Mittwoch, 11. Oktober 2017

"Am Abgrund des Himmels"

Verbotene Liebe: "Am Abgrund des Himmels"!

Sue-Ellen Pashley, übersetzt von Claudia Max
Am Abgrund des Himmels
978-3-407-74923-9
Gulliver/ Beltz Verlag
Alter: 14+

Die siebzehnjährige Grace lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Oma Lillie. Die Zweiundachtzig-jährige ist trotz künstlicher Hüfte noch recht fit. Die beiden ziehen von Sydney auf eine kleine, tasmanische Insel, um ein neues Leben zu beginnen. Grace ist enttäuscht von der Liebe, da ihr Ex-Freund Ben ihr das Leben zu Hölle gemacht hat, doch Oma Lillie meint, sie wäre zu jung, um der Liebe für immer abzuschwören. Oma will Grace verkuppeln, da kommt ihr der attraktive Nachbarjunge Nick gerade recht. Nick verliebt sich auf den ersten Blick in Grace, die seine Gefühle jedoch nicht zu erwidern scheint. In Wahrheit mag sie ihn schon, aber will es weder sich noch dem Rest der Welt eingestehen. Sie hat Angst vor einer neuen Beziehung. Nick zeigt Grace die Insel, und lädt sie und Oma Lillie zum Essen ein, aber taucht dann selbst nicht auf. Das bestätigt Graces Meinung, das Männer allesamt nichts taugen. Nick geht mit Grace zu den Klippen, um sich zu entschuldigen. Da stürzt Grace plötzlich ab. Sie müsste tot sein, aber als sie zu sich kommt, ist sie wieder oben auf der Klippe, unverletzt, und neben ihr Nick, splitternackt. Sie verlangt eine Erklärung. Nick verrät ihr sein Geheimnis: Er ist ein Gestaltwandler! Er kann sich in einen Adler verwandeln. Sein Vater Henry (ebenfalls Gestaltwandler) ist dagegen, dass Nick mit jemandem, der nicht von seiner Art ist, eine Beziehung hat. Trotzdem werden Nick und Grace ein Paar. Sie tauschen verbotene Küsse und fliegen sogar zusammen. Auf Nicks Rücken gleitet Grace durch den Himmel, nur an der Landung müssen sie noch feilen. Dann kommt Graces Ex Ben an-gekrochen und bettelt um eine 2. Chance. Doch Grace will nichts mehr von Ben wissen. Er hat sie geschlagen, sogar krankenhausreif. Ben meint, er hätte