Mittwoch, 29. Januar 2014

"Schneeweiß, blutrot"

Tod in der Berghütte: "Schneeweiß, blutrot"!

Susanne Mischke
Schneeweiß, blutrot (Arena X-Thriller)
978-3-401-06845-9
Arena Verlag
Alter: 14+

Nach dem Abi geht Milenas Clique getrennte Wege, sie studieren in verschiedenen Städten und haben nicht mehr so viel Kontakt wie früher. Zu Silvester lädt Vincent alle in die Berghütte seines Onkels ein. Die Hütte liegt in der Schweiz, fernab der Zivilisation, ohne Handyempfang, ohne Luxus. Milena hat gerade mit ihrem Freund Lukas Schluss gemacht und denkt sich, dass dieser Kurztrip mit den alten Freunden sie etwas ablenken würde. Nach und nach treffen sie sich im Zug und steigen dann hoch zur Hütte, wobei sie das gefährliche Höllenjoch überqueren müssen. Der Materiallift streikt, die Vorräte reichen wohl gerade so (sonst kann Vincent auch etwas jagen) und es beginnt zu schneien. Die Stimmung in der Hütte ist nicht die Beste. Milena fällt auf, wie sehr sich ihre Freunde verändert haben. Vanessa hat sich ihre asiatischen Augen operieren lassen, Cornelius ist noch versnobter geworden, Carlotta hat ganz schön zugelegt, Philipp sieht auf einmal richtig gut aus, so ohne Pickel, Marvin ist gewachsen und hat Muskeln, Nina hat eine Kurzhaarfrisur und Dragan trägt einen Bart, der jeden Taliban vor Neid erblassen lassen würde. Aber hat Milena sich selbst nicht auch verändert? Schon am nächsten Tag macht sich Carlotta aus dem Staub, da sie es nicht mehr aushält, ohne ihren geliebten Freund Ely zu sein. Was die anderen nicht ahnen ist, dass sie es nicht bis ins Dorf geschafft hat, sondern im Höllenjoch abgestürzt ist. Vincent geht mit einer kleinen Gruppe auf die Jagd und schießt eine Gams für das Silvesteressen. Doch am Silvesterabend kommt es zu einem Streit. Plötzlich dreht sich das Tischgespräch um Till, den Außenseiter aus ihrer früheren Klasse, der sich umgebracht hat. Milena hatte ihn damals am Dachbalken seines Zimmers hängend gefunden. Cornelius gesteht, dass er sich schuldig fühlt, weil er den schizophrenen Jungen ausgenutzt und ihm teuer „Wundermittel“ gegen Lauschangriffe und Verfolgungen verkauft hat. Die anderen beschließen, dass er dafür bestraft werden sollte und verbannen ihn für 24 Stunden aus der Hütte. Doch auch nach Ablauf der Zeit taucht Cornelius nicht wieder auf. Dafür schleicht eine unheimliche Gestalt durch den Wald. Ist an der Legende von Nachtrugeler doch etwas dran? Auf der Suche nach Cornelius tritt Vincent in eine Tierfalle. Auch im zweiten Suchteam gibt es einen Verletzten, Dragan, der plötzlich einen Pfeil im Rücken hat. Vanessa, die sich heimlich davongeschlichen hat, wird am Höllenjoch ebenfalls mit Pfeilen beschossen. Währenddessen liegt Milena mit einer schweren Erkältung in der Hütte und sieht seltsame Wesen vor dem Fenster. Ein Fiebertraum? Als ein paar der Anderen zurückkehren, finden sie Cornelius im Schuppen - mit einer Axt im Schädel! Ist einer von ihnen ein Mörder? Auf Milenas Pullover ist Blut, was sie zur Hauptverdächtigen macht. Unterdessen erwacht die schwer verletzte Carlotta im Höllenjoch und kann sich an nichts erinnern. Nina und Philipp machen eine Entdeckung, die alles verändert und die einen aus der Gruppe als Lügner enttarnt. Doch ist der Lügner gleichzeitig auch der Mörder?
Dieser Krimi hat es echt in sich. Anfangs kam es mir gar nicht krimimäßig vor, aber dann wächst die Spannung mit jeder Seite. Verdächtige gibt es genug und der wahre Mörder wird erst ganz zum Schluss enttarnt. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Probleme, als Gruppe zusammengepfercht ergeben sich so unvorhersehbare Komplikationen. Die Handlung ist sehr vielschichtig und es kommt nie Langeweile auf, obwohl der eigentliche Mord erst gegen Ende passiert. Ein typischer „X-Thriller“, für alle „fortgeschrittenen“ Leser der beliebten „Arena-Thriller“!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Verdammt heiß"

Liebe, Sex und Zärtlichkeit: "Verdammt heiß"!

Asa Anderberg Strollo (Hg.), übersetzt von Katrin Frey
Verdammt heiß
978-3-7891-3043-4
Oetinger Verlag
Alter: 14+

