie wieder wegmüssen. Ihr Vater will ihr nicht sagen, warum das alles so ist. Er wird immer paranoider. Jetzt muss er in einer Autoteilefabrik arbeiten. Früher war die Familie wohlhabend. Ihre Mutter gab Cocktail-Empfänge. Jetzt hat sie angefangen zu trinken, viel zu trinken. Umgestylt für Natchitoches, Louisiana, mit kurzen dunklen Haaren, braunen Kontaktlinsen und uncoolen Klamotten, fängt Meg an der neuen Highschool an. Sie darf nicht auffallen. Kein Auto, kein Führerschein, keine Freunde, keine Clubs, kein Internet! Sie trifft Ethan und blockt seine Annäherungsversuche ab. Auch von den Mädchen, die mit ihr zu Mittag essen wollen hält sie sich fern und wird schnell unbeliebt. Von den „Anzügen“, wie sie die FBI-Agenten nennt, bekommt sie nur wenig Taschengeld, so dass sie einen Job in Pearls Pizzeria annimmt. Pearl ist ausgerechnet Ethans Tante. Jemand erkundigt sie am Telefon in der Pizzeria nach Meg. Wurde sie gefunden? Ethan ist skeptisch, was Meg angeht, da sie angeblich aus Lewisville in Arkansas kommt, aber das berühmte Fouke Monster (so eine Art Bigfoot) nicht kennt. Bei einem Schulprojekt in Gesundheitskunde muss sie mit Ben zusammenarbeiten, der Mit Ethans zickiger Zwillingsschwester Emma geht, die Meg nicht leiden kann. Ben und Ethan, die früher Freunde waren, da die Farmen ihrer Väter nebeneinanderliegen, streiten sich ständig, prügeln sich sogar. Meg wird beim Schulschwänzen von Agent Thomas erwischt und sie fragt sich, wie er sie so schnell finden konnte. Er kann sie gerade noch davon abhalten, in einem Café ins Internet zu gehen. Diesen Fehler hatte sie früher schon einmal begangen. Weil sie auf ihrer alten facebook-Seite etwas gepostet hatte, mussten sie wieder umziehen. Megs Schwester, die sich in letzter Zeit recht merkwürdig benommen hat, blüht auf, als sie in der Pizzeria-Küche mithelfen darf. Außerdem mag sie Ethan, seinen Truck und seinen Labrador Bandit. Meg freut sich, dass es ihr besser geht und auch, dass ihre Mutter schon seit einiger Zeit nüchtern ist, doch dann geschieht etwas im Waschraum. Der Strom ist plötzlich weg und dann ist Megs Tagebuch verschwunden. Mit wem telefoniert ihr Vater dauernd? Meg fühlt sich verfolgt. Die Tasche, die verschlossen in Ethans Truck lag, während sie auf einer Party waren, ist plötzlich offen. Thomas taucht auf und fragt, ob alles o.k. ist. Meg belauscht erneut ein Telefonat ihres Vaters im Waschraum. Er wolle alles klären, nur was und mit wem? Er schweigt. Ihre Mutter macht vage Andeutungen. Als Meg mit Ethan im Kino ist, zeigt er ihr ein Foto von einer Avery Preston aus Florida und fragt, ob sie das ist. Sie war damals in der Lokalzeitung, ein Fehler! Sie verrät ihm nur, dass ihr Vater Schwierigkeiten hatte und einen neuen Job brauchte, da sie nicht weiß, ob sie ihm trauen kann. Sie kennt ihn ja erst seit zwei Wochen. Meg hat Alpträume. Was ist passiert bevor sie flüchten mussten? Sie erinnert sich an eine Party, auf der sich ihre Freundinnen als falsche Schlangen entpuppten und an Brandon, den sie liebte. Bei einer Wildschweinejagd auf Quads mit Ethan und seinen Freunden, hat Meg Flashbacks von Blut und Waffen. Sie erkennt, dass sie der Grund für das Untertauchen ist und nicht ihr Vater. Sie hat gesehen wie Brandon und sein Vater ermordet wurden und die schrecklichen Ereignisse dann verdrängt. Es ging um irgendwelche Hauptbücher. Brandons Vater war wohl in Geldwäsche verwickelt. Sie redet mit Thomas, verrät aber nicht, was sie weiß und entschuldigt sich bei ihrem Vater dafür, dass sie dachte, alles sei seine Schuld. Nach einem weiteren Flashback wird ihr klar, wo die gesuchten Hauptbücher zu finden sind. Sie läuft weg, als das FBI mal wieder anrückt und ihre leider wieder betrunkene Mutter in den Entzug verfrachtet. Es folgt ein verrückter Roadtrip mit Ethan, dem sie schließlich die ganze Geschichte erzählt. Sie weiß, dass sie ihren Plan jetzt durchziehen muss, damit aus Meg wieder Anna Boyd werden kann und sie ihr Leben zurückbekommt.
Eine unheimlich fesselnde Geschichte über ein Mädchen im Zeugenschutzprogramm! Spannung und Action wechseln sich mit Liebesgeschichte und Highschool-Zickenzoff ab und bilden so eine geniale Mischung. Es bleibt bis zum Ende spannend und gerade zum Schluss gibt es noch einige Überraschungen. Ich habe das Buch förmlich verschlungen!
Für alle mit Reader: Das e-book gibt es inklusive!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Kiss me, kill me"

Mörder ohne Gedächtnis?: "Kiss me, kill me"!