sich geändert. Nick ist eifersüchtig, obwohl Grace Ben zurückweist. Nicks Vater hat mittlerweile erfahren, in wen sein Sohn da verliebt ist und ist gar nicht glücklich darüber. Nick soll nach alter Tradition das Adler-Gen weitergeben, das heißt, Grace kann gar nicht die Richtige für ihn sein. Er will etwas gegen die Beziehung unternehmen. Ben taucht erneut auf und lässt nicht locker. Er bedrängt Grace und will sie küssen. Sie tritt ihm in die Eier, Nick verpasst ihm auch noch eine, und Ben gibt schließlich klein bei und haut ab. Nick und Grace genießen ihre gemeinsame Zeit. Sie vertraut ihm völlig. Als sie am Strand liegt und ihm beim Fliegen zusieht, taucht plötzlich Ben auf, betrunken und mit einem Gewehr. Er hat Nicks Verwandlung beobachtet. Dann schießt er auf Nick, und der stürzt ab. Grace ruft Nicks Vater an, und sie bringen Nick ins Krankenhaus. Sein Vater sagt, sie soll sich in Zukunft von ihm fernhalten. Wochenlang liegt Grace depressiv im Bett, und Nick glaubt, sie wolle nichts mehr von ihm wissen, weil sie ihn nicht besucht. Als sie dann auftaucht, schickt er sie weg. Lillie sieht, wie die beiden leiden und redet mit Nick, mit Erfolg. Grace und Nick gestehen sich ihre Liebe und kommen wieder zusammen. Nick lädt Grace zu sich zum Essen ein. Sein Vater hat jedoch die Gestaltwandlerin Vanessa ins Haus geholt, um sie mit Nick zu verkuppeln. Er pocht auf die Tradition. Vanessa ist klug, nett und bildhübsch, aber sie ist nicht Grace. Nick sagt seinem Vater gehörig die Meinung: er liebt nur Grace, jetzt und für immer! Nicks Vater zwingt ihn, sich zwischen ihm und Grace zu entscheiden. Nick sieht nur eine Lösung: sein Vater wird ihn nicht gehen lassen, solange er ein Gestaltwandler ist. Nick hat eine Idee, wie er seine Adlergestalt für immer loswerden kann, doch was er tut, ist lebensgefährlich!
Eine spannende und romantische Fantasy-Lovestory zum Mitfiebern und Dahinschmelzen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Winterseele - Kissed by Fear"