10 erotische Kurzgeschichten für junge Leser:
Vierzig Minuten oder Eine verdammte Ewigkeit:
Es ist nicht das Erste Mal, aber das Erste Gute Mal. Schon ewig kennt sie ihren Mitschüler Nils, doch plötzlich ist es Liebe. Es kribbelt überall und sie kann nur noch an ihn denken. Sie schreiben sich Zettelchen im Unterricht und treffen sich heimlich in der Toilette neben der Bibliothek … .
Paris surprise:
Sie trifft sich mit ihrem schwulen Kumpel Simon im Café. Der hat gerade mit seinem Freund Schluss gemacht. Warum spürt sie plötzlich solche Lust, solches Begehren für Simon? Das ist doch absurd. Nach zu viel Weißwein landen sie bei ihm und haben tatsächlich Sex. Er gesteht ihr, er sei da nicht so pingelig und hätte ca. alle 2 Jahre auch mal mit einer Frau Sex … .
Sexualkunde:
Er liebt Natalia. Sie riecht so gut. Sie ist 17 Jahre älter und hat einen kleinen Sohn. Und sie ist seine Lehrerin! Sie treffen sich ab und zu auf einen Kaffee, leihen sich gegenseitig Bücher. Er spielt den Babysitter für sie, als sie zu einer Party geht. Als sie wieder nachhause kommt, verführt sie ihn … .
Fanny und Sailor:
Fanny ist mit ihrem Freund Viktor auf einer Party und langweilt sich. Sailor, Austauschschüler aus den USA, flirtet mit ihr. Fanny findet ihn ungeheuer anziehend. Dann stellt sich heraus, dass Sailor gar kein Er ist, sondern ein Mädchen. Die beiden landen im Bett und es ist unglaublich. Für Viktor hat sie nie so empfunden. Doch leider muss Sailor am nächsten Tag wieder zurück nach New York. Warum haben sie sich nur nicht schon früher getroffen … ?
Fanfuckingtastic Sandra Rydell:
Alex steht schon ewig auf Sandra. Als sie und ihre Freundin Frida eines Abends an seinem Gartentor vorbeikommen, ahnt er noch nicht, was in dieser Nacht noch alles geschehen wird. Klauen im Supermarkt, Einbruch in ein Spukhaus, versaute SMS und vertauschte Klamotten … . Sie landen schließlich auf einer Kostümparty und plötzlich will Sandra einen „Dreier“. Doch was soll Alex davon halten, dass nicht Frida, sondern Ragnar der dritte im Bunde ist … ?
Das T-Shirt:
Er beachtet sie sonst nie, sie zählt nicht. Warum nimmt er auf der Party keins der hübschen Mädchen sondern sie mit in sein Zimmer? Seine Küsse schmecken nach Bier und sie haben Sex. Doch das ist nicht real. Er ertappt sie, wie sie in seinem Zimmer steht, sein T-Shirt in der Hand und ist sauer, dass sie es heimlich betreten hat. Sie entschuldigt sich und haut ab … .
Pose:
Anfangs fühlt er sich unwohl, nur in Boxershorts Model zu stehen für die beste Freundin seiner Stiefmutter, die Malerin ist. Doch schon bald träumt er nachts von ihr und ist richtig scharf auf sie. Nun posiert er erstmals nackt und sie kommt langsam auf ihn zu … .
Salz:
Lucas und Kristian sind Freunde. Mit den Mädchen will es bei Lucas nicht klappen. Er übt Flirten mit Kristian, doch als er es mehr schlecht als recht bei einem Mädchen an der Bar versucht, muss er ständig zu Kristian schauen. Zuhause gehen sie in Kristians Zimmer in sein Bett. Sie berühren sich und genießen den Geschmack von „Salz“, als … .
Mein klitzekleiner Beinahbruder:
Lange hat sie den besten Freund ihres Bruders, der zwei Jahre jünger als sie ist, nicht mehr gesehen. Es fühlt sich anders an als früher und in ihr wächst der Wunsch mit ihm zu schlafen. Sie fragt sich, ob sie den Verstand verloren hat oder pervers ist. Sie treffen sich zum Joggen und irgendwann kommt es zu einem Kuss. Bald werden sie noch viel mehr tun, bald … .
Wassermelone:
Sara mag ihren Job nicht. Sie fühlt sich als Bettlerin und Parasit, wenn sie für „Amnesty“ auf der Straße Leute anquatscht. Sie würde gerne Romane schreiben und damit die Welt um sie herum zum Explodieren bringen, wie eine Wassermelone und endlich das wirkliche Leben sehen. Sie ist auf der Suche, getrieben von Sehnsucht. Sie findet den Dozenten ihres Schreibkurses heiß und gibt ihm eine ihrer Kurzgeschichten zu lesen. Erstaunt versinkt er in ihren Worten, kommt zu ihr, sie haben Sex. Schreiben und Leben verschmilzt und die „Wassermelone“ explodiert endlich … .
10 ganz unterschiedliche Geschichten, in denen um die verschiedensten Arten von Liebe, Leidenschaft und Sex geht. Jungs und Mädchen erleben hier prickelnden Situationen, die auch sehr ausführlich, aber trotzdem sensibel, beschrieben werden! Die etwas Prüderen könnten beim Lesen trotzdem rot werden ;-). Eine solche Sammlung finde ich eine gute Idee, das ist wirklich mal etwas Neues. Sorry, dass mein Text diesmal so lang ist. Ich wollte unbedingt zu jeder Geschichte etwas schreiben. (Und das ist schon die gekürzte Version. Ihr solltet mal den Entwurf sehen ;-).)
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Tag, an dem ich cool wurde"

Wie wird man eigentlich cool?: "Der Tag an dem ich cool wurde"!

Juma Kliebenstein
Der Tag, an dem ich cool wurde
978-3-7891-4045-7
Dressler Verlag
Alter: 10+