Lucy Christopher, übersetzt von Beate Schäfer
Kiss me, kill me
978-3-551-52033-3
Chicken House Verlag
Alter: 14+

Als Emilys Vater aus dem Krieg zurückkehrte, war er nicht mehr derselbe. Er ist schwer traumatisiert. Vor allem leidet er darunter, versehentlich eine junge Zivilistin getötet zu haben. Nun ist er wieder zuhause bei seiner Familie, doch die meiste Zeit verbringt er im Wald bei einem alten Bunker. Eines Tages kommt Emilys Vater aus diesem Wald und trägt die Leiche eines Mädchens in den Armen. Dadurch gerät er in Verdacht, das Mädchen, Ashlee, ermordet zu haben. Er ist verwirrt, bekennt sich schuldig wegen Totschlags und hofft auf mildernde Umstände. Im Wald hatte er Flashbacks, dazu kam ein heftiges Gewitter, dessen Donner ihn zurück in den Krieg versetzte. Alle glauben, dass er Ashlee getötet hat, sogar seine eigene Frau, die sich von ihm abwendet und im Haus alle Fotos von ihm wegräumt. Nur Emily glaubt nicht, dass ihr Vater ein Mörder ist. In der Schule wird sie von allen verachtet und gemobbt, auch von ihren früheren Freunden. Ashlees Freund Damon quält sie im Wald mit Straftraining, doch sie gewinnt überraschenderweise die Oberhand. Außerdem fühlt sie sich merkwürdig zu ihm hingezogen, obwohl er so gemein zu ihr ist. Er hasst sie wegen ihres Vaters. Sein eigener Vater fiel im Krieg und nun hat er auch noch seine Freundin verloren. Am Morgen nach Ashlees Tod wachte Damon mit einem totalen Blackout auf. Er weiß noch, dass sie nachts im Wald waren und das „Spiel“ spielten. Er und seine Kumpels hatten sich das „Spiel“ ausgedacht, als Vorbereitung auf das Militär. Sie rannten durch den Wald und jagten sich gegenseitig ihre Halsbänder ab. Ashlee durfte gnädigerweise mitspielen, weil sie Damons Freundin war. Alle waren ziemlich betrunken an diesem Abend und hatten außerdem Fairy Dust eingeworfen. Damon sagt seinen Freunden nichts von seiner Erinnerungslücke. Alle glauben, er hätte Ashlee zu ihrem Weg nachhause gebracht. Ist er vielleicht der Mörder? Er weiß es selber nicht. Warum war Ashlee in der Nähe des Bunkers? Hat Emilys Vater sie verfolgt? Wo sind Ashlees Halsband und ihr Handy geblieben? Als Damon seinem Freund Mack den Blackout gesteht, ist dieser sauer. Er will nicht vor der Polizei als Lügner dastehen, da er Damons Geschichte, er hätte Ashlee bis zum Weg gebracht, bestätigt hätte. Emily findet im Auto ihres Vaters eine Zeichnung. Er hatte immer Tiere gezeichnet, die an die Menschen erinnern, die er kannte. Auf dem Bild ist ein Reh mit Ashlees Augen, das von einem Wolf gejagt wird. Emily befürchtet, in dem Wolf ihren Vater zu erkennen. Als sie später im Wald beim Bunker Damon das Bild zeigt, sieht der sich selbst als Wolf. Wer ist nun der Mörder. Warum hatte Emilys Kumpel Joe Fotos von Ashlee, wo er doch angeblich im Wald nur Licht und Schatten für ein Kunstprojekt fotografieren wollte? Damon sucht im Bunker und der Umgebung nach Ashlees Halsband, doch es ist nirgends zu finden. Um sich endlich wieder an alles zu erinnern, beschließt er, noch einmal mit seinen Freunden das „Spiel“ zu spielen, unter den gleichen Bedingungen, wie in jener Nacht. Dabei findet er Ashlees Handy im Wald. Es ist zwar äußerlich beschädigt, aber noch funktionsfähig. Darauf ist ein Video, das alles aufklärt. Es sieht aus, als hätte Ashlee ihr eigenes Spiel gespielt, das dann außer Kontrolle geriet … .
Hochspannung bis zum Schluss! Erst ganz am Ende erfährt man, wer wirklich der Mörder ist. Die Hauptverdächtigen sind natürlich Emilys Vater und Damon, aber mindestens einer von ihnen ist unschuldig, nur wer? Etwas irritierend fand ich die Liebesgeschichte, die sich zwischen Emily und Damon anbahnt. Das wirkte auf mich nicht wirklich glaubwürdig. Wem der Stil von Lucy Christopher gefällt, dem empfehle ich auch ihr Buch „Ich wünschte, ich könnte dich hassen“, indem es um eine Entführung geht und sich das entführte Mädchen in ihren Kidnapper verliebt (Stockholm-Syndrom).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 16. Juli 2014

"Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht"

Mein Thema heute: "Das Dicke Ende!", also jede Menge letzte Bände ;-)!