Die Macht der Gefühle: "Winterseele - Kissed by Fear"!

Kelsey Sutton, übersetzt von Ursula Held
Winterseele – Kissed by Fear
978-3-473-58508-3
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Elizabeth kann die Gefühle anderer in menschlicher Gestalt wahrnehmen, doch diese Wesen haben keinerlei Einfluss auf sie. Sie selbst fühlt nichts. Die Gefühlswesen haben längst aufgegeben, sie beeinflussen zu wollen, bis auf Fear (Angst). Fear ist fasziniert von Elizabeth und neugierig, woher sie diese Gabe hat. Er liebt es, sie herauszufordern, auch wenn seine Bemühungen bisher nicht von Erfolg gekrönt waren. In der Schule gilt Elizabeth als Freak, wird von der fiesen Sophia übel gemobbt und hat keine Freunde außer ihrer besten Freundin Maggie. Über Maggie kursieren Gerüchte, sie würde Drogen nehmen oder sei magersüchtig. Die Wahrheit ist jedoch viel schlimmer. Maggie hat Krebs und nicht mehr lange zu leben. In letzter Zeit fällt Elizabeth öfter ein seltsamer Schatten auf. Ist es ein Gefühlswesen, das sie noch nicht kennt? Elizabeth lebt mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Charles, der gerade von der Uni geflogen ist, auf einer Farm. Ihre Mutter hat Angst vor ihr und meint, sie sei nicht ihre echte Tochter. Ihr Vater ist Alkoholiker und schlägt sie und ihre Mutter. Wegen der vielen blauen Flecken ist Elizabeths Schulpsychologin besorgt, doch Elizabeth lügt sie an. Das tut sie eigentlich ständig, lügen, Gefühle vortäusche, die sie nicht hat, ihr wahres Selbst verbergen. Joshua, der sie sehr mag und der mit ihr für ein Schulprojekt eingeteilt wurde, will herausfinden, was hinter der Fassade steckt. Sein Interesse ist Fear gar nicht recht. Man könnte fast meinen, er sei eifersüchtig. In Joshuas Nähe erscheint es Elizabeth einmal fast, als sei da ein Gefühl in ihr, obwohl das doch unmöglich ist. Sie recherchiert in der Bibliothek, um mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Was hat es mit dem Autounfall auf sich, den sie als Kleinkind überlebte? Was bedeuten ihre Träume von dem Mädchen Rebecca, das einen sterbenden Jungen, Landon, im Arm hält? Doch beide scheinen keine Menschen zu sein. Was haben sie mit Elizabeths Leben zu tun? Elizabeth verarbeitet diese verwirrenden Träume indem sie sie auf ihre Zimmerwand malt. Der seltsame Schatten taucht immer wieder in Elizabeths Nähe auf. Es ist Rebecca, das Mädchen aus ihren Träumen. Sie sagt Elizabeth, dass sie in Gefahr ist. Sie muss sich an ihre Vergangenheit erinnern, und sie darf auf keinen Fall zu Sophias Party gehen! Elizabeth schwänzt die Schule, besucht Maggie im Krankenhaus, sieht zu, wie ihre Freundin stirbt und fühlt – nichts. Abends geht sie trotz der Warnung zu der Party. Fear begleitet sie. Dort geht etwas seltsames vor. Etwas Dunkles vertreibt sämtliche Gefühle, auch Fear. Weiß Sophias autistische Schwester Morgan mehr darüber? Sophia und ihre Zicken-Freundinnen rächen sich an Elizabeth dafür, dass sie die Party „ruiniert“ hat, indem sie sie in Unterwäsche an einen Fahnenmast fesseln. Plötzlich taucht ein dunkles Wesen namens Albtraum auf. Er meint, er suche sie schon lange. Sie spürt, dass er gefährlich ist. Zum Glück erscheint Fear, um sie zu retten und wird selbst schwer verletzt. Elizabeth kommt in Joshuas Armen zu sich. Er liebt sie. Seine Gefühle wecken die ihren, die so lange blockiert waren. Elizabeth empfindet nun tatsächlich etwas, doch das Geheimnis um ihre Vergangenheit ist noch nicht gelüftet. Der Schatten von Rebecca scheint ihr helfen zu wollen, doch erst wenn die Illusion vollständig zerbricht, wird sie sich wieder erinnern. Als Elizabeth in die Gewalt von Albtraum gelangt, scheint alles verloren. Da erinnert sie sich. Sie ist nicht Elizabeth! Elizabeth ist schon lange tot. Sie ist jemand anderes, etwas anderes … .
Romantasy vom Feinsten, voller Spannung, Gefühl und unerwarteter Wendungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783473585083