Martin Ebermann ist leider überhaupt nicht cool. Er ist pummelig, trägt lachsfarbene Hemden und eine scheußlich, rote Brille, mit der er aussieht wie eine vierzigjährige Fernsehmoderatorin. In der sechsten Klasse kann diese Kombination tödlich sein, vor allem wenn der obercoole Lucas und seine Gang, die „FabFive“, den Ton angeben. Die schikanieren Martin nämlich wo sie nur können. Uncool und einsam fristet Martin sein Leben in der Klasse, bis eines Tages Karli auftaucht. Karli ist dürr wie ein Streichholz und hat eine piepsige Mäuschenstimme. Die beiden Außenseiter tun sich zusammen und werden Freunde. Zu zweit finden sie den Mut, es den „FabFive“ mal so richtig heimzuzahlen. Dafür haben sie auch schon einen genialen Plan. Zufällig haben sie mitbekommen, dass Lucas und seine Kumpels nachts ins Freibad einsteigen wollen, um dort ungestört, aber verbotenerweise, ihren Spaß zu haben. Also müssen Martin und Karli nur schon etwas früher ins Freibad einbrechen, um ihnen dort aufzulauern. Während die anderen sich dann im Wasser vergnügen, wollen die beiden sich deren Klamotten schnappen und damit verschwinden. Lucas und die „FabFive“ müssten dann in Unterhosen oder vielleicht sogar ganz nackt nachhause laufen. Haustürschlüssel hätten sie dann natürlich auch nicht dabei, so dass sie bei ihren Eltern klingeln müssten. Das alles wäre ja so peinlich für sie, aber Martin und Karli würden sich köstlich amüsieren. Leider kommt alles ganz anders als geplant. Martin und Karli können zwar ohne Probleme einbrechen und beziehen im Freibad Posten, doch Martin wird sein Versteck zum Verhängnis. Er steckt fest! Und zwar in einer dieser Wasserrutschen für kleine Kinder, in Form eines Elefanten, die sich für Martins Umfang doch ein wenig zu eng erweist. Bevor die „FabFive“ auftauchen und Martin in dieser peinlichen Situation erwischen können, holt Karli Hilfe und sie können rechtzeitig abhauen. Doch die Sache hat ein Nachspiel. Zur Strafe für ihre Aktion müssen sie in den Ferien mit Martins Vater und Opa auf einen Campingplatz in Frankreich fahren. Dort sollen sie verschiedene „Strafarbeiten“ verrichten. Opa will sie damit zu richtigen Pfadfindern machen. Es soll ein echter Männerurlaub im Wohnmobil werden, mit Wanderlieder-singen und anderen peinlichen Aktionen. Nintendo, Comics und mp3-Player wurden vorher konfisziert. Martin und Karli sind alles andere als begeistert, auch als sie am ersten Morgen loslaufen und Frühstück besorgen sollen. Zum Glück treffen sie auf dem Weg die beiden coolen Mädchen Stella und Luna und auf einmal ist alles halb so schlimm. Stück für Stück arbeiten sie ihre „So werde ich cool – Liste“ ab. Die Krönung des Urlaubs ist jedoch, als sie plötzlich Lucas auf dem Campingplatz sehen. Angeblich ist er ja auf Bali, dabei dackelt er hier brav seiner Mami hinterher und cremt ihr sogar den Rücken ein. Wie uncool ist das denn? Während Lucas immer mehr an Coolness verliert, sammeln Martin und Karli eifrig Pluspunkte und sind am Ende des Sommers dann um Einiges cooler.
Ich habe Tränen gelacht! Dieses Buch ist einfach zu witzig. Die beiden sympathischen Anti-Helden sind mir gleich ans Herz gewachsen und ich habe mich köstlich amüsiert über ihre Bemühungen, cool zu werden. Über die beiden Mädchen gibt es übrigens noch eine ganz eigene Geschichte, „Tausche Schwester gegen Zimmer“, in der sie sich zum ersten Mal begegnen und erst mal gar nicht ausstehen können. Blöderweise müssen sie sich in ihrer frischgebackenen Patchworkfamilie ein Zimmer teilen … . Ich hoffe immer noch, dass es eines Tages noch ein weiteres Buch über Martin und Karli geben wird.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 22. Januar 2014

"Wo die Liebe tötet"

Was geschah wirklich in der Nacht, in der Trip starb?: "Wo die Liebe tötet"!

Jennifer Shaw Wolf, übersetzt von Manuela Knetsch
Wo die Liebe tötet
978-3-440-13549-5
Kosmos Verlag
Alter: 14+

Seit dem Tod ihres Freundes Trip ist Allie am Boden zerstört. Sie verlässt nicht einmal ihr Zimmer und in die Schule kann sie auch noch nicht wieder gehen. Das Schlimmste ist, dass sie sich nicht an die Nacht, in der Trip starb, erinnern kann. Er stürzte mit seinem Wagen von der Klippe, Allie wurde verletzt in der Nähe gefunden. War es wirklich ein Unfall oder wurde Trip ermordet? Der junge Detektiv, der plötzlich in Pacific Cliffs auftaucht, scheint von letzterem auszugehen. Und er scheint auch nicht zu glauben, dass Allie wirklich so ahnungslos ist, wie sie tut. Allies Familie versucht sie so gut es geht zu unterstützen und ihr zu helfen. Vor allem ihr behinderter Zwillingsbruder Andrew ist für sie da. Auch ihr bester Kumpel Blake tut, was er kann. Als Allie sich entschließt, endlich wieder zur Schule zu gehen, wird sie von allen angestarrt und keiner behandelt sie so wie früher. Das liegt nicht nur an der neuen, kurzen Frisur, die die Narbe an ihrem Kopf nur notdürftig bedeckt. Wenn Allie sich doch nur erinnern könnte, was passiert ist. Das Leben ohne Trip kommt ihr leer und sinnlos vor. Trip war ihre erste große Liebe. Dass er bei weitem nicht perfekt war, will Allie noch immer nicht einsehen. Doch die Narben und blauen Flecken an ihrem Körper erinnern sie daran. Trip hat sie geschlagen, heftig geschlagen. Bei jeder Gelegenheit ist er ausgerastet und hat seine ganze Wut an ihr ausgelassen. Sie hat es niemandem gesagt. Sie hat ihn geliebt. Und jetzt ist er tot. Nach und nach tauchen Fetzen von Erinnerungen in Allies Kopf auf. Sie beginnt nachzuforschen und stößt auf Hinweise, was in der schrecklichen Nacht passiert sein könnte. Dass sie für die Polizei und den Detektiv mittlerweile die Hauptverdächtige ist, kann sie kaum glauben. Doch was, wenn sie wirklich etwas mit Trips Tod zu tun gehabt hat. Hat sie sich endlich mal gewehrt? Oder hat ein anderer eingegriffen, um Allie vor Trip zu „retten“? Ist ihr Schuh tatsächlich ein Beweisstück? Warum fühlt sie sich plötzlich verfolgt? Sie hat das Gefühl, als wäre Trip noch am Leben und wäre hinter ihr her. Sie trennt sich von all seinen Geschenken, all den Erinnerungsstücken, bringt den Schmuck, den sie von ihm bekommen hat, zur Pfandleihe in der nächsten Stadt. Doch warum taucht eine Schachtel mit Trip-Erinnerungen, die sie von der Klippe geworfen hat, plötzlich wieder auf? Und was hat es mit der Sache mit Verlobungsring von Trip auf sich? Was verbergen Trips Eltern? Blake steht Allie nach wie vor bei ihren Ermittlungen zur Seite, was ihre Eltern gar nicht gerne sehen. Sie halten Blake wie die meisten in Pacific Cliffs für einen „bösen Jungen“, für schlechte Gesellschaft für Allie. Trip hingegen war für alle stets der „gute Junge“, der reinste Heilige, dessen wahres Wesen nur Allie kannte. Schließlich erkennt Allie, wer Trips Bremsen manipuliert und seinen Tod verursacht hat. Und es ist jemand, mit dem sie nie gerechnet hätte … .
Auch hätte nie damit gerechnet, dass … der Mörder ist. Aber hier steckt noch viel mehr drin, als bloß ein einfacher Krimi, in dem es nur um die Suche nach einem Mörder geht. Die Beziehung zwischen Allie und Trip war recht kompliziert und aus ihren Erinnerungen erfährt man zwischendurch, was denn da alles passiert ist. Es ist schon traurig, dass Allie Trip so als perfekten, tollen Freund hinstellt, nach allem, was er ihr angetan hat. Die restlichen Einwohner von Pacific Cliffs sind auch sehr interessante Charaktere. Trips Familie war mir von Anfang an unsympathisch, während ich Blake auf Anhieb mochte. Ein spannendes Buch aus der neuen Reihe „Herzblut“!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783440135495

"Soul Seeker - Das Echo des Bösen"

Der Kampf gegen das Böse geht weiter: "Soul Seeker - Das Echo des Bösen"!