Das geniale Finale einer meiner absoluten Lieblingsserien: "Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht"!

C.C. Hunter, übersetzt von Tanja Hamer
Shadow Falls Camp – Erwählt in tiefster Nacht (Band 5/ letzter Band der Reihe)
FJB Verlag
978-3-8414-2163-0
Alter: 12+

Das große Finale: Kylie lebt nicht mehr im Shadow Falls Camp, sondern bei ihren Großeltern in der Gemeinschaft der Chamäleons. Dort lernt sie mehr über sich, ihre Art und ihre Fähigkeiten, wie z.B. das Unsichtbar-machen. Allerdings fühlt sie sich dort sehr eingeengt, vermisst ihre Freunde und würde nichts lieber tun, als endlich ins Camp, wo sie sich zuhause fühlt, zurückzukehren. Doch die Gemeinschaft will Kylie nicht ohne weiteres gehen lassen, also bleibt ihr nur die Flucht, zumal das Camp mal wieder in Gefahr ist. Burnett und Derek berichten ihr, dass Mario das Camp bedroht und das Helen angegriffen wurde. Bei ihrer Flucht bekommt Kylie Hilfe von Jenny, Haydens kleiner Schwester. Nach ihrer Rückkehr nach Shadow Falls, trifft Kylie auf Lucas und prompt geht das Gefühlschaos wieder los. Eigentlich ist sie ja noch sauer auf ihn wegen der Verlobung. Andererseits … . Kann es sein, dass sie ihn trotz allem noch liebt? Und Derek? Scheiß Liebe! Auch Kylies Freundinnen Della und Miranda haben Liebeskummer. Bei Miranda geht es natürlich mal wieder um Perry, aber wer bringt Dellas Vampirherz zum Hüpfen? Und wer sagt hier, dass die Liebe nur Teenager um den Verstand bringt? Man braucht sich nur mal Holiday und Burnett anzusehen, die demnächst heiraten wollen. Allerdings ahnt der smarte Vampir noch nicht, dass er demnächst Vater wird. Selbst Holiday ist sich noch nicht völlig sicher, ob sie denn wirklich schwanger ist. Um ihrer Freundin zu helfen, besorgt Kylie in der Drogerie eine Auswahl an Schwangerschaftstests und zahlt diese mit ihrer Kreditkarte, da sie nicht genug Geld dabei hat. Das erfährt Kylies neugierige und in sexuellen Dingen stets über-vorsichtige Mutter (Wir erinnern uns an die Unmengen von Aufklärungsbroschüren, mit denen sie ihre arme Tochter seit Beginn der Pubertät zumüllt), die daraufhin kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht und natürlich sofort ins Camp kommt. Dadurch ergibt sich eine äußerst peinliche Situation für Kylie. Ihren neuen Freund John, den Kylie nicht ausstehen kann, hat Mama auch noch im Schlepptau. Aber wenn man meint, das wären Kylies einzige Sorgen, so hat man sich gewaltig getäuscht. Kylie muss sich mal wieder mit einem Geist herumschlagen und der hat es diesmal echt in sich. Die unheimliche, Schwert schwingende Geisterlady verlangt doch glatt, dass Kylie zur Mörderin wird. Sie sagt, sie müsse töten, um selbst zu überleben. Töten oder sterben? Beide Möglichkeiten sind nicht sehr verlockend. Aber wen soll Kylie eigentlich töten? Und wer ist der Geist, der sie da belästigt und wo ist die Verbindung zu Kylie? Hat das alles mit Mario zu tun? Ist der Geist böse? Die absolute Krönung ist jedoch das Schwert, das immer wieder in Kylies Nähe auftaucht. Wenn Kylie es berührt, leuchtet das Schwert. Immer noch die Warnungen des Geistes im Kopf, trainiert Kylie nun eifrig mit dem Schwert für den großen Kampf, gemeinsam mit Lucas. Sie sagt ihm, er solle sein Leben und sein Rudel nicht für sie aufgeben und seinen vorbestimmten Platz im Rat einnehmen. Außerdem wird ihr klar, dass es viele Parallelen zwischen der Gesellschaft der Werwölfe und der Chamäleons gibt. Beide sind sehr elitär, verschlossen, schotten sich wie Sekten vom Rest der Welt ab. Kylie meint, es sei Zeit für ein „Coming-Out“ der Chamäleons. Sie will den Anfang machen und sich freiwillig von der FRU untersuchen lassen. Andere Chamäleons wie Hayden werden ihr folgen. Vielleicht gibt es sogar bald andere Chamäleon-Schüler im Camp und einen Chamäleon-Tisch in der Mensa. Vorher steht allerdings noch der Endkampf gegen Mario an. Und was wird jetzt eigentlich mit Lucas?
Der krönende Abschluss einer tollen Reihe. Endlich sind alle Geheimnisse gelöst und es gibt ein Happy End. Eigentlich schade, dass es jetzt vorbei ist ;-). Alle, die die Reihe noch nicht kennen und neu einsteigen wollen, haben jetzt allerdings den Vorteil, dass sie gleich alle 5 Bände am Stück lesen können und nicht mehr quälend lange auf die Fortsetzungen warten müssen. Shadow Falls Camp macht einfach süchtig!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Gone - Licht"

Total krass wird es beim letzten Band der "Gone-Reihe": "Gone - Licht"!