"Ewig Dein - Deathline"

Hat die Liebe eine Chance, wenn der Tod dazwischen funkt?: "Ewig Dein - Deathline"!

Janet Clark
Ewig dein – Deathline
978-3-570-17366-4
cbj Verlag
Alter: 13+

Die sechzehnjährige Josie lebt mit ihrem Vater und ihrem älteren Bruder Patrick auf einer Ranch. Sie reitet seit ihrem vierten Lebensjahr und liebt es, sich um die Pferde zu kümmern und sie zu trainieren. Doch insgeheim sehnt sie sich nach der großen Liebe und großen Abenteuern, wie sie die Heldinnen in ihren Lieblingsbüchern erleben. In den Sommerferien lernt sie Ray kennen, den Yowama-Indianer mit den grünen Augen. Die Yowama (auch Greenys genannt) bleiben normalerweise im Reservat und unter sich, doch Ray hat einen Job auf der Ranch angenommen. Während Josie Schmetterlinge im Bauch hat, haben ihre besten Freunde Dana und Gabe ganz andere Sorgen. In der Stadt geht etwas Seltsames vor. Das Telefonnetz fällt aus, Zündkerzen spielen verrückt, Kühlschränke geben den Geist auf, und im „Virtual Reality Dome“, dem Laden von Danas Eltern, gehen seltsame Schatten um, die nicht zu einem Computerspiel gehören. Danas Eltern glauben an einen Poltergeist, Gabe hat eher Aliens in Verdacht. Ray hat einen besonderen Draht zu Tieren und hilft Josie, als Hisley, ihr bester Zuchthengst und das ehemalige Turnierpferd ihrer verstorbenen Mutter, eine schwere Kolik hat. Später kommt heraus, dass ihm jemand etwas ins Futter getan hat, aber wer? Josie ist fasziniert von Ray und überglücklich, als er sie endlich küsst. Doch dann weist er sie plötzlich zurück. Mike, Hufschmied und Halb-Yowama, erzählt Josie, wie schwer es damals für seinen Vater war, für seine große Liebe das Reservat zu verlassen. Josie will darüber mit Ray reden und sucht ihn auf der Koppel, als plötzlich die Pferdetränke explodiert. Ray rettet ihr das Leben, indem er sich auf sie wirft. Er müsste schwer verletzt sein, doch seine Wunden bluten nicht. Er meint, er sei bereits seit ein paar Tagen tot, aber kann ohne sein Amulett, das er verloren hat, nicht über die Deathline gehen. Er vermutet, dass sein Mörder das Amulett irgendwo auf der Ranch versteckt hat. Ihm bleiben nur 24 Tage Zeit, um das Amulett zu finden, sonst wird er zum Dämon. Das Böse in ihm wird jetzt schon jede Nacht stärker und zwingt ihn, böse Dinge zu tun. Er erzählt Josie auch von den fünf verschwundenen Yowama, nach denen er gesucht hat. Sind die, falls sie ebenfalls tot sind, vielleicht der Grund für den „Spuk“ in der Stadt? Josie weiht Dana ein, und die beiden suchen in den Zimmern der Feriengäste nach dem Amulett und Hinweisen auf die Identität von Rays Mörder. Dowby, der sich ständig über irgendwas beschwert, wäre ein möglicher Kandidat, aber belastende Beweise finden sie schließlich bei dem netten Eli Brown. Warum interessiert der sich so sehr für die Finanzen von Josies Familie? Will er die Ranch kaufen? Josie erfährt, dass die Ranch bankrott ist. Patrick glaubt, sein Vater habe die Bombe gelegt. Auch der Sheriff hat ihn in Verdacht, doch Josie glaubt an die Unschuld ihres Vaters. Dowby legt sich mit Ray an und kassiert Prügel. Josie fiel vom Pferd, weil Dowby es mit einem lauten Knall zum Steigen gebracht hatte. Statt zu helfen, hatte er nichts anderes zu tun als zu lachen und alles mit dem Handy zu filmen. Ray hat Angst um Josie, denn sie ist eine Gefahr für das Böse in ihm. Er belegt ihr Zimmer und ihr Pferd mit einem Schutzzauber. Josie geht noch einen Schritt weiter und lässt sich ein schützendes Tattoo stechen. Als sie mit ihrem Vater über den Bankrott spricht, bekommt sie zwar Antworten, aber nicht die, die sie sich erhofft hatte. Als sie endlich die ganze Wahrheit erkennt, scheint alles bereits zu spät. Ihre beste Freundin Dana schwebt in Lebensgefahr!
Romantasy vom Feinsten! Das perfekte Lesefutter für Fans von „Twilight“ und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Der Junge auf dem Berg"

Im Bann des Führers: "Der Junge auf dem Berg"!

John Boyne, übersetzt von Ilse Layer
Der Junge auf dem Berg
978-3-7373-4062-5
Fischer Verlag
Alter: 12+