Alyson Noel, übersetzt von Ariane Böckler
Soul Seeker – Das Echo des Bösen (Band 2)
978-3-442-20410-6
Page & Turner Verlag
Alter: 12+

Daire hat sich damit abgefunden, ein Soul Seeker zu sein. Damit hat sich ihr Leben für immer verändert. Zwar konnte sie die Seele ihrer Großmutter retten, doch ihre Feinde haben gewaltig an Boden gewonnen. Die bösartige Familie Richter, die mächtigste Familie der kleinen Stadt Enchantment, will ihre toten (und ebenfalls bösen) Vorfahren aus der Unterwelt zurückholen, um noch mächtiger zu werden. Das Gleichgewicht der Kräfte droht zerstört zu werden und das Böse lauert überall. Als wäre es nicht genug, dass Daire mal eben die Welt bzw. die Welten retten muss, gibt es auch noch Probleme in der Liebe. Eigentlich ist Daire überglücklich mit Dace, wäre da nicht dessen finsterer Zwillingsbruder Cade (Richter). Ausgerechnet den scheint Daires Liebe zu Dace zu stärken. Als die beiden bei dem verwunschenen Tümpel in der Unterwelt zum ersten Mal miteinander schlafen, taucht Cade auf und prahlt damit, wie gut ihm das doch täte. Seit die Richters in der Unterwelt an Macht gewonnen haben, gehen dort seltsame Veränderungen vor. Die Landschaft wirkt wie verseucht, Tiere und Pflanzen sterben, sogar die Fische im Tümpel bleiben nicht verschont und die Heilkräfte der Quelle schwinden. Wie soll Daire nur die Richters aus der Unterwelt und den anderen Welten vertreiben? Wie hängen die Schicksale von Daire, Dace und Cade zusammen? Was hat es mit der Prophezeiung auf sich, dass einer von ihnen sterben muss? Für Daire ist klar: Cade, der böse Zwilling, muss vernichtet werden. Aber was geschieht dann mit Dace? Gibt es wirklich so etwas wie das reine Böse und das reine Gute? Braucht das eine das andere? Die Existenz von Dace war ja nie beabsichtigt. Als Richter die Mutter der Zwillinge vergewaltigte, wollte er nur einen abgrundtief bösen Nachkommen zeugen. Dace war für ihn nur ein unerwünschtes Nebenprodukt. Sollte er für das Gleichgewicht sorgen? Was passiert nun, wenn einer von ihnen stirbt? Oder ist Daire diejenige, die sterben wird? Die beiden Liebenden wollen natürlich, dass der jeweils andere von ihnen auf jeden Fall gerettet wird. Aber muss Dace deshalb gleich mit Daire Schluss machen? Nur um sie zu schützen? Sie kann ja ihre Liebe nicht einfach abschalten, auch wenn die Cade stärkt. Ihre Großmutter hilft Daire, wo sie nur kann, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und Daire fasst einen riskanten Plan um Cade zu töten. Dass ihre Jet-Set-Mutter Jennika plötzlich über Weihnachten auftaucht, passt ihr jedoch gar nicht in den Plan. Die hat nämlich noch immer keine Ahnung, was ihre Tochter so besonders macht und genießt es einfach, sie und ihre Freundinnen für die Weihnachtsparty zu schminken etc.. Die Trennung von Daire und Dace nimmt sie nicht allzu ernst. Teenager trennen sich nun mal hin und wieder. Wie soll sie auch ahnen, dass diese Trennung zum Wohl der Welt(en) ist? Daire begibt sich heimlich in die Bar „Rabbit Hole“, wo Cade verzweifelte Menschen mit Arbeitsplätzen ködert und sie dann in ein unterirdisches Bergwerk verschleppt. Daire plant, mit dem Atame, einem besonderen Messer, das selbst die unverwundbaren Untoten und höchstwahrscheinlich auch Cade verletzen kann, den Sieg zu erringen. Die besticht die Dämonen mit Zigaretten (Leckerlies für Dämonen ;-)) und folgt Cade. Doch geht ihr Plan auf? Cade hat noch einige Asse im Ärmel. Er ist ein Hautwandler. Doch er ahnt nicht, dass auch sein Bruder Dace eine ganz besondere Gabe besitzt. Dace ist ein Seelenspringer, doch anders als Cade kann und darf er seine Macht nicht missbrauchen. Schließlich steht Daire Cade gegenüber, das Atame in der Hand und zu allem entschlossen. Doch Cade wird zum Dämon! Ist nun alles verloren?
Das Gute, das Böse, die Liebe und der ganze Rest! Dieses Buch ist einfach genial und hat mich voll und ganz in seinen Bann gezogen. Der zweite Teil übertrifft den ersten noch an Spannung, aber das Ende ist total grausam. Zum Glück ist Band 3 „Im Namen des Sehers“ schon erschienen und der vierte (und letzte) Band „Licht am Horizont“ kommt dann im Juli. Wer den ersten noch nicht kennt, sollte den aber unbedingt zuerst lesen (gibt es auch schon als Taschenbuch).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers"

Was für ein Indianerleben: "Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers"!