Michael Grant, übersetzt von Jaqueline Csuss
Gone – Licht (Band 6)
978-3-473-40107-9
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Die Tage der Kuppel sind gezählt. Durchsichtig ist sie ja schon. Draußen warten Eltern und Filmteams. Drinnen warten die Kinder, wenn sich auch einige von der Barriere fernhalten, so wie Orc, der sich für sein Aussehen schämt. Durch den ganzen Rummel gibt es kaum noch Kinder die arbeiten, so dass eine neue Hungersnot droht. Sam hat Angst vor der Zukunft. Wird man ihn für seine Sünden bestrafen? Immerhin hat er die psychopathische Penny vor den Augen der Erwachsenen zu Asche verbrannt. Sie haben getötet und sich vor Hunger gegenseitig aufgefressen, doch davon ahnen die Eltern hinter der Wand nichts. Die machen sich eher Sorgen, ob sie auch genug für die Schule getan haben. Niemand von „draußen“ könnte es je verstehen. Sam kann die Situation an der Barriere nicht in den Griff bekommen und überträgt Edilio die Verantwortung, der als erstes Albert von der Insel zurückholt, damit er die Kinder zum Arbeiten bewegt. Während Edilio zum offiziellen Anführer wird und sich Sorgen macht, ob er nach dem Fall der Kuppel nach Honduras abgeschoben wird, muss sich Sam mit seinem Bruder Caine, dem entthronten König, verbünden. Die größte Gefahr für alle ist nach wie vor Dianas Tochter Gaia, deren Körper von Gaiaphage übernommen wurde. Das Einzige, was Gaia fürchtet, ist Nemesis. Nemesis, war einmal der autistische kleine Pete, der nun zwar keinen Körper mehr besitzt, dafür aber die Macht über die FAYZ. Als Drake von Wirbelwind Brianna in Stücke gerissen und über die gesamte FAYZ verteilt wird, ist niemand mehr da, der Gaia Essen bringt. Sie öffnet die Kuppel an einer Stelle, so dass der rothaarige Mann Alex, der auf der Barriere herum kletterte, um ein Video zu drehen, das ihn reich machen soll, ins Innere fällt. Er wird von Gaia angegriffen, die ihm den Arm abreißt, mit Sams Gabe brät und dann verspeist. Diana wird bei dem Anblick übel (und mir beim Lesen auch). Gaia schleppt die Reste des abgenagten Arms als Vorrat mit, da sie immer schneller wächst und immer mehr Nahrung braucht. Sie will töten! Niemand in der FAYZ soll verschont werden. Doch sie braucht diejenigen mit besonderen Kräften, da sie keine eigenen besitzt und sie nur von anderen „leihen“ kann. Diese Kinder sollen bis zum Schluss leben, doch sie kann auf keinen Fall zulassen, dass Nemesis einen Körper findet. Alex (ja, der lebt noch!) dreht langsam durch. Der Wahnsinn um ihn herum ist zu viel für ihn. Unterdessen verkündet Sam, dass das Endspiel begonnen hat und seine Freundin Astrid macht sich große Sorgen um ihn. Sie liebt ihn. Zur gleichen Zeit kümmert sich die Heilerin Lana um Taylor, deren Gene aufgrund von Petes Spielereien mutiert sind und die nun aus Gold zu bestehen scheint. Dann greift Gaia das Lager am See an und tötet viele der Kinder. Sie können sie zwar verletzen, aber nicht stoppen, da sie sich ständig selbst heilt. Sam und Caine machen Jagd auf Gaia, während Albert um seinen geliebten Roger trauert. Gaia tötet einen Erntetrupp auf dem Feld und verletzt Sam bei einem Angriff schwer. Sam fühlt sich so hilflos wie nie zuvor. Gaia tötet auch Brianna und hinterlässt eine verzweifelte Dekka, die Brianna geliebt hat. Die Hoffnung ist fast verloren. Keine kann Gaia besiegen. Gaia verschmilzt Drakes Kopf mit dem Körper von Alex und gibt ihm eine neue Peitschenhand. Jetzt hat sie einen neuen Drake. Caine und Diana, die vor Gaia fliehen konnte, sind wieder vereint, auch Sam und Astrid. Doch das Ende ist nah. Sie brauchen einen Plan. Wer könnte Pete einen Körper geben? Sam leidet, weil Gaia mit seiner Gabe tötet und will sich opfern. Astrid kann und will nicht zulassen, dass er zum Märtyrer wird. Während Astrid vom neuen Drake angegriffen und gequält wird, trifft Sam erneut auf Gaia und unterliegt im Kampf. Sie fesselt ihn und schleppt ihn mit sich. Es gibt weitere Kämpfe und weitere Tote. Gaia will keinen Kampf, sondern ein Massaker bis niemand mehr übrig ist. Die Leute hinter der Barriere begreifen langsam, dass auch ihnen der Tod droht. Da beschließt Caine sich zu opfern und tatsächlich übernimmt Pete seinen Körper. Kann er Gaia stoppen? Wird sich die Kuppel jetzt endlich auflösen? Und was wird aus den Überlebenden der FAYZ?
Endspiel in der FAYZ! Der 6., letzte und heftigste Band hat es in sich. Ich war so gefesselt, dass ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Dann war ich traurig, dass es vorbei war, denn immerhin hatte ich 6 Bände lang in der FAYZ „gelebt“ und mit meinen Helden mitgefiebert und gelitten. Die Gone-Reihe ist nichts für Leser mit schwachen Nerven. Die krasseste Szene in diesem Band war die mit dem abgerissenen Arm, den Gaia abnagt, wie andere einen Hähnchenschenkel. Meine Kollegin Nicole hatte sogar Albträume davon.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Requiem"