Paris 1936: Der siebenjährige Pierrot hat Vater und Mutter verloren. Sein Vater war Deutscher. Traumatisiert vom Krieg, betäubte er seinen Schmerz mit Alkohol, verließ eines Tages die Familie und warf sich vor einen Zug. Pierrots Mutter, eine Französin, stirbt bald darauf an Tuberkulose. Am liebsten würde Pierrot bei seinem besten Freund, dem taubstummen Juden Anshel Bronstein bleiben, doch Ansels Familie hat nicht die Mittel, noch ein Kind durchzufüttern. Pierrot versteht dass nicht. Er denkt, sie wollen ihn nicht aufnehmen, weil er kein Jude ist. Die nächste Zeit verbringt Pierrot im Waisenhaus der Durand-Schwestern. Er tut sich schwer, Freunde zu finden und wird von einigen, wie dem Juden Hugo, übel gemobbt und gequält. Eines Tages bekommt Pierrot einen Brief von seiner Tante Beatrix. Die lebt in Deutschland und möchte ihren Neffen gern zu sich holen. Pierrot muss lange mit dem Zug fahren, um zu ihr zu gelangen. Im Zug trifft er auf einen alten Juden, der aus dem Abteil geworfen wird und im Gang stehen muss und auf eine Gruppe Hitlerjungen, die ihm den Reiseproviant klauen. Er fährt über Mannheim und München, bis nach Salzburg, wo ihn seine Tante am Bahnhof abholt und sie fahren mit dem Auto weiter nach Berchtesgaden. Hier arbeitet Beatrix als Hauswirtschafterin auf dem Berghof, Adolf Hitlers Sommerresidenz. Pierrot wird gebadet, seine alten Klamotten werden verbrannt. Seine Tante bittet ihn, den Namen Pierrot abzulegen. Ab jetzt heißt er Peter. Deutscher Name, Deutsche Kleidung, Deutsche Sprache – das fällt ihm anfangs nicht leicht. Peter ist entsetzt, als er zum ersten Mal sieht, wie ein Huhn geschlachtet wird. Gewalt ist ihm zuwider. Er ist erstaunt, als er hört, dass der Führer gar keine Hühner isst. Hitler ist Vegetarier. Als Peter Hitler kennen lernt, werden die beiden schnell Freunde. Hitler ist wie ein Vater für ihn. Peter ist stolz, dass Hitler ihn fördert, ihm „Mein Kampf“ und andere Bücher schenkt und eine schmucke HJ-Uniform. Uniformen mochte er immer schon, ebenso wie Hunde, genau wie Hitler. Peter versteht sich prima mit Hitlers Schäferhündin Blondi und schämt sich, dass sein eigener Hund in Paris „nur“ ein Mischling war. Peters Tante nimmt beunruhigt wahr, wie Peter sich verändert. Sein herrischer Ton gegenüber ihr und den anderen Angestellten gefällt ihr gar nicht. Die Jahre vergehen, Peter wächst und verändert sich immer mehr. Er fühlt sich als Mann, will dem Vaterland dienen. An Weihnachten rettet er Hitler das Leben, indem er ihn vor einem vergifteten Stollen warnt und den Chauffeur Ernst sowie seine Tante Beatrix ans Messer liefert, die hinter dem Anschlag stecken. Sie werden erschossen, und Peter wird zum Scharführer (wenn auch ohne Schar) befördert. Er darf sogar bei wichtigen Sitzungen des Führers und seiner engsten Vertrauten bei der Planung eines KZs Protokoll führen. (Nur kurz wundert er sich, warum die Duschräume keinen Wasseranschluss brauchen.) Schon ewig ist Peter in Katharina aus seiner Klasse verliebt. Die ist kein großer Fan von Hitler. Als Peter sie zur Geburtstagsparty von Eva Braun einlädt, kommt sie nur widerwillig auf Drängen ihres Vaters. Peter ist wütend, als Katharina seine Liebe und seine Küsse nicht erwidert und bedrängt sie. Nur durch das Eingreifen der Köchin wird Schlimmeres verhindert. Nach dem Vorfall verschwinden Katharina und ihre Familie spurlos. Irgendwann geht der Krieg zu Ende. Die Alliierten kommen. Die Luftblase, in der Peter all die Jahre lang gelebt hat, zerplatzt, und er muss der Wahrheit ins Auge blicken …
Genau so genial, wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“, wenn nicht noch besser!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Bis die Sterne zittern"

Gegen den Strom: "Bis die Sterne zittern"!