Sherman Alexie, übersetzt von Gerald Jung und Katarina Orgaß
Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers
978-3-423-78259-3
dtv Verlag
Alter: 14+

Der vierzehnjährige Arnold Spirit, genannt Junior, ist tatsächlich ein waschechter Indianer. Er gehört zum Stamm der Spokane-Indianer und lebt in einem Reservat, irgendwo in Washington. Das Leben im Reservat ist jedoch kein Zuckerschlecken. Hier gibt es keine Bilderbuchindianer, die Federschmuck tragen und in malerischen Zelten leben. Die Einwohner leiden unter Armut und Arbeitslosigkeit. Die Hoffnung auf ein besseres Leben haben die meisten längst aufgegeben. Viele leiden unter Depressionen und sind Alkoholiker. Wenn Arnold seine Freunde und Bekannten mit der Bierdose in der Hand vor der Tankstelle rumhängen sieht, wird ihm klar, dass er nicht so enden will. Er war in seinem jungen Leben schon auf zu vielen Beerdigungen, die meisten wurden Opfer ihrer Alkoholsucht oder waren in Unfälle unter Alkoholeinfluss verwickelt. Arnold macht sich Gedanken um seine Zukunft und trifft einen Entschluss. Von nun an wird er auf eine Schule für „Weiße“ gehen. Mit einem guten Schulabschluss hat er im Leben bessere Chancen. Leider liegt diese Schule gut 35 Kilometer entfernt, doch davon lässt sich Arnold nicht entmutigen. Anfangs hat Arnold ziemliche Schwierigkeiten. Beim Schulstoff hinkt er hinterher und viele seiner neuen Mitschüler sind auch erst mal nicht begeistert von dem „Indianer“. Er ist nicht gerade der Hübscheste, trägt eine riesige Brille und uncoole Klamotten. In seiner Freizeit liest er gerne und zeichnet Comics. Im Grunde ist er eher der unauffällige Typ und wird auch an der neuen Schule von vielen einfach ignoriert. Als sie jedoch merken, dass er total gut im Basketball ist, ändert sich das. Schon im Reservat hat er Basketball gespielt, zusammen mit seinem besten Freund Rowdy. Der ist gar nicht begeistert von Arnolds Schulwechsel und dass er jetzt mit den Weißen rumhängt und betrachtet das als Verrat. Er schimpft ihn einen „Apfel“ („Außen rot – innen weiß“). Viele andere aus dem Reservat sehen das genauso. Bei einem Basketballspiel eskaliert die Situation. Es ergibt sich nämlich, dass Arnold mit seinem neuen Team gegen das Team seiner früheren Freunde und Mitschüler antreten muss. Dabei bekommt er dann ordentlich eins auf die Mütze. Doch er lässt sich nicht unterkriegen. Er sieht positiv in die Zukunft, obwohl er sich oft hin und her gerissen fühlt, gefangen zwischen zwei Kulturen … .
Es ist bewundernswert, wie Arnold versucht, sein Leben in die Hand zu nehmen. Er lässt sich von der Hoffnungslosigkeit im Reservat nicht anstecken und kämpft für eine bessere Zukunft. Obwohl dieses Buch einige sehr ernste Themen behandelt, gibt es doch auch viele witzige Stellen. Arnold erzählt seine Geschichte selbst, in Form eines Tagebuchs. Das tut er mit jeder Menge (oft schwarzem) Humor und einer gehörigen Prise Sarkasmus. Garniert wird das Ganze mit seinen herrlich witzigen Comiczeichnungen. Der Autor Sherman Alexie ist selber „Teilzeitindianer“ und weiß daher, worüber er schreibt. Das Leben in den Reservaten ist ihm vertraut und er weiß genau, wie sich die jungen Indianer dort fühlen und welche Probleme sie haben. Beim Lesen bekommt man so einen guten Einblick. Dieses Buch wird die älteren Leser von lustigen Comic-Romanen, wie „Gregs Tagebuch“ ebenso ansprechen, wie diejenigen, die es etwas ernster mögen und gern Bücher mit Problemthemen lesen. Außerdem eignet sich das Buch prima für Buchvorstellungen oder als Klassenlektüre. Unterrichtsmaterial für Lehrer gibt es dazu übrigens auch.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783423782593

Mittwoch, 15. Januar 2014

"Von ganzem Herzen Emily"!

Rache ist nicht immer süß: "Von ganzem Herzen Emily"!

Tanya Byrne, übersetzt von Cornelia Niere
Von ganzem Herzen Emily
978-3-7891-2017-6
Oetinger Verlag
Alter: 14+

Emily sitzt in der psychiatrischen Abteilung des Jugendgefängnisses und erzählt in einer Art Tagebuch, wie es eigentlich dazu kam. Sie führte stets ein ganz normales und glückliches Leben, bis dieses eines Tages mit voller Wucht zerstört wurde. Nie war ihr bewusst, womit ihr Vater sein Geld verdiente. Als sie erfährt, dass er ein Gangsterboss ist, ist sie schockiert, doch das ist noch nicht alles. Ihr Vater wurde mit einem Messer schwer verletzt, von Juliet, der Tochter eines Polizisten, den ihr Vater zuvor ermordet hatte. Nun sitzt ihr Vater im Gefängnis und Emily steht vor den Trümmern ihres Lebens. Ihr einziger Gedanke: Rache! Rache an Juliet, die ihrer Meinung nach an allem schuld ist. Sie will Juliets Leben zerstören, so wie die ihres zerstört hat. Juliet hat nach dem Vorfall eine neue Identität angenommen und studiert nun als „Nancy“ an einem College. Mit Hilfe ihres Onkels verschafft sich auch Emily eine andere Identität und schreibt sich am selben College ein, als „Rose Glass“. Mit gefälschtem Ausweis und Zeugnissen, neuer Haarfarbe, einer eigenen Wohnung und einem falschen Lebenslauf nimmt sie ihre Mission in Angriff. Wochenlang verfolgt sie „Nancy“ und findet alles über sie und ihre Gewohnheiten heraus, dann erst tritt sie in Aktion. Anders als ihr Vater oder ihr Onkel es tun würden, will sie ihre größte Feindin jedoch nicht einfach nur töten, sondern Stück für Stück vernichten. Im College freundet sie sich mit ihr an und verbringt viel Zeit mit ihr, immer ihr großes Ziel im Auge. Was, oder besser wen, sie nicht mit einkalkuliert hat, ist Sid. Zu ihm fühlt sie sich hingezogen. Kann und sollte sie sich in einer solchen Situation wirklich verlieben? Dann die große Katastrophe: Sid und „Nancy“ werden ein Paar! Bei ihren gemeinsamen Unternehmungen, wie zum Beispiel einem Konzertbesuch ihrer Lieblingsband, fühlt sie sich wie das fünfte Rad am Wagen. Als sie zum ersten Mal sieht, wie Sid und Juliet sich küssen, tut das einfach nur verdammt weh. Es wird endlich Zeit, ihre Rache zu vollenden. Bisher hat sie nur ein paar fiese, kleine Angriffe auf Juliets Psyche unternommen, wie Sachen von ihr verschwinden zu lassen etc.. Emily schläft mit Juliets Pflegevater, täuscht einen geplanten Selbstmord vor … . Sie hat Juliet in der Hand. Doch sie weiß, der einzige Weg, sie zu vernichten, führt über Sid. Doch kann sie den opfern, den sie liebt?
Am Anfang des Buches hat man überhaupt keine Ahnung, was eigentlich passiert ist? Warum sitzt Emily im Gefängnis? Was hat sie getan und warum? Erst nach und nach erfährt man, was wirklich los war. Emilys Geschichte war überall in der Presse, im Gefängnis ist sie eine Berühmtheit. Sie muss ständig Gespräche mit ihrer Psychiaterin führen, bekommt Musiktherapie (immerhin spielte sie früher Cello, als ihr Leben noch in Ordnung war), Kunsttherapie und was nicht sonst noch alles. Aber sie hat das Gefühl, dass nichts ihr helfen kann, dass niemand ihr helfen kann oder will. Die anderen Patientinnen haben eigene Probleme, obwohl eigentlich versteht sie sich mit einigen von ihnen ganz gut. Doch die berüchtigte Emily Koll zu sein, führt bei den meisten ihrer Mitmenschen gleich zu einem vorschnellen Urteil. Wer könnte auch verstehen, was in ihr vorgeht?
Ein außergewöhnlicher Thriller, der den Leser bis zum Schluss im Dunkeln darüber lässt, was für ein Verbrechen hier eigentlich passiert ist. Die Handlung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und enthüllt Stück für Stück die ganze Wahrheit. Dabei bleibt es spannend bis zum Ende.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Silber - Das erste Buch der Träume"