Noch viel Fragen offen sind beim Abschluss der "Amor-Trilogie": "Requiem"!

Lauren Oliver, übersetzt von Katharina Diestelmeier
Requiem (Amor-Trilogie Bd. 3)
978-3-551-58301-7
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Lena lebt nun mit den Rebellen unter dem Kommando von Raven in der Wildnis. Nicht nur ihr neuer Freund Julian gehört zu der Gruppe, auch ihre erste Liebe Alex ist wieder aufgetaucht, doch Alex ignoriert sie, ist kalt und wie ein Fremder zu ihr. Eine schwierige Situation! Vielleicht ist die Liebe ja wirklich eine Krankheit. Dann taucht auch noch die hübsche Coral auf, in der Lena eine Rivalin sieht. Coral klebt ständig an Alex und er scheint nichts dagegen zu haben. Die Rebellen sind unterwegs zur Widerstandsbewegung in Waterbury. Die „geheilte“ Hana bereitet sich unterdessen auf ihre Hochzeit mit Fred Hargrove vor, die in 21 Tagen stattfinden soll. Sie denkt an Lena und macht sich Gedanken, dass sie selbst fehlerhaft sein könnte, da sie immer noch Träume hat, was nur 5% der Geheilten passiert. Heimlich sucht sie Lenas Familie auf und bringt Lenas Cousine Grace Vorräte, die sie aus der Speisekammer abzweigt. Die Menschen in den Armutsvierteln verhungern. Sobald Hargrove der neue Bürgermeister von Portland ist, will er den Ungehorsamen auch den Strom streichen. Wer sich nicht anpasst, wird bestraft und hat kein Recht mehr auf Elektrizität. Seine letzte Frau Cassie war auch ungehorsam und hat zu viele Fragen gestellt. Ist Hana auch in Gefahr? Es gibt einen riesigen Medienrummel um das glückliche Paar, nur dass Hana nicht glücklich ist. Lena und die Rebellen gelangen nach einigen Kämpfen mit Aufsehern endlich ins sichere Lager Waterbury. Auf einer Ebene lagern unzählige Menschen in Hunger und Elend, und der Gestank ist unerträglich. Der Fluss ist durch einen Damm ausgetrocknet und die Wasservorräte schwinden. Sie treffen Pippa, die Raven vom Widerstand kennt, und planen gemeinsam, den Damm zu sprengen. Lena gehört zu dem Ablenkungsteam, das die Wachposten am Turm mit Molotowcocktails bewerfen soll. Die sollen Alarm schlagen und alle Truppen dorthin locken, damit das Team am Damm ungestört ist. Doch wegen einer geheilten Verräterin schlägt der Plan fehl. Hana gibt sich währenddessen fügsam, probiert Hochzeitskleider an und schneidet feierlich das Band beim neuen Abschnitt der Grenzmauer durch. Insgeheim forscht sie nach Cassie, bekommt aber keine Infos. Unter dem Vorwand, eine Sitzordnungsliste für die Hochzeit abgeben zu wollen, geht sie in Freds Haus und schnüffelt in seinem Büro. Dort entdeckt sie, dass das grausige Gemälde an der Wand gar keine Jagdszene zeigt, wie sie immer dachte, sondern die Sagengestalt Blaubart inmitten toter Frauenkörper. Sie findet auch ein Gutachten, demzufolge Cassie verrückt oder fehlerhaft war. Fred konfrontiert Hana mit Fotos, die sie im Elendsviertel zeigen. Er fürchtet eine schlechte Presse, tadelt Hana für ihr Verhalten und ihre Neugier und bedroht sie. Er wird sogar richtig brutal und verletzt sie. Doch Hana verliert nicht den Mut. Mit dem kopierten Ausweis eines Dienstmädchens sucht sie in den Grüften nach Cassie und findet sie. Cassie ist nicht verrückt, warnt Hana vor dem brutalen, völlig irren Fred und erzählt ihr, dass er damals für den Tod seines eigenen Vaters verantwortlich war. Unterdessen verlassen Lena und ihre Leute das Lager, das kurz darauf von Truppen zerstört wird, und gehen nach Portland. Zwischen Alex und Julian gibt es eine Prügelei. Dann trifft Lena ihre totgeglaubte Mutter am Fluss wieder, die jetzt zu einer anderen Widerstandsgruppe gehört. Auch Pippa, die in Waterbury blieb und wundersamerweise überlebt hat, stößt wieder dazu. Die Rebellen wollen die Mauer einreißen. Hana hört von den Störfällen an der Grenze, ahnt aber nicht, dass Lena beteiligt ist. Plötzlich stehen sich die früheren Freundinnen wieder gegenüber … .
Das Ende vom Ende fand ich eher unbefriedigend. Das schreit geradezu nach einem 4. Band. Da ist noch so viel offen. Die Handlung um Hana fand ich übrigens viel interessanter, als Lena und ihre Liebesprobleme. Das ganze Hin und Her mit Julian und Alex, und dann ihre Entscheidung zum Schluss … . Im Anhang findet ihr noch eine Bonus-Shortstory über Alex Erlebnisse zwischen Band 1 und 2, ganz nett, aber irgendwie überflüssig. Die Seiten hätte man besser für ein vernünftiges Ende verwenden sollen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. Juli 2014