Johannes Herwig
Bis die Sterne zittern
978-3-8369-5955-1
Gerstenberg Verlag
Alter: 14+

Leipzig 1936: Der sechzehnjährige Harro hat mit der HJ nichts am Hut. Seit sein bester Freund Paul, ein Jude, plötzlich weggezogen ist, hat Harro kaum Freunde. Als er sich eines Tage weigert, die Fahne zu grüßen und Ärger mit ein paar HJ-Jungs bekommt, kommen ihm sein Nachbar Heinrich und seine Freunde zu Hilfe. Er schließt sich der Clique an. Heinrich, Pitt, Egar, Willi und die anderen tragen bunte Kleidung, hören Jazz und machen einfach ihr eigenes Ding. Zwei Mädchen sind auch in der Gruppe, Hilma, die kurze Lederhosen trägt, und Josephine, die Zigaretten raucht. Harro verknallt sich auf den ersten Blick in Josephine. Sie ist ein Jahr älter als Harro und hat es zuhause nicht leicht. Ihre Eltern sind überzeugte Nazis, und Josephine versucht verzweifelt, den BDM und die Clique unter einen Hut zu bringen. Harros Eltern waren früher Sozialdemokraten, jetzt sind sie gar nichts mehr, aber schwimmen mit dem Strom, um nicht unterzugehen. Sie drängen Harro, nach den Ferien in die HJ einzutreten. Man müsse schließlich mit der Zeit gehen, und er wolle ja auch später mal studieren. Doch Harro will lieber gegen den Strom schwimmen. Er will nicht zu dieser braunen Schafherde gehören. Mit seinen neuen Freunden geht er am Wochenende Zelten und lernt am See die Gruppe von Max kennen. Max und seine Freunde denken wie er und seine Clique. Plötzlich hat er das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein. Immer wieder werden Harro und die anderen von der HJ angepöbelt und beschimpft. Auf einer Kirmes kommt es sogar zu einer heftigen Schlägerei. Seine gebrochene Nase erklärt Harro seinen Eltern damit, dass er angeblich vom Rad gestürzt sei, doch der Hausarzt fragt mit skeptischem Blick auf seine Kleidung, ob er etwa auch zu diesen schrecklichen Halbstarken gehört. Seine Eltern sind besorgt wegen seines Umgangs. Harro jedoch fühlt sich bei seinen Freunden wohl. Hier halten alle zusammen, man vertraut einander, ganz anders als in der HJ, wo Harro aufpassen muss, was er sagt und tut, weil überall Spitzel lauern, die jede Kleinigkeit petzen. Eigentlich wollte Harro ja die HJ infiltrieren und von innen aufmischen, aber bei dem müden Haufen, dem er zugeteilt wird, verwirft er den Plan wieder. Er macht einfach nur da mit, wo er unbedingt muss und hält sich aus dem Rest raus. Seine Freizeit verbringt er weiterhin mit seinen Freunden. Sie treffen sich vor den Kino oder hinter der Kirche. Sie überlegen, ob sie vor der Parade die Fahnen klauen sollen, aber dann schreiben sie doch lieber eine Glosse, die sie bei Nacht und Nebel in die Schaukästen hängen. Den Text versteht nur, wer ihn wirklich verstehen will. Während Heinrich mit Hilma zusammenkommt, entwickelt sich auch zwischen Harro und Josephine eine zarte Liebesgeschichte. Josephine tritt aus dem BDM aus, obwohl das nicht ratsam ist. Sie ist es einfach leid. Zum Geburtstag überrascht Harro sie mit einer romantischen Bootsfahrt auf dem Fluss und bekommt Ärger, weil er dafür den HJ-Sport geschwänzt hat. Seine Eltern erhalten eine schriftliche Mahnung und sind sehr besorgt. Um das Winterlager der HJ kommt Harro nicht herum, obwohl er die Zeit lieber mit seinen Freunden verbringen würde. Bei seinen HJ-Kameraden hat er einen schweren Stand. Irgendwann wird er aus der HJ geworfen. Ohne es zu wollen, verliebt er sich in Käthe aus Max Gruppe. Er macht mit Josephine Schluss, aber sie bleiben Freunde. Sie gibt ihm sogar Tipps, was sein Erstes Mal mit Käthe angeht. Doch dann steht eines Tages die Gestapo vor der Tür und nimmt ihn mit … .
Sie waren bunt und laut und schwammen gegen den Strom – die Leipziger Meuten!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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