Träumen kann gefährlich sein: "Silber - Das erste Buch der Träume"!

Kerstin Gier
Silber – Das erste Buch der Träume (Band 1)
978-3-8414-2105-0
Fischer Jugendbuch Verlag
Alter: 14+

Liv Silber ist gerade einmal wieder mit ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester Mia, Nanny Lottie und Hund Butter umgezogen. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen, vor allem, da sie nicht in das versprochene gemütliche Cottage, sondern in eine öde, kleine Stadtwohnung in London ziehen. Selbst das ist jedoch nur eine vorläufige Lösung, da ihre Mutter plant, bald mit ihrem neuen Freund zusammenzuziehen. Na, toll! Noch ahnt Liv nicht, wie sehr sich ihr Leben in nächster Zeit verändern wird. Da gibt es nämlich eine Gruppe von vier Jungs an ihrer neuen Schule. Einer davon ist ihr neuer „Stiefbruder“ Grayson. Die anderen sind Henry, Arthur und der strohdumme Schönling Jasper. Die vier werden von den Mädchen an der Schule regelrecht angehimmelt und auch regelmäßig im berühmt-berüchtigten „Tittle-Tattle-Blog“ der geheimnisvollen „Secrecy“, in dem Klatsch und Tratsch rund um beliebte und unbeliebte Schüler verbreitet wird, erwähnt. Aber warum träumt Liv auf einmal von diesen Jungs? Und warum kommt ihr dieser Traum so schrecklich real vor? Richtig mysteriös wird es, als sie von ihnen auf einmal auf Dinge angesprochen wird, die sie nur aus ihrem Traum wissen können. Als sie den angeblichen Grund dafür erfährt, fällt es ihr schwer, diese absurde Geschichte, die die Jungs ihr da erzählen, zu glauben. Die vier, plus Arthurs Freundin Anabel, haben aus Langeweile an Halloween einen Dämon beschworen. Lulila, der Dämon der Träume! Welcher anständige Dämon heißt denn bitte Lulila? Bei dem Ritual spielten ein altes Buch mit vielen Siegeln, jungfräuliches Blut und lateinische Sprüche eine große Rolle. Der Dämon sollte ihnen zum Dank für seine Befreiung und ihre ewige Treue ihre größten Herzenswünsche erfüllen. Für Liv klingt das ziemlich albern, kindisch und bescheuert. Dämonen gibt es ja schließlich nicht, oder? Aber warum gibt es dann diese Tür in ihren Träumen und weitere Türen, die in die Träume anderer Leute führen? Warum haben sich die sehnlichsten Wünsche der Beteiligten an dem Ritual tatsächlich erfüllt? Was hat das alles überhaupt mit Liv zu tun?Außerdem scheint die ganze Sache noch einen Haken zu haben. Wer die Spielregeln verletzt, muss das Liebste opfern, was er hat. Und die Spielregeln wurden verletzt, als Anabel ihre Jungfräulichkeit verlor. Damit war niemand Jungfräuliches mehr in der Gruppe, wie es die Regeln vorschreiben und Anabels Hund starb auf grausame Weise. Jetzt soll die jungfräuliche Liv sozusagen als Ersatzspielerin einspringen. Die nimmt das alles immer noch nicht wirklich ernst, spielt aber mit, nicht zuletzt, weil sie sich in Henry verliebt hat. Mit Henry geht sie dann auch auf den Schulball. Als Arthur eine merkwürdige Andeutung macht und dann mit Anabel verschwindet, überkommt Liv ein böser Verdacht und sie verfolgt die beiden. Doch sie ahnt weder, in welche Gefahr sie sich dadurch bringt, noch, von wem die Gefahr tatsächlich ausgeht … !
Ein richtig cooles Buch! Hat mir sogar noch besser gefallen als die „Rubinrot-Reihe“. Liegt wahrscheinlich daran, dass Träumen gleich nach Lesen mein liebstes Hobby ist. Ich habe zwar keine Tür in meinen Träumen, aber einen eigenen Drachen und außerdem kann ich echt gut fliegen ;-). Ich freue mich schon auf den nächsten Band, denn gerade am Ende wurde es so richtig spannend. Ich liebe überraschende Wendungen zum Schluss! Die Liebesgeschichte zwischen Liv und Henry muss natürlich auch weitergehen. Außerdem will ich endlich wissen, wer sich hinter „Secrecy“ verbirgt. Ich habe da so einen Verdacht … . Also: Her mit der Fortsetzung! Bis dahin: Träumt was Schönes ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Labyrinth der Geheimnisse - Achterbahn ins Abenteuer"

Drei Freunde machen eine Entdeckung: "Labyrinth der Geheimnisse - Achterbahn ins Abenteuer"!