"Weil ich Will liebe"

Heute dreht sich alles um tragische Lovestorys! 
Schauen wir uns doch zunächst einmal an, wie es bei Will und Layken weitergeht: "Weil ich Will liebe"!

Colleen Hoover, übersetzt von Katarina Ganslandt
Weil ich Will liebe (Will & Layken Band 2)
978-3-423-71584-3
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Die wunderbare Liebesgeschichte von Will und Layken geht weiter, diesmal aus der Sicht von Will. Das junge Paar hat leider kaum Zeit füreinander. Nach dem Tod von Laykens Mutter kümmern sich die beiden um ihre kleinen Brüder Kel (gehört zu Layken) und Caulder (der gehört zu Will) und studieren beide. Ihre Kurse liegen leider so ungünstig, dass es ihnen nicht möglich ist, sich öfter zu sehen. Sie leben immer noch als Nachbarn in getrennten Häusern. Sie essen aber oft gemeinsam mit ihren Freunden Eddie und Gavin, die nun ebenfalls ein Paar sind und spielen dabei „Zuckerstück und Säurebad“. Dabei erzählen sie von dem besten und dem schlimmsten Erlebnis des Tages. An Kels 11. Geburtstag lernen sie Nachbarmädchen Kiersten kennen, in die Kel ein bisschen verknallt ist. Kiersten ist eine altkluge Vegetarierin, die ungeniert Wörter wie „Bullshit“ sagt und „Schmetterling“ zum neuen Schimpfwort erklärt. Da sie keine Hamburger gegessen hat, eingeht sie als Einzige der Lebensmittelvergiftung, die alle anderen umhaut. Eddie ist schwanger und Gavin, der gerade einen Job in der Pizzeria gefunden hat, fühlt sich der Vaterrolle noch nicht gewachsen. Will versteht das gut und erinnert sich an die erste Zeit mit Caulder und wie überfordert er war. Die Jungs bekommen Ärger in der Schule, als sie in der Pause einen Erstickungsanfall simulieren, um die Lehrerin Mrs. Brick mit ihrem Entenarsch rennen zu sehen. Außerdem malen sie ein Bild mit einer Morddrohung, um Kiersten zu helfen, die von älteren Schülern gemobbt wird. Strafe muss sein, auch wenn es Will und Layken nicht leicht fällt, aber schließlich müssen sie die Kleinen ja erziehen. Will trifft in der Vorlesung an der Uni auf seine Ex. Vaughn, die ihn schamlos anbaggert, ihm Kaffee bringt und sich immer ungefragt neben ihn setzt. Sie meint, er wäre nur aus Mitleid mit Layken zusammen, da sie ja ähnliche Schicksale haben. Will ist sauer und will, dass Vaughn ihn in Ruhe lässt. Layken erzählt er nichts davon, was sich später als schwerer Fehler herausstellt. Wills und Laykens „Wartejahr“ ist vorbei und sie planen ihr erstes Mal. Bis her gab immer einer von ihnen das „Rückzugsignal“, wenn sie beim Küssen zu weit gingen. Zunächst aber packen sie ein Geschenk aus, das Laykens Mutter ihnen hinterlassen hat und das bisher unter Wills Bett versteckt war, ohne dass Layken davon wusste. Es ist eine Glasvase mit lauter zu Sternen gefalteten Zettelchen, auf denen nützliche Tipps und Sprüche für die beiden stehen, die ihnen in schwierigen Situationen und bei Problemen in ihrer Beziehung helfen sollen. Auch vorher hatte Laykens Mutter ihnen schon Briefe hinterlassen, doch das hier ist etwas ganz besonderes. Die Vase verbleibt