Matthias von Bornstädt
Labyrinth der Geheimnisse – Achterbahn ins Abenteuer
978-3-473-40501-5
Ravensburger Verlag
Alter: 8+

Nach einem fürchterlichen Gewitter findet der kluge Phil einen merkwürdigen Keil in einem gespaltenen Baum vor der Schule. Gemeinsam mit seinen Freunden, dem coolen Jago und der Tierfreundin Kresse, die eigentlich Karoline heißt, versucht er das Rätsel zu lösen, das diesen Keil umgibt. Jago, der immer zu spät zur Schule kommt und ständig Ärger verursacht, gibt Phil einen wichtigen Hinweis. Am nächsten Tag kommt Jago gar nicht zur Schule und die Freunde machen sich Sorgen. Sie gehen zu ihm nach Hause und entdecken in seinem Zimmer die drei Löwen, von denen in dem Rätsel, das auf den Keil geschrieben ist, die Rede ist. Bald entdecken sie einen uralten Geheimgang. Ist wirklich etwas dran an der Geschichte, dass es unter ihrer Stadt Witterstein seit dem Mittelalter ein riesiges Labyrinth gibt? Es scheint ganz so, als hätten sie den Eingang dazu gefunden. Ein langer Tunnel führt in die Tiefe. Jago und Kresse sausen wie auf einer Hochgeschwindigkeitsrutsche in einem Vergnügungspark rasant ins Ungewisse. Zum Glück landen sie weich und sind unverletzt. Sogar Kresses geliebter Gecko Kiwi hat alles gut überstanden. Die beiden staunen, als sie sehen, wo sie sich befinden. Plötzlich ist auch Jago da. Der war schon am Abend zuvor den Hinweisen gefolgt und auf den Tunnel gestoßen. Dummerweise hatte er nach der Rutschpartie keinen Ausweg aus der geheimnisvollen Höhle gefunden. Nun machen sich die drei Freunde gemeinsam auf die Such, doch sie können einfach keinen Ausgang entdecken. Gibt ihnen der Keil vielleicht einen Hinweis? Wie konnte damals der geheime Orden der Löwenritter diesen Ort verlassen? Eigentlich ist es ja ganz cool hier unten und die Höhle wäre ein prima Geheimversteck für ihre Bande. Aber ohne Ausgang? Was passiert, wenn sie die Lösung nicht finden? Keiner der drei Freunde hat Lust, hier unten zu verhungern. Und eine Flasche Limonade wird auch nicht ewig für die drei reichen. Außerdem drängt die Zeit sowieso, zumindest für Jago. Heute soll entschieden werden, ob er an der Schule bleiben darf oder ob er eine Klasse zurückgestuft wird und damit auch die Schule wechseln muss. Dazu soll er in mehreren Fächern geprüft werden und der Prüfungstermin rückt immer näher. Jago muss dort einfach pünktlich sein. Die Freunde wollen auf keinen Fall getrennt werden. Phil betrachtet den Keil noch einmal genauer und hat plötzlich die rettende Idee … .
Dieses Buch ist der spannende Start zu einer tollen Abenteuer-Reihe. Insgesamt vier Abenteuer haben Phil, Jago und Kresse nun schon erlebt und weitere werden folgen, denn so ein Geheimversteck in einem Labyrinth unter der Stadt hat schon seine Vorteile. Das vielverzweigte Tunnelsystem führt überall hin, es gibt sogar einen versteckten Ausgang im Lehrerzimmer der Schule unserer Helden. In der Geschichte werden verschiedene Rätselfragen gestellt, die man entweder durch gründliches Lesen oder durch bereits vorhandenes Allgemeinwissen lösen kann. Wer die Lösungen doch nicht allein findet, kann aber auch am Ende des Buches nachsehen. Im Buch gibt es auch einen nützlichen Stadtplan von Witterstein, auf dem man nachschauen kann, wo unsere Freunde sich gerade aufhalten. Außerdem werden die Helden in Steckbriefen vorgestellt. Die Schrift ist noch etwas größer und es gibt Bilder, so dass auch Leseanfänger ihren Spaß haben.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 8. Januar 2014

"Du bist sowas von raus!"

8 Kurzgeschichten, die niemanden kalt lassen: "Du bist sowas von raus!"!

Beate Dölling
Du bist sowas von raus! Echte Geschichten aus der Arche
978-3-522-30354-5
Gabriel Verlag / Thienemann
Alter: 12+

1. Amanda (12), die sich lieber Lilly nennt, kennt keine heile Familie. All ihre Geschwister haben verschiedene Väter. Lilly kümmert sich um die jüngeren, weil ihre Mutter angeblich schon genug getan hat. Zu Essen gibt es nie genug. Ein richtiges „Butterbrot“ für die Schule hat Lilly noch nie bekommen. Jetzt hat Mama einen neuen Freund und will Lilly in eine Wohngruppe abschieben … .
2. Vin hätte so gerne, dass seine Familie zusammen an einem Tisch sitzt beim Abendessen, statt vor dem Fernseher Fertiggerichte zu verschlingen. Als er auf der Straße einen Tisch findet, nimmt er ihn mit nach Hause. Ein Tisch ist wenigstens ein Anfang … .
3. Eigentlich soll sie nicht mit den Assis auf dem Spielplatz abhängen, weil ihrer Eltern „was Besseres“ sind. Trotzdem trinkt sie mit Twix, Schädel, Pulle und Rihanna, klaut Doppelkorn im Aldi und Chablis aus dem Keller der Eltern. Dann lädt sie ihre Freunde zu sich ein, was dazu führt, dass die elfjährige Denise jetzt im Koma liegt … .
4. Ela (eigentlich Emanuela) ist verliebt. Verliebt in den tollen Bauarbeiter vor der Tür und verliebt in den Prinzen aus dem Internet. Ihre ewig rauchende Mutter liegt die meiste Zeit im Bett, die kleinen Geschwister wurden ihr weggenommen. Vom Leben bisher nur enttäuscht, muss Ela nun auch bei der ersten Liebe eine Enttäuschung einstecken … .
5. Basha versteckt sich am liebsten unter dem Tisch. Obwohl er nicht dumm ist, sind seine Schulnoten schlecht und er traut sich nicht, es seiner Mutter zu sagen, die alle Hoffnungen in ihn setzt. Sie schickt alles Geld nach Afrika zu ihrer Familie, doch jetzt braucht Basha das Geld, denn er wird in der Schule erpresst … .
6. Die Wohnung ist weg, die Meerschweinchen auf der Herdplatte verbrannt, das Leben ist Scheiße! Da kann man sich doch nur noch zudröhnen, am besten mit Tilidin. Da spürt man die Schläge vom Alten nicht mehr, kann dafür selber ordentlich zuschlagen. Den Dealer bezahlt man mit Blanko-Rezepten, die man beim Arzt geklaut hat. Irgendwann geht es so nicht mehr weiter … .
7. Tim kann mit den anderen aus der Klasse nicht mithalten. Die haben so coole und teure Sachen: Markenklamotten, Smartphones … . Seine Mutter, die ihr Geld mit Näharbeiten verdient, näht ihm ein altes Nikes-Logo auf eine grüne Jacke. Aber das bringt gar nichts, weil die Jacke ja nicht echt ist. Oder ist das vielleicht gar nicht so wichtig? Für Tims besten Freund Fred zählen jedenfalls andere Dinge … .
8. Pearl hasst ihren Stiefvater Micha, der die ganze Zeit nur faul rumhängt und Pornos schaut. Als sie ihn dabei erwischt, wie er ihre kleinen Geschwister sexuell belästigt, rastet sie aus und hetzt ihre Hunde auf ihn … .
Acht Geschichten, acht echte Schicksale von jungen Menschen, die nicht nur finanziell in Armut leben. Viele wurden bisher noch nicht einmal von ihren Eltern in den Arm genommen. Vieles, was ich in den Geschichten gelesen habe, scheint mir unvorstellbar und doch geschieht es, jeden Tag, ganz in unserer Nähe. Die Geschichten sind bewegend und schockierend und machen auf jeden Fall nachdenklich. Gleich die erste Geschichte hat mich am meisten beeindruckt. Ich las sie in einer Leseprobe, noch bevor ich das ganze Buch bekam. Leider kann ich nicht zu jeder Geschichte eine so ausführliche Inhaltsangabe schreiben, wie es gerne tun würde, denn das würde ein sehr langer Text werden. Lest einfach selbst dieses Buch! Es lohnt sich!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"So wie Kupfer und Gold"

Sophia in tödlicher Gefahr: "So wie Kupfer und Gold"!

Jane Nickerson, übersetzt von Ursula Höfker
So wie Kupfer und Gold
978-3-570-16268-2
cbt Verlag
Alter: 14+

Boston im Jahr 1855: Die siebzehnjährige Sophia zieht nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem reichen Patenonkel Bernard de Cressac auf eine Plantage im Süden. Der behandelt sie wie eine Königin und erfüllt ihr jeden Wunsch. Sophia genießt das Leben im Luxus und verehrt ihren Onkel. Doch sie vermisst ihre jüngeren Geschwister, denen es nicht so gut geht wie ihr. Ihr Bruder hat Schulden und die Familie hat dadurch viele Probleme. Nach einiger Zeit macht sich Sophia so ihre Gedanken über ihr neues Leben auf der Plantage. Sie ist nicht glücklich mit der Tatsache, dass ihr Onkel Sklaven auf den Feldern beschäftigt, außerdem irritiert sie sein Verhalten. Ständig macht er anzügliche Bemerkungen (fragt sie, ob sie Unterwäsche trägt … ) und schreibt ihr vor, was sie anzuziehen, welchen Schmuck sie zu tragen und was sie zu tun hat. Sie findet heraus, dass er schon mehrmals verheiratet war und dass all seine Ehefrauen jung gestorben sind. Sie alle hatten rotes Haar, wie Sophia. Mit den Dienstboten, die ihr mehr darüber erzählen könnten, darf Sophia nicht reden. Sie bekommt eine französische Zofe, die sich Tag und Nacht um sie kümmert bzw. sie überwacht. Wenigstens beim Reiten kann sie ein wenig Freiheit genießen und eines Tages trifft sie den jungen Pastor Stone. Immer wieder treffen sie sich heimlich bei Spaziergängen im Wald. Ohne es zu wollen, verliebt sie sich in ihn. Als ihr Onkel auf Reisen ist, vertraut er ihr sämtliche Schlüssel an und Sophia forscht weiter in seiner Vergangenheit nach. Sie findet Kleider und Haarsträhnen seiner Frauen und plant, für ihn diese Strähnen und ihre eigenen in einem selbst geknüpften Wandteppich zu verarbeiten, den sie ihm schenken will. Als ihr Onkel zurückkehrt, wird er immer aufdringlicher und hält sogar um ihre Hand an. Um ihrer Familie willen stimmt Sophia zu. Mittlerweile hat sie regelrecht Angst vor ihm, da er völlig unberechenbar ist und es fällt ihr auch schwer zu sehen, wie brutal er seine Sklaven behandelt. Durch Zufall erfährt sie, dass es eine geheime Organisation gibt, die Sklaven zur Flucht verhelfen. Auch Pastor Stone hat damit zu tun. Sophia möchte helfen. Zur Feier der Verlobung reisen ihre Geschwister an und es kommt durch eine unbedachte Bemerkung ihrer Schwester zur Katastrophe. Onkel Bernard rastet völlig aus vor Wut. Bei der Verlobungsfeier taucht auch Gideon Stone auf. Sophia wünscht sich nichts mehr, als mit ihm zu fliehen, doch Bernard würde sie niemals gehen lassen. Langsam beschleicht sie der Verdacht, was mit seinen früheren Frauen wirklich geschehen sein könnte und, dass auch ihr Leben in Gefahr ist. Als sie einen verbotenen Raum betritt, macht sie eine grausige Entdeckung … !
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Märchen von Blaubart, mit dem dieses Buch im Klappentext verglichen wird, gar nicht kenne. Überhaupt fiel es mit etwas schwer, das Buch einzuordnen. Vorne drauf steht „Märchen“, aber es ist weder Fantasy, noch ein richtiger Krimi … . „Historischer Roman mit Liebe und Drama“ würde vielleicht passen. Gegen Ende wurde es richtig spannend, zum Schluss sogar so richtig heftig spannend (Ich verrate nix ;-) ) aber anfangs wusste einfach nicht, wo das Buch eigentlich mit mir hin will. Den perversen Onkel fand ich einfach nur widerlich und die arme Sophia und die Sklaven taten mir total leid. Obwohl die ganze Geschichte etwas merkwürdig ist, ist es dennoch kein schlechtes Buch, denn es ist echt gut geschrieben. Auch das Drumherum, die interessante Zeit, in der es spielt und der Schauplatz haben mir gefallen. Am besten bildet Ihr Euch selbst eine Meinung.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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