zunächst bei Will. Sie wollen die Jungs bei Wills Großeltern parken und am Wochenende ganz romantisch wegfahren, doch dann kommt Vaughn überraschend vorbei. Sie liebt Will noch immer und fängt an zu heulen. Gerade als Will sie tröstet und sie auf die Stirn küsst (was ausgerechnet auch noch Laykens „Lieblingskuss“ ist), kommt Layken ins Zimmer. Enttäuscht und wütend rennt sie davon. Will versucht, es ihr zu erklären, doch sie ist sauer und geht ihm aus dem weg. Dann will sie die Vase mit den Sternen holen, doch Will rückt sie nicht raus. Er liebt sie und will sie zurück und er weiß, dass sie ihn auch liebt. Er denkt über das nach, was Vaughn über seine Beziehung zu Layken gesagt hat und warum sie zusammen sind. Was wäre, wenn ihre Eltern noch leben würden, wenn ihre Brüder nicht befreundet wären und er nie ihr Lehrer gewesen wäre? Will benutzt Kiersten, um mit Layken zu reden, doch die bleibt stur. Wills alter Kumpel Reece, der in der Armee war, taucht plötzlich auf und zieht ungefragt bei Will ein. Reece ist scharf auf Vaughn und fängt was mit ihr an. Bei der Gelegenheit erfährt Will, dass sie beiden schon einmal zusammen waren und zwar unmittelbar nachdem er und Vaughn sich getrennt hatten. Will hatte sich damals bei Reece ausgeweint, dabei war der da schon mit Vaughn im Bett. Nachdem er Reece rausgeworfen hat, will er endlich mit Layken reden. Er manipuliert ihr Auto, so dass sie bei ihm mitfahren muss, als sie die Jungs bei den Großeltern abholen. Doch sie schweigt, „schnitzt Kürbisse“, wie sie es immer ausdrückt. Es kommt zur Beinahe-Versöhnung (heftiges Knutschen) in Omas Wäschekammer, doch sie werden von Oma unterbrochen. Will will nicht, dass seine Großeltern Layken für eine Schlampe halten und beichtet ihnen, dass sie noch Jungfrau ist. Er schmiedet einen Plan, sie zurückzugewinnen und bereitet ein besonderes Gedicht für den Poetry Slam im Club N9NE vor. Die anderen locken Layken dorthin und halten sie fest, damit sie nicht abhauen kann. Will spricht über seine Liebe und dass er sie nur um ihrer selbst willen liebt. Dabei präsentiert er wichtige Erinnerungsstücke ihrer Beziehung: die Darth-Vader-Hausschuhe, den Gartenzwerg, die „hässliche“ Bluse etc.. Der Plan geht auf und sie vergibt ihm, doch auf dem Heimweg geschieht ein schrecklicher Unfall. Ein Sattelschlepper rammt Laykens Auto und sie wird schwer verletzt, während die anderen nur leichte Blessuren davontragen. Wegen der schweren Kopfverletzung wird sie in ein künstliches Koma versetzt. Will sitzt an ihrem Bett und flüstert ihren Namen. Wird sie je wieder aufwachen?
Diese Liebesgeschichte ist einfach sooooooooo schön! Gut, es wirkt manchmal etwas konstruiert und dass die beiden auf jeder Seite 5 mal „Ich liebe dich“ sagen ist auch manchmal zu viel des Guten. Aber es ist alles sooooooo romantisch und man muss das Buch einfach in einem Rutsch verschlingen, zumal es am Schluss auch richtig spannend und tragisch wird. Bin schon gespannt auf den dritten Band.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen"

Tragisch geht es auch bei diesen beiden zu : "Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen"!

Katie McGarry, übersetzt von Lisa-Maria Rust
Noah und Echo – Liebe kennt keine Grenzen
978-3-7891-4272-7
Oetinger Verlag
Alter: 14+

Früher war Echo beliebt. Doch jetzt ist sie eine Außenseiterin, die die Narben an ihren Armen mit langen Ärmeln oder Handschuhen verbirgt. Doch dahinter steckt kein Selbstmordversuch oder „Ritzen“, sondern ein Vorfall mit ihrer psychisch kranken Mutter. Echo erinnert sich nicht, was genau passiert ist und macht eine Therapie bei Schulpsychologin Collins. Ihre Pausen verbringt sie in der Schulbibliothek statt in der Mensa. Ihrem leistungsorientierten Vater genügen ihre Noten, die weit über dem Landesdurchschnitt liegen, nicht. Er will, dass sie auf das beste Wirtschaftscollege geht, obwohl Echo lieber was mit Kunst machen möchte. Ihre schwangere Stiefmutter Ashley nervt ohne Ende und sie vermisst ihren Bruder Aires, der vor 2 Jahren als Marine in Afghanistan fiel. Er konnte sein Auto nicht mehr fertig restaurieren und das ist nun Echos Projekt, für das ihr Vater jedoch keinerlei Verständnis aufbringt. Noah ist ebenfalls ein Außenseiter, ein Kiffer, der gegen das System kämpft. Er wanderte von einer Pflegefamilie zur nächsten und darf seine jüngeren Brüder nur selten und dann auch nur unter Aufsicht sehen. Er gilt als gewalttätig, weil er seinen ersten Pflegevater geschlagen hat, dabei hat er sich doch nur gewehrt und außerdem seinen Pflegebruder beschützt. Echo soll Noah Nachhilfe geben. Er ist nicht dumm, hat gute Noten bei den Tests, aber schwänzt zu oft. Er sieht ihre Narben, aber sagt nichts und leiht ihr auf einer Party seine Jacke. Er findet, dass sie nach Zimt riecht. Sie findet, er sieht gut aus. Aber sie will, dass alles so wird wie früher und laut den wenigen Freundinnen, die wirklich noch ihre Freundinnen sind, gehört dazu auch ihr Exfreund Luke. Gemeinsam mit Noah schmiedet sie einen Plan, wie sie in Mrs. Collins Büro einsteigen und ihre Akten einsehen können. Sie will endlich wissen, was damals geschah, was die Alpträume von ihrer Mutter bedeuten. Sie erinnert sich zwar an einen Kunstwettbewerb, den sie gewonnen hat, aber nicht an das, was danach war. Niemand sagt ihr etwas. Noah will die Namen der Pflegeeltern seiner Brüder herausfinden. Wenn er etwas gegen sie vorbringen kann, bekommt er vielleicht das Sorgerecht. Der Plan geht nicht auf, aber Noah und Echo kommen sich näher. Offiziell ist Echo wieder mit Luke zusammen und geht mit ihm auf den Ball, doch der will nur Sex und meint, er hätte jetzt lange genug gewartet. Ohne Nachzudenken schleppt er sie ins Kino ausgerechnet in einen Kriegsfilm. Sie flüchtet aus dem Kino, teilt sich lieber einen Hamburger mit Noah und macht mit Luke Schluss, um endlich mit Noah zusammen zu sein, den sie liebt. Sie lernen gemeinsam in der Garage (und knutschen), während Noahs Kumpel Isaiah Aires Auto für 200 Dollar wieder flott macht (Der Mechaniker wollte 2000 dafür!). Echo stellt Noah auch ihrem Vater vor. Noah darf endlich seine Brüder (Jason, 8 und Tyler, 4) sehen. Jason hat Alpträume. Er hat damals beim Campingspielen im Wohnzimmer das Feuer verursacht, bei dem ihre Eltern starben. Auch Echo hat Alpträume und hat seit Monaten nicht mehr richtig geschlafen. Sie erinnert sich an Bruchstücke, dass ihr Vater sie bei der Mutter vergessen hat, ohne deren Zustand zu prüfen und dass er später nicht ans Handy ging. Dann war da buntes Glas und ihre Mutter, die Geschichten erzählt. Griechische Sagen waren früher ihre Gute-Nacht-Geschichten, immerhin wurde sie nach einer griechischen Bergnympfe benannt. Ihre Mutter hatte ihr Sternbilder an die Decke gemalt. Sie war eine Künstlerin, und sie war manisch-depressiv. Echos Vater verbindet das Thema Kunst immer mit ihrer Krankheit und ist deshalb so dagegen. Echo denkt, Ashley sei ihm wichtiger als sie. Als Ashley noch ihr Kindermädchen war, mochte sie sie ganz gern, aber jetzt hat sie alles kaputtgemacht. Noah und Echo machen Schluss, obwohl sie sich lieben, doch Noah hat sie mit seinem Heiratsantrag und mit seinen Brüdern, die dann bei ihnen leben sollen, verschreckt. Sie glaubt auch nicht, dass ihre Liebe eine Chance hat. Nachdem Echo erfährt, dass das Kontaktverbot mit ihrer Mutter seit ihrem 18. Geburtstag nicht mehr wirksam ist, nimmt sie Kontakt mit ihr auf, indem sie in verschiedenen Galerien Nachrichten hinterlässt und trifft sich schließlich mit ihr auf dem Friedhof. In den Galerien bot sie nebenbei auch ihre eigenen Bilder an und nimmt sich vor, nach der Schule erst einmal zu reisen und zu malen und noch nicht aufs College zu gehen. Dafür will Noah plötzlich aufs College. Er erkennt, dass es seine Brüder bei ihren Pflegeeltern gut haben, besser als sie es bei ihm je möglich wäre. Nachdem die Pflegeeltern ihn erst mal näher kennen, erlauben sie auch unbegrenzte Besuche. Jetzt muss er nur noch eines tun: Echos Akte für sie stehlen. Sie folgt ihm und sie fliehen gemeinsam, als der Einbruch entdeckt wird. Auf der Flucht hat Echo einen Flashback. Auf einmal ist alles wieder da … .
Was auf den ersten Blick nach locker-leichter Lovestory aussieht, entpuppt sich schnell als ziemlich anspruchsvolle Geschichte, manchmal tragisch, manchmal romantisch, aber niemals kitschig! Fans von „Layken“ und „Zoe & Will“ sind hier genau richtig. Außerdem fand ich es total spannend, weil Echos Trauma erst zum Schluss enthüllt wird und man vorher genauso im Dunkeln tappt wie sie. Auch aus Noahs Vergangenheit kommen so einige Geheimnisse ans Licht